Mord in Koblenz
Das LazarettDie Kriminalkommissarinnen Anna Steinmeier und Henrike Carlson sollen als Team einen ungewöhnlichen Mord auf dem Gelände einer Koblenzer Klinik schnell und unspektakulär klären. Schnell stoßen beide dabei ...
Die Kriminalkommissarinnen Anna Steinmeier und Henrike Carlson sollen als Team einen ungewöhnlichen Mord auf dem Gelände einer Koblenzer Klinik schnell und unspektakulär klären. Schnell stoßen beide dabei an ihre beruflichen und persönlichen Grenzen. Der Täter weiß die Zeit zu nutzen.
Das Lazarett von Sophie Eriksson zeigt ein dusteres und grausiges Cover. Der Titel sowie der Klappentext sind in roter Schrift gehalten. Passt alles perfekt zur Geschichte, die aus 42 Kapiteln und 335 Seiten besteht. Der Schreibstil sowie das Schriftbild sind sehr angenehm und dadurch liest es sich ( leider )zügig zu Ende.
Die Charaktere der beiden Hauptkommissarinnen sind sehr lebendig dargestellt. Anna ist ein sehr aufbrausender Typ und es fällt ihr schwer im Team zu arbeiten. Mit ihr bin ich bis zum Schluss nicht warm geworden, obwohl sie im Laufe der Geschehnisse eine Entwicklung durchmacht und sich ihr ruppiges Verhalten ändert. Henrike ist da schon ganz anders, aber als alleinerziehende Mutter sorgt sie sich sehr um ihren kleinen Sohn. Beide haben viele Ecken und Kanten, wie es im wahren Leben auch ist. Meinen Sympathieträger habe ich hier bei den Kollegen gefunden. Bei ihren Ermittlungen konnte ich gut folgen, da mir die Gegend in und um Koblenz gut bekannt und sehr vertraut ist. Ich konnte zu jeder Zeit perfekt mitfiebern und habe mich in dem Buch schon fast wie zu Hause gefühlt.
Der Spannungsbogen ist gegeben. Es fängt bereits sehr gruselig an und man fragt sich eigentlich fast bis zum Ende, wer hier sein Unwesen getrieben hat. Zum Ende hin wird es nochmal richtig aufregend, denn ich hatte mir das anders vorgestellt.
Für mich war hier alles stimmig und ich hoffe es gibt noch mehr davon.