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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.12.2016

Legt durch Authentizität eine komplett neue Welt offen!

Im Schatten des Berges
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Dies ist der Nachfolger des Bestsellers Shantaram und obwohl ich den ersten Band nicht gelesen hatte, gefiel mir dieser ganz gut und ich hatte keine großen Verständnisprobleme. Am Anfang war es ziemlich ...

Dies ist der Nachfolger des Bestsellers Shantaram und obwohl ich den ersten Band nicht gelesen hatte, gefiel mir dieser ganz gut und ich hatte keine großen Verständnisprobleme. Am Anfang war es ziemlich schwierig mit der Menge an Personen klar zu kommen, weil das doch ganz schön viele sind und nach und nach mehr dazu kommen. Aber man gewöhnt sich daran und nach dem Anfang hatte ich zumindest keine Schwierigkeiten mehr beim Erkennen der Protagonisten. Das Buch ist ziemlich dick. Dementsprechend lang ist die Geschichte und es reihen sich viele Handlungen aneinander. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut zu lesen. Inhaltlich ist die Geschichte geprägt von Schmerz, Hass, Mord, Tod, Drogen, Mafiaclans, Kriminalität und Korruption. Es gibt allerdings auch schöne Momente, wie die sehr lehrreichen Seiten des Philosophen Idriss, der die Frage nach dem Sinn des Lebens in seiner Komplexität behandelt, sowie die Suche und das Finden des inneren Friedens, auch wenn ein noch so großer Sturm der Vergangenheit und der Erinnerung in einem tobt, mehrfach thematisiert. Erstaunlich ist dieses Festhalten und Klammern an den Frieden, angesichts der Tatsache, dass die Welt von Bombay und außerhalb gezeichnet ist durch Mord und Totschlag und den ganz alltäglichen Verlusten von geliebten Menschen und dem scheinbar nie endenden Schmerz dessen.

Fraglich zurückgelassen hat mich die Länge bzw. Beginn und Ende des Buches. Ich fand keinen logischen Sinn darin. Irgendwann beginnt die Geschichte irgendwo, zwei Jahre nach Shantaram und dann hört sich völlig unvermittelt auf. Auch wenn der Abschluss einleuchtend und schön geschrieben ist, fehlt mir die Begründung hinter der Entscheidung das Ende genau dort einzuleiten und nicht woanders.

Veröffentlicht am 17.12.2016

Überraschende Wendung

Die Schatten von London
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Rory (Aurora) zieht mit ihren Eltern nach England, dort besucht sie das Internat Wexford in London. Sie lebt sich schnell ein, freundet sich mit ihrer Zimmergenossin an und ein Junge verdreht ihr den Kopf. ...

Rory (Aurora) zieht mit ihren Eltern nach England, dort besucht sie das Internat Wexford in London. Sie lebt sich schnell ein, freundet sich mit ihrer Zimmergenossin an und ein Junge verdreht ihr den Kopf. Fast zeitgleich beginnen grauenhafte Morde in London, die den Morden von Jack-the-Ripper sehr ähnlich sind. Weshalb auch viele von einem Nachahmer ausgehen und die Medien verrückt spielen und der Hype ganz London überschwemmt. Das schreckliche daran ist, dass niemand den Täter gesehen hat und selbst die Kameras niemanden aufnehmen. Es scheint als sei der Täter unsichtbar. Ungewollt trifft Rory auf ihn, ohne jedoch zu wissen das er der Täter ist. Aber warum kann nur sie ihn sehen? Als plötzlich dann noch eine Spezialeinheit der Polizei auftaucht und sich ihrer annimmt, ist Rory stark verunsichert. Was geht hier vor und was hat sie mit den Morden zu tun?

Gekauft habe ich mir dieses Buch, weil es sich um ein Internat in London handelt und ich Geschichten rund um London gerne mag. Zudem machten die Ripper-Morde den Klappentext auch noch sehr spannend. Der Anfang des Buches ist wie aus dem alltäglichen Leben eines Mädchens geschrieben. Schulstress, Jungs, erste Liebe. Nichts besonderes. Die Morde werden von Rory auch erst an den Rand gerückt. Doch nachdem in ihrer unmittelbaren Nähe jemand ermordet wird und sie einen Mann gesehen hat, den sonst keiner gesehen hat, zweifelt sie langsam an sich. Als die Polizei sie dann befragt und eine Spezialeinheit kommt, verändert sich die Geschichte plötzlich und entwickelt sich ganz anders als ich zuerst gedacht habe und nimmt Fahrt auf und die Spannung steigt. Vor allem als sie dann hinter dem Mörder her sind, wird es richtig spannend. Das Buch nimmt ab dem Drittel eine spannende und sehr überraschende Wendung ein, mit der man angesichts des Anfangs nie gerechnet hätte.

Veröffentlicht am 17.12.2016

Würdige Fortsetzung

Die Schatten von London - In Memoriam
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Im zweiten Teil werden Rory und die Shades wieder mit plötzlichen Morden konfrontiert und versuchen die Schuldigen zu finden und sie zu erlösen. Doch nachdem Rory beinahe gestorben wäre, ist etwas komisches ...

Im zweiten Teil werden Rory und die Shades wieder mit plötzlichen Morden konfrontiert und versuchen die Schuldigen zu finden und sie zu erlösen. Doch nachdem Rory beinahe gestorben wäre, ist etwas komisches mit ihr passiert. Sie hat sich anscheinend in einen Terminus verwandelt. Damit ist sie die einzige Waffe gegen die Geister, da die anderen Termini zerstört wurden und keine neuen hergestellt werden können. Mit ihrer Hilfe, können sie den Morden entgegenwirken. Doch zwischen Rory und Andrew hat sich etwas verändert. Rory benimmt sich in seiner Gegenwart komisch und ist sich ihrer Gefühle nicht klar. Durch eine Bekannte trifft sie wie durch Zufall auf eine Gruppe Geisterseher, die genau so sind wie sie, ihre Fähigkeit allerdings anders verstehen und einsetzen wollen als Rory und die Shades es tun. Sie überreden Rory vom Internat abzuhauen und als Rory sich weigert, entführen sie sie. Können die Shades Rory rechtzeitig retten?

Der zweite Band knüpft genau am Ende des ersten Teils an und die Geschichte rund um ihre Fähigkeit geht weiter. Zwischendurch war die Geschichte etwas langatmig und nicht mehr so spannend wie im ersten Band, aber mit der Entführung durch die andere Gruppe wird es wieder spannender und man bangt mit Rory mit und hofft , dass die Shades sie retten und alles gut wird. Ganz am Ende tritt dann noch ein unerwartetes Ereignis ein und der Leser bleibt traurig und mit vielen Fragezeichen zurück. Deswegen freue ich mich zu erfahren, wie es im letzten Teil weiter geht.

Veröffentlicht am 17.12.2016

Tolle Geschiche mit netten Science-Fiction/Dystopie Elementen

Eden Academy. Du kannst dich nicht verstecken
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Die begabte Schülerin Rory wird endlich auf der Eliteschule Eden-Academy angenommen und kann ihr Glück kaum fassen. Voller Vorfreude, verabschiedet sie sich von ihrem Freund und ihrem Vater und zieht mit ...

Die begabte Schülerin Rory wird endlich auf der Eliteschule Eden-Academy angenommen und kann ihr Glück kaum fassen. Voller Vorfreude, verabschiedet sie sich von ihrem Freund und ihrem Vater und zieht mit einer ehemaligen Klassenkameradin Hershey in ein Zimmer. Dort lernt sie den strebsamen und pflichtbewussten Liam ein, der sie umgarnt und zu einem Date einlädt. Doch Rory hat nur Augen für North, der in einem kleinen Café im Dorf arbeitet und außerdem ein brillanter Hacker ist und sich auf den ersten Blick nicht für Technik zu interessieren scheint und auch das allseits genutzte Handyprogramm Lux nicht nutzt. Das Lux wurde erfunden, um den Menschen Entscheidungen abzunehmen und die meisten scheinen abhängig von ihm zu sein. Das Programm wird von den meisten ständig befragt welche Entscheidung besser für einen selbst wäre. Nach den ersten Tagen erhält sie unbekannte Nachrichten auf ihrem Handy, die scheinbar zu einer Geheimorganisation gehören und sie als Mitglied haben wollen, sofern sie alle Aufgaben meistert. Zuerst ist Rory ganz begeistert davon, doch nach und nach kommen ihr Zweifel. Zweifel über die Organisation, den Tod ihrer Mutter und sogar Hinweise darauf das ihr Vater vielleicht nicht ihr biologischer Vater ist. Fragen über Fragen, aber keine Antworten. Wird Rory die Geheimnisse mit Norths Hilfe aufdecken?

Der Klappentext klang sehr interessant und erinnerte mich ein bisschen an die Night School Reihe. Am Anfang entwickelte es sich auch ähnlich wie in Night School. Neues Internat, neue Mitschüler, eine Geheimorganisation. Das besondere an der Geschichte ist, dass das Programm Lux stark in den Mittelpunkt des Lebens von Rory und vielen anderen gerückt wird. Sie haben die Verantwortung für ihr Handeln einfach auf das Handy geschoben und kriegen regelrecht Angst, wenn es nicht in ihrer Nähe ist oder griffbereit liegt. Es bestimmt ihr Leben. Ein weiterer besonderer Aspekt ist, dass es quasi sowas wie eine Krankheit gibt, die sich der Zweifel nennt: Eine innere Stimme, die zu irrationalem gefährlichem Handeln führt und unbedingt unterbunden werden muss. Damit und mit Lux versucht die Regierung die Gesellschaft unter Kontrolle zu halten. Interessant sind die unerwarteten Ereignisse, die eintreten und schon bald kommt der Gedanke einer Verschwörung auf. Ich fand das Ende etwas lahm, weil es so einfach scheint das Vorhaben der Regierung aufzuhalten und mir ging das alles zu schnell. Sie retten die Menschen quasi im Erstversuch und es wirkt als sei das System so leicht zu durchbrechen, was angesichts der Macht und Stellung etwas unrealistisch wirkt. Dennoch ist das Buch lesenswert.

Veröffentlicht am 17.12.2016

Hinterlistig und dramatisch!

Othello
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Das Werk dreht sich um Othello, einen Feldherrn (auch Mohr genannt) aus Venedig.Sein Fähnrich Jago, hasst ihn aus tiefstem Herzen und fühlt sich in seiner Stellung benachteiligt und findet er sollte den ...

Das Werk dreht sich um Othello, einen Feldherrn (auch Mohr genannt) aus Venedig.Sein Fähnrich Jago, hasst ihn aus tiefstem Herzen und fühlt sich in seiner Stellung benachteiligt und findet er sollte den Status des Leutnants in seiner Armee haben, den hat jedoch ein guter Freund Othellos, Cassio. Jago versucht mit allen Mitteln Othello schlecht zu machen und spinnt Intrigen , um das zu bekommen was er möchte. So setzt er Othello - der ihm sehr vertraut - einen Floh ins Ohr und erzählt Cassio und die Frau Othellos Desdemona haben eine heimliche Beziehung miteinander und lässt das Hochzeitsgeschenk von Desdemona stehlen, um es dem Cassio anzudrehen, als Beweis für seine Vermutungen. Das überzeugt und erzürnt Othello und er schmiedet mit Jago einen Plan, um beide umzubringen. Jago nutzt all seine Bekannten - Rodrigo, ein einfacher Venezianer und seine Frau Emilia - aus. Können sie aufgehalten werden und Jagos Intrigen aufgedeckt werden, bevor es zu spät ist?

Insgesamt hat mir die Geschichte sehr gut gefallen, weil man als Leser die Abneigung und die intriganten Ideen und Absichten von Jago erkennt, aber es sonst keiner der Beteiligten tut und man somit um das unschuldige Leben Desdemonas und Cassios bangt und hofft, dass das falsche Spiel von Jago auffliegt, bevor eine Dummheit gemacht wird. Hier wird besonders der zweifelsfreie, naive Glaube und das Vertrauen Othellos in seine Arbeiter ersichtlich. Er vertraut ihnen blind und deswegen lässt er sich leicht manipulieren und tut das was ihm selber den Untergang bringt. Ein weiterer spannender Faktor ist, dass einige teilweise eingeweiht in seine Handlungen gegen Othello und Cassio sind, allerdings keiner von den wahren Absichten Jagos weiß und so nicht dagegen angegangen werden kann. Wer ein Fan von Shakespeare ist, dem ist das Buch zu empfehlen. Auch finde ich die Sprache etwas einfacher verständlich als in den anderen Werken von ihm.

Mal wieder ein Meisterwerk Shakespears!