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Veröffentlicht am 26.01.2020

Ermittlungen auf den Austernbänken

Winteraustern
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Worum geht’s?
Commissaire Luc Verlain stolpert auf einer gemeinsamen Bootsfahrt mit seinem Vater über die Leichen von zwei jungen Männern, die im Bassin d'Arcachon an Holzpfähle gefesselt im Wasser stehen. ...

Worum geht’s?
Commissaire Luc Verlain stolpert auf einer gemeinsamen Bootsfahrt mit seinem Vater über die Leichen von zwei jungen Männern, die im Bassin d'Arcachon an Holzpfähle gefesselt im Wasser stehen. Gemeinsam mit seiner Partnerin und Lebensgefährtin Anouk stürzt sich Luc in die Ermittlungen und versucht herauszufinden, was die beiden zu dieser Zeit überhaupt auf dem Bassin zu suchen hatten. Sein neuester Fall führt den Kommissar immer tiefer in die ehemalige Berufswelt seines inzwischen kranken Vaters, die immer stärker mit Profitgier, Konkurrenzkämpfen und Existenzproblemen zu kämpfen hat.

Winteraustern ist nach Retour und Château Mort der dritte Fall, in dem wir Commissaire Luc Verlain in die Aquitaine begleiten. Die Geschichte ist auch ohne Vorkenntnisse aus den beiden vorherigen Bänden verständlich, einige Details erscheinen aber etwas logischer, wenn man auch diese Geschichten bereits kennt. Ich würde daher durchaus empfehlen, die richtige Reihenfolge der Bücher einzuhalten.


Meine Meinung
Die Geschichte startet zunächst vermeintlich gemütlich, nimmt dann aber schnell an Fahrt auf. Die beiden Toten werden gefunden, die ersten Verdächtigungen werden ausgesprochen und der Hörer begleitet Luc und sein Team bei den Ermittlungen. Obwohl der neue Fall relativ schnell auftritt, wirkt das Erzähltempo nicht übertrieben hoch, sodass die Geschichte noch immer angenehm zu verfolgen ist.

Einen Großteil der ruhigeren Passagen machen vor allem die kleinen Lektionen in Landes- und Austernkunde aus. Zur Zubereitung von Austern hätte man sicherlich auch ein paar Sätze weniger sagen können, aber immerhin habe ich jetzt das Gefühl, eine perfekte Auster von allen anderen unterscheiden zu können, ohne jemals eine gegessen zu haben.

Besonders gut gelungen fand ich die Balance zwischen dem eigentlichen Fall und den Teilen der Geschichte, in denen das Privatleben der Ermittler im Vordergrund stand. Mir gefallen diese privaten Einblicke in den meisten Geschichten sehr gut, und auch hier hat es mir Spaß gemacht, mehr über die Protagonisten und ihre alltäglichen Sorgen zu erfahren.

Die Ermittlungsarbeiten werden mit dem richtigen Maß zwischen Detailtreue und Zeitraffung erzählt und haben auf mich realistischer gewirkt, als die in so manchem Fernsehkrimi. Mir wurde dabei nie langweilig und ich habe bis zum Schluss weder mit dem tatsächlichen Täter, noch mit seinem Motiv für die beiden Morde gerechnet.

Das Ende verspricht einen entscheidenden Wandel im Leben von Luc und seiner Partnerin Anouk und weist darauf hin, dass es durchaus noch einen vierten Teil geben kann. Als einen richtigen Cliffhanger würde ich das nicht bezeichnen, aber neugierig auf den weiteren Verlauf dieser neuen Geschichte hat mich das auf jeden Fall trotzdem gemacht.


Fazit
Wer gerne Frankreichkrimis mit authentischen Protagonisten und überraschenden Tatmotiven liest, der wird sicherlich auch von Winteraustern begeistert sein. Das Setting ist toll beschrieben, der Fall spannend und ich persönlich fand die Stimme des Sprechers sehr angenehm und absolut passend gewählt für diese Geschichte.

Dafür gibt es volle fünf Bücherstapel von mir

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.11.2019

Im dreizehnten Haus der Magie lebt der Sarkasmus

Die 12 Häuser der Magie
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Worum geht’s?
Im Leben von Nicholas Ashton gibt es so ziemlich genau eine Sache, die er auf keinen Fall machen will. Trotzdem wird er während der Zeremonie zur Bestimmung der magischen Talente der jungen ...

Worum geht’s?
Im Leben von Nicholas Ashton gibt es so ziemlich genau eine Sache, die er auf keinen Fall machen will. Trotzdem wird er während der Zeremonie zur Bestimmung der magischen Talente der jungen Magier dem dreizehnten Haus der Magier, dem der Schicksalswächter zugeteilt. Was anfangs vor allem Widerwillen in ihm auslöst, entpuppt sich dann als spannendes Abenteuer voller feindlicher Mächte, gut gehüteten Geheimnissen und einem verschwundenen Magier, der im Machtgefüge der magischen Welt eine Schlüsselrolle einnimmt. Zusammen mit seinen Freunden Matt und Jane versucht Nic, die Geheimnisse der Schicksalswächter zu lüften und eine Katastrophe zu verhindern.


Meine Meinung
Ich konnte mich sehr schnell für die Geschichte begeistern und habe jede einzelne Seite dieses Buches geliebt. Schon das Cover ist ein einziger Traum und vermittelt ein richtig magisches Flair.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er ist angenehm und leicht zu lesen und an den richtigen Stellen detailreich. Besonders die Kampfszenen mit Liz fand ich sehr gut beschrieben und bei weitem nicht mehr so verwirrend wie beispielsweise den erste Kampf in Berlin. An dieser Stelle hätte mir das Glossar, welches am Ende des Buches die verwendeten Zauber und die Häuser mit ihren jeweiligen Fähigkeiten zusammenfasst, sicherlich um einiges weiter geholfen.

Die Charaktere haben insgesamt sehr authentisch auf mich gewirkt und haben teilweise wirklich sehr gute Entwicklungen durchlaufen. Besonders Nic wirkte zu Anfang noch ein wenig naiv und unreif auf mich, wuchs aber – wie man so schön sagt – an seinen Aufgaben. Seine Tollpatschigkeit und seine Fähigkeit, wirklich zielsicher in jedes sich bietende Fettnäpfchen zu treten, sind irgendwie niedlich und machen ihn zu einem überzeugend und lebensnah dargestellten Charakter. Seine Storyline mit Liz wirkte an einer Stelle ein wenig erzwungen auf mich und macht bisher relativ wenig Sinn. Da ja aber noch zwei weitere Bände folgen werden, ist dort eventuelle noch Platz für einige Entwicklungen der beiden.

Richtig begeistern konnte mich auch der Humor dieser Geschichte. Besonders die Dialoge zwischen Nic und Jeremiah beziehungsweise die zwischen Nic und Nox haben mich oft zum Lachen gebracht und der fast alles beherrschende Sarkasmus der Schicksalswächter ist einfach nur grandios.

Das Erzähltempo hat auf mich relativ hoch gewirkt, und das nicht nur in den Schlüsselszenen der Geschichte. Der Spannungsbogen konnte sich trotzdem vernünftig entfalten, ohne irgendwo gravierend abzuflachen.

Am Ende wurden natürlich noch nicht alle aufgeworfenen Fragen geklärt, schließlich kommen ja noch zwei weitere Bände. Hier hat der Autor meiner Meinung nach aber genau die richtige Mischung aus offenen Fragen und bereits erfolgten Erklärungen gefunden, um die Leser nicht zu verwirrt zurück zu lassen, gleichzeitig aber auch die Spannung und die Neugier auf die weitere Handlung im nächsten Band zu erhalten.


Fazit
Wer auf gut gemachte Urban Fantasy mit authentischen Charakteren und einer großen Portion Humor steht, der kommt an dieser Geschichte definitiv nicht vorbei. Die gesamte Geschichte macht neugierig darauf, wie es weiter geht und ob Nic und seine Freunde eine große Katastrophe verhindern werden können. Ich bin auf jeden Fall schon gespannt auf die beiden nächsten Bände dieser Reihe und kann jedem Fantasy – Liebhaber und allen, die es noch werden wollen nur empfehlen, in die Welt der Schicksalswächter einzutauchen.

Dafür gibt es volle fünf Bücherstapel von mir

Veröffentlicht am 07.10.2019

Wenn aus Freundschaft Liebe wird

Never Too Close
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Worum geht’s?
Seit Violette und Loan zusammen im Aufzug ihres Pariser Wohnhauses feststeckten, sind die beiden unzertrennlich. Ihr gesamter Freundeskreis ist sich sicher, dass die beiden das perfekte Paar ...

Worum geht’s?
Seit Violette und Loan zusammen im Aufzug ihres Pariser Wohnhauses feststeckten, sind die beiden unzertrennlich. Ihr gesamter Freundeskreis ist sich sicher, dass die beiden das perfekte Paar abgeben würden, aber für Violan, wie sie liebevoll genannt werden, ist die gesamte Beziehung rein platonisch. Dann bittet Vio ihren besten Freund jedoch um etwas, das ihre gesamte bisherige Freundschaft in Frage stellen kann. Denn Loan soll mit ihr schlafen, damit sie nicht länger Jungfrau ist. Und außerdem ist es ja nur dieses eine Mal, was soll dabei schon schief gehen?

Never too close ist der erste in Deutschland erschienene Roman der französischen Autorin Morgane Moncomble und der erste Teil der Never-Reihe.


Meine Meinung
Schon das Cover alleine bringt mich dazu, dieses Buch zu lieben. Die Ausstrahlung und Harmonie der Farben haben mich als Coverkäuferin sofort überzeugt, und auch ohne die Teilnahme an dieser Leserunde hätte Never too close den Weg in mein Bücherregal gefunden.

Auch der Schreibstil hat mich sofort begeistert. Er ist so flüssig und fesselnd, dass ich super schnell in der Geschichte versunken bin und mit dem Lesen eigentlich gar nicht mehr aufhören wollte.

Die Charaktere sind – mit kleinen Abstrichen – durchweg sympathisch gestaltet und mit viel Hintergrundgeschichte ausgestattet.

Violette ist eine ziemlich ungenierte und natürliche Persönlichkeit. Sie redet gerne und viel, sagt was sie denkt und nimmt so gut wie kein Blatt vor den Mund. Darüber hinaus ist sie ziemlich tollpatschig, was sie in meinen Augen aber noch einmal doppelt so liebenswert macht, wie sie ohnehin schon ist. Ihre Kindheit und ihre Jugend waren nicht besonders schön, da ihre Mutter ihren Vater nicht nur jahrelang betrog, sondern ihre Tochter auch noch zur Mitwisserin machte und die Familie dann schlussendlich verließ. Seit dem hat Violette mit Panikattacken zu kämpfen, die sie noch immer ziemlich belasten. Ehrlichkeit ist für sie deshalb unglaublich wichtig, und sie ist immer da, wenn ihre Freunde sie brauchen.

Auch Loan hat es nicht immer leicht gehabt, denn seine Mutter hat eine schwere psychische Krankheit, welche dazu führt, dass sie ihren Sohn seit seinem fünften Lebensjahr nicht mehr als solchen erkennt. Er hat sich zu einem eher stillen und verschlossenen jungen Mann entwickelt, der als Feuerwehrmann versucht, die Welt zu retten und für seine Freunde nur das Beste will. Egal was Loan tut, man muss ihn einfach gern haben. Besonders im Vergleich zu Clément, dem Typen, für den Violette keine Jungfrau mehr sein will, wirkt Loan einfach tausendmal sympathischer.

Clément und Violette begegnen sich mehrmals in einem kleinen Lokal, bis er sich traut, sie anzusprechen. Bis dahin wirkt er ja noch süß und nett, aber als die beiden sich langsam näher kommen, wird er immer unsympathischer. Beispielsweise nimmt er sie mit zu einer Party, doch weder er noch seine Freunde halten es für nötig, mit Vio zu reden. Spätestens, als sie ihn abserviert und er ihr daraufhin aus Rache ein wichtiges Vorstellungsgespräch versaut, war er dann bei so ziemlich jedem Leser unten durch. Natürlich ist mir klar, dass Clément mit Absicht nicht so gut zu Violette passen sollte, damit man als Leser eher sie und Loan zusammen sehen wollte. Teilweise hatte ich auch tatsächlich ein bisschen Mitleid mit ihm, aber durch seine kindische Racheaktion und sein ziemlich arrogantes Verhalten konnte ich ihn einfach nicht bis zum Schluss mögen.

Zoé, die beste Freundin und Mitbewohnerin von Violette hat auf mich zunächst relativ häufig ziemlich schlecht gelaunt gewirkt. Sie und Jason, ein weiteres Mitglied ihres Freundeskreises, geben aber eine unglaublich witzige Kombination ab, die mich einfach immer zum Lachen bringen konnte. Ich freue mich schon echt darauf, die beiden im zweiten Teil wiederzusehen. Auch sie hat Probleme in ihrer Familie die sie sehr belasten, weshalb ich im Laufe der Geschichte dann auch verstanden habe, warum sie eben nicht immer mit einem strahlenden Lächeln durch die Gegend laufen kann.

Mein einziger Kritikpunkt an diesem Roman bezieht sich auf das ganze Drama, mit dem man am Ende der Geschichte konfrontiert wird. Es gibt ein unglaublich nervenaufreibendes hin und her zwischen Loan und Violette, das man sich meiner Meinung nach bis zu einem gewissen Grad einfach hätte sparen können. Ich finde es zwar auf der einen Seite lobenswert, das Violette selbstbestimmt auftritt und sich nicht von jemand anderem abhängig macht, aber auf der anderen Seite wirkte es auf mich auch so, als müsste ein mögliches Happyend noch einmal krampfhaft verschoben werden, damit man davon am Ende womöglich doch noch überrascht sein könnte. Das war bei mir ehrlich gesagt nicht der Fall, ich habe mich eher ein wenig über die „Extraschleife“ von Violette geärgert. Im Endeffekt gab es so aber auch noch eine super süße Aktion von Loan, was mein Romantikerherz dann wieder ein wenig versöhnlicher gestimmt hat.


Fazit
Wer romantische Geschichten, liebevoll gestaltete Charaktere und eine Menge Situationskomik mag, dem kann ich Never too close nur empfehlen. Die hübsche äußere Aufmachung ist nur ein Vorgeschmack auf die inhaltliche Klasse und verdoppelt das Lesevergnügen direkt noch mal. Für mich persönlich hätte das Drama um Violan am Ende nicht unbedingt sein müssen, aber Punktabzüge gibt es wegen der daraus resultierenden und absolut kitschig süßen Aktion von Loan nicht. Wer das Buch bis jetzt also noch nicht auf seiner Wunschliste hatte, der sollte das definitiv nachholen. Ich freue mich auf jeden Fall schon jetzt ganz doll auf das Erscheinen von Band zwei und auf ein Wiedersehen mit Zoe und Jason.

Dafür gibt es von mir alle fünf vollen Bücherstapel

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Gefühl/Erotik
Veröffentlicht am 11.09.2026

Cozy Liebesgeschichte mit tollem Setting

Our Last Page
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Worum geht’s?
Bücherwurm Ella lebt für ihren Job in einem kleinen Buchladen in New York. Als dann jedoch der Besitzer verstirbt und statt Ella dessen Enkel Henry den Laden vererbt bekommt, sieht sie rot ...

Worum geht’s?
Bücherwurm Ella lebt für ihren Job in einem kleinen Buchladen in New York. Als dann jedoch der Besitzer verstirbt und statt Ella dessen Enkel Henry den Laden vererbt bekommt, sieht sie rot – und setzt alles daran, ihre kleine Welt zu verteidigen.


Meine Meinung
Dieses Buch war für mich tatsächlich der Inbegriff von Gemütlichkeit und Bücherliebe, was es mir wirklich leicht gemacht hat, beim Lesen abzuschalten und nur so durch die Seiten zu fliegen. Mein einziger Kritikpunkt betrifft daher tatsächlich die auf mich etwas unsauber wirkende Übersetzung, unter der Logik und Wortfluss leider doch stellenweise etwas gelitten haben und die meiner Meinung nach noch eine Überarbeitung hätte vertragen können.

Die Ausgangslage der Geschichte hat mich wirklich interessiert, da Buchhandlungen als Setting und Bücherwürmer als Charaktere für mich einfach immer nach einem tollen Leseerlebnis schreien. Auch hier mochte ich die Begeisterung und die Leidenschaft für Geschichten und den Buchladen selbst, wobei ich zugeben muss, dass mir Ella zu Beginn in ihrer fast schon territorialen Art ein kleines bisschen überzogen vorkam. Den Grundgedanken, vor Enttäuschung und Angst um ihre geliebte und vertraute Umgebung auf jede Form von Angriff, in diesem Fall das Auftauchen von Henry, mit Verteidigung zu reagieren, konnte ich trotzdem irgendwo nachvollziehen, weshalb sie mir grundsätzlich sympathisch war und mir im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen ist.

Auch die Entwicklung der Beziehung zwischen ihr und Henry hat mir wirklich gut gefallen, da man die schrittweise Annäherung der beiden unglaublich gut mitverfolgen kann, dabei aber nicht den Eindruck bekommt, dass das Ganze zu hektisch und unauthentisch abläuft. Besonders positiv hat mich das überrascht, weil auch die Nebenfiguren teils sehr präsent waren und ich mich fast schon gewundert habe, wie all das Platz in dieser Geschichte gefunden hat, ohne überladen oder zu stark gekürzt zu wirken.

Wären bei der Übersetzung nicht einige seltsame Stellen herausgekommen, wäre dieses Buch daher ziemlich perfekt für mich und mein momentanes Bedürfnis nach Gemütlichkeit und gleichzeitigem Tiefgang in einer Liebesgeschichte gewesen. Auch so hatte ich wirklich viel Freude beim Lesen, die Kirsche auf der Sahnehaube hat so aber eben leider doch gefehlt.


Fazit
Als Bücherwurm hat mich diese Geschichte trotz kleiner Kritikpunkte wirklich abholen können, was mich schon sehr neugierig auf weitere Bücher der Autorin macht. Ella, Henry und die übrigen Figuren habe ich dabei wirklich gerne begleitet, weshalb ich durchaus gerne noch ein wenig länger im The Last Page verweilen möchte.

Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 27.08.2026

Hochspannung mit etwas wackeligem Ende

Weil sie lügt
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Worum geht’s?
Das Verschwinden ihrer älteren Schwester Juli stürzt das Leben von Anna ins komplette Chaos. Nur mit Mühe hält sie eine halbwegs normale Fassade für ihren Bruder aufrecht – bis ihr Vater ...

Worum geht’s?
Das Verschwinden ihrer älteren Schwester Juli stürzt das Leben von Anna ins komplette Chaos. Nur mit Mühe hält sie eine halbwegs normale Fassade für ihren Bruder aufrecht – bis ihr Vater angeblich den Mord gesteht, und die Suche nach Juli erneut beginnt.


Meine Meinung
Dieses Buch hat mich wirklich positiv überrascht, denn schon lange habe ich keine Geschichte mehr in der Hand gehabt, die ich tatsächlich in einem Rutsch durchlesen konnte und dabei so gefesselt wurde, wie das hier der Fall war.

Das Verschwinden von Juli war gleichermaßen mysteriös wie auch unheimlich beschrieben, was es mir leicht gemacht hat, mich in der Atmosphäre zu verlieren. Insbesondere Anna kam mir dabei als Figur sehr authentisch vor, da man ihre Sorgen, Ängste, Zweifel und Selbstvorwürfe wirklich greifen konnte und unbedingt wissen wollte, ob sie oder eine der anderen Figuren nicht vielleicht doch etwas zu verbergen hat.

Durch die Perspektivwechsel zwischen Anna und Ermittlerin Katharina blieb die Handlung bis zum Schluss dynamisch, was mein Lesetempo unglaublich erhöht hat. Der ein oder andere Cliffhanger kam mir dabei ehrlicherweise wie ein schlechter Köder vor, da sich die Handlung aber selbst in solchen Momenten weiterentwickelt hat, konnte ich darüber recht gut hinweg sehen.

Die Ermittlungsarbeiten sowohl auf Annas, wie auch auf Seiten der Polizei fand ich sehr spannend zu verfolgen, da die unterschiedlichen Informationen und Spuren zwar jeweils ganz unterschiedliche Bilder gezeichnet haben, ich aber an keiner Stelle die Augen wegen unglaubwürdiger Entwicklungen verdreht habe. Beim Lesen bekommt man so trotzdem keine ganz genaue Vorstellung davon, was wirklich passiert ist, weshalb meine Spannung tatsächlich bis zum Schluss unglaublich hoch war.

Nicht ganz so elegant gelöst fand ich dann leider tatsächlich nur die Hinführung zur Auflösung, da ich zwar grundsätzlich mit Interesse dabei war, gleichzeitig aber leider den Eindruck hatte, dass es keine vernünftige Zusammenführung der Ermittlungen mit den tatsächlichen Ereignissen gab. Der Plottwist war daher zwar überraschend und hat für einen wirklichen Schreckmoment gesorgt, ehrlicherweise hatte ich aber auch den Eindruck, dass hier absichtlich Informationen verschwiegen wurden, die mit der ein oder anderen Andeutung mehr einen wesentlich authentischeren Übergang für mich dargestellt hätten.


Fazit
Auch wenn ich mir eine etwas frühere Anknüpfung der Ermittlungen an die Ereignisse, die dem Plottwist vorausgingen gewünscht hätte, konnte mich dieses Buch insgesamt begeistern. Ich war beim Lesen wirklich wahnsinnig gespannt auf die Auflösung und konnte die Geschichte gar nicht mehr zur Seite legen, was mir auch das etwas wackelig konstruierte Ende nicht mehr vermiesen konnte.

Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.