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Veröffentlicht am 13.03.2020

nach Startschwierigkeiten doch noch richtig spannend

Wolves – Die Jagd beginnt (Ein New-Scotland-Yard-Thriller 3)
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Aus der New-Scotland-Yard-Reihe um William „Wolf“ Fawkes ist dies bereits Band 3.
Diesmal gerät Fawkes selbst zwischen die Fronten. Sein bester Freund und Kollege Detective Sergeant Finlay Shaw wird ermordet ...

Aus der New-Scotland-Yard-Reihe um William „Wolf“ Fawkes ist dies bereits Band 3.
Diesmal gerät Fawkes selbst zwischen die Fronten. Sein bester Freund und Kollege Detective Sergeant Finlay Shaw wird ermordet aufgefunden. Doch war es wirklich Selbstmord? Fawkes kann dies nicht glauben und nimmt die Ermittlungen auf…

Leider bin ich diesmal nicht so gut in das Buch hineingekommen, wie ich mir das erhofft habe. Ich habe mir ungewohnt schwer getan. Es gab zu viel wechselnde Protagonisten und auch wechselnde Handlungsschauorte, so dass es für mich nicht so einfach war, alles richtig zuzuordnen. Erschwerend kam auch noch hinzu, dass die Geschichte zusätzlich noch in zwei verschiedenen Zeitebenen spielt. Ich denke, dass es bei Lesen auf jeden Fall von Vorteil ist, wenn man die Vorgängerbände kennt. Ich habe erst einen der Vorgänger gelesen und der Inhalt war mir auch nicht mehr so wirklich präsent.

Als ich dann besser in den Thriller hineingekommen bin, wurde es mit dem Lesefluss auch deutlich besser. Die Spannung ist gut gemacht und es kommt auch immer wieder eine Wendung rein, die nicht vorhersehbar waren. Von daher hat mich das Buch im weiteren Verlauf dann immer mehr gepackt und überzeugt.
Auch die Charaktere sind wieder sehr interessant und man erfährt auch wieder einiges aus ihrem Privatleben.

Alles in allem vergebe ich trotz meiner Startschwierigkeiten gute 4 Sterne für diesen doch rasanten und spannenden Thriller.

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Veröffentlicht am 14.02.2020

Unterhaltsamer Familienroman mit etwas Politik, Geschichte und Kunst

Die Galerie am Potsdamer Platz
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Der Plot dieses Buches spielt in Berlin um 1930. Die Kunststudentin Alice macht sich auf, um die Familie ihrer verstorbenen Mutter kennenzulernen. Doch sie wird nicht wirklich freudig aufgenommen. Trotzdem ...

Der Plot dieses Buches spielt in Berlin um 1930. Die Kunststudentin Alice macht sich auf, um die Familie ihrer verstorbenen Mutter kennenzulernen. Doch sie wird nicht wirklich freudig aufgenommen. Trotzdem bleibt Alice dort und versucht hinter die Geheimnisse des Zerwürfnisses ihrer Mutter mit dem Rest der Familie zu kommen. Sie begibt sich sozusagen auf Spurensuche. Dabei verliebt sie sich in den Deutsch-Iren John. Auch der begüterte Erik, der in der Berliner Kunstszene tätig ist, macht ihr Avancen. Alice möchte zusammen mit ihrem Onkel die einst sehr berühmte Galerie der Familie am Potsdamer Platz wiedereröffnen. Mehr sei an dieser Stelle nicht zum Inhalt verraten.
Die Autorin Alexandra Cedrino ist Mitglied der berühmten Kunsthändlerfamilie Gurlitt. Sie weiß also wovon sie schreibt und lässt die Berliner Kunstszene in den Dreißigerjahren wiederaufleben. Es handelt sich hierbei um den Auftaktband zu einer Trilogie.
Mich hat der Schreibstil des Buches angenehm überrascht. Eigentlich mag ich historische Romane weniger. Zudem bin ich auch kein Kunstkenner. Aber Alexandra Cedrino hat es geschafft mich mit ihrem Buch zu fesseln. Der Roman liest sich lebendig und unterhaltsam. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Man hat beim Lesen einen kleinen Eindruck der damaligen Zeit erhalten. Politik, Geschichte und Kunst werden geschickt eingeflochten, ohne dass etwas davon zu viel Raum einnimmt. Mir hat diese Mischung zwischen Liebes- und Familiengeschichte gemischt mit etwas Historie gut gefallen. Allerdings würde ich das Buch auch nicht der Gattung historischer Roman zuordnen. Ich würde ihn eher in das Genre Familienroman mit historischem Bezug einordnen. Dies sollte man vielleicht vor dem Lesen noch wissen, damit man nicht mit falschen Erwartungen ran geht. Auf jeden Fall ist für mich hier wieder ein Stück Geschichte lebendig geworden und hat mich zugleich gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 01.02.2020

ein etwas anderer Thriller!

Die Komplizin
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Die Krankenschwester Anna fährt mit ihrem Auto von der Nachtschicht heim. Als sie an einer roten Ampel anhält, stürmen zwei Männer ihr Auto und zwingen sie per Waffengewalt mit ihnen wegzufahren. Damit ...

Die Krankenschwester Anna fährt mit ihrem Auto von der Nachtschicht heim. Als sie an einer roten Ampel anhält, stürmen zwei Männer ihr Auto und zwingen sie per Waffengewalt mit ihnen wegzufahren. Damit beginnt ein absoluter Alptraum für Anna. Unfreiwillig wird sie zur Komplizin….

Zu Beginn habe ich mir ein wenig schwer getan, in die Handlung einzutauchen. Es war mir alles ein wenig zu verwirrend und ich wusste anfangs nicht so wirklich was ich von der Geschichte halten soll,. Es gab für mich zu viele Unklarheiten. Aber dann bin ich doch bald sehr viel besser ins Buch rein gekommen, und es hat mir immer besser gefallen. Es kommt sehr schnell Spannung auf und diese bleibt dann auch bis zum Ende erhalten. Hauptprotagonistin Anna war in einer Situation, die gar nicht so unrealistisch ist, und die sich jederzeit wirklich ereignen kann. Dadurch konnte ich mich auch recht gut in sie hineinversetzen. Dies alles hat das Ganze noch irgendwie authentischer gemacht.

Schön finde ich es auch, dass zwischendurch immer wieder die Sichtweise der Protagonisten wechselt aus deren Blickwinkel erzählt wird. So bekommt man auch einen Einblick in die Gedanken der Angehörigen.
Der Schreibstil ist eher einfach gehalten, aber sehr gut lesbar. Die kurzen Kapitel kommen meinen Vorlieben sehr entgegen.

Das Ende des Buches lässt einige Fragen offen und macht so direkt schon neugierig auf den Folgeband. Ein etwas anderer Thriller, da es in weiten Strecken über die Opfer-Täter-Beziehung geht. Aber gerade dies macht das Buch zu etwas Besonderem.

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Veröffentlicht am 28.12.2019

vielversprechender Auftaktband einer Trilogie

Blutblume
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Dieser Band ist der Auftakt zu einer Trilogie. Die beiden Folgebände sind für Frühjahr und Sommer 2020 angekündigt. Es handelt sich um eine Übersetzung aus dem Schwedischen und der Thriller spielt auch ...

Dieser Band ist der Auftakt zu einer Trilogie. Die beiden Folgebände sind für Frühjahr und Sommer 2020 angekündigt. Es handelt sich um eine Übersetzung aus dem Schwedischen und der Thriller spielt auch in Schweden.
Das Cover sieht richtig spektakulär aus und hat mich sehr neugierig auf das Buch gemacht.

Hauptprotagonistin Sara möchte nach dem Unfalltod ihres Vaters ein neues Leben beginnen und zieht von ihrer kleinen Provinz nach Stockholm. Sie findet einen tollen Job und neue Freunde, sowie mit ihrer neuen Freundin Bella zusammen eine schöne Wohnung. Doch so nach und nach gibt es immer mehr merkwürdige Zufälle und komische Ereignisse in Saras Leben, so dass sie manchmal selbst an ihrem Verstand zweifelt und sich fragt, ob sie Wahnvorstellungen hat. Dies muss zum Inhalt genügen, ich möchte nichts vorweg nehmen.

Dieser Thriller wird als Band 1 der großen „Widerstandstrilogie“ bezeichnet. Und ich muss sagen, trotz der 500 Seiten liest sich das Buch ausgesprochen gut und sehr spannend. Zwischendurch gab es zwar immer mal wieder Nebensächlichkeiten, die etwas zu sehr ausgemalt wurden, aber trotzdem blieb der Spannungsbogen beständig erhalten. Die Handlung hat mich recht schnell in ihren Bann gezogen und es blieb spannend bis zum Schluss, obwohl ich eine gewisse Vorahnung hatte. Beim Lesen erging es mir wie Hauptprotagonistin Sara: Ich wusste nicht, wem ich denn nun trauen konnte und wem nicht und bin lange Zeit im Dunkeln getappt.

Was mir besonders gut gefallen hat, war die ernste Thematik die in den Thriller eingebaut wurde, und die dem Buch sehr viel Tiefgang verliehen hat. Zwischendurch sind sogar immer wieder echte Zeitungsartikel eingeflochten, die mir aber stellenweise etwas zu viel Raum eingenommen haben und meinem Lesefluss ein wenig gestört haben. Aber nichtsdestotrotz haben diese wahren Beiträge die ernste Thematik nochmals untermauert.

Der Schreibstil der Autorin Louise Boije af Gennäs ist sehr gut lesbar. Es kam alles sehr lebendig bei mir an und ich konnte mir die Protagonisten gut vorstellen.

Da es sich hier um eine Trilogie handelt, gibt es zwar am Ende eine zufriedenstellende Auflösung, aber trotzdem auch einen kleinen Cliffhanger, der einem gleich auf den Folgeband neugierig macht. Ein vielversprechender Auftaktband und ich vergebe 4 Sterne mit Tendenz nach oben.

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Veröffentlicht am 15.12.2019

ein nettes Buch, nicht nur für Hundeliebhaber

Du hast meine Leere gefüllt
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In dem Buch „Du hast meine Leere gefüllt“ geht es um eine Frau aus Georgien, einen Mann aus Spanien, einen Hund und eine Katze.
Hund Chicco ist ein Scheidungsopfer und so kommt er zu der Georgierin Sophie ...

In dem Buch „Du hast meine Leere gefüllt“ geht es um eine Frau aus Georgien, einen Mann aus Spanien, einen Hund und eine Katze.
Hund Chicco ist ein Scheidungsopfer und so kommt er zu der Georgierin Sophie in Tagespflege. Sie ist alleinstehend und Chicco wird sehr schnell zu einem Kindesersatz für sie. Durch Chicco lernt sie Volker kennen, der für einige Zeit in Deutschland ist. Er hat eine Katze und ist kein wirklicher Hundefan. Aber trotzdem lernen sich die beiden näher kennen und fühlen sich magisch voneinander angezogen.

Chicco ist kein einfacher oder gut erzogener Hund. Es ist witzig dargestellt, was anfangs für Probleme und Pannen auftauchen. Aber man kann sehen, dass man durch Liebe und Zeit sehr viel auf einen Hund einwirken kann. Man erkennt hier in diesem Buch die Liebe und Zuneigung von beiden Seiten.
Beim Lesen habe ich auch gemerkt, dass die Autorin sich wirklich mit Hunden gut auskennt und sie liebt.

Ein interessantes Thema das auch noch aufgetaucht ist, wenn man sich zwischen Hund und Mensch entscheiden muss, wie man dann handelt. Respekt vor dieser Entscheidung hier. So hätten wohl die wenigsten Menschen gehandelt.

Was mich ein wenig gestört hat, waren die vielen Vergleiche vor allem zu Beginn zu Hunden und Hundeerziehung in der Sowjetunion. Außerdem haben auch die sehr zahlreichen Fußnoten meinen Lesefluss etwas gehemmt.

Alles in allem ein unterhaltsames Buch für alle Hundeliebhaber, welches aber durchaus auch witzige und ironische Seiten hat und auch ein wenig zum Nachdenken anregt.

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