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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.02.2020

Der ketogene Stoffwechsel

Das Handbuch der ketogenen Ernährung
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Inhalt:

Die ketogene Ernährung ist populärer denn je - aus einem bestimmten Grund! Verwandelt diese Ernährungsform unseren Organismus doch in eine Fettverbrennungsmaschine und bekämpft dabei gleichzeitig ...

Inhalt:

Die ketogene Ernährung ist populärer denn je - aus einem bestimmten Grund! Verwandelt diese Ernährungsform unseren Organismus doch in eine Fettverbrennungsmaschine und bekämpft dabei gleichzeitig auf eindrucksvolle Weise die größten Volkskrankheiten wie Arteriosklerose, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Adipositas und anderes. Die Tatsache, dass unser Organismus zur Ketogenese fähig ist, hat unseren Vorfahren in der evolutionsgeschichtlichen Entwicklung das Überleben gesichert. Deshalb muss Ketose als ein absolut physiologischer Vorgang verstanden werden. Dieses Buch liefert dem Leser nicht nur ausführliche Hintergrundinformationen, sondern geht auch auf Besonderheiten und wissenschaftliche Aspekte der Ketose ein. Es schafft so ein komplexes Verständnis des Themas und erleichtert den Weg zu einer umfassenden, selbstständigen und erfolgreichen Ernährungsumstellung.



Meine Meinung:

Fabrizio P. Calderaro liefert dem Leser viel Hintergrundwissen über die chemischen Vorgänge im Körper. Der ketogene Stoffwechsel wird bis ins Detail erklärt. Die Vorteile einer ketogenen Ernährung und was sie bewirkt klingen recht logisch. Wir erfahren, dass sich ein hoher Blutzuckerspiegel toxisch auf unseren Körper auswirkt, ebenso stellt eine Unterzuckerung ein Problem für unseren Körper dar. Der Autor erklärt: Zucker macht uns fett und träge und führt unweigerlich zur Hypertonie. So löst ein dauerhaft hoher Insulinspiegel, verursacht durch einen ständigen und zügellosen Zuckerkonsum, unter Umständen einem sogenannten Hyperinsulinismus und damit zu einer Insulinresistenz mit all seinen negativen Folgen aus.

Ich habe mir einiges zu Herzen genommen. So versuche ich jetzt wenigsten, wenn ich auch bisher noch nicht den vollständigen Schritt in die ketogene Ernährung vollzogen habe, wenigstens meine täglichen KH’s unter 100 g zu halten. Und auch das ist schon ein Erfolg. Meine abendlichen Fressanfälle mit totalen Kontrollverlust habe ich sehr gut in den Griff bekommen.

Einziger Kritikpunkt: Der Ratgeber ist sehr komplex und für Laien teilweise schwer zu verstehen. Man muss manche Kapitel regelrecht durcharbeiten wie ein Lehrbuch. Beim flüchtigen überlesen erschließt sich der Inhalt nicht.

Fazit: Wer sich für Ernährung und Stoffwechselvorgänge interessiert, findet hier viele Antworten.

Veröffentlicht am 02.02.2020

Täter oder Opfer

Zwischen Wahrheit und Lüge
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Es fängt spannend an.

Inhalt:

Die Handschellen schließen sich noch am Flughafen um Isabelle Bornellis Handgelenke. »Mordverdacht« lautet der Haftgrund. Jack Swyteck, Miamis Strafverteidiger für die ...

Es fängt spannend an.

Inhalt:

Die Handschellen schließen sich noch am Flughafen um Isabelle Bornellis Handgelenke. »Mordverdacht« lautet der Haftgrund. Jack Swyteck, Miamis Strafverteidiger für die besonders schwerwiegenden Fälle und Highschoolfreund von Isas Ehemann Keith, übernimmt den Fall. Zwar beteuert Keith ihm gegenüber Isas Unschuld - doch was weiß der alte Freund eigentlich über die Vergangenheit seiner Frau? Warum verließ sie die USA damals so kurzfristig? Jack sieht sich einer Mandantin gegenüber, die stetig auf dem schmalen Grat zwischen Wahrheit und Lüge wandelt. Bis zuletzt ist ihm nicht klar, ob sie Täter oder Opfer ist. Oder beides.

Meine Meinung:

„Zwischen Wahrheit und Lüge“ zieht den Leser sofort ins Geschehen. Der Schreibstil ist flüssig und leicht lesbar. Von Isa wusste ich lange Zeit nicht, wie ich sie einschätzen sollte. Sie war für mich einfach nicht greifbar. Ist sie glaubwürdig oder lügt sie? Ich konnte mir zwar vorstellen, dass sie ihren Vergewaltiger umgebracht hat, aber nicht das sie ihn zuvor entführt und gefoltert haben sollte. Das passte nicht in das Bild, das ich mir von ihr machte. Auf der einen Seite die vorbildliche Mutter und auf der anderen Seite eine kaltblütige Mörderin. Isa Vater, Felipe Bornelli, war für mich ein arroganter Kotzbrocken.

Mich überraschte die Beeinflussbarkeit des Richters durch politische Aspekte. Die Spielchen der Staatsanwaltschaft empfand ich als sehr, sehr grenzwertig. Unsympathisch war mir die karrieregeile Staatsanwältin Sylvia Hunt.

Leider hielt die Anfangsspannung nicht durchgehend. Von einem Thriller erwarte ich mir mehr. Stelleweise empfand ich James Grippandos „Zwischen Wahrheit und Lüge“ etwas zäh, obwohl es immer wieder überraschende Wendung gab, doch die Gänsehaut blieb aus.

Fazit: Ein gut lesbarer amerikanischer Justizthriller.

Veröffentlicht am 02.02.2020

Eine außergewöhnliche Ermittlerin

Fiona: Den Toten verpflichtet
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Inhalt:



So eine Heldin hat die Krimiwelt noch nicht erlebt: verletzlich, eigensinnig, genial

Eine ermordete Drogenhure, ermordet in ihrer schmutzigen Wohnung. Neben ihr die furchtbar zugerichtete ...

Inhalt:



So eine Heldin hat die Krimiwelt noch nicht erlebt: verletzlich, eigensinnig, genial

Eine ermordete Drogenhure, ermordet in ihrer schmutzigen Wohnung. Neben ihr die furchtbar zugerichtete Leiche ihrer kleinen Tochter. Wer begeht so ein Verbrechen? Bei der Toten wird eine Kreditkarte gefunden. Der Besitzer kam vor Monaten beim Absturz einer Privatmaschine ums Leben. Das Ganze: ein Rätsel.

Die junge Polizistin Fiona Griffith hat eigentlich nichts mit dem Fall zu tun, doch irgendetwas daran lässt sie nicht los und sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Ihren Chef macht sie damit rasend, dabei weiß der noch nicht einmal, wie sehr am Rande der Legalität sie sich bewegt. Denn Fiona ist nicht wie andere Polizisten, sie ist anders als die meisten Menschen. Eine geniale Ermittlerin – und immer kurz vor dem Crash …



Meine Meinung:

Mit Fiona, hat der Autor Harry Bingham eine wirklich außergewöhnliche Ermittlerin geschaffen. Fiona ist anders. Sie ist direkt, eigenwillig, engagiert, mutig und lässt kein Fettnäpfchen aus. Sie war mir auf Anhieb sympathisch. Nur mit den Emotionen hat sie es nicht.

Der Schreibstil ist flüssig und teilweise sehr witzig. Ich musste oft schmunzeln. Und dass bei einem stellenweise sehr brutalen Krimi. Die Szenen zwischen Fiona und ihrem Chef sind immer ein Highlight. Herrlich, z.B. folgende Szene: Ihr Chef nimmt sich Fiona zur Brust und fragt sie: "Ja, wie in 'Ich habe Sie gehört, aber ich werde trotzdem tun, was ich will' oder einfach nur 'Ja'? Sie wissen schon, das altmodische Ja."

Oder Sätze wie diese:

- So ist das Leben. Es geht immer vorwärts.

- Die Leute gehen an mir vorbei. Diejenigen, die mich kennen und trotzdem mögen ...

- Ich habe keinen Plan, was ich als positives Zeichen auffasse. Ohne Plan kann auch nichts schiefgehen.

Schade, fand ich, dass der Krimi über weite Strecken an Fahrt verlor. Am Schluss war auch einiges überzogen. Trotzdem hat mir das Buch gefallen und ich werde sicherlich auch die anderen Bände um Fiona lesen, allein schon der Hauptprotagonistin wegen.

Veröffentlicht am 02.02.2020

Cecilia und der Frosch

Wer den Frosch küsst
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Inhalt:

Früher war Cecilia ein Fernsehstar, heute ist sie Kellnerin und Mutter eines Fünfjährigen. Als wäre das nicht genug, baggert der Besitzer des Cafés sie derart unverfroren an, dass sie kurzerhand ...

Inhalt:

Früher war Cecilia ein Fernsehstar, heute ist sie Kellnerin und Mutter eines Fünfjährigen. Als wäre das nicht genug, baggert der Besitzer des Cafés sie derart unverfroren an, dass sie kurzerhand ihren Job schmeißt. Nach einem ernüchternden Termin beim Arbeitsamt, hat sie keine andere Wahl, als sich ihrer Vergangenheit zu stellen und um eine zweite Chance als Schauspielerin zu kämpfen. Doch damit geht das Chaos erst richtig los.

Auf einer Networking-Party trifft sie den vermeintlich brotlosen Schauspieler Alex und verbringt eine heiße Nacht mit ihm. Als sie ihm zu ihrem Schrecken kurze Zeit später bei einem Casting begegnet, entpuppt er sich ausgerechnet als Chef der Produktionsfirma. Doch damit nicht genug. Wenig später wird ihr morgens übel und ausgerechnet jetzt taucht auch noch der Vater ihres Sohnes auf …

Meine Meinung:

Ein leicht und flüssig zu lesender Roman. Ich habe das Buch in einem Rutsch an einem heißen Sommernachmittag am Badesee durchgelesen.

Cecilia ist eine leicht chaotische und immer unter Zeitdruck stehende Alleinerziehende, die es mit der Pünktlichkeit nicht sonderlich hat. Trotzdem mochte ich ihre Art, das Leben anzupacken. Das Verhältnis zu ihrer Mutter ist angespannt und unterkühlt, obwohl diese immer wieder als Nothilfe für ihren Sohn einspringen muss und dies auch gerne tut. In diesem Punkt gibt es im Laufe der Geschichte einiges aufzuarbeiten. Cecilias Sohn, Jakob ist fünf Jahre alt und ein cleveres Bürschchen. Natürlich hat er sofort mein Herz gewonnen. Auch Cecilias Freund Karsten ist ein Freund wie man ihn sie wünscht. Tja und Alex? Er ist ein absoluter Traummann, in ihn hätte ich mich auch verguckt.

Der Blick hinter die Kulissen des Showbusiness wurde dem Leser gewährt. Sicherlich gibt es da sehr viele interessante Menschen, aber auch viel Oberflächlichkeit, Neid, Missgunst und Selbstinszenierung.

Fazit: Ein entspannender und unterhaltender Roman mit für laue Sommerabende oder für einen Nachmittag am Badesee, mit viel Gefühl und Humor.Liebe, Humor,

Veröffentlicht am 02.02.2020

Unsichtbare Lebensbegleiter

Ein Keim kommt selten allein
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Inhalt:



Stehen wir bereits mit einem Bein im Grab, wenn das Desinfektionsspray nicht stets griffbereit ist? Der Mikrobiologe Professor Dr. Markus Egert von der Hochschule Furtwangen (HFU) ist Deutschlands ...

Inhalt:



Stehen wir bereits mit einem Bein im Grab, wenn das Desinfektionsspray nicht stets griffbereit ist? Der Mikrobiologe Professor Dr. Markus Egert von der Hochschule Furtwangen (HFU) ist Deutschlands führender Forscher auf dem Gebiet der Haushaltshygiene. Er wirft mit uns gemeinsam einen Blick durchs Mikroskop und erklärt anschaulich und mit viel Witz, warum wir manche Mikroben unbedingt umbringen müssen – während etliche andere dieser unsichtbaren Lebensbegleiter sogar sehr wichtig für unser Wohlbefinden sind. Er zeigt, warum im Waschbecken viel mehr Keime lauern als auf dem Toilettensitz. Und er schildert, wo im Haushalt und im Alltag uns welche mikrobiologischen Phänomene erwarten - und was wir gegen sie tun können.



Meine Meinung:



Um ehrlich zu sein, mich hat das fröhliche Cover zuerst angesprochen. Ich liebe es, wenn mir wissenschaftlich Fakten in leicht verständlicher Sprache, ohne dass ich ständig Fachausdrücke googeln muss, serviert werden. Und das ist dem Mikrobiologen Professor Dr. Markus Egert im vorliegenden Buch „Ein Keim kommt selten allein“, vorzüglich gelungen. Die Prise Humor war ein zusätzlicher Pluspunkt



Wie wichtig manche Mikroben für den Menschen sind, und dass nicht alle Mikroben gleich eine Gefahr für uns darstellen, ist schon interessant zu erfahren. Viele Hausfrauen, glauben ja mit Desinfektionsmittel jedem Keim zu Leibe rücken zu müssen. Ihr Heim muss klinisch rein sein, wie ein OP-Saal. Kinder dürfen nicht mehr im Schmutz spielen. Ich persönlich finde diesen Hygienefimmel „Alles-muss-keimfrei-und-steril-sein“ maßlos übertrieben. Wie ein Mittelmaß finden? Aber worauf sollten wir auf jeden Fall achten? Diese Fragen beantwortet uns dieses Buch. Übrigens die meisten Keime befinden sich nicht auf der Toilette, sondern in unserem Waschbecken, und gerade der Spülschwamm bietet Bakterien den idealen Lebensraum. Und wer glaubt, im Kühlschrank würden Bakterien gekillt unterliegt einem Irrtum. Das Kondenswasser begünstigt das Wachstum von Mikroorganismen ungemein. Auch den Haustieren, und dem Fitnessstudio wird ein Kapitel gewidmet.

Fazit: Ein kurzweiliger und interessanter Ratgeber.