Profilbild von Mauerbluemchen

Mauerbluemchen

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Mauerbluemchen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Mauerbluemchen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.02.2020

Poesie pur!

Light Up the Sky
0

Diese Dilogie hätte nicht besser enden können. Mal wieder war ich den Tränen nahe und denke immer noch über diese wundervolle Geschichte nach. Ich sage nur eins: das Schicksal meint es immer gut mit uns!
Worum ...

Diese Dilogie hätte nicht besser enden können. Mal wieder war ich den Tränen nahe und denke immer noch über diese wundervolle Geschichte nach. Ich sage nur eins: das Schicksal meint es immer gut mit uns!
Worum es geht:
Ich werde nie wieder zulassen, dass ein Mann mein Herz bricht. Nie wieder lieben, ohne mir sicher zu sein, dass diese Liebe mit ganzer Seele erwidert wird. Nach allem, was mit Connor und Weston geschehen ist, war ich fest entschlossen, mich daran zu halten und mein Herz zu schützen. Doch dann kehrte er zurück, und mein Schwur wurde sein Versprechen. Er hielt mein Herz ehrfürchtig in seinen Händen, er liebte mich so aufrichtig und wahrhaftig, dass ich wusste, ich würde in hundert Leben nie wieder so etwas fühlen. Es war real - bis zu dem Moment, als all die Lügen ans Licht kamen ...
Meine Meinung:
Ich wurde sofort wieder ins Geschehen katapultiert und habe sofort hinein gefunden. Einen besseren Start hätte es nicht geben können.
Autumn ist sich ihrer Gefühle für Connor und für Weston immer noch nicht ganz im Klaren und erweist sich auf den ersten paar Seiten als ziemlich anstrengend und oberflächlich. Sie hat mich etwas genervt, da sie nie das Offensichtliche gesehen hat, obwohl sich alle genau vor ihren Augen abgespielt hat. Ich hatte das Gefühl, dass nur sie gezählt hat. Das hat sich aber geändert. Denn es IST wichtig, dass auch Autumn auf sich selbst schaut und mit beiden Beinen fest im Leben steht. Sie wurde belogen und betrogen, auch von der einen Person, von der sie es nie erwartet hätte. Sie tat mir leid und ich habe durchgehend mit ihr gefühlt und gelitten.
Connor ist nicht mehr der strahlende junge Mann wie wir ihn aus dem ersten Band kennen. Der Krieg hat ihn verändert und die Schuldgefühle lassen ihn an einen dunklen Ort treiben, aus dem er nicht mehr rauszukommen scheint. Anstatt für Weston da zu sein, ihm in seinen schweren Zeiten beizustehen, wird ihm alles zu viel und er macht die Fliege. Was jedoch ganz zu seinem Vorteil sein wird...
Weston hat es am schlimmsten erwischt. Er war mir der sympathischste der Dreien. Nachdem er Connor im Krieg das Leben gerettet hatte, muss er schweren Herzens lernen, dass er nie wieder gehen kann. Er versucht nach mehreren Anläufen mit seinem neuen Leben klar zu kommen und einzig Autumn ist sein sicherer Hafen. Autumn versteht ihn, sieht IHN und nicht den Mann im Rollstuhl. Durch Autumn erweckt Weston zum Leben. Weston hat für mich die größte Wandlung gehabt. Er schließt mit seiner Vergangenheit ab und blickt endlich nach vorne. Ich habe mich sehr für ihn gefreut.
Emma Scotts Schreibstil ist, wo ihr mir alle zustimmen werdet, atemberaubend. Super flüssig, sodass man nicht merkt wie die Seiten so dahin fliegen. Ich liebe so ein Gefühl! Die Gedichte und tiefgründigen Gedanken haben mir den Rest gegeben. Emma Scott schafft es, dass ich über ihre Geschichten immer wieder nachdenke und mehr über das Leben lerne.
Fazit:
Ein gelungener Abschluss der Dilogie rund im Autumn, Weston und Connor. Für jeden, der nichts gegen Poesie und Romantik einzusetzen hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.10.2019

Grausam, spannend und aktuell

Dry
0

"Dry" von Neal Shusterman ist ein Buch, welches jeder mal gelesen haben muss, denn es könnte jeden von uns in Zukunft mal genau so ergehen.
Der Einstieg in das Buch fiel mir total leicht, da nicht groß ...

"Dry" von Neal Shusterman ist ein Buch, welches jeder mal gelesen haben muss, denn es könnte jeden von uns in Zukunft mal genau so ergehen.
Der Einstieg in das Buch fiel mir total leicht, da nicht groß um den heißen Brei geredet wurde und es sofort zur Sache kam. Der Tap-Out, wie er im Buch bezeichnet wird, treibt die Menschen in den Wahnsinn und veranlasst die Menschen Kaliforniens nicht mehr sie selbst zu sein und für nur ein Schlückchen Wasser unmenschlich zu werden.
Als Alyssas Eltern sich auf den Weg machen, um Wasser zu besorgen, lassen sie sie und ihren kleinen Bruder Garret zurück. Was beide nicht wissen: das wird wahrscheinlich das letzte Mal gewesen sein, dass sie ihre Eltern gesehen haben. Somit beginnt für die beiden ein Abenteuer mit fatalen Folgen.
Auf ihrem Abenteuer werden sie von deren komischen Nachbarn Kelton begleitet, der sich schon im Voraus gut auf den Tap-Out vorbereit hat und somit den Rettungsanker der Gruppe darstellt. Später kommt Jaqui dazu, welche zunächst nur an ihr eigenes Überleben denkt, aber im Nachhinein erkennt, dass sie ohne die anderen nicht gut dran ist. Zu guter Letzt gibt es noch Henry, der nur darauf erpicht ist, seine eigene Haut zu schützen und nutzt die anderen schamlos aus und spielt ein krankes Spiel.
Die Protagonisten sind alle schlicht gehalten aber jeder hat einen Wiedererkennungswert und hilft auf seine eigene Art und Weise. Shusterman verrät gerade so viel wie es nötig ist, um den Leser ein Bild vors Auge zu führen, die einem Verständnis für die Handlung des Charakters ermöglichen.
Auch die Schreibweise des Autors ist zwar einfach gehalten aber dafür weiß er, wie man es spannend hält und an genau der richtigen Stelle einen Cut setzt, der einen zwingt immer weiter zu lesen. Er lässt uns die Welt auch durch die oben genannten Charaktere sehen, welche mir dabei geholfen haben, die Situation und Handlungen besser nachvollziehen zu können. Denn wenn wir mal ehrlich sind, wäre diese so krass unterschiedliche Gruppe nie unter anderen Umständen befreundet gewesen.
Das Ende kam jedoch etwas zu schnell, denn auf einmal gibt es wieder Wasser, obwohl eine Seite vorher noch ein großes Feuer gelöscht wurde. Das war für mich leider nicht so schlüssig aber alles in allem ein Buch, welches ich jedem nur ans Herz legen kann.
Fazit:
Ich hatte nach dem Buch etwas Angst meinen Wasserhahn aufzudrehen oder habe mich gefragt: musstest du dafür jetzt das Wasser aufdrehen?- und dafür lobe ich das Buch. Außerdem bekommt der Spruch:"Wenn du etwas haben willst, was du noch nie hattest, musst du etwas tun, was du noch nie getan hast." eine völlig andere Bedeutung als man zunächst glaubt..

Veröffentlicht am 20.11.2019

Mittelalterliches Winterwunderland, mit Ausbaufähigkeit..

Die Gabe des Winters
0

Wer möchte denn nicht in ein Buch hineintauchen, in dem ein nicht endender Winter herrscht? Vor allem wo so bald doch die Weihnachtszeit anfängt.
Nuria und Lord Tarik haben es mir von Anfang an angetan. ...

Wer möchte denn nicht in ein Buch hineintauchen, in dem ein nicht endender Winter herrscht? Vor allem wo so bald doch die Weihnachtszeit anfängt.
Nuria und Lord Tarik haben es mir von Anfang an angetan. Nuria wohnt in dem Dorf Pago, in welchem sie mit ihrer Familie und den anderen Anwohner auf das Ende des Winters hofft. Dieser dauert nämlich schon 10 Jahre lang an. Menschen mit Magien haben seit Beginn des Schnees auch ihre Kräfte verloren und drohen der Kälte zu erliegen. Nur einzig Lord Tarik scheint das Licht in der Dämmerung zu sein. Man sagt sich nämlich, dass auf der Burg Griseo die Gabe des Winters zu finden sei, mit der alles Leiden ein Ende haben könnte. Doch Lord Tarik hat mit seinem gebrochenen Herzen und Herzen aus kaltem Stein zu kämpfen, seit seine Gemahlin Lady Miriam nicht mehr unter ihnen weit. Als es zu einem schrecklichen Zwischenfall kommt, sieht Nuria sich gezwungen die Dinge in die eigene Hand zu nehmen und macht sich auf den Weg in den stürmischen Winter.
Nuria hat eine starke Persönlichkeit und hat gewiss ihren eigenen Willen, den sie konsequent durchzieht, auch wenn man sie ständig eines anderen belehrt. Von ihrem Weg aus Pago bis zur Burg Griseo hat sie mich keine Sekunde lang enttäuscht. Sie ist ihrem Wesen treu geblieben und hat mich zunehmends begeistert. Gegenüber Lord Tarik hegt sie ja lediglich nur einen Wunsch, nämlich den Tod. Denn er ist doch für den ewigen Winter und somit schließlich für den Tod ihrer Mutter verantwortlich, oder?
Lord Tarik zu Beginn des Buches eher sehr düster und lässt keine Anzeichen für warme Gefühle da. Er ist in sich verschlossen und vergrault jeden in seiner Nähe mit seiner miesen Laune und seinem wortkargen Mundwerk. Doch aus einem ihr geheimnisvollen Grund ist Nuria diejenige, die sein Interesse geweckt hat. Wie sich später herausstellt, ist Miriam gestorben und Nuria soll diese ersetzen, da die Laune der Natur ihr eins zu eins dasselbe Aussehen verpasst hat.
Nun startet eine Achterbahn der Gefühle. Nuria muss vergessen wer sie war und sich die Persönlichkeit und das Verhalten Lady Miriams aneignen. Nach ewigem Tun, unzähligen Lektionen und Strafen ist es Nuria Todeswunsch, der Tarik schließlich die Augen öffnet. Er beginnt Nuria nun wirklich zu sehen und nicht Lady Miriam. Auch Nuria fühlt sich durch das veränderte Verhalten des Lords immer mehr zu ihm hingezogen und lernt ihn zu lieben.
Der Schreibstil der Autorin gestaltet sich ziemlich flüssig und somit wunderbar zu lesen. Ich hatte anfangs zwar meine Schwierigkeiten in das Buch einzufinden, da ich mich erstmal an die Erzählperspektive gewöhnen musste. Dennoch konnte ich ziemlich schnell den Faden aufnehmen und dann nicht mehr aufhören zu lesen. Die detailreichen Beschreibungen Erlbachs konnten mich in eine mittelalterliche Welt eintauchen lassen, aus der ich nur aufgrund der immer schlimmer werdenden Kälte hinauswollte. Nicht weil mir das Land Area nicht gefallen hat!
Jedoch gibt es leider einen Punkt abzuziehen. Die Geschichte hat sich total gut aufgebaut und es war fortwährend spannend und unterhaltsam. Als das Ende in Sicht war, kam es doch so abrupt, dass ich mich gefragt habe, ob es nun wirklich das war. Klar, es machte alles einen Sinn von der Handlung her und war in sich geschlossen, aber mir hat am Ende dennoch das gewissen Etwas gefehlt.
Fazit:
Wer mal Lust auf einen Fantasy-Roman hat und die perfekte Lektüre für einen winterlichen Kaminabend sucht, tut sich mit „Die Gabe des Winters“ einen großen Gefallen. Lasst euch ein auf das Land, die Burg und die Charaktere und lasst euch vor Augen schauen, dass Magien auch etwas wundervolles haben können.

Veröffentlicht am 05.02.2020

Das war leider nichts...

Sexy Security
0

Der Klappentext hat mich total angesprochen und das Cover ist auch ein Hingucker. Das ich jedoch so enttäuscht wurde, hätte ich nicht gedacht.
Worum es geht:
Der ehemalige britische Agent Quincy Radcliffe ...

Der Klappentext hat mich total angesprochen und das Cover ist auch ein Hingucker. Das ich jedoch so enttäuscht wurde, hätte ich nicht gedacht.
Worum es geht:
Der ehemalige britische Agent Quincy Radcliffe ist die Geheimwaffe der neu gegründeten Sicherheitsfirma Stark Security. Aber hinter der professionellen Fassade verbirgt Quincy tiefe Wunden. Als er ausgerechnet die Hilfe der Frau braucht, deren Herz er einst gebrochen hat, muss er sich entscheiden. Wird er sich erneut auf sie einlassen und damit riskieren, sein dunkelstes Geheimnis zu offenbaren? Seit Jahren versucht die Schauspielerin Eliza Tucker, Quincy Radcliffe zu vergessen. Sie war betört von seiner heftigen Leidenschaft - bis er eines Tages einfach verschwand. Als sie Jahre später auf der Suche nach ihrer vermissten Schwester unversehens in eine turbulente Top-Secret-Mission hineingezogen wird, begegnet sie ihm wieder. Die Vergangenheit hat ihn verändert, und trotzdem ist sie fest entschlossen, ihm nicht wieder zu verfallen.
Meine Meinung:
Ehrlich gesagt weiß ich nicht wo ich anfangen soll.. ich bin weder aus den Charakteren noch aus der Handlung schlau geworden.
Quincy ist ein ehemaliger britischer Agent, der scheinbar nun Undercover unterwegs ist, um die dreckigen Machenschaften eines reichen Ganoven ans Licht zu bringen. Er ist so, wie man sich den typischen Briten vorstellt. Gentleman-like, gut gekleidet und äußerst attraktiv. Auch er hat ein dunkles Geheimnis, weshalb er Menschen lieber aus dem Weg geht, anstatt sich ihnen anzuvertrauen. Das ihm ausgerechnet seine verschmähte Liebe Eliza während einer Mission in die Quere kommt, passt ihm überhaupt nicht, oder?
Eliza sucht seit geraumer Zeit nach ihrer Schwester und gerät nichts wissend in eine Undercover Mission, aus der sie nicht mehr rauskommt. Eliza stelle ich mir als eine zierliche Frau vor, die noch nicht ganz mit beiden Füßen im Leben steht. Schauspielerei ist, was sie ausmacht und womit sie sich über Wasser hält. Die Zeit, in der sie mit Quincy zusammen war, haben sie verändert und er hat sie mit einem gebrochenen Herzen zurück gelassen. Durch ein Missverständnis denkt sie, dass Quincy der Hinweis ist, den sie benötigt, um ihre Schwester zu finden.
Nun sollten die Dinge ins Rollen kommen.... kommen sie aber nicht.
Nach ca. 100 Seiten die ich ins Buch reingelesen habe, hatte ich einfach immer noch nicht dieses Gefühl, welches ich bei anderen habe. Von wegen "Ich muss unbedingt wissen wie es weiter geht" oder "Ein Kapitel geht noch". Dieses hatte ich leider nicht.
Der Schreibstil ist super. Er ist gut zu lesen und die Zeitsprünge, die plötzlich mittendrin kommen, haben mich eigentlich nicht gestört. Nur ob sie an der richtigen Stelle gesetzt waren, daran zweifle ich noch. Leider hat sich in dem Buch für mich keine Spannung aufgebaut und ich musste mich regelrecht durch das Buch quälen, sodass ich es letzten Endes abgebrochen habe.
Das Buch hat super viel Potenzial, was meiner Meinung nach nicht genutzt wurde. Die Autorin versucht hier zu viel auf zu wenig Seiten preiszugeben, was der tollen Geschichte eindeutig schadet.
Fazit:
Das Buch hat sehr viel Potenzial, welches leider überhaupt nicht richtig umgesetzt wurde. Es hätte eine tolle und vor allem spannende Liebesgeschichte werden können...
Schade!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere