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Veröffentlicht am 25.02.2020

Schöner Abschluss und neue Seiten der Geister

Die Geisterkönigin
1

Daleina wird immer besser in ihrer Rolle als Königin. Sie ist zwar nicht so mächtig wie Naelin, aber geschickter, bedachter und versteht auch die Geister immer besser. Die ältere Königin Naelin hingegen ...

Daleina wird immer besser in ihrer Rolle als Königin. Sie ist zwar nicht so mächtig wie Naelin, aber geschickter, bedachter und versteht auch die Geister immer besser. Die ältere Königin Naelin hingegen ist eine Naturgewalt, hat es aber nicht so ganz unter Kontrolle. Sie agiert eher impulsiv, auch wenn sie langsam lernt, wie sie sich eigentlich verhalten sollte. Auch wenn Naelin als "Mutter" bezeichnet wird, denkt sie als erstes an das Wohl ihrer eigenen Kinder, während Daleina immer das ganze Volk im Blick hat. Das führt durchaus mal zu Meinungsverschiedenheiten.

Königin Merecot sorgt auch wieder für viel Wirbel. Man muss sie nicht unbedingt böse nennen, aber sie ist ziemlich skrupellos wenn es um das Erreichen ihrer Ziele geht. Es ist aber auch irgendwie süß, wie sie so oft überrascht ist, wenn sie auf selbstlosere Charaktere trifft und diese nett zu ihr sind.

Der Vorgänger ist schon wieder eine ganze Weile her, aber ich habe sehr gut in die Geschichte gefunden. Die Welt ist wieder magisch und bietet mit den Geistern wieder viel Spannung. Hier sieht man auch ein bisschen mehr von den anderen Ländern und erfährt auch mehr über die Vergangenheit des Landes. Der Klappentext hat für meinen Geschmack schon wieder etwas zu viel verraten und die vielen Perspektiven haben auch viele Einblicke gewährt, da hätte es gern etwas geheimnisvoller sein können.

Letztendlich hat es mir aber gut gefallen. Die Konflikte zwischen den Königinnen und den Geistern waren spannend und viele Punkte wurden hier schön abgerundet. Die kleinen Einblicke in die anderen Reiche und das Ende, das noch so viele Möglichkeiten offen lässt, machen auch Lust auf mehr, obwohl das schon das Ende der eigentlichen Trilogie ist.

Fazit
Die Welt der Geistern in "Die Geisterkönigin" hat mir wieder sehr gut gefallen. Ein schöner Abschluss der Reihe, der aber gern noch einen Ticken spannender hätte sein können.

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Veröffentlicht am 18.02.2020

Ein langsamer Start, da konnte es nur besser werden!

Das neunte Haus
0

Eigentlich sage ich inzwischen ja selten etwas über das Cover, aber ich finde es toll, wie man die einzelnen Schuppen der Schlange fühlen kann.

Der Einstieg fiel mir ziemlich schwer, weil vor allem am ...

Eigentlich sage ich inzwischen ja selten etwas über das Cover, aber ich finde es toll, wie man die einzelnen Schuppen der Schlange fühlen kann.

Der Einstieg fiel mir ziemlich schwer, weil vor allem am Anfang die Erklärungen fehlen, obwohl man schon mitten im Geschehen ist. Bei den Häusern, ihren Ritualen und ihrer Magie konnte ich erstmal gar nicht durchblicken. Dann gab es aber auch Kapitel, in denen Alex gerade erst in diese magische Welt eingeführt wird und man lernt sie zusammen mit ihr kennen. Dadurch kam ich schon bald besser zurecht, aber die Namen und Eigenschaften der acht Häuser konnte ich mir trotzdem kaum merken.

Alex - eigentlich Galaxy, ein seltsamer Name - hat eine besondere Gabe, die ihr ganzes Leben verändert hat, und das nicht zum Guten - bis zu ihrer Aufnahme in Yale. Während es für andere manchmal sogar erstrebenswert ist, Geister zu sehen, ist es für sie eine große Bürde. Sie hat schon einiges durchmachen müssen und diese furchtbaren Erfahrungen haben sie traumatisiert und auch abgehärtet, was sie zu einem sympathischen, unperfekten Charakter macht.

Darlington wird zu ihrem Mentor und bringt ihr die neuen Regeln bei, doch dann verschwindet er und Alex ist auf sich allein gestellt, als in der Nähe ein Mädchen ermordet wird. Alex macht es sich zur Aufgabe, mehr darüber herauszufinden, obwohl sie nur wenig Unterstützung hat und auch nur wenig Ahnung.

So wird das zu einem spannenden magischen Krimi, was ich generell sehr gerne mag. Der Fall war durch die magische Unklarheit zusätzlich verwirrend, aber zum Ende hin fand ich es wirklich spannend und gut gelöst. Die Magie selbst ist interessant und baut auf Rituale, Gegenstände und anderes, das sich logisch nicht erklären lässt, sodass ich da auch nichts selbst vorhersehen konnte. Trotzdem war es zum Schluss schlüssig! Inzwischen habe ich mich ja auch mehr mit der Welt angefreundet und nach einem Cliffhanger freue ich mich auch schon sehr auf die Fortsetzung.

Fazit
"Das neunte Haus" war am Anfang etwas anstrengend und ich wurde erst nach und nach mit der Geschichte warm. Danach gefiel es mir aber immer besser und wurde spannender. Auch die Protagonistin konnte mich überzeugen!

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Veröffentlicht am 09.05.2020

Trotz unnötigen Dramas eine schöne Liebesgeschichte voller Musik

A Wish for Us
1

Cromwell war mal ein sehr talentierter Musiker, der seine Instrumente beherrschte wie kein Zweiter. Damit hat er Bonnie schon lange vor ihrem ersten Treffen beeindruckt. Doch seit einigen Jahren macht ...

Cromwell war mal ein sehr talentierter Musiker, der seine Instrumente beherrschte wie kein Zweiter. Damit hat er Bonnie schon lange vor ihrem ersten Treffen beeindruckt. Doch seit einigen Jahren macht er nur noch EDM (Electronic Dance Music), was in Bonnies Augen eine Verschwendung seines Talents ist. Vor allem fehlen ihr auch die Gefühle, die er früher mit seiner Musik ausdrücken konnte.

Dass der Musik die Emotion fehlt liegt daran, dass Cromwell selbst sich gegen seine Gefühle wehrt. Die klassische Musik von früher löst nur Schmerzen bei ihm aus - und auch die Farben sind für ihn unerträglich. Denn Cromwell ist Synästhetiker, er sieht Klänge und damit verbundene Gefühle als Farben, manchmal riecht er sie sogar. Das ermöglicht ihm, so gute Musik zu machen, aber gleichzeitig bedeutet es für ihn, die Kontrolle zu verlieren.

Bonnie will einfach nur Musik machen, aber sie ist nicht annähernd so gut wie Cromwell einmal war und wegen seiner Weigerung, zur klassischen Musik zurückzukehren, wird er nur noch faszinierender für sie. Man kann die gemeinsame Liebe der beiden für Musik sehen und wie viel Leidenschaft in all ihren Aktionen steckt. Wie soll man sie da nicht ins Herz schließen?

Mein Problem mit dem Buch war, dass es zwar zum größten Teil schön und berührend war, dann zum Ende hin aber mehr Klischees zusammenkamen und das in kurzer Zeit. Das letzte Viertel des Buches hat mich deswegen enttäuscht, weil das Drama wieder gar nicht nötig war, denn die Autorin hat eigentlich so einen schönen gefühlvollen Schreibstil und schafft damit eine bewegende Geschichte. Der Blödsinn zum Schluss aber hat dem Buch meiner Meinung nach keinen Gefallen getan. Ich hätte es lieber gesehen, hätte man mehr auf die Gefühle der Charaktere gesetzt, sich auf das Hauptthema konzentriert und auf diese überflüssigen Dramen verzichtet.

Fazit
"A Wish For Us" hat mir eigentlich schon ziemlich gut gefallen, denn ich mochte die sympathischen Charaktere und den tollen Schreibstil der Autorin. Nur zum Schluss waren es mir zu viele Klischees, die das Buch dann weniger besonders gemacht haben. Schade!

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Veröffentlicht am 10.02.2020

So viel mehr als nur die Geschichte einer Jugendliebe!

Sweet Sorrow
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Erstmal: Ich hätte schon eine ganz andere Geschichte erwartet. Der ältere Charlie erzählt rückblickend von diesem Sommer und auch, was vor diesem Sommer in seinem Leben geschah, aber von der Gegenwart ...

Erstmal: Ich hätte schon eine ganz andere Geschichte erwartet. Der ältere Charlie erzählt rückblickend von diesem Sommer und auch, was vor diesem Sommer in seinem Leben geschah, aber von der Gegenwart erfährt man fast nichts. Der Klappentext hat mich denken lassen, dass auch sein aktuelles Leben noch dran kommt und auch die mögliche Begegnung mit Fran eine große Rolle spielt. Die Gegenwart kam mir zu kurz, weil ich beim Klappentext einfach andere Erwartungen hatte.

Der junge Charlie, gerade sechzehn und fertig mit der High School, ohne Pläne für morgen, ging mir schon regelmäßig auf den Keks. Seine Eltern haben sich getrennt und er muss mit der Last leben, sich um seinen schwierigen Vater zu kümmern, doch um Charlie kümmert sich niemand. Ich hatte wegen seiner traurigen, hoffnungslosen Situation auch Mitleid mit ihm, aber seine rebellische Art war auch anstrengend - wenn auch nicht überraschend und ziemlich nachvollziehbar.

Der ältere Charlie blickt aus einer Distanz zurück und versteht die Gefühle des einsamen Teenagers und analysiert seine Motive, sodass es nur noch hoffnungsloser scheint, wenn er darüber sinniert, wie irrational die Gefühle manchmal waren, wie die Jugend vergeht und einst so wichtige Dinge ihre Bedeutung verlieren. Das hat viel Tiefgang, aber das wird oft so trocken und nüchtern übermittelt, dass es mich nicht immer erreichen konnte.

Eine Liebesgeschichte ist es schon fast nicht mehr, viel mehr als das Pärchen stehen Charlie und seine Entwicklung im Mittelpunkt. Es ist ein Coming-Out-Of-Age-Roman, bei dem die Schwelle zwischen Jugend und dem Beginn des Ernstes des Lebens, wo Charlie Schwierigkeiten hat, seinen eigenen Weg zu finden. Es geht hier um seine Familie, seine Freunde und vor allem auch darum, wie er sich selbst sieht.

In diesem Buch geht es auch um ein Theaterstück: Shakespeares Romeo und Julia. Ich fand es zwar interessant, wie Charlie dadurch in neue Situationen geschubst hat, so dass er mal andere Perspektiven kennenlernt, aber die Theaterszenen waren mir oft zu lang. Hier wird öfter mal ein Dialog oder Monolog analysiert und das hätte man kürzer fassen können.

Insgesamt scheint es ziemlich viele Baustellen zu geben, vor allem, wenn man eigentlich eine Liebesgeschichte möchte, es aber ständig in andere Richtungen abschweift. Da ich dann aber erkannt habe, dass das eigentlich gar nicht das Kernthema ist, haben mich die vielen Einflüsse in Charlies Leben auch überhaupt nicht mehr gestört.

Das Ende kam mir viel zu kurz, zeigt aber, passend zum Rest des Buches, dass das Leben weitergeht. Also ist es schon ärgerlich, aber in sich so stimmig, dass ich doch wieder glücklich damit bin.

Fazit
Obwohl "Sweet Sorrow" für mich keine Liebesgeschichte ist und ich mit anderen Erwartungen an das Buch gegangen bin, hat es mir ganz gut gefallen. Charlies Entwicklung über diesen Sommer konnte mich durchaus überzeugen.

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Veröffentlicht am 08.02.2020

Ein Schachspiel mit etwas anderen Figuren

Night of Crowns, Band 1 - Spiel um dein Schicksal
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Ein Schachspiel, das mit Schach eigentlich nicht besonders viel zu tun hat. Die Schwarze und die Weiße Seite kämpfen gegeneinander und nicht jeder wird das überleben - und dann gerät die arme Alice mitten ...

Ein Schachspiel, das mit Schach eigentlich nicht besonders viel zu tun hat. Die Schwarze und die Weiße Seite kämpfen gegeneinander und nicht jeder wird das überleben - und dann gerät die arme Alice mitten in dieses Fluch-Schlamassel.

Alice glaubt, dass sie langsam verrückt wird, aber natürlich ist das nur der Fluch. So furchtbar das Spiel und seine Regeln auch sind, zum Glück findet sie schnell neue Freunde - und lernt auch den attraktiven weißen König Vincent kennen. Aber ohne Liebesdreieck geht es natürlich nicht, denn der schwarze König Jackson scheint zwar so herzlos zu sein, aber auch in ihm steckt mehr, als es zunächst scheint.

Für meinen Geschmack haben übrigens viel zu viele Charaktere Namen, die normale Wörter sind. Lark (Lerche), Ebony (Ebenholz) und Ivory (Elfenbein), und so viele weitere. Nicht zu vergessen der hilfreiche sprechende Kater Curse (Fluch).

Apropos "Curse" - alles magische, was man nicht direkt erklären kann, ist ein Fluch. So viel zu logischen Erklärungen, die ich nicht gerade logisch finde, aber das muss man dann einfach so hinnehmen. Dann sind da noch Spieler, die den Figuren eines Schachspiels entsprechen, aber ihre besonderen Fähigkeiten haben nicht unbedingt viel damit zu tun. Generell hätte ich mir ein bisschen mehr "Schach" erhofft, von den Strategien, von den Charakteren ...

Man sagt ja manchmal, jemand sei eine Schachfigur in etwas, wenn er ausgenutzt oder herumgeschoben wird. Auf Alice trifft das auch ganz sicher zu und auch auf die anderen Spieler, die ja in diesen Fluch gezwungen wurden. Die Bezeichnung ist auch daher witzig, da sie so gut zu der Idee passt, dass es sich hier um eine Art Schachspiel handelt - da habe ich mich sogar gefragt, ob das Buch vielleicht um diesen Begriff herum konzipiert wurde!

Trotz der vielen Kritikpunkte hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Es gibt zwar schon ein paar Klischees und man kann schon einiges kommen sehen, aber es war trotzdem spannend und auch flüssig und angenehm geschrieben. Ich kann nicht wirklich begründen, was ich jetzt so gut daran fand, aber es hat mir einfach gefallen und ich freue mich auf die Fortsetzung.

Fazit
"Night of Crowns - Spiel um dein Schicksal" hat mir ganz gut gefallen, auch wenn es ganz klar noch Luft nach oben gibt! Ich hätte mir ein bisschen mehr (gute) Anspielungen zum Schachspiel gewünscht.

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