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Veröffentlicht am 13.01.2017

Interessante Märchen-Adaption

Die Luna-Chroniken 1: Wie Monde so silbern
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Ich hatte hohe Erwartungen an "Wie Monde so silbern". Zum einen liebe ich Märchen und Adaptionen davon, zum anderen habe ich im Vorfeld schon viele positive Dinge über diese Reihe gehört und die Prämisse, ...

Ich hatte hohe Erwartungen an "Wie Monde so silbern". Zum einen liebe ich Märchen und Adaptionen davon, zum anderen habe ich im Vorfeld schon viele positive Dinge über diese Reihe gehört und die Prämisse, das Märchen in einer futuristischen Welt spielen zu lassen, war für mich sehr faszinierend, sodass ich mich gefreut habe, das Buch endlich lesen zu können. Gleichzeitig hatte ich auch Angst, durch meine Erwartungen enttäuscht zu werden. Dies war zum Glück nicht der Fall. Zwar hätte meiner Meinung nach ruhig mehr auf die Kultur und die Geschichte der Welt, in der Cinder lebt, eingegangen werden können, aber da dies eine ganz spezielle Vorliebe ist und das Buch sich nicht darum dreht, konnte ich dies verschmerzen. Auch so ist die Welt faszinierend.

Der Rest hat mir gut gefallen; der Autorin ist es wirklich gelungen, die wichtigsten Elemente der 'Cinderella-Geschichte mit ihrem hochtechnisierten, fremdartigen Universum verschmelzen zu lassen und der Handlung genug Wendungen zu verpassen, um sie spannend und fesselnd zu machen (obwohl einiges, zum Beispiel der 'Twist' am Ende, für mich doch vorhersehbar war. Gestört hat mich dies nicht). Die Protagonistin muss verschiedene Hürden überwinden, gerät in brenzlige Situationen und erfährt Dinge, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen, aber - und das hat mich beeindruckt - sie gibt nicht auf, egal, wie ausweglos es zu sein scheint. Zu Beginn hatte ich erwartet, eine abgeschlossene Geschichte vorzufinden; da dies nicht der Fall war, bin ich schon gespannt, wie es mit ihr weitergehen wird. Als Protagonistin hat sie mir gut gefallen und die Mischung aus Roboter und Mensch in ihr finde ich interessant, ebenso wie die Rätsel, die sie umgeben.
Die anderen Figuren waren etwas weniger gut ausgearbeitet, auch wenn ich den Prinzen mochte und die Königin als beeindruckende und gefährliche Gegnerin ansehe. Keiner der Charaktere ist wirklich blass geblieben, für mich sind sie jedoch momentan einfach weniger interessant. Vielleicht wird sich das in den nächsten Büchern ändern.

Das Ende lässt ja einiges offen und wirft viele neue Fragen auf, sodass ich es kaum erwarten kann, den zweiten Band zu lesen. Ich werde ihn mir so bald wie möglich besorgen. "Wie Monde so silbern" war ein wirklich guter Auftakt, der neugierig auf mehr macht, und auch für sich eine schöne, packende Geschichte erzählt. Deshalb gibt es von mir 4 Sterne.

Veröffentlicht am 13.01.2017

Atmosphärisch dicht

Traubenblut
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"Traubenblut" ist ein Krimi, der atmosphärisch sehr dicht ist. Der Fall ist interessant, die Umstände mysteriös und der Autorin ist es gelungen, alles spannend und auch irgendwie unheimlich darzustellen. ...

"Traubenblut" ist ein Krimi, der atmosphärisch sehr dicht ist. Der Fall ist interessant, die Umstände mysteriös und der Autorin ist es gelungen, alles spannend und auch irgendwie unheimlich darzustellen. Allein schon, dass die Tote scheinbar alleine im Bremer Ratskeller war, als sie umgekommen ist, dazu noch Gerüchte, dass es dort spukt, und eine Prise voller unerklärlicher, düsterer Geschehnisse sorgen dafür, dass die Geschichte etwas mehr als ein 'typischer' Krimi ist, gerade gegen Ende. Mich persönlich hat dieser mystische Beigeschmack nicht gestört - wer jedoch einen normalen Krimi erwartet und keine unerklärlichen Ereignisse mag, findet daran vermutlich keinen Gefallen.

Die Ermittlungsarbeiten der Schwester der Toten, einer Journalistin, sind glaubwürdig dargestellt und es gibt viele Nebencharaktere, die mal mehr, mal weniger verdächtig sind. Bis zuletzt weiß man nicht wirklich, wem man trauen kann und das hat mir gut gefallen, da man dadurch die ganze Zeit auf der Hut war und sich gefragt hat, was sich nun wirklich zugetragen hat. Allerdings hat die Menge an Figuren am Ende dafür gesorgt, dass die Konfrontation am Ende zwar packend, aber auch verworren war. Es sind plötzlich immer mehr Charaktere aufgetaucht, die sich suspekt verhalten haben, und alles ging ziemlich schnell. Für mich war dieser Teil ein bisschen verworren und das war schade, da ich auf die Auflösung schon sehr gespannt war. Davon abgesehen war das Ende stimmig und hat zum Rest der Geschichte gepasst.
Besonders interessant fand ich die Informationen über die Geschichte des Bremer Ratskellers und die Mythen, die darüber erzählt werden, und der Autorin ist es gelungen, ihre Handlung in diesen Rahmen einzubetten.

Zusammenfassend kann man sagen, dass "Traubenblut" nicht ist, was ich erwartet hatte; zwar ist es ein guter Krimi mit einer wirklich toll ausgearbeiteten düsteren und spannenden Atmosphäre, aber die mystischen Ereignisse haben mich doch ein wenig aus der Geschichte gerissen. Deshalb, und auch wegen der Verwirrung am Ende, gebe ich dem Buch 3,5/5 Sternen.

Veröffentlicht am 09.01.2017

Schöne Liebesgeschichte

Für Happy Ends gibt`s kein Rezept
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"Für Happy Ends gibt's kein Rezept" hat mir gut gefallen. Es ist eine schöne Liebesgeschichte mit einer Prise Erotik, zwei ziemlich sympathischen Protagonisten und interessanten Nebenfiguren, auf deren ...

"Für Happy Ends gibt's kein Rezept" hat mir gut gefallen. Es ist eine schöne Liebesgeschichte mit einer Prise Erotik, zwei ziemlich sympathischen Protagonisten und interessanten Nebenfiguren, auf deren eigene Geschichten ich schon gespannt bin.

Das Buch wird immer abwechselnd aus der Sicht von Addie und Jake erzählt. Dadurch lernt man sie gut kennen und kann nachvollziehen, wieso sie auf eine bestimmte Art handeln - auch wenn es manchmal sehr irritierend war, sind sie eben beide durch ihre Vergangenheit gebrannte Kinder und dies hat Auswirkungen darauf, wie sie in der Gegenwart mit Beziehungen und miteinander umgehen. Addie ist sich unsicher, ob sie (nach lauter Enttäuschungen) wieder mit einem Musiker ausgehen und sich auf ihn einlassen soll, während er ebenfalls Angst hat. Natürlich kommt es dadurch wieder zu Konflikten und Missverständnissen, was mich ein bisschen genervt hat, aber am Ende war es wohl notwendig, damit beide einen Schritt nach vorne tun konnten. Von diesem Aspekt abgesehen fand ich die Beziehung der beiden schön dargestellt und die Entwicklung war auch glaubwürdig. Beide sind ziemlich dickköpfige, selbstbewusste Charaktere, die eigentlich keine Beziehung wollten, aber die Autorin hat für mich überzeugend geschildert, wie sie zusammenfinden und sich verlieben.
Wer aufgrund der Inhaltsangabe aber eine typische Rockstar-Liebesgeschichte erwartet hat, wird vermutlich enttäuscht werden; Jake ist zwar ein sehr bekannter Rockstar, aber seine aktiven und wilden Tage liegen schon zu Beginn der Geschichte in der Vergangenheit. Ein Musiker ist er aber nach wie vor und die Szenen, in denen er seinen Beruf ausübt, haben mir gut gefallen.

Wie bereits gesagt sind die Nebenfiguren ebenfalls gut ausgearbeitet. Addie und Jake haben sehr gute, durchweg sympathische Freunde, die mit ihnen durch dick und dünn gehen würden, und da Addies Freundinnen noch single sind, gehe ich davon aus, dass sie in den nächsten Bänden die Hauptrolle übernehmen werden. Die Liebesgeschichte für den zweiten Band wurde hier schon vorbereitet (und es gibt sogar ein recht dramatisches Ende, das sehr neugierig auf "Eine Prise Liebe" macht) und ich bin gespannt, wie es mit den Charakteren weitergehen wird.

Dieses Buch bekommt von mir 4 Sterne.

Veröffentlicht am 24.12.2016

Hat mir gut gefallen

Tage zum Sternepflücken
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"Tage zum Sternepflücken" ist ein Buch, das ich vermutlich nicht gelesen hätte, wenn ich gewusst hätte, was genau das Hindernis in der Beziehung zwischen Layla und Julius sein würde - aber ich bin froh, ...

"Tage zum Sternepflücken" ist ein Buch, das ich vermutlich nicht gelesen hätte, wenn ich gewusst hätte, was genau das Hindernis in der Beziehung zwischen Layla und Julius sein würde - aber ich bin froh, dass ich es nicht so genau wusste, da mir dann wirklich etwas entgangen wäre. Die Geschichte ist sehr schön geschrieben, die Charaktere sind (trotz allem, was gerade in Bezug auf Julius bemerkenswert ist) trotz ihrer Schwächen und Fehlentscheidungen sympathisch und besonders hat mir gefallen, dass Layla langsam zu sich selbst gefunden hat.

Der Autorin ist es gelungen, die Chemie zwischen ihrer Protagonistin und Julius glaubwürdig und überzeugend darzustellen und auch die sehr schwierige Situation, in der sie sich befinden, recht einfühlsam zu schildern. Obwohl ich Laylas Verhalten nicht immer nachvollziehen kann und auch mehrfach den Kopf über sie geschüttelt habe, konnte ich sie verstehen, mit ihr mitfühlen und hoffen, dass es für sie ein gutes Ende nehmen wird. Sie war für mich eine sympathische Protagonistin, mit der man sich leicht identifizieren kann. Aber auch die Nebenfiguren sind gut ausgearbeitet und besonders interessant fand ich, wie ausführlich die Arbeit am Musical und Laylas Liebe zur Musik dargestellt wurden. Ich war fast ein wenig enttäuscht, dass man das Musical selbst am Ende nicht mehr gesehen hat, obwohl das für die eigentliche Handlung ja nicht wirklich von Bedeutung war.

Stellenweise hatte ich ein paar Probleme damit, wie leichtgläubig Layla war, aber in ihrer Situation war es doch irgendwie verständlich. Davon abgesehen hat mir das Buch (trotz der Thematik) wirklich gut gefallen und ich werde bestimmt noch mehr von der Autorin lesen.

Veröffentlicht am 22.12.2016

Guter Auftakt

Trinity - Verzehrende Leidenschaft (Die Trinity-Serie 1)
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Da mir die "Calendar Girl"-Reihe ziemlich gut gefallen hat, war ich auf die neue Veröffentlichung der Autorin sehr gespannt... und der erste Band der "Trinity"-Reihe hat mich, bis auf einen Aspekt, auch ...

Da mir die "Calendar Girl"-Reihe ziemlich gut gefallen hat, war ich auf die neue Veröffentlichung der Autorin sehr gespannt... und der erste Band der "Trinity"-Reihe hat mich, bis auf einen Aspekt, auch nicht enttäuscht. Die Liebesbeziehung entwickelt sich zwar ziemlich schnell, aber die Chemie zwischen den Protagonisten ist überzeugend dargestellt, die erotischen Szenen sind in Ordnung und man hat gut gesehen, wie vertraut die beiden miteinander wurden, was ich wichtig fand, gerade, da es so eine große Rolle spielt, ob sie Chase nach ihrer schrecklichen Vergangenheit wieder vertrauen kann. Aber genau hier liegt auch das Problem, das ich mit dem Buch hatte.

Es wird geschildert, dass Gillian einen gewalttätigen Exfreund hatte, der sie misshandelt, gequält und kontrolliert hat und dass sie deshalb Schwierigkeiten hat, Männern wieder zu vertrauen. Es wurde auch schön dargestellt, wie unsicher sie in Bezug auf eine eventuelle neue Beziehung ist und sie setzt Chase gewisse Grenzen, was ich sehr wichtig fand. Allerdings gab es ein paar Szenen, in denen mich ein bisschen unwohl gefühlt habe; er ist doch sehr kontrollierend, bestimmend und ein paar Mal missachtet er auch ihre Privatsphäre, was bei mir - gerade in Bezug auf ihre Vergangenheit - die Alarmglocken hat schrillen lassen, vor allem, da es eine Weile so aussah, als würde sie sich vollkommen in der Leidenschaft (und Liebe) nach ihm verlieren und es deshalb erdulden. Allerdings konnte die zweite Hälfte des Buches mich hier beruhigen; Gillian macht klar, dass es ihre Entscheidung ist, ihm die Kontrolle zu überlassen, weil er ihr gut tut und das ist etwas ganz anderes, als es einfach zu dulden, um ihn nicht zu verlieren, weshalb ich es dann akzeptieren konnte.
Davon abgesehen fand ich die Entwicklung der Beziehung der beiden, wie bereits gesagt, schön dargestellt. Gillian ist eine sympathische Protagonistin und Chase ist ein gut ausgearbeiteter Charakter, hinter dem viel mehr steckt, als man zuerst vermuten könnte. Die beiden passen gut zusammen und auch die Beziehungen und Dramen von Gillians Freunden sind interessant, sodass ich neugierig darauf bin, was im nächsten Band mit ihnen allen passieren wird.

Gut gelungen ist der Autorin auch die eher bedrohliche Stimmung, die immer wieder aufkommt. Gillian leidet nach wie vor unter ihrer Vergangenheit, aber es gibt auch neue Probleme, denen sie sich stellen muss und die gefährlich für sie und ihre Lieben werden könnten. Dieser Aspekt kam in diesem Band ein bisschen kurz, aber die Situation am Ende des Buches verspricht, in den Folgebänden noch spannend zu werden. Ich bin schon gespannt, wie es hier weiter geht und ob meine Vermutungen, wer dahinter steckt, zutreffend sind.

Insgesamt bekommt "Trinity: Verzehrende Leidenschaft" von mir 3,5/5 Sternen. Das Buch hat mir gut gefallen, aber da ich am Anfang ein paar Probleme mit der Darstellung der Beziehung der beiden Hauptcharaktere hatte, habe ich einen halben Stern abgezogen.