Die Hoffnung stirbt zuletzt
Anton zaubert wieder„Anton zaubert wieder“, ist bereits der dritte Fall für Inspektorin Willa Stark, genannt Fräulein Ösi. Dennoch handelt es sich um eine eigenständige, in sich abgeschlossene Geschichte, die ohne Vorkenntnisse ...
„Anton zaubert wieder“, ist bereits der dritte Fall für Inspektorin Willa Stark, genannt Fräulein Ösi. Dennoch handelt es sich um eine eigenständige, in sich abgeschlossene Geschichte, die ohne Vorkenntnisse lesbar ist. Willa ist 30, frustriert und arbeitet wieder in Graz.
Doch Hauptkommissar Peter Kraus von der Kölner Kripo bittet sie um Unterstützung in einem schwierigen Fall. Anton stammt ebenfalls aus Graz und wird verdächtigt, Anni ermordet zu haben, aber er schweigt. Wird es Willa gelingen, ihn zum Reden zu bringen?
Weitere Frauenleichen werden gefunden. Wie sich herausstellt, sind die Opfer schon länger tot. Anton ist also offenbar ein Serienkiller. Wider alle Vernunft verliebt sich Willa in den Verdächtigen, der zwar wieder spricht, aber seine Unschuld beteuert.
Ein wichtiger Fall, doch bei den Ermittlungen droht ein altes Trauma Willa in den Abgrund zu ziehen. Auch Onkel Willi spielt dabei eine Rolle.
Isabella Archan hat ihren neuen Krimi routiniert in Szene gesetzt. Aus wechselnden Perspektiven wunderbar geschrieben. Mit stilistischer Raffinesse und einem untrüglichen Gespür für die Abgründe der menschlichen Seele siedelt die Autorin ihre Geschichte im gewöhnlichen Alltag an, dort wo die bösen Träume lauern.
Willa Stark ist kein zweidimensionaler Wegwerfcharakter. Lebensnah ist sie eine Figur, die man so schnell nicht vergisst.
Fazit: Isabella Archan zieht einen mit in den Abgrund. Düster und beklemmend!