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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.03.2020

eine unbedachte Aussage mit fatalen Folgen

Das Gerücht
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Meine Meinung zum Buch:
Mir hat der Roman „Das Gerücht“ sehr gut gefallen, da er durch die relativ kurzen Kapitel und die gute Gliederung sehr zügig zu lesen ist. Als Charakter finde ich Joanna gut beschrieben, ...

Meine Meinung zum Buch:
Mir hat der Roman „Das Gerücht“ sehr gut gefallen, da er durch die relativ kurzen Kapitel und die gute Gliederung sehr zügig zu lesen ist. Als Charakter finde ich Joanna gut beschrieben, sie hat positive wie negative Seiten, sie macht Fehler, die sie später auch einsieht und bereut und sie versucht mit ihrem Leben klarzukommen, ohne etwas zu beschönigen oder übertrieben zu wirken. Dass die Geschichte in einer Kleinstadt spielt, hat natürlich den Vorteil, dass jeder jeden kennt und ein Gerücht, das in die Welt gesetzt wird, verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Auch wenn Joanna es im Nachhinein bereut hat, dass sie sich zur Aussage hat hinreißen lassen, so muss sie dennoch erkennen, dass man es nicht so einfach ungeschehen machen kann und somit muss sie auch selbst am Ende am allermeisten mit den Konsequenzen leben.
Am besten hat mir der Mittelteil gefallen, Joanna hat fast jede Frau, die vom Alter her in etwa passt, verdächtigt, die ehemalige Kindermörderin zu sein und dabei auch ihr gesamtes Umfeld beschuldigt. Auf der anderen Seite wollte sie aber ihrem Sohn zuliebe, die sozialen Kontakte etwas aufleben lassen, damit auch er leichter Freundschaften schließt und in der Schule den Anschluss findet. Keine leichte Zeit für Joanna, da auch zusätzlich noch ihr Liebesleben einen Aufschwung erlebt. Ich kann ihr in dieser Situation verzeihen, dass sie unüberlegt und kopflos gehandelt hat, sie hat niemanden bewusst schädigen oder verletzen wollen.
Das Ende war für mich überraschend, spannend und ein runder, gelungener Abschluss, der den Roman stimmig ausklingen lässt – mehr möchte ich nicht verraten.

Mein Fazit:
Der Roman ist durchgehend spannend und stimmig, die Charaktere sind authentisch beschrieben und die Message ist auch klar: Ein Gerücht ist schnell in die Welt gesetzt, aber welche Auswirkungen es für andere oder auch für uns selbst hat, ist dann nicht mehr zu kontrollieren und kann gefährlich sein.

Veröffentlicht am 02.03.2020

noch spannender als der erste Teil

Doggerland. Tiefer Fall (Ein Doggerland-Krimi 2)
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Meine Meinung zum Buch:
Mir hat der erste Fall mit Karen Eiken Hornby als etwas chaotische, aber liebenswerte Ermittlerin ziemlich gut gefallen, aber der zweite Teil war noch eine Steigerung zum Positiven. ...

Meine Meinung zum Buch:
Mir hat der erste Fall mit Karen Eiken Hornby als etwas chaotische, aber liebenswerte Ermittlerin ziemlich gut gefallen, aber der zweite Teil war noch eine Steigerung zum Positiven. Sehr spannend finde ich, dass die Ermittlungen in einem kleinen Umfeld in einer örtlichen Umgebung stattfinden, sodass quasi jede/r die anderen kennt und in diesem Fall sogar alle weitläufig verwandt oder angeheiratet sind. Dadurch sind die Motive vielschichtiger und persönlicher, was den Fall spannend macht. Außerdem gefällt mir im zweiten Teil, dass auch Karens eigene Verwandtschaft involviert ist bzw. auch ihre Freunde eine bedeutendere Rolle spielen. So kann man auch gut erkennen, welch großes Herz Karen ihren Mitmenschen gegenüber hat und auf der anderen Seite kann sie sich auch voll und ganz auf ihre Freunde verlassen und manchmal geht man sich natürlich auch gegenseitig auf die Nerven, wenn man so eng zusammenwohnt und viel Zeit gemeinsam verbringt. Auch der zweite, kleinere Handlungsstrang mit der misshandelten Freundin von Karen hat sich strategisch zu einem günstigen Zeitpunkt abgespielt und noch einmal neuen Schwung und Spannung in das ohnehin schon spannende Buch gebracht.

Mein Fazit:
Den zweiten Fall finde ich noch besser gelungen als den ersten Teil und ich würde mich sehr freuen, wenn die Autorin noch weitere Teile in gleicher Qualität folgen lässt.

Veröffentlicht am 20.02.2020

schönes Miteinander von Menschen und Tieren

Internat der bösen Tiere, Band 1 - Die Prüfung
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Unsere Meinung zum Buch:
Das Buch hat meiner 10jährigen Tochter und auch mir sehr gut gefallen, alleine schon das wunderhübsche Cover mit der Ausstanzung auf der Vorderseite ist ein wahrer Hingucker. Inhaltlich ...

Unsere Meinung zum Buch:
Das Buch hat meiner 10jährigen Tochter und auch mir sehr gut gefallen, alleine schon das wunderhübsche Cover mit der Ausstanzung auf der Vorderseite ist ein wahrer Hingucker. Inhaltlich bietet es vor allem für abenteuerlustige und tierliebe Mädchen und Buben spannende Lesestunden. Noel haben wir schon zu Beginn in unser Herz geschlossen, weil er so ein Pechvogel war und immer zu Unrecht beschuldigt und als „verhaltensauffällig“ abgestempelt wurde. Besonders gut gelungen finden wir, dass auf den Inseln Menschen und Tiere friedlich zusammenleben und sich gegenseitig respektieren und auch verstehen. Hier ist nicht immer der Stärkste oder die Schönste im Mittelpunkt, sondern jede/r bringt das ein, was er oder sie besonders gut kann. Die Beschreibung der Inseln und der einzelnen Charaktere ist sehr bildhaft, sodass man sich als LeserIn sehr gut hineinversetzen kann und das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein. Meine Tochter ist eine Vielleserin und hat gerne Bücher, in denen zwar hübsche Illustrationen vorkommen, aber trotzdem genug Lesestoff Platz hat, das ist hier auf alle Fälle geglückt.

Unser Fazit:
Eine kurze Kostprobe vom zweiten Teil bekommt man am Ende des Buches auch, wobei wir es sehr schade finden, dass wir jetzt noch so lange darauf warten müssen, wir hätten am liebsten sofort weitergelesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.02.2020

eine Familie zum Verlieben

Familie von Stibitz - Der Riesenlolli-Raub
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Meine Meinung zum Buch:
Die gesamte Familie Stibitz muss man einfach sofort ins Herz schließen. Die Illustrationen sind richtig herzig und lebhaft gezeichnet, die Textpassagen sind relativ kurz und ansprechend, ...

Meine Meinung zum Buch:
Die gesamte Familie Stibitz muss man einfach sofort ins Herz schließen. Die Illustrationen sind richtig herzig und lebhaft gezeichnet, die Textpassagen sind relativ kurz und ansprechend, witzig und mit einer Botschaft, die vermittelt wird. Der große Bruder Ture tanzt aus der Reihe, er hält sich an Regeln und ist nicht dabei, wenn seine Verwandtschaft klaut und stibitzt was das Zeug hält, dafür spielt er in diesem Band die Hauptrolle und feiert seinen Geburtstag. Hier halten wiederum alle zusammen und möchten für Tore einen schönen Geburtstag mit seinem Wunschgeschenk organisieren, was gar nicht so leicht ist. Auch die Namen der Familienmitglieder sind treffend ausgesucht, die Tochter heißt Kriminella, abgekürzt Ella, oder der Hund Schnüffler, sowie der Nachbar Paul Eisig, der aber eigentlich ganz nett ist. Den zweiten Teil möchten wir auch unbedingt lesen, vor allem sind wir gespannt, wie es der Oma im Gefängnis geht und was sie dort so alles anstellt.

Veröffentlicht am 10.02.2020

klassischer, spannender Schwedenkrimi

Eisige Dornen (Ein Nathalie-Svensson-Krimi 4)
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Meine Meinung zum Buch:
Nachdem dies nicht mein erster Kriminalroman von Jonas Moström ist, waren mir die Charaktere schon sehr bekannt und ich war sofort mitten in der Geschichte, die mich auch so schnell ...

Meine Meinung zum Buch:
Nachdem dies nicht mein erster Kriminalroman von Jonas Moström ist, waren mir die Charaktere schon sehr bekannt und ich war sofort mitten in der Geschichte, die mich auch so schnell nicht mehr losgelassen hat. Zuerst erscheinen die Morde wahllos und ungerecht, aber mit der Zeit bekommt man als LeserIn ein gutes Gespür für den Täter und vermutet, was sein Motiv sein könnte. Nathalie Svensson finde ich als Charakter sehr authentisch und sympathisch, als Psychiaterin beweist sie wieder einmal keine allzu gute Menschenkenntnis und bringt diesmal nicht nur sich selbst, sondern auch ihren kleinen Sohn in Gefahr. Gut gelungen finde ich die Kombination, dass es nicht nur um die Morde und die Ermittlungen geht, sondern dass auch viel Platz für persönliche Lebensgeschichten und Beziehungen bzw. Beziehungsstress bleibt. Das Ende des Buches lässt für alle LeserInnen offen, welche Einstellung sie selbst zum Thema vertreten und ob sie die Taten nachvollziehbar finden oder den Täter dafür verurteilen. Ich finde es vom Autor gelungen, dass er nicht urteilt, sondern einen Gedankenspielraum lässt.


Mein Fazit:
„Eisige Dornen“ ist ein typischer Schwedenkrimi, genau nach meinem Geschmack – mit Spannung, Nervenkitzel, Beziehungsgeschichten und Morden, die im Nachhinein aus Sicht des Täters nachvollziehbar erscheinen.