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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2017

Ein sehr schöner Roman über traurig, schön bis lecker

Das Brombeerzimmer
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Zunächst einmal überzeugt das Buch durch seine schöne Umschlaggestaltung. Die finde ich sehr gelungen und das Buch fühlt sich sehr schön an. Da kann es mit der Freude am Lesen schon beginnen. Insgesamt ...

Zunächst einmal überzeugt das Buch durch seine schöne Umschlaggestaltung. Die finde ich sehr gelungen und das Buch fühlt sich sehr schön an. Da kann es mit der Freude am Lesen schon beginnen. Insgesamt ist dieser Roman sehr einfach zu lesen und bereit damit unbeschwertes Lesevergnügen. Zum Ende hin hatte ich allerdings das Gefühl, dass die Geschichte unnötig in die Länge gezogen wird und das Lüften des Familiengeheimnisses bewusst hinausgezögert wird.

Zum Inhalt: Seit einem Jahr schon muss Nora ohne ihren geliebten Julian leben. Die beiden waren sehr glücklich miteinander und hatten noch so viel vor. Doch nach einem Herzinfarkt wird Julian aus dem Leben gerissen. Er überlebt den Infarkt nicht. Für Nora bricht die Welt zusammen. Auch nach einem Jahr hat sie nicht das Gefühl, dass ihre Trauer weniger wird. Aber sie hat auch großartige Unterstützung von ihrer Freundin und von ihrer Mutter. Dann findet sie einen Brief von Julians Großtante Klara. Beim Erwähnen dieser Großtante erfährt Nora bei Julians Familie teilweise eine deutliche Ablehnung. Warum ist das so, was hat sich da in früheren Jahren in der Familie ereignet?


Dieses Buch ist sehr schön geschrieben und am Anfang auch sehr traurig, da musste ich doch tatsächlich ein paar Tränen verdrücken. Gespickt ist dieses wunderschöne Buch mit sehr leckeren Rezepten, z. B. ein vielversprechendes Holunderblütengelee, eine Brombeerkonfitüre mit Lavendelblüten oder ein Gurkenlikör. Das Holunderblütengelee und den Gurkenlikör werde ich auf jeden Fall ausprobieren!

Auf jeden Fall spreche ich für dieses Buch eine klare Leseempfehlung aus.

Veröffentlicht am 27.02.2017

Der zweite Fall für Klaudia Wagner - ein solider Regionalkrimi

Spreewaldtod (Ein-Fall-für-Klaudia-Wagner 2)
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Auch wenn man den ersten Teil nicht kennt, kommt man meiner Meinung nach gut in diesen zweiten Fall hinein. Die Autorin vermittelt auf eine gelungene Weise die Geschehnisse aus dem ersten Buch, so hat ...

Auch wenn man den ersten Teil nicht kennt, kommt man meiner Meinung nach gut in diesen zweiten Fall hinein. Die Autorin vermittelt auf eine gelungene Weise die Geschehnisse aus dem ersten Buch, so hat der Leser nicht das Gefühl, dass er was verpasst hat. Ich lese sehr gerne Krimireihen, weil man trotz eines neuen Falles immer wieder auf bekannte und sympathische Charaktere trifft. Genau so geht es mir auch bei dieser Spreewald-Krimi-Reihe.

In diesem Buch geht es um einen rumänischen Gurkenarbeiter, der tot in einem Fließ gefunden wird. War es ein Unfall oder wurde er umgebracht? Auf einem Fest am Abend zuvor war der rumänische Gurkenarbeiter an einem Streit beteiligt. Gibt es dort einen Zusammenhang? Oder hat dieser Tod vielleicht sogar einen rassistischen Hintergrund? Klaudia mit ihrem Team ist fleißig am Ermitteln, doch so richtig kommt sie dem ganzen nicht auf die Spur und dann gibt es eine weitere Tote.

Der Schreibstil der Autorin ist klar und verständlich und es rund herum ein solider Regionalkrimi, der ohne viel "Schnickschnack" auskommt und das gefällt mir sehr gut.

Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Fall von Klaudia Wagner.

Veröffentlicht am 15.02.2017

Ferrante-Fieber

Die Geschichte eines neuen Namens
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Ich habe in den bisherigen Meinungen oft gehört, dass es sehr hilfreich ist, wenn man den ersten Teil dieser Neapolitanischen Saga gelesen hat. Ich habe den ersten Teil nicht gelesen und fand das auch ...

Ich habe in den bisherigen Meinungen oft gehört, dass es sehr hilfreich ist, wenn man den ersten Teil dieser Neapolitanischen Saga gelesen hat. Ich habe den ersten Teil nicht gelesen und fand das auch nicht tragisch. Auf den ersten Seiten werden die Familien quasi vorgestellt und auch durch das Geschriebene der ersten Kapitel habe ich das Gefühl, dass neue Leser "auf Stand" gebracht werden.

Es geht um die Freundinnen Elena und Lila in den 1960-er Jahren. Lila ist gerade frisch verheiratet, doch glücklich ist sie nicht. Elena hingegen macht Abitur und entscheidet sich anschließend für ein Studium. Trotz dieser sehr unterschiedlichen Lebensweisen und der vorhandenen Distanzen verbindet die beiden eine sehr besondere Freundschaft.

Die Autorin überzeugt mit ihrem besonderen Schreibstil. Der Leser fühlt sich regelrecht nach Italien in die 60-er Jahre versetzt.

Veröffentlicht am 26.12.2016

gelungener Auftakt einer Krimi-Reihe

Der Angstmann
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Insgesamt ist dieses ein solider Krimi. Der eigentlich Kriminalfall steht für mich hier auch eher im Hintergrund, ich sehe ihn eher als einen roten Faden. Aber die Identität des Angstmanns ist absolut ...

Insgesamt ist dieses ein solider Krimi. Der eigentlich Kriminalfall steht für mich hier auch eher im Hintergrund, ich sehe ihn eher als einen roten Faden. Aber die Identität des Angstmanns ist absolut gelungen! Das was während des Buches für Verwirrungen und Fragezeichen gesorgt hat, wird zum Schluss absolut schlüssig und verständlich.

Was ich so besonders an diesem Kriminalroman finde, ist die Zeit, in der er spielt: Am Ende des zweiten Weltkrieges und dann in der Dresden, die Stadt, die im Februar 1945 fast komplett während eines Bombenangriffs zerstört wurde. Der Leser kann richtig spüren, dass der Autor von seiner Heimatstadt schreibt.

Ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Teil mit Max Heller und auf ein Wiedersehen in Dresden im Jahr 1947.

Die Covergestaltung ist sehr gelungen. Das Titelbild passt gut zum Buch und das Buch fühlt sich sehr gut an.

Veröffentlicht am 26.12.2016

sehr gelungener Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe

Mooresschwärze: Thriller
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In dieser neuen Krimi-Reihe geht es um die sympathische Rechtsmedizinerin Dr. Julia Schwarz und dem Kriminalkommissar Florian Kessler. Die Autorin beschreibt die Rechtsmedizinerin sehr gut und der Leser ...

In dieser neuen Krimi-Reihe geht es um die sympathische Rechtsmedizinerin Dr. Julia Schwarz und dem Kriminalkommissar Florian Kessler. Die Autorin beschreibt die Rechtsmedizinerin sehr gut und der Leser kann sich gut in sie hineinversetzten und kann auch verstehen, warum sie im Kollegenkreis als Eislady bekannt ist. Als Julia ein Teenager war, ist ihr jüngerer Bruder nach der Schule nicht zu Hause angekommen, er wurde misshandelt und getötet. Der Täter konnte bis heute nicht gefasst werden. Julia gibt sich eine große Mitschuld, denn der Bruder hatte sie gebeten, dass die beiden gemeinsam nach der Schule nach Hause gehen. Julia hatte das abgelehnt, ihr waren an der Stelle andere, im Nachhinein völlig unbedeutende Dinge wichtiger gewesen.

In diesem Fall geht es zunächst um eine Frauenleiche, die in einem Moor entdeckt wird. Während des Transportes zum rechtsmedizinischen Institut verschwindet der Sarg mit der Leiche. Die beiden Männer, die den Sarg transportiert haben, können sich nicht erklären, wie das geschehen konnte.

Insgesamt finde ich den Auftakt dieser Krimi-Reihe sehr gelungen und ich möchte auch auf jeden Fall den nächsten Fall lesen. Allerdings hätte die Geschichte zwischendurch auch gerne fesselnder sein dürfen und besondere "Spitzfindigkeiten" haben mir gefehlt.

Insgesamt ist Mooresschwärze ein solider Krimi!