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Veröffentlicht am 13.03.2020

Abwechslung im Polizeialltag

Notruf 110 (Band 2)
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In diesem Buch berichtet der Polizist Hartmut Friese über seinen beruflichen Alltag bei der Polizeiinspektion Neustadt/Aisch. Die Schilderungen betreffen die 90er Jahre – und weiter zurück liegende Jahre. ...

In diesem Buch berichtet der Polizist Hartmut Friese über seinen beruflichen Alltag bei der Polizeiinspektion Neustadt/Aisch. Die Schilderungen betreffen die 90er Jahre – und weiter zurück liegende Jahre.

Kuriose Geschichten aus dem Polizeialltag finde ich schon immer interessant, insofern habe ich mich gefreut, wieder einmal etwas darüber zu lesen. Wenn einem eine Gegend dann auch noch etwas bekannt ist, ist dies natürlich zusätzlich ganz amüsant – und man die ein oder andere Örtlichkeit eben kennen könnte. (Wenngleich die Geschehnisse über zwanzig Jahre zurückliegen, d.h. auch hier gab es ordentlich Veränderung.)

Der Schreibstil von Hartmut Friese hat mir unheimlich gut gefallen, er schreibt sehr angenehm, gut verständlich, dennoch sehr überlegt in der Wortwahl teilweise. Natürlich fließt auch mit ein, dass er ein waschechter Franke ist, was das ganze aber einfach authentisch macht.

Zwischendurch sind die Geschichten auch immer noch mit Karikaturen vom POK Alfred Berger von der Kriminalinspektion Ingolstadt versehen. Diese lockern das gesamte Buch noch zusätzlich auf.

Von den Geschichten kommt hier verschiedenstes vor, so gibt es den Ehemann, der spät heimkommt und sich beim Nachbarn noch an den Blumen bedient, damit die Ehefrau nicht gar so verärgert ist. Oder auch das Pärchen, welches sich im Foyer einer Bankfiliale sehr unbeobachtet fühlt und so intime Momente miteinander teilt. Abwechslungsreich sind die Geschichten also auf alle Fälle – und dadurch auch sehr angenehm zu lesen.

Für mich war es wieder eine sehr unterhaltsame Lektüre, die mir richtig gut gefallen hat. Es liest sich angenehm, locker, leicht und man muss immer wieder schmunzeln und lachen. Von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 11.03.2020

Eine wunderbare Geschichte, die so viel echtes Leben beinhaltet.

Wir von der anderen Seite
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Rahel wacht im Krankenhaus auf und weiß eigentlich erstmal gar nichts mehr, sie denkt, dass Weihnachten ist, dabei ist längst der Silvestertag. Mit der Zeit versteht sie, dass sie auf der Intensivstation ...

Rahel wacht im Krankenhaus auf und weiß eigentlich erstmal gar nichts mehr, sie denkt, dass Weihnachten ist, dabei ist längst der Silvestertag. Mit der Zeit versteht sie, dass sie auf der Intensivstation liegt, im Koma lag. Ihre Familie kümmert sich um sie und hilft ihr, die als Autorin für Drehbücher für Komödien tätig ist, durchaus mit Humor auf die Beine. Doch das ist nicht unbedingt leicht, denn so wirkt beispielsweise der Medikamentenentzug so, dass Rahel ein winkendes Eichhörnchen sieht...

Von „Wir von der anderen Seite“ hatte ich schon einiges gehört und gelesen, folglich war ich sehr gespannt über das Buch und hab mich sehr gefreut, als es mir dann über den Weg lief. Nun hatte ich bei den fast 400 Seiten etwas Respekt, allzu dicke Bücher sind insofern nicht direkt mein Fall, dass sie mich erst mal einschüchtern. Dieses Buch war aber dann kurz nach dem Lesen gar nicht so - denn es flog nur so dahin.

Der Schreibstil hat mir unheimlich gut gefallen, das Buch liest sich wirklich sehr angenehm, ist unterhaltsam, humorvoll und aber doch auch emotional, denn die Geschichte lässt einen absolut nicht kalt. Es war gut und verständlich zu lesen, längere Sätze haben mich hier nicht gestört bzw. sind mir auch nicht negativ aufgefallen. Fremdwörter oder Fachbegriffe kommen nicht unbedingt großartig vor, natürlich hin und wieder mal welche medizinischer Natur, diese werden aber durchaus auch verständlich erläutert.

Die Geschichte hat mich sehr gepackt, denn sie ist sehr bewegend und unterhaltsam zugleich. Man hat Teil am Leben und am aktuellen Gesundheitsstand von Rahel, bei der ich immer ein wenig grübeln musste, ob es sich dabei nicht doch um Anika Decker selbst handelt. (Was ich später online in einer Hörbuch-Empfehlung des Rundfunks als bestätigt gefunden habe.) Dabei bekommt man wirklich tiefe und ehrliche Einblicke, sieht, wie manches mit Humor genommen wird, wie der Humor gelegentlich schwerfällt, da sich manches am Gesundheitszustand leider nicht so schnell ändern bzw. bessern will. Ich habe beim Lesen wirklich mitgefühlt, aber auch oft gelacht, denn in gewisser Weise ist hier Galgenhumor im Spiel. Auch die Geschichte rund um ein abzugebendes Drehbuch, unangenehme Menschen in diesem Geschäft und die schwierige finanzielle Situation waren ein spannender Einblick.

Für mich war dies eine richtig tolle Lektüre, eine, die unterhaltsam und lustig war, voller Humor, die aber auch sehr berührend und emotional war. Ich hatte das Buch fast an einem Abend durch, was wirklich für ein gut geschriebenes Buch spricht, wie ich finde. Von mir gibt es eine absolute Empfehlung und 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 03.03.2020

Schwarzer Humor mit kuriosen Überlegungen.

In Liebe Dein Karl
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Dieses Buch beinhaltet die unterschiedlichsten Kurzgeschichten von Ingrid Noll, aber auch weitere sehr persönliche Erinnerungen und Notizen von ihr. Von schwarzem Humor bis zu angenehmer Unterhaltung findet ...

Dieses Buch beinhaltet die unterschiedlichsten Kurzgeschichten von Ingrid Noll, aber auch weitere sehr persönliche Erinnerungen und Notizen von ihr. Von schwarzem Humor bis zu angenehmer Unterhaltung findet man hier wirklich viele verschiedene Themen.

Ingrid Noll ist wohl die Autorin, die mich bislang am längsten begleitet. Schon seit dem Teenageralter habe ich immer wieder die verschiedensten Bücher von ihr gelesen und lese diese auch heute alle noch gerne. Umso mehr habe ich mich über dieses neue Buch mit den unterschiedlichsten Geschichten gefreut.

Der Schreibstil von Ingrid Noll gefällt mir sehr gut, denn er ist angenehm zu lesen. Man merkt, dass sie es mag, sich raffiniert auszudrücken, so kommen doch auch hin und wieder mal Begriffe vor, die bei mir alles andere als alltäglich sind. Aber da lerne ich gerne dazu, für mich gehört dies einfach zu ihrer Art und Weise. Ansonsten war für mich alles gut lesbar, gut verständlich.

Die Geschichten beginnen inhaltlich recht heftig, ich bin durchaus einiges gewohnt, aber hier wurde ich dann doch ein wenig überrascht. Nichtsdestotrotz waren auch diese Geschichten sehr unterhaltsam, ebenso wie die weiteren folgenden. Generell sind alle sehr abwechslungsreich und unterschiedlich, die Ideen, die dahinter stecken, fand ich immer wieder spannend und interessant. Durchaus mal ein anderer Ansatz.

Dadurch, dass die Geschichten so verschieden sind, wird es beim Lesen auch absolut nicht langweilig. Ich musste immer wieder schmunzeln und habe mich, auch wenn ich erst kurz irritiert war, auch über die persönlichen Erinnerungen und Notizen von Ingrid Noll sehr gefreut. Ich hatte weiterhin mit Geschichten gerechnet, fand die privaten Einblicke dann aber auch sehr interessant. Soviel hatte ich über die Autorin bisher noch nicht gewusst.

Für mich war es eine absolut gelungene Lektüre, die mir erneut aufgezeigt hat, dass ich Werke von Ingrid Noll unheimlich gerne mag. Es waren tolle, wirklich kuriose, spannende, unterhaltsame wie lustige Geschichten, die mich wirklich toll unterhalten haben. Von mir gibt es dafür 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 26.02.2020

Wenn Renate Bergmann das Krippenspiel inszeniert.

Wir brauchen viel mehr Schafe. Die Online-Omi macht Theater
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Nachdem Renate Bergmann mitbekommt, dass Frau Schlode in diesem Jahr das Krippenspiel übernehmen möchte, ist sie außer sich. Denn nun hat die Schlode doch schon den Männerchor übernommen und das reicht ...

Nachdem Renate Bergmann mitbekommt, dass Frau Schlode in diesem Jahr das Krippenspiel übernehmen möchte, ist sie außer sich. Denn nun hat die Schlode doch schon den Männerchor übernommen und das reicht doch dann auch. Also setzt sich Frau Bergmann dafür ein, dass sie selbst höchstpersönlich das Krippenspiel übernimmt. Und das macht sie mit unheimlich viel Herzblut – und auf ihre ganz eigene Art und Weise.

Ich glaube ja, dass es inzwischen fast niemanden mehr gibt, der Renate Bergmann nicht kennt. Zumindest ist es für mich unverständlich, wie man die liebenswerte Online-Omi nicht kennen und mögen kann. Insofern habe ich mich gefreut, als ich dieses Hörbuch entdeckt habe – und habe es natürlich direkt angehört.

Gesprochen wird dieses Hörbuch von Carmen-Maja Antoni, die ich als Renate Bergmann schon mehrfach gehört habe. Ihre Stimme passt für mich wunderbar zu Renate Bergmann, sie betont wunderbar und von Zeit zu Zeit berlinert sie auch einfach gekonnt. Für mich war das Hörbuch entsprechend gut verständlich und allein von der Stimme her sehr harmonisch und stimmig.

Die Geschichte rund ums Krippenspiel hat mir unheimlich gut gefallen. Natürlich hat Renate Bergmann so ihre ganz eigenen Vorstellungen, die sie dann auch versucht umzusetzen, was immer wieder amüsant, aber auch ein Stück weit bewundernswert ist. Sie ist natürlich auch manchmal eher ein bißchen altmodisch, was gewisse Ansichten anbelangt, aber so ist die Online-Omi eben nun einfach. Für mich hatte dies bei diesem Hörbuch auch wieder seinen ganz eigenen Charme.

Mir hat die Geschichte rund ums von Renate Bergmann inszenierte Krippenspiel unheimlich gut gefallen. Ich wurde sehr gut unterhalten, habe viel geschmunzelt, gelacht, mich natürlich auch mal über Renate Bergmann und ihre altbackenen, eigenen Ansichten gewundert. Die Spieldauer von knapp 2 1/4 Stunden verfing für mich förmlich wie im Flug. Carmen-Maja Antoni hat mir als Sprecherin wieder wunderbar gefallen, für mich war alles gut verständlich und es hat Spaß gemacht ihr zuzuhören. Von mir gibt’s 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 20.02.2020

Positiv denken und die psychologischen Vitamine einsetzen.

Keine Chance den Grübelviren
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Gerade bist du an einer Gruppe Kollegen vorbeigelaufen, als sie alle laut gelacht haben… und klar, denkst du, sie haben über dich gedacht… aber ist das tatsächlich so? Gab es vielleicht eine ganz andere ...

Gerade bist du an einer Gruppe Kollegen vorbeigelaufen, als sie alle laut gelacht haben… und klar, denkst du, sie haben über dich gedacht… aber ist das tatsächlich so? Gab es vielleicht eine ganz andere Sache, über die sie gelacht haben? Mit diesem Buch erläutert Hanne H. Brorson auf wunderbare Art und Weise, welche Grübelviren und so beschäftigen und wie man diese gezielt mit psychologischen Vitaminen bekämpfen kann.

Schon eine Weile hatte ich das Buch „im Kopf“, als ich es nämlich zufällig mal gesehen hatte und somit drauf aufmerksam wurde. Kürzlich ist es dann bei mir eingezogen.

Sicher kennt ihr das, dass man an manchen Tagen mal über wirklich alles grübelt – und mit der Zeit vielleicht auch öfter und sämtliche Dinge und Geschehnisse infrage stellt. Natürlich geht es auch mir so – und in gewisser Weise würde ich das gerne abschalten oder zumindest minimieren. Zweifel sind ja nicht absolut verkehrt, aber immer wieder negative Gedanken tun eben auch nicht gut.

Das Buch kommt in einem handlichen und praktischen Format (18 x 16 cm) daher, so dass es für mich auch für unterwegs praktisch war. (Gerade Fahrten mit der Straßenbahn sind mit einem Buch im Gepäck doch wie im Flug vergangen…) Der Schreibstil des Buches hat mir gut gefallen, es liest sich angenehm und doch interessant und auch unterhaltsam. Auf keinen Fall ist es zu fachlich, sondern wirklich gut verständlich.

Man erfährt in drei verschiedenen Kapiteln etwas über das psychologische Immunsytem, die Grübelviren sowie die psychologischen Vitamine. So erhält man erst einmal eine Einführung mit Erläuterung, bevor man dann die einzelnen Grübelviren (wie beispielsweise der Selbstzweifel-Virus, den Gedankenlese-Virus oder auch den Katastrophen-Virus) kennenlernt. Dies tut man anhand einer angenehm und plausibel erzählten Geschichte, in der die Protagonistin Anna immer wieder mit den verschiedensten Viren konfrontiert wird und meist eben vom Schlechtesten ausgeht. Anschließend geht man Anna’s Geschichte noch einmal an, verwendet dafür aber quasi die psychologischen Vitamine.

Das Buch ist wunderbar mit tollen Illustrationen von Bille Weidenbach versehen, so lernt man die Grübelviren auch in abgebildeter Form kennen und es bietet sich tolle Abwechslung beim Lesen durch die farbige Gestaltung.

Mir hat dieses Buch wahnsinnig gut gefallen. Es ist wirklich toll geschrieben, zeigt einem auf, dass man die Dinge auch mal anders sehen muss – nicht immer aus der negativen Sicht, sondern vielleicht auch mal aus einer neutralen oder gar positiven Sicht. Ich denke, dass dies ein Buch ist, welches man sich öfter zur Hand nehmen sollte, vielleicht gerade dann, wenn es einem mal nicht so gut geht. Auch kann man es gut verschenken – vielleicht gerade an die Menschen, die man oftmals als sehr negativ eingestellt erlebt. (Man sollte aber hoffen, dass sie es dann auch annehmen, offen dafür sind…)

Für mich war es eine zügige, interessante und auch hilfreiche Lektüre. Sie war nicht nur fachlich, sondern auch wirklich lesenswert und unterhaltsam – und eben auch realistisch. Ich kann dieses Buch von daher nur empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen.

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