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Veröffentlicht am 25.03.2020

Ein humorvoller Reihenauftakt

Mina und die Karma-Jäger - Der Klassenkassen-Klau
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Mina hat Geburtstag und da klingelt es auch schon an der Tür. Das werden wohl die Gäste sein. Als Mina die Tür öffnet, steht da allerdings ein ihr völlig unbekannter Junge, der dann auch noch behauptet, ...

Mina hat Geburtstag und da klingelt es auch schon an der Tür. Das werden wohl die Gäste sein. Als Mina die Tür öffnet, steht da allerdings ein ihr völlig unbekannter Junge, der dann auch noch behauptet, er hätte die Geburtstagsparty abgesagt. Das kann er doch nicht ernst meinen, oder?

Die arme Mina will es gar nicht glauben. Wahrscheinlich ist das der Partyscherz ihrer besten Freundin Isabell. Noch seltsamer wird es, als ihre Mutter den Jungen gar nicht sieht. Verwirrung auf ganzer Linie bei der armen Mina.

Der Junge heißt Julius und ist ein Geist. Da er für ein Geisterkind ein zu schlechtes Karma hat, nämlich 007 ( = kurz vor Nacktmull) wie das Himmelhandy weiß, wurde er zu Mina geschickt.

Damit Mina ihm sofort helfen kann, hat er ihre Party abgesagt und da Julius sich auch sonst nicht sehr nett verhält, sinkt der Karmalevel dann auch noch.

Nach einem völlig verrückten Partynachmittag akzeptiert Mina das Unwahrscheinliche und Julius bekommt eine Mission, für die er 35 Karmapunkte bekommen kann: den Klau aus der Klassenkasse der 5a aufklären, den Dieb stellen und sein Problem zur allgemeinen Zufriedenheit lösen.

Während Mina sogleich unsere Sympathie hatte, stößt Julius mit seinem Benehmen an. Er macht eigentlich nur das, was er für Spaß hält. Nur das er der Einzige ist, der Spaß hat. Es ist kein Wunder, dass er ein Karmaproblem hat und er ist auch recht begriffsstutzig und versteht nicht, dass sein egoistisches Benehmen der Grund für das Nacktmull-Karma ist. Gegen Ende des Buchs wird es natürlich besser, denn Julius entwickelt sich. Isabell und Anton sind Minas Freunde. Sie sind sehr verschieden, scheinen aber schwer in Ordnung zu sein.

Wir sind schon sehr gespannt, wie es im nächsten Band weitergeht. Wir hätten es übrigens toll gefunden, wenn man z.B. auf dem Vorsatzpapier eine Karmalevel-Übersicht finden würde, die zeigt, welche Karmalevel es gibt.

Insgesamt hat uns der erste Band von "Mina und die Karmajäger" gut gefallen, auch wenn wir über Julius nur den Kopf schütteln konnten. Aber dadurch kamen auch lustige Situationen zu Stande, die uns lachen ließen. Janet Clark hat einen lockeren und sehr lebendigen Schreibstil, der aufs Beste unterhält. Wir sind gespannt, wie sich Julius' Karma in zweiten Band weiterentwickeln wird.

Veröffentlicht am 20.02.2020

Lustige Geschichte, die auch nachdenklich macht

Hilfe, ich habe meinen Bruder im Internet getauscht!
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Mein Großer fand diesen Titel sofort toll und hat sich direkt erkundigt, ob das auch wirklich geht. Ja, er würde seinen Bruder auch manchmal gern umtauschen, aber im Laufe der Geschichte wurde ...

Mein Großer fand diesen Titel sofort toll und hat sich direkt erkundigt, ob das auch wirklich geht. Ja, er würde seinen Bruder auch manchmal gern umtauschen, aber im Laufe der Geschichte wurde auch er nachdenklich.

Auf die Frage, wie ihm das Buch gefallen habe, antwortete er mit "Gut". (Ich liebe seine wortreichen Bewertungen! Warum viel erzählen, wenn man doch alles in einem Wort ausdrücken kann.) Auf Nachfrage kam dann noch, dass er alle Brüder lustig fand, nur der Erdmännchen-Bruder war doof. Insgesamt hat er die Vorlesezeit genossen und am Ende oft "noch ein Kapitel" gefordert.

Auch ich als Vorleserin habe mich gut unterhalten gefühlt und fand den Erdmännchen-Bruder nicht so interessant, was wohl auch daran lag, dass er nicht sprechen konnte.

Obwohl das Buch ab 9 Jahren ist, hat es eine recht große Schriftgröße und einen großen Zeilenabstand, so dass der junge Leser schnell im Buch vorankommt. Find ich klasse! Die comicartigen Illustrationen passen super zum witzigen Charakter der Geschichte.

Fazit: Eine lustige Geschichte mit völlig verrückten Geschwistern, die aber auch eine tiefere Botschaft hat und über die guten Seiten des eigenen Bruders/der eigenen Schwester nachdenken lässt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.08.2019

Lustig, spannend und verrückt

Samantha Spinner (1). Mit Schirm, Charme und Karacho
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Ich finde die Ausgangssituation, dass Samantha nur einen alten Regenschirm bekommt, so witzig beschrieben. Man möchte natürlich unbedingt wissen, was es mit diesem Schirm auf sich hat. Mit den Auftauchen ...

Ich finde die Ausgangssituation, dass Samantha nur einen alten Regenschirm bekommt, so witzig beschrieben. Man möchte natürlich unbedingt wissen, was es mit diesem Schirm auf sich hat. Mit den Auftauchen der Ninjas wurde es für mich dann allerdings eine Spur zu verrückt und rätselhaft. Noch dazu kommen die versteckten Hinweis zu einzelnen Bauwerken, die ich versucht habe, mit der Geschichte in Einklang zu bringen. Ich verstand auch gar nicht warum das erste vorgestellte Bauwerk mit "Teil 09" beginnt. Der große Sohn, also die Zielgruppe, hingegen hat sich einfach zurückgelehnt und die Geschichte ohne viel Nachdenken genossen. Hätte ich mal besser auch gemacht, denn am Ende gingen mir dann ein paar Lichter auf.

Im Buch selbst sind einige Geheimcodes versteckt, die es zu lösen gilt. Sie haben nur indirekt mit der Geschichte zu tun. Sie sind mehr ein Extra für den Leser. Im Anschluss an die Geschichte werden die versteckten Geheimnisse beschrieben, so dass man einen Ansatzpunkt hat, und danach gibt es auch die Lösungen samt Erklärungen.

Ein lustiges, spannendes und verrücktes Abenteuer mit einer mutigen Heldin! Berühmte Bauwerke und versteckte Geheimcodes machen das Buch zusätzlich interessant.

Veröffentlicht am 06.04.2019

Eine schöne Geschichte über wichtige Werte

Fjelle und Emil - Monstermäßig beste Freunde
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Die Geschichte ist nicht nur spannend, sondern es dreht sich auch viel um Gefühle und Mobbing an der Schule, um Freundschaft und Zusammenhalt. In jeder Schulklasse gibt es ruhige Kinder, ängstliche Kinder ...

Die Geschichte ist nicht nur spannend, sondern es dreht sich auch viel um Gefühle und Mobbing an der Schule, um Freundschaft und Zusammenhalt. In jeder Schulklasse gibt es ruhige Kinder, ängstliche Kinder und auch Kinder, die schneller wütend werden als andere. Hier lernt man, verschiedene Seiten zu betrachten und Verständnis zu entwickeln. So steckt hinter einem bestimmten Verhalten oft mehr als nur die Reaktion und Emotion, die wir wahrnehmen. So übrigens auch beim fiesem Direktor.

Das Cover gefällt uns sehr gut. Wir hätten uns gewünscht, dass auch die Illustrationen im Innenteil farbig wären. Das hätte mit den bunten Monstern und dem grauen Direktor einfach viel besser gepasst.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover "Fjelle und Emil"
  • Cover "Böse Jungs"
  • Bastelspaß
  • Lesespaß
Veröffentlicht am 04.09.2018

Mein Gespenster-Fan ist begeistert

Tiergeister AG - Achtung, gruselig!
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Arik, der kleine Dackel läuft bei Gewitter durch einen Wald und findet den Weg nach Hause nicht. Schließlich fällt er in eine Grube, wo er schließlich von Kaninchen Honig, Katze Tara, Chamäleon ...

Arik, der kleine Dackel läuft bei Gewitter durch einen Wald und findet den Weg nach Hause nicht. Schließlich fällt er in eine Grube, wo er schließlich von Kaninchen Honig, Katze Tara, Chamäleon Plato und Wüstenspringmaus Chili gefunden wird. Die 4 klären Arik über den Grund auf, warum er den Wald nicht verlassen kann: er ist gestorben. Sie nehmen ihn mit zu Haustiergeisterschule Spuk-Ekelburg. Arik ist ziemlich verwirrt. So richtig begreift er noch nicht, was da geschieht und auch die Unterrichtsfächer wie Geistermathe, Schauermusik und Gestaltwandeln sind für ihn sehr fremd und haben das Ziel die Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen.

Was nachts die Geisterschule ist, wird am Tag zur Schule Sankt Ethelburg und Arik liebt Menschenkinder. Es passt ihm so gar nicht, dass er seine geliebten Zweibeiner nun erschrecken soll. Also gründet er mit Tara, Honig, Plato und Chili die Tiergeister AG mit dem Ziel, den Kindern zu helfen. Davon dürfen die Lehrer natürlich nichts mitbekommen.

Das Geisterthema wird hier gekonnt mit den Alltagsthemen Haustier und Schule verknüpft. Während ich die Geschichte gut, aber nicht fesselnd genug fand, war mein Sohn begeistert und will noch mehr von den Tiergeistern hören. Und letztendlich ist es ja die Meinung des Kindes, die hier zählt. Sympathisch sind die Geistertiere und auch die Kinder auf jeden Fall!

Was wir beide toll fanden , waren die vielen Geräusche, die im Text mit größerer Schrift hervorgehoben werden und auch das Vorlesen lebendig machen. An diesen Stellen übernimmt auch gern der Sohn das Vorlesen. Auch die farbigen Illustrationen, die in Büchern der Altersklasse "ab 8" eher selten vorkommen, haben uns sehr erfreut.

Fazit: Eine schöne Geschichte über spukende Geisterhaustiere in einer optisch sehr ansprechenden Umsetzung! Mein Gespenster-Fan war begeistert!