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Veröffentlicht am 29.03.2020

"Das Besondere entdecken"

99 x Harz wie Sie ihn noch nicht kennen
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Aufmachung: "99x Harz - wie Sie ihn noch nicht kennen" vereint viele verschiedene Ausflugsziele. Geordnet sind die Ziele nach der jeweiligen geographischen Lage: Goslar und Umgebung, Wernigerode und Umgebung, ...

Aufmachung: "99x Harz - wie Sie ihn noch nicht kennen" vereint viele verschiedene Ausflugsziele. Geordnet sind die Ziele nach der jeweiligen geographischen Lage: Goslar und Umgebung, Wernigerode und Umgebung, Südharz, in den Bergen, Quedlinburg und Umgebung, Halberstadt und Umgebung, Harzrand. Zu Beginn des Buches findet sich eine Karte des Harzes, in der die 99 Ziele eingetragen sind. Jedem Ziel wird meist eine Doppelseite (Text und Foto) gewidmet. Weiterhin werden zu jedem Ziel wichtige Kontaktinformationen angeführt.

Persönliche Meinung: Die Texte zu den einzelnen Zielen sind informativ und schön geschrieben. Auch die ausgwählten Bilder sind qualitativ hochwertig. Die Ziele sind sehr abwechslungsreich: So zeigt das Buch kleine inhabergeführte Geschäfte, idyllische Ziele in der Natur, markante Bauwerke und außergewöhnliche Übernachtungsmöglichkeiten. Dabei wird jeder Harzurlauber noch Ziele entdecken, die er noch nicht kannte. Mein Buch strotzt gerade nur so von Post its - für den nächsten Urlaub im Harz. Miriam Fuchs und Stefan Sobotta ist es auf jeden Fall gelungen, dem Prädikat der 99x-Serie gerecht zu werden: Sie haben im Harz "das Besondere" gefunden, sodass wir es ebenfalls entdecken können.

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Veröffentlicht am 08.03.2020

Merle ist wieder da!

Serafin. Das Kalte Feuer
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Inhalt: Zwei Jahre sind vergangen, seitdem Merle und Junipa am Ende von „Das Gläserne Wort“ in die Spiegelwelt begeben haben, um Merles Vater zu suchen. Aktuell befinden sich die beiden in einem anderen ...

Inhalt: Zwei Jahre sind vergangen, seitdem Merle und Junipa am Ende von „Das Gläserne Wort“ in die Spiegelwelt begeben haben, um Merles Vater zu suchen. Aktuell befinden sich die beiden in einem anderen Venedig, das gewissermaßen eine Parallelstadt des ursprünglichen Merle-Venedigs ist, in dem keine ägyptischen Usurpatoren existieren. Dort treffen sie auch auf Serafin, ein anderer Serafin als Merles, der von einer fliegenden Katze begleitet wird. Gemeinsam begeben sich Merle, Junipa und Serafin auf die Suche nach Merles Vater, wobei sie auf Inkarnationen alter Freunde und neuer Feinde treffen.

Persönliche Meinung: Wie man es von Kai Meyer gewohnt ist, zieht sein detaillierter und phantasievoller Schreibstil einen sofort in den Bann. Bereits nach wenigen Seiten fühlt man sich in der erzählten Welt heimisch und vergisst die Realität um sich herum. Ebenso detailliert und lebensnah ist die Zeichnung der Charaktere. Schön gemacht waren auch einzelne kleinere „Easter Eggs“, wie das Wiedersehen oder das Benennen einzelner Figuren aus den ersten drei Bänden, die allerdings im anderen Venedig eine ganz andere Rolle haben. Insgesamt strotzt das Werk nur so von originellen und phantasievollen Ideen, wovon mir die „Manifestierten Städte“, die gewissermaßen das Grundgerüst des Romans sind, am besten gefallen haben. Hierauf werde ich allerdings, um Spoiler zu vermeiden, nicht näher eingehen. Die Handlung ist in sich schlüssig und rund, sodass man „Serafin“ auch ohne Kenntnis der Vorgänger lesen kann. Das Lesevergnügen ist allerdings höher, wenn man Merle 1-3 gelesen hat. Alle vier Bände kann ich nur empfehlen (zumal die ersten drei im Zuge der Veröffentlichung von „Serafin“ in einer schönen Hardcover-Ausgabe neu aufgelegt worden sind)!

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Veröffentlicht am 01.03.2020

Die Dedomestikation Bucks

Der Ruf der Wildnis
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Inhalt: Buck, eine Mischung aus Bernhardiner und Schäferhund, lebt ein sorgenfreies Leben bei seinen reichen Besitzern in Kalifornien. Doch ein Hausangestellter entführt und verkauft ihn, da im Zuge des ...

Inhalt: Buck, eine Mischung aus Bernhardiner und Schäferhund, lebt ein sorgenfreies Leben bei seinen reichen Besitzern in Kalifornien. Doch ein Hausangestellter entführt und verkauft ihn, da im Zuge des Klondike-Goldrausches Schlittenhunde gebraucht werden. Hier, im eisigen Alaska, spürt Buck immer stärker den Ruf der Wildnis.

Persönliche Meinung: Der Schreibstil Jack Londons ist vergleichweise realistisch, ja bisweilen wissenschaftlich-nüchtern. Interessant fand ich außerdem, dass der Roman über weite Strecken aus der Perspektive Bucks geschrieben worden ist. Besonders gut gefielen mir die letzten Kapitel, in denen Buck auf John Thornton trifft, da hier Bucks innerer Konflikt zwischen Domestikation und Befolgen des Rufes der Wildnis noch einmal deutlich wird. Insgesamt ist die Ausgabe des dtv-Verlages sehr gelungen. Zusätzlich zum Text finden sich noch ergänzende Anmerkungen, eine Zeittafel zum Autor und ein Nachwort, das den Werdegang des Autors referiert.

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Veröffentlicht am 22.02.2020

Ein einfühlsamer Start einer vielversprechenden Fantasy-Reihe

Endling - Die Suche beginnt
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Inhalt: Nachdem ihre Familie von kaiserlichen Soldaten ermordet worden ist, ist Byx ein Endlig, die letzte ihrer Art. Sie gehört zur Art der Dalkins, hundeähnliche Wesen, die allerdings aufrecht gehen ...

Inhalt: Nachdem ihre Familie von kaiserlichen Soldaten ermordet worden ist, ist Byx ein Endlig, die letzte ihrer Art. Sie gehört zur Art der Dalkins, hundeähnliche Wesen, die allerdings aufrecht gehen und sprechen können und Daumen besitzen. Außerdem gehören die Dalkins zu den sechs höheren Arten des Reiches Nedarra, die Magie erlernen und praktizieren können. Als sich die Gerüchte mehren, dass es weit entfernt auf einer schwimmenden Insel noch weitere Dalkins geben könnte, begibt sich Byx auf eine wahre Odyssee. Begleitet wird sich dabei von Gefährten unterschiedlichster Art, die sie nach und nach trifft.

Persönliche Meinung: Katherine Applegate gelingt mit "Endling. Die SUche beginnt" etwas, was wenige Autor*innen schaffen: Sie entwickelt eine in sich schlüssige Erzählwelt, die losgelöst von unserer Welt ist. In Nedarra existieren eigene Gesetze, eigene Gesellschaftsstrukturen und (in kleinem Rahmen) andere Begriffe und Sprachen. Weiterhin gefiel mir der Schreibstil sehr gut. Er ist teilweise emotional, teilweise melodisch, insgesamt sehr berührend. Auch die Ausgestaltung der Figuren und das Miteinander in der Gruppe ist sehr plastisch dargestellt. Insgesamt ist es ein sehr originelles Buch und man hat nich den Eindruck, Handlungsmuster, Figuren und Welten zu lesen, die man schon x-mal gesehen hat.

Ich bin wirklich begeistert und freue mich schon sehr auf die Folgebände!

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Veröffentlicht am 16.02.2020

Eine Klassenfahrt mit Mystery, Suspense und Sagenhaftem

Silberflut (1). Das Geheimnis von Ray's Rock
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Inhalt: Die 26-köpfige 7c der Humboldt-Gesamtschule macht eine Survival-Klassenfahrt auf der Insel Ray's Rock. Die SchülerInnen werden in Teams aufgeteilt und haben die Aufgabe, einen Schatz zu finden. ...

Inhalt: Die 26-köpfige 7c der Humboldt-Gesamtschule macht eine Survival-Klassenfahrt auf der Insel Ray's Rock. Die SchülerInnen werden in Teams aufgeteilt und haben die Aufgabe, einen Schatz zu finden. Doch die Schatzsuche rückt abrupt in den Hintergrunnd: Am 3. Tag breitet sich plötzlich eine geheimnisvolle silberne Nebelwelle - genannt: die Silberflut - auf der Insel aus. Die Gruppe um die beiden Protagonisten Eddie und Milla sieht sich infolgedessen unkontrollierbaren Gefahren ausgesetzt. Ihre MitschülerInnen, LehrerInnen und die Insel-Ranger sind nach der Flut verschwunden, Unwetter ziehen auf, der elektrische Strom ist ausgefallen und Pflanzen wachsen über Nacht unkontrolliert. Zusammen sucht die Gruppe einen Ausweg von der Insel, doch sie sind nicht so allein, wie es zunächst den Anschein machte. Eine Flucht über die Insel beginnt, wobei das Geheimnis von Ray's Rock schrittweise aufgedeckt wird.

Persönliche Meinung: "Silberflut" ist ein flüssig geschrieben und spannendes Buch. Spannung wird besonders dadurch erzeugt, dass in jedem Kapitel - mal kleinere, mal größere - mysteriöse Dinge passieren (Gegenstände sind weg, Pflanzen wachsen über Nacht massiv). Außerdem endet jedes Kapitel mit einem Cliffhanger. Mir gefiel ebenfalls Gestaltung der Insel, von der auch eine sehr schöne Karte vorne im Buch abgedruckt ist, sehr gut. Die Geschichte wird im Wechsel von Eddie und Milla erzählt, sodass für Jungen und Mädchen Identifikationsangebote existieren. Die jugendliche Gruppe ist meiner Meinung nach auch realitätsnah dargestellt, auch wenn die Nutzung des jugendlichen Sprachgebrauchs teilweise etwas gekünstelt für mich war. Insgesamt kann ich das Buch allen LeserInnen empfehlen, die Mischung aus Abenteuer und Mystery mögen. Ich bin jedenfalls darauf gespannt, wie die Geschichte der verschollenen Sieben im April mit dem zweiten Band weitergeht!

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