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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.12.2016

Sehr empfehlenswert

Die Bucht des grünen Mondes
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Amely, eine junge Fabrikantentochter aus Berlin, wird von ihrem Vater mit dem fast doppelt so alten Verwandten Kilian Wittstock, einem reichen Kautschukbaron in Brasilien, verheiratet. Es ist eine Heirat, ...

Amely, eine junge Fabrikantentochter aus Berlin, wird von ihrem Vater mit dem fast doppelt so alten Verwandten Kilian Wittstock, einem reichen Kautschukbaron in Brasilien, verheiratet. Es ist eine Heirat, die nur einem Zweck dient: Der Vater will seine Fabrik von der Produktion von Fahrrädern auf Autos umstellen und ist deshalb auf den Schwiegersohn angewiesen.

In Brasilien erlebt Amely die Hölle: eine brutale Ehe, versklavte Indianer. Sie beschließt zu fliehen und wird vom Eingeborenen Aymáho entführt. Die Zeit im Dschungel bei den Indianern ist voll von Leidenschaft und Gefühlen.

Mein Fazit:

Diese Buch besticht als erstes durch die gelungene Optik. Das Titelbild ist wunderschön, der Seitendruck (Efeuranke) ist eine peppige Idee, die dem Buch etwas besonderes verleiht.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und verständlich.

Positive Überraschung: Die Liebesgeschichte ist nicht zu hoch dosiert, hält sich mit dem restlichen Inhalt die Waage.

Ein sehr empfehlenswertes Buch.

Veröffentlicht am 27.12.2016

Herzerfrischend

Können diese Augen lügen?
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Savannah, alleinstehend, muß bei der Hochzeit ihres Schwarms aus Jugendzeit und ihrer besten Freundin als Trauzeugin herhalten. Dann betrinkt sie sich sinnlos, schaut im Fernsehen RinTinTin und beschließt: ...

Savannah, alleinstehend, muß bei der Hochzeit ihres Schwarms aus Jugendzeit und ihrer besten Freundin als Trauzeugin herhalten. Dann betrinkt sie sich sinnlos, schaut im Fernsehen RinTinTin und beschließt: ein Schäferhund muß her. Dieser wird im betrunkenen Zustand per Internet bestellt, was sie nicht mehr mitbekommt: Der Händler ist in Slowenien. Folglich kommt der Hund per Flugzeug, hat umgerechnet über 6000 Dollar gekostet und ist für einen Welpen doch sehr groß... Nebenbei versteht er nur slowenisch... Hilfe bekommt Savannah bei dem nun kontaktierten Tierarzt. Nicht nur für die hündischen Probleme, nein, auch für ihr Privatleben...
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, es ist witzig und flüssig geschrieben. Die diversen lustigen Schwierigkeiten (Transportbox zu groß, paßt nicht ins Auto usw) lassen einen dieses Buch verschlingen!

Veröffentlicht am 27.12.2016

Lohnt

DAS GOLD DER INKA (Drake Ramsey)
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Als Drake Ramsey die Nachricht einer Erbschaft erhält, die neben Geld auch ein Notizbuch seines Vaters mit Hinweisen auf die Stadt Paititi beinhaltet, macht er sich mit einer Gruppe von Abenteurern auf ...

Als Drake Ramsey die Nachricht einer Erbschaft erhält, die neben Geld auch ein Notizbuch seines Vaters mit Hinweisen auf die Stadt Paititi beinhaltet, macht er sich mit einer Gruppe von Abenteurern auf in den peruanischen Dschungel. Denn in Paititi soll der legendäre Schatz der Inkas versteckt sein. Doch auch Russen und der CIA sind hinter diesem Schatz her und verfolgen Drake und seine Gruppe durch den Dschungel.

In diesem Abenteurroman wird der Leser langsam in die Handlung geführt. Der Spannungsbogen wird von Beginn an langsam gesteigert, so daß man immer mehr in die Geschichte gezogen wird. Die Handlung ist durchaus nachvollziehbar und hinterläßt nicht den Beigeschmack eines absoluten Superhelden im Stil von Indiana Jones. Denn der Held zeigt hier auch durchaus Gefühle.... Der Schreibstil ist wunderbar fließend und anschaulich. Man fühlt förmlich den Dschungel um sich herum und hört die Wildtiere. Auch die Charaktere sind gut beschrieben, man kann sich in sie hinein versetzen und hat nicht das Gefühl, mit wildfremden Personen auf Abenteuerreise zu gehen.

Ich könnte mir gut vorstellen, daß dies der Auftakt zu einer neuen Serie sein könnte. Es würde sich auf jeden Fall lohnen!


Veröffentlicht am 27.12.2016

Macht nachdenklich

Das Licht zwischen den Meeren
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Tom Sherbourne ist Leuchtturmwärter und lebt mit seiner Frau Isabell auf einer abgelegenen Insel vor der Küste Australiens. Sie sind dort sehr glücklich, bis Isabell in kurzer Zeit drei Fehlgeburten erleidet. ...

Tom Sherbourne ist Leuchtturmwärter und lebt mit seiner Frau Isabell auf einer abgelegenen Insel vor der Küste Australiens. Sie sind dort sehr glücklich, bis Isabell in kurzer Zeit drei Fehlgeburten erleidet. Als dann ein Ruderboot am Strand angeschwemmt wird, in dem ein toter Mann und ein winziges Baby liegen, überredet Isabell ihren Mann, das Baby als ihr eigenes auszugeben. Für Isabell geht der Traum vom eigenen Kind damit in Erfüllung, doch Tom kann seine Zweifel nicht ausschalten. Nach zwei Jahren besuchen sie Isabells Eltern am Festland. Dort hören sie mit Entsetzen, daß ihr Kind noch eine Mutter hat, die an der Ungewissheit über das Schicksal ihres Mannes und ihres Kindes hast den Verstand verliert. Sie müssen Entscheidungen treffen, die nicht jeden glücklich machen können.

Die Geschichte ist wunderschön geschrieben. Sie beschreibt eindringlich, was Menschen aus Liebe tun können. Ob dann immer das Richtige dabei herauskommt, stellt man oft erst sehr viel später fest. Die Geschichte beweist, daß es nicht immer nur ganz klar Gut und Böse gibt. Irgendwo dazwischen ist auch noch viel Platz. jeder meint hier, sein Recht auf etwas Glück durchsetzen zu können, wobei immer einer den Kürzeren ziehen wird. Es ist traurig zu lesen, wie die Betroffenen sich quälen müssen. Der Leser weiß nicht, mit wem er leiden soll und wen er verdammen soll. Schließlich hat eigentlich niemand etwas Böses getan. Zum Schluß kann sich der Leser fragen, wie er wohl gehandelt hätte.

Veröffentlicht am 27.12.2016

Eine wirklich tolle Serie

Verrat im Zunfthaus
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Im nun 3. Band um die Apothekerin Adelina wird es wieder spannend. Adelina, mittlerweile mit einem Arzt verheiratet und einen eigenen Haushalt führend, findet beim Abholen ihres Siegels im Zunfthaus eine ...


Im nun 3. Band um die Apothekerin Adelina wird es wieder spannend. Adelina, mittlerweile mit einem Arzt verheiratet und einen eigenen Haushalt führend, findet beim Abholen ihres Siegels im Zunfthaus eine Leiche. Eine Frau wurde auf brutalste Weise verstümmelt. Als wenig später auch ihr bis dahin verschwundener Verlobter ermordet aufgefunden wird, deutet alles auf eine Tat aus Eifersucht hin. Doch Adelina kann es wieder nicht lassen und stößt bei ihren Recherchen auf Schmuggel von Edelsteinen und Bestechung bei den Patriziern. Und auch ein Mönch, der allzu neugierig ist, spielt eine nicht unbedeutende Rolle...

Auch diese Fortsetzung der Adelina-Serie ist wieder ein absolutes Highlight. Petra Schier hat einen so unheimlich schönen Schreibstil, daß man einfach nur durch das Buch fliegt. Man mag es gar nicht mehr aus der Hand nehmen. Sie hat eine ganz tolle Art, dem Leser die verschiedenen Charaktere nahe zu bringen. Der Leser, der Adelina und ihre Freunde noch nicht kennt, wird auch mit Einstieg in die Serie in diesem Band gut Zurecht kommen. Alle anderen treffen hier auf gute alte Bekannte. über die man sich immer wieder freut. Der Spannungsbogen ist hier, wie von Petra Schier gewohnt, ganz hoch angesiedelt und hält sich konstant bis zum Ende. Besonders schön beschreibt Petra Schier das Leben zur damaligen Zeit. Man kann es sich richtig gut vorstellen, wie Köln damals ausgesehen hat und wie die Menschen gelebt haben, welche Sorgen und Nöte sie hatten. Hier merkt man sehr deutliche, daß die Autorin gut recherchiert und mit Herzblut dabei ist!