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Veröffentlicht am 26.02.2020

Jeder hat sein eigenes Kreuz zu tragen …

Rote Kreuze
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*Eine berührende und auch beklemmende Geschichte. Es geht um Verlust, Trauer und das Leben*

Minsk / Weißrussland, 2001. Der alleinerziehende Vater Alexander bezieht seine neue Wohnung und schon am ersten ...

*Eine berührende und auch beklemmende Geschichte. Es geht um Verlust, Trauer und das Leben*

Minsk / Weißrussland, 2001. Der alleinerziehende Vater Alexander bezieht seine neue Wohnung und schon am ersten Abend lernt er die 90.jährige Nachbarin Tatjana kennen. Erst mit Widerwillen dann mit steigender Neugier, lässt er sich ihre Lebensgeschichte erzählen. Tatjana ist an Alzheimer erkrankt. Sie glaubt, Gott hat ihr Alzheimer geschickt, damit sie ihm später keine unbequemen Fragen mehr stellen kann.

Es geht vor allem um die Zeit des 2. Weltkriegs und den Umgang der russischen Regierung mit ihren Soldaten und deren Angehörigen. Der Autor zitiert zahlreiche historische Dokumente, die einen beim Lesen nur noch sprachlos machen. Russische Soldaten die verletzt oder in Gefangenschaft geraten sind, waren nichts mehr wert und galten oft als Volksverräter. Ihre Angehörigen mussten teilweise unter extremen Repressionen leiden.

Alexander hat selber einen großen Verlust zu verkraften und hat eigentlich keinen Nerv für die resolute Dame von nebenan, aber irgendwie tun sich die beiden gut und alte seelische Wunden beginnen zu heilen.

Der Autor erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und macht auch größere Zeitsprünge. Die Zeitsprünge ergeben sich aus den Erzählungen und Erinnerungen der alten Dame.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Es ist historisch interessant, tiefgründig und an einigen Stellen auch humorvoll.

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Veröffentlicht am 23.02.2020

Spannender Kriminalfall und eine historisch interessante Rahmenhandlung

Völkerschau
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*Leipzig, 1898 – schöner historischer Krimi mit vielen Impressionen der damaligen Zeit ++ gerne mehr von diesem Autor*

Gregor Müller hat mich mit seinem ersten historischen Krimi schon als Fan gewonnen. ...

*Leipzig, 1898 – schöner historischer Krimi mit vielen Impressionen der damaligen Zeit ++ gerne mehr von diesem Autor*

Gregor Müller hat mich mit seinem ersten historischen Krimi schon als Fan gewonnen. Er hat es in diesem Buch geschafft, neben der gut durchdachten Krimihandlung, viele historische Details einfließen zu lassen. Die Ermordung der Kaiserin Sisi, die beginnende Frauenbewegung und die titelgebende Völkerschau, bei der Menschen anderer Kulturen, wie Tiere im Zoo ausgestellt wurden, werden thematisiert.

Der Commissar Joseph Kreiser, ermittelt hier in seinem ersten Mordfall. Er bekommt Unterstützung vom erfahrenen Staatsanwalt Möbius und abends erzählt er in einer Rückblende seiner Vermieterin die Ereignisse des Tages. Die Vermieterin ist eine pensionierte Lehrerin, die in Folge einer Krankheit erblindet ist. Es ergeben sich daraus zwei Handlungsstränge. Einmal der Alltag der Lehrerin Hannah und dann der Kriminalfall, von dem der Commissar berichtet. Das ist mal was anderes und hat mir sehr gut gefallen. Hannah hat einen scharfen Verstand und ist dem Commissar eine wertvolle Hilfe.

Neben den historischen Details hat der Autor sehr viel Wert auf eine authentische Sprache gelegt. Man fühlt sich beim Lesen wirklich in diese Zeit zurückversetzt. Manche Begriffe musste ich sogar nachschlagen.

Die 250 Seiten haben sich gut gelesen und ich freue mich schon auf eine neue Geschichte aus Leipzig.

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Veröffentlicht am 15.02.2020

Gewohnt gute Unterhaltung und ein kniffliger Fall für die Miesbacher Kripo - - Der Tote ist nicht der, der er sein soll

Schwarzwasser
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*Im 7. Fall ziehen Wallner und Kreuthner wieder alle Register*

Diesmal startet die Geschichte mit einem Schreckmoment für den Klemens Wallner. Sein Opa Manfred ist nicht zuhause und keiner weiß wo er ...

*Im 7. Fall ziehen Wallner und Kreuthner wieder alle Register*

Diesmal startet die Geschichte mit einem Schreckmoment für den Klemens Wallner. Sein Opa Manfred ist nicht zuhause und keiner weiß wo er steckt. Als sein Kollege einen Mordfall meldet und das Opfer ein älterer Herr sein soll, ist seine Sorge groß. Opa Manfred ist zwar am Tatort, aber glücklicherweise nicht als Leiche.
Das Mordopfer stellt die Ermittler vor große Herausforderungen, weil sich schnell herausstellt, dass es diesen Klaus Wartberg eigentlich nicht gibt. Aber wer ist es und welches Motiv für seinen Tod könnte es geben?
Wie man es schon von den Vorgängerbänden kennt, arbeitet der Autor wieder mit 2 Zeitebenen. Einmal 1996 in Berlin und dann 2016 in Miesbach.
Neben den Mordermittlungen gibt es wieder einige skurrile Geschichten rund um die Kumpels vom Kreuthner Leo.
Besonders gut hat mir gefallen, dass nach langer Zeit der verschollene Vater vom Klemens Wallner auftaucht.
Michael Schwarzmaier hat die Geschichte wieder bestens vorgetragen.

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Veröffentlicht am 13.02.2020

In diesem 2. Teil lernen wir Niels Oxen besser kennen

Oxen. Der dunkle Mann
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*Gelungener 2. Teil – Hörbuch ist super gesprochen, aber aufgrund der Komplexität der Handlung, wäre für mich das Print besser gewesen*

>>Es ist sinnvoll diese Reihe chronologisch zu lesen/anzuhören, ...

*Gelungener 2. Teil – Hörbuch ist super gesprochen, aber aufgrund der Komplexität der Handlung, wäre für mich das Print besser gewesen*

>>Es ist sinnvoll diese Reihe chronologisch zu lesen/anzuhören, da die Handlung sonst nur schwer verständlich ist.

Niels Oxen ist wieder untergetaucht. Obwohl sie eigentlich eine Vertrauensbasis hatten, weiß nicht mal die Agentin Margarethe Franck wo er ist. Die Mitglieder des „Danehof“ erkennen, dass der ehemalige Elite-Soldat Oxen eine ernstzunehmende Gefahr für ihre Organisation darstellt. Er muss beseitigt werden, damit sie weiterhin im Hintergrund die „Geschicke des Landes“ lenken können. Das Netz dieser Organisation ist so weitläufig, dass man nie weiß wer damit verstrickt ist und wem man überhaupt noch trauen kann.

Am interessantesten in diesem Band, fand ich die ganzen Hintergründe von Niels Oxen. Es gibt einige Rückblenden in seine Vergangenheit und in seine Einsätze. Das war sehr hilfreich um das Handeln dieses Mannes nachvollziehen zu können.
Mir hat das Hörbuch, das wieder hervorragend von Dietmar Wunder interpretiert wurde, grundsätzlich gut gefallen. Für mich wäre aber das gedruckte Buch wahrscheinlich besser gewesen. Es passiert sehr viel und es sind einige Personen beteiligt, die ich teils nur schwer unterscheiden konnte.

Von mir gibt’s trotzdem wieder die vollen 5 Punkte, weil ich die Geschichte einfach gut finde.

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Veröffentlicht am 11.02.2020

Fesselnder Thriller über das organisierte Verbrechen

Feuerland
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*Ein gut durchdachter und spannender Thriller - - Ich bin begeistert*

Pascal Engman ist mir letztes Jahr schon aufgefallen mit seinem Thriller-Debüt „Der Patriot“.
„Feuerland“ ist der Auftakt einer neuer ...

*Ein gut durchdachter und spannender Thriller - - Ich bin begeistert*

Pascal Engman ist mir letztes Jahr schon aufgefallen mit seinem Thriller-Debüt „Der Patriot“.
„Feuerland“ ist der Auftakt einer neuer Thriller-Reihe,rund um die Kommissarin Vanessa Frank. Ich habe mit sehr hohen Erwartungen zu lesen begonnen und wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil, ich bin schon jetzt ein Fan der Reihe und freue mich schon auf die Fortsetzung.
Der Autor schreibt sehr detailliert und emotional, trotzdem verliert er sich nicht in Kleinigkeiten. Er breitet die Geschichte erst in mehreren Handlungssträngen aus und führt sie dann, nach gut der Hälfte, immer mehr zusammen bis zu einem Showdown in Chile. Es gibt einige trickreiche Wendungen und Überraschungen mit denen ich nicht gerechnet hätte.
Zur Handlung möchte ich gar nichts sagen, weil das wichtigste schon auf dem Klappendeckel steht und jedes Zuviel an Information würde der Spannung und dem Lesespaß schaden.
An manchen Stellen benutzt der Autor eine derb-vulgäre Sprache, die perfekt zur jeweiligen Situation bzw. Person passt. Ich kann mir vorstellen, dass das nicht jedermanns/-frau Geschmack ist.
Die beiden Hauptprotagonisten Vanessa Frank, Kommissarin, und Nicolas Paredes, unehrenhaft entlassener Elitesoldat, fand ich gut gezeichnet und durchaus sympathisch. Hoffentlich treffen wir Beide im nächsten Band wieder.

Von mir eine absolute Leseempfehlung

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