Eine tolle Geschichte, die nach und nach Fahrt aufnahm
KuckucksnestInhalt
Sonja und Senta sind Zwillinge und probieren schon länger schwanger zu werden. Doch als sie dann erfahren, dass sie unfruchtbar sind, bricht eine Welt für sie zusammen. Sie entscheiden sich mit ...
Inhalt
Sonja und Senta sind Zwillinge und probieren schon länger schwanger zu werden. Doch als sie dann erfahren, dass sie unfruchtbar sind, bricht eine Welt für sie zusammen. Sie entscheiden sich mit ihren Männern für eine Adoption. Dabei haben sie viele Hürden zu bewältigen und erleben, was die Kinder, die sie adoptieren, schon durchmachen mussten.
Meine Meinung
Ich scheue mich normalerweise immer Geschichten zu lesen, die auf einer wahren Begebenheit beruhen, weil ich Angst haben, dass sie mir ein bisschen zu trocken sind oder sich ziehen. Doch dieses Buch hat mich eines besseren belehrt.
Die Handlung beginnt, als Senta und Sonja erfahren, dass sie keine Kinder bekommen können. Anschließend entscheiden sie sich, ein Kind zu adoptieren. Es war spannend zu sehen, welchen Herausforderungen sie sich gegenüber sehen und, wie eine Adoption abläuft, welche Wege sie gehen müssen usw. Das hat mir gut gefallen. Ich muss aber sagen, dass es sich anfangs etwas gezogen hat und tatsächlich etwas trocken wirkte. Aber ab dem Punkt, wo sie tatsächlich die ersten Kinder adoptiert haben und das Familienleben beginnt, wurde das Buch nochmal fesselnder. Sie müssen sich ganz neuen Herausforderungen stellen, die vor allem mit der Vergangheit der Kinder zu tun. Damit hätte ich so tatsächlich nicht gerechnet und fand es einfach sehr fesselnd, die Geschichte von Sonja und Senta zu lesen. Die beiden sind zwei unfassbar starke Frauen, die sich für nichts zu schade und richtige Kämpferinnen sind. An so mancher Stelle hätte ich gedacht, dass sie das Handtuch werfen und war umso begeisterter, dass sie weiter gekämpft haben. Sie haben meinen vollsten Respekt und ich bin einfach nur beeindruckt. Ich habe regelrecht mit den beiden mitgefiebert und konnte auch so einiges aus der Geschichte mitnehmen.
Der Schreibstil hat mir grundsätzlich gut gefallen. Ich fand es gut, dass die Kapitel abwechselnd aus Sentas und Sonjas Perspektive geschrieben waren, sodass man gleichermaßen von Sonja und Senta wusste, was sie gerade erleben. Dadurch hatte man ein tolles Gesamtpaket.
Was mir nicht so gut gefallen hatte, war, dass wenn die Beiden jemandem begegneten, der einen Dialekt hatte, dass dieser Dialekt auch so ausgeschrieben war, wie er gesprochen wird. Das hat bei mir das flüssige Lesen ein bisschen gestört, weil ich darüber immer gestolpert bin. Ich habe mir leider ein bisschen schwer damit getan.
Insgesamt ein wirklich eingängige und faszinierende Geschichte, mit zwei tollen Frauen, die aber etwas gebraucht hatte, um Fahrt aufzunehmen.