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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.08.2017

Kommt leider nicht an Broken Dolls ran...

Watch Me – Ich werde es wieder tun
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Nachdem mich der erste Band um den Profiler Jefferson Winter begeistert hat, wollte ich natürlich umbedingt den Nachfolgeband lesen. Auch dieses Mal empfand ich das Cover als absoluten Eyecatcher, der ...

Nachdem mich der erste Band um den Profiler Jefferson Winter begeistert hat, wollte ich natürlich umbedingt den Nachfolgeband lesen. Auch dieses Mal empfand ich das Cover als absoluten Eyecatcher, der mich auch in jeder Buchhhandlung total angesprochen hätte.

Doch um was geht es in "Watch me"? In einer Kleinstadt in Louisiana wird ein Anwalt bei lebendigem Leib verbrannt. Und wäre das nicht schon genug, wird diese Gräueltat gefilmt und ins Netz gestellt. Beinhaltet ist auch ein Countdown, der anzeigt, dass es weitere Opfer geben wird. Jefferson Winter, ein Profiler ganz besonderer Natur, wird mit dem Fall beauftragt und taucht ein in einen Fall, der ihn vollkommen fordert.

Mein Eindruck:
Wie im ersten Band erlebt man die Geschichte in der Ich-Erzählung aus der Sicht von Jefferson Winter. Das machte es für mich manchmal etwas schwierig, da ich keine richtige Empathie mit ihm aufbauen konnte. Er wirkt oft gefühllos... etwas "unmenschlich". Ich denke, das ist auch der Grund, warum mich dieser Thriller nicht wirklich packen konnte. Auch waren einige Dinge für mich absolut nicht nachvollziehbar, z. B. warum er Hannah mit ins Team holte, die er weder kannte, noch gab es irgendeinen anderen Grund. Ab und an hatte er auch "Geistesblitze", die ich absolut nicht nachvollziehen konnte und ich mich fragen musste: Wie um alles auf der Welt kommt er denn plötzlich auf das?! Einzig seine Zusammenarbeit mit Taylor fand ich sehr erfrischend und hat mich einige Male zum Schmunzeln gebracht. Die Story an sich fand ich jetzt auch nicht wirklich fesselnd, die Spannung hielt sich in Grenzen. Zudem hatte ich auch schon sehr früh einen Verdacht, wer dahinter stecken könnte und das hat sich auch leider bewahrheitet.

Fazit:
Alles in allem ein solider Thriller, aber man sollte keinen Pageturner erwarten. Kann man lesen, muss man aber nicht. Ich bin mir im Moment auch sehr unsicher, ob ich die Reihe um Jefferson Winter weiterverfolgen werde. Im Moment tendiere ich eher zu nein.

Veröffentlicht am 29.12.2016

Hätte viel mehr Potenzial gehabt!

Stiefkind
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„Stiefkind“ ist mein erster Thriller aus der Feder von S. K. Tremayne, ein Autor, der in Devon geboren wurde und heute mit seinen beiden Töchtern in London lebt.
In diesem Werk geht es um Rachel, die ...

„Stiefkind“ ist mein erster Thriller aus der Feder von S. K. Tremayne, ein Autor, der in Devon geboren wurde und heute mit seinen beiden Töchtern in London lebt.
In diesem Werk geht es um Rachel, die in einer Galerie David kennenlernt und sich enorm schnell in ihn verliebt. Für ihn gibt sie ihr Leben in London auf und schon wenige Monate nach ihrem Kennenlernen heiraten sie. Rachel könnte kaum glücklicher sein und da gibt es ja auch noch Jamie, Davids Sohn, den sie ebenso sofort ins Herz geschlossen hat. Er entstammte Davids erster Ehe, die vor zwei Jahren damit endete, dass seine erste Frau in einer Mine umkam. Rachel zieht überglücklich in Davids Herrenhaus nach Cornwall, doch leider währt dieses Glück nicht besonders lange. In dem riesigen Haus fühlt sich Rachel oftmals einsam und auch Jamie benimmt sich ihr gegenüber immer merkwürdiger. Und da lässt Jamie einen Satz fallen, der Rachels Blut in den Adern gefrieren lässt: „ An Weihnachten wirst du sterben ... und meine Mummy kommt zurück."
Im Grunde liebe ich derartige Bücher, doch ich muss gestehen, dass ich für dieses Buch ein paar Wochen gebraucht habe. Was leider schon meine „Begeisterung“ für das Werk verrät Den Grundgedanken fand ich super und ich MUSSTE dieses Buch einfach lesen, aber schnell stellte sich ein bißchen Frust ein. Wir erleben die Geschichte aus zwei Perspektiven, zum einen als Ich-Erzählung von Rachel, zum anderen verfolgen wir David in der dritten Person. Wirklich sympathisch war mir kein Charakter, was dazu führte, dass ich mich manchmal richtig aufraffen musste, weiter zu lesen. Normalerweise fiebere ich immer mit Protagonisten mit, aber nachdem ich hier keinen mochte, fiel es mir teilweise echt schwer, in der Handlung zu bleiben. Vieles wirkt sehr konstruiert, echte Spannung kam nur in wenigen Kapiteln vor und auch der Schluß hat mich ganz und gar nicht überzeugt. Zwischendrin gab es meiner Meinung nach auch viele Längen, die nicht hätten sein müssen Es gab einfach viel zu viel, das ich einfach nicht nachvollziehen und schon gar nicht nachempfinden konnte. Schade, dieses Buch hätte viel mehr Potenzial gehabt! Und wahrscheinlich wird „Stiefkind“ mein einziger Thriller aus der Feder von S. K. Tremayne bleiben.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Leider weit hinter den Erwartungen...

Morgen kommt ein neuer Himmel
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Nachdem ich von "P. S. Ich liebe dich" so begeistert war, musste ich natürlich auch "Morgen kommt ein neuer Himmel" lesen, denn der Klappentext erinnert doch stark an die Geschichte von Cecelia Ahern. ...

Nachdem ich von "P. S. Ich liebe dich" so begeistert war, musste ich natürlich auch "Morgen kommt ein neuer Himmel" lesen, denn der Klappentext erinnert doch stark an die Geschichte von Cecelia Ahern. Deshalb konnte ich es kaum erwarten, dieses Buch zu lesen. Die Autorin Lori Nelson Spielman gehört zu den erfolgreichsten Autorinnen weltweit. "Morgen kommt ein neuer Himmel" ist ihr erster Roman, der in mehr als 30 Ländern erschienen ist.

In diesem Buch geht es um Brett, 34 Jahre jung, verliert ihre Mutter und ist am Boden zerstört. Die beiden hatten ein enges Verhältnis und der Tod trifft Brett hart. Als das Testament eröffnet wird, kann Brett allerdings kaum glauben, was sie da hört. Denn ihre Mutter hat das Erbe an Bedingungen geknüpft. Sie muss Aufgaben erfüllen und sobald sie eine bestanden hat, erhält sie einen neuen Brief ihrer Mutter. Aber diese Aufgaben hat ihre Mutter sich nicht nur einfach ausgedacht... nein. Brett hat vor 20 Jahren selbst eine Liste mit Lebenszielen erstellt, diese aber in den Müll geworfen. Sie hat nicht geahnt, dass ihre Mutter genau diese Liste all die Jahre aufgehoben hat und nun von ihr möchte, dass sie all ihren Mut und ihre Stärke zusammen kratzt, um die Liste "abzuarbeiten".

Die Geschichte ist in der Ich-Form erzählt, so dass es dem Leser ermöglicht wird, alles aus der Sicht von Brett zu sehen. Ich weiß nicht, vielleicht wurde ich von "P. S. Ich liebe dich" so beeinflußt, dass dieses Buch von Anfang an nicht so große Chancen hatte und zum Teil wirkt es für mich einfach so, als hätte die Autorin die Hauptidee kopiert und etwas umgeschrieben. Jedenfalls fand ich die "Aufgaben" größtenteils überzogen und die "Ausführung" einfach zu glatt, alles geht zu einfach und zu schnell. Um ehrlich zu sein, hat mich die Geschichte irgendwann sogar genervt. Vieles war vorhersehbar und auch einfach unglaubwürdig. Zu der Hauptprotagonistin konnte ich leider auch nicht wirklich eine Beziehung aufbauen. Und das Ende konnte es leider auch überhaupt nicht rausreißen. Dabei hatte man nämlich eher das Gefühl, die Autorin wollte es "schnell zu Ende" bringen.

Sehr schade, ich hatte mir viel mehr von diesem Werk erwartet. Und auch der Schreibstil der Autorin hat mich nicht überzeugt. Im Gegenteil, ich musste mich selbst zum Teil überreden, überhaupt weiterzulesen. Ich hatte ständig gehofft, dass mich das Buch doch noch packen wird, aber das wurde leider nichts. Deshalb gibt's von mir leider nur zwei Sterne und das wird das einzige Buch bleiben, das ich von dieser Autorin gelesen habe.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Thriller ohne Thrill

Night Falls. Du kannst dich nicht verstecken
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Zum Inhalt:
Sandy hat eigentlich alles was sie jemals wollte... einen lieben Mann, eine gesunde Tochter und einen guten Job. Mit ihrer Familie lebt sie in der Abgeschiedenheit und genießt die Anonymität. ...

Zum Inhalt:
Sandy hat eigentlich alles was sie jemals wollte... einen lieben Mann, eine gesunde Tochter und einen guten Job. Mit ihrer Familie lebt sie in der Abgeschiedenheit und genießt die Anonymität. Doch plötzlich wird ihr genau dies zum Verhängnis... denn zwei Männer dringen in ihr Haus ein und nehmen die Familie in ihre Gewalt... und mit einem der Männer verbindet Sandy eine gemeinsame Vergangenheit... doch was genau ist damals passiert?

Das Cover:
Auf dem Cover sieht man ein verfallenes Haus, die Farben sind dunkel gehalten und es verströmt etwas düsteres... als ich es zum ersten Mal gesehen habe, hat es mich magisch angezogen und nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, MUSSTE ich es unbedingt lesen!

Die Autorin:
Jenny Milchman hat schon mehrere Bücher geschrieben und lebt mit ihrer Familie im Staat New York. Desweiteren vermittelt sie anderen Autoren die Kunst des Schreibens.

Die Charaktere:
Hauptprogatonistin ist Sandy, eine Therapeutin, die mit ihrem Mann und ihrer Tochter in der Abgeschiedenheit Kanadas lebt. Mit ihr konnte ich mich nicht wirklich anfreunden... zu untypisch war ihr Verhalten in Extremsituationen, zu irreal ihre Handlungsweisen und ihre Gedankengänge machten sie mir nicht sympathischer. Im Verlauf des Buches wird klar, warum sie sich diese Handlungsweisen angeeignet hat, dennoch wurde ich mit ihr nicht warm. Dann gibt es Ben, Sandys Mann. Von ihm bekommt man nur Eindrücke mit, seine Rolle spielt nicht im Vordergrund. Dies tut aber Ivys Figur, Sandys Tochter und ein typischer Teenager. Sie wuchs mir am Meisten ans Herz, auch wenn ich viele Aktionen von ihr nicht nachvollziehen konnte. Das könnte aber auch daran liegen, dass ich schon lange keine 15 mehr bin Ja, dann gibt's natürlich Nick, der die Familie mit Harlans Hilfe in seine Gewalt bringt. Er ist psychisch krank, absoluter Narzisst und giert nach Macht über andere Menschen. Dies kann er bei seinem Kumpanen Harlan voll auskosten, denn Harlan ist ihm absolut hörig. Harlan hat während der Geschichte ein wenig mein Mitleid geweckt, denn im Grunde war er kein schlechter Mensch. Nur leider ist er immer an Menschen geraten, die ihn benutzt und mies behandelt haben. Ja, und nicht zu vergessen Mac, der Familienhund, in dessen Gedankenwelt man während des Buchs auch eintaucht.

Mein Eindruck zum Buch:
Anfangs war ich begeistert! Ich mochte den Schreibstil, fand die Art, wie Jenny Milchman Einzelheiten beschreibt, einfach nur klasse! Meine Begeisterung hat sich aber während des Lesens immer mehr gelegt. So vieles war vorhersehbar und ich verbrachte einige Seiten einfach nur mit Warten, bis man es endlich schwarz auf weiß hatte. Desweiteren waren viele Situationen unstimmig und nicht gerade logisch, andere Erklärungen wurden dafür komplett weggelassen. Ich habe immer gehofft, dass alles noch rausgerissen wird und endlich Spannung auftaucht, aber darauf habe ich leider vergeblich gewartet. Zum Schluß musste ich mich richtig zwingen weiterzulesen und auch das Ende hat mich absolut nicht überrascht. "Thriller" ist meiner Meinung nach definitiv das falsche Wort. Ich würde es aber auch nicht "Spannungsroman" oder "Krimi" nennen. Vielleicht wäre "Drama" passender.

Mein Fazit:
Ich war leider sehr enttäuscht von diesem Buch und kann es auch nicht guten Gewissens weiterempfehlen, schon gar nicht an richtige Thriller-Fans. Sehr sehr schade, denn ich finde, die Grundidee war einfach grandios! Ich habe lange überlegt, ob ich zwei oder drei Sterne für dieses Werk vergebe, aber wenn ich wirklich in den Vergleich mit auch unbekannteren Autoren gehe, kann ich leider nur zwei Sterne vertreten.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Grundidee grandios, Umsetzung leider nicht gelungen

An einem Tag im Mai
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Dieser Roman spielt in Amerika und wir befinden uns gerade am Anfang der Dreißigerjahre. Iris McIntosh, eine junge Lehrerin, verliert in der Wirtschaftskrise plötzlich ihren Job und ihr Zuhause und muss ...

Dieser Roman spielt in Amerika und wir befinden uns gerade am Anfang der Dreißigerjahre. Iris McIntosh, eine junge Lehrerin, verliert in der Wirtschaftskrise plötzlich ihren Job und ihr Zuhause und muss zusehen, wie sie ohne Geld und ohne Dach über den Kopf über die Runden kommt. Da begegnet sie auf einer Tankstelle Eleanor Roosevelt, der First Lady und sie kann es kaum fassen, als genau diese ihr einen Job im Weißen Haus anbietet. So kommt es, dass Iris als Bürohilfe in die Kreise des Weißen Hauses aufgenommen wird und sich immer weiter hocharbeitet, bis sie eines Tages direkt für den Präsidenten arbeitet. Und auch in ihrem Gefühlsleben kommt keine Langeweile auf, denn im Weißen Haus trifft sie auf Monty Chapel, der sie mit seiner Selbstsicherheit und seinem charismatischen Auftreten sofort in seinen Bann zieht. Aber da gibt's auch noch Sam Jacobson, den Journalisten, der ebenso im Weißen Haus ein willkommener Gast ist und zu dem sich Iris ebenso hingezogen fühlt...

Mein Eindruck zu dem Buch:
Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut und am Anfang versprach es sehr unterhaltsam zu werden. Leider konnte es aber im Verlauf das Versprechen nicht halten. Die Charaktere wurden meiner Meinung nach super dargestellt, anfangs mochte ich sowohl Iris, als auch Monty und Sam sehr und ich war gespannt, wie sich die Dinge entwickeln. Und auch der Schreibstil von Jenny Bond gefiel mir. Jedoch war sehr schnell das hin und her von Iris ziemlich nervig und ich konnte manchmal kaum glauben, wie rücksichtslos Iris im Handeln und Denken war. Ich hab' mich öfter gefragt: "und das soll die junge Frau sein, die Anfangs um ihr Überleben während der Wirtschaftskrise kämpfte?". Irgendwie konnte ich das schon nach dem ersten Viertel des Buches nicht mehr vereinen und ich habe es einige Tage weggelegt mit der Hoffnung, dass mich das Buch später dann doch noch fesselt. Aber leider war dem nicht so. Iris flog alles zu, man hatte jedoch nicht wirklich das Gefühl, dass sie das auch zu schätzen wusste. Und ich konnte absolut nicht verstehen, was Monty und Sam an Iris fanden. Im Grunde hat sie sich immer denjenigen geschnappt, der grad greifbar war und je länger sie im Weißen Haus war, umso farbloser wurde Iris für mich. Was meiner Meinung das Buch etwas gerettet hat, war der Hintergrund der Geschichte. Ich fand es sehr interessant zu erfahren, wie es hinter den Mauern des Weißen Hauses aussah. Zudem erfährt man auch einiges über die Persönlichkeit des Präsidenten und seiner Gefolgschaft und dieses Buch hat mich dazu gebracht, dass ich unbedingt eine Biografie von Eleanor Roosevelt lesen möchte. Deshalb, und leider wirklich nur deshalb, vergeb' ich zwei Sterne für dieses Buch, denn ich muss gestehen, dass ich viel lieber mehr über den Präsidenten und über die First Lady gelesen hätte. Iris und ihre Liebschaften hätte man meiner Ansicht nach getrost aus dem Buch streichen können, aber dann wäre das Buch wohl nie entstanden

Mein Fazit:
Die Grundidee einen Roman zu schreiben, der in den Dreißigerjahren spielt und darin eine Liebesgeschichte einzuflechten, fand ich klasse. Nur leider war die Umsetzung meiner Meinung nach gar nicht gelungen und ich hatte desöfteren das Gefühl, einen unheimlich schlechten Groschenroman zu lesen. Sehr schade, diese Geschichte hätte viiiiiiiiiieeeel mehr Potenzial gehabt!