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Veröffentlicht am 16.10.2022

Es gibt überhaupt keine Vampire, Oder doch?

This Charming Man
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Schon das Cover mit dem kleinen Gimmick "out for lunch" am geöffneten Sarg gibt einen Vorgeschmack auf den herrlich trockenen Humor des Autors.
Neben den redaktionseigenen Problemen wie unrenovierten Badezimmern, ...

Schon das Cover mit dem kleinen Gimmick "out for lunch" am geöffneten Sarg gibt einen Vorgeschmack auf den herrlich trockenen Humor des Autors.
Neben den redaktionseigenen Problemen wie unrenovierten Badezimmern, einem wieder unnachahmlichen Viktor Banecroft ,der eine neue Methode das Fluchverbot zu umgehen und den täglichen Stolpersteinen, tauchen nun auch noch Vampire in Großbritannien auf. Die gibt es laut Aussage aller, die es wissen müssen, gar nicht gibt.
Als Experten für das Un- und Übernatürliche wird das Team der "The Stranger Times" beauftragt, der Geschichte nachzugehen.
Im Laufe dieser Nachforschungen begegnen diesem und dem begeisterte Leser weiter spannende und erfrischend seltsame Gestalten wie dem nicht lügen könnenden Cogs und seinem seinem sprechenden Hund Zeke.
wir erfahren über jedes der Redaktionsmitglieder etwas mehr und lernen auch hier einen neuen -freien Mitarbeiter- kennen , Stanley.
Der tut zunächst alles ausnahmslos unsympathisch zu erscheinen, wie jeder der Charaktere hat aber auch seine Geheimnisse und einen guten Kern.
Der Roman ist witzig, skurril, unterhaltsam und bietet die eine oder andere Überraschung.
Das Ende bietet zwar keinen Cliffhanger, lässt aber schon erahnen und erhoffen, dass es einen weiteren Band gibt, in dem weiter Geheimnisse gelüftet werden.

Kurz gesagt, war "This Charming Man" war grosses Lesevergnügen während dessen mir die Redaktionsmitglieder immer mehr ans Herz gewachsen sind.
C.K. McDonnell trifft genau meine Vorstellung von Humor und versteht es wunderbar, diesen in einer aufregend-seltsamen Geschichte voller spannender, vielschichtiger Charaktere zu platzieren.

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Veröffentlicht am 02.10.2021

britisch, spannend, einfach ein Genuss

The Stranger Times
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"The Stranger Times" macht schon durch seine Optik auf sich aufmerksam - das rote Cover, der schwarze Schnitt, die große Flasche auf der sich bei genauerer Betrachtung allerlei Figuren und Getier ...

"The Stranger Times" macht schon durch seine Optik auf sich aufmerksam - das rote Cover, der schwarze Schnitt, die große Flasche auf der sich bei genauerer Betrachtung allerlei Figuren und Getier tummelt.
Als nächstes begeistert (mich zumindest) die Haptik, Flasche und Titel sind vom Buchdeckel etwas abgesetzt.

Und dann folgt der Inhalt: Ein geheimnisvoller Prolog wird zunächst abgelöst von Hannahs Jobsuche. Diese hat ihr behütetes Leben und ihren Ehemann auf aufsehenerregende Weise verlassen und ist auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch bei einer Zeitung namens "Stranger Times".
So seltsam die Anzeige war so denkwürdig sind auch die ersten Begegnungen mit ihren zukünftigen Kollegen und dem Chef.
Der Leser wird von Beginn an mit einem Team höchst eigenwilliger ja skurriler Menschen verwöhnt.
Die Redaktionsmitglieder müssen bald feststellen, dass die fantastischen bis verrückten Monster- und Aliengeschichten, die sie aus aller Welt zusammentragen und in ihrer Zeitung veröffentlichen vielleicht nicht nur Hirngespinste sind.

McDonnells Schreibstil ist einfach nur wunderbar zu nennen. Von feiner Ironie bis zu beißendem Zynismus ist alles vertreten. Er versteht es als seinen Figuren, auch denen am Rande, Leben und Persönlichkeit einzuhauchen.
Und auch die Personen, die man eigentlich schrecklich unsympathisch und garstig finden sollte und erst auch will, schaffen es sich schnell in das Leserherz (zumindest meins) zu schleichen, da jeder mehr Charakterzüge hat, als vermutet und zur Schau gestellt.
Auch scheint jeder ein Geheimnis um seine Person zu haben, was er nicht zu unbedingt nach Außen dringen lassen möchte.

Stranger Times ist wirklich britsh as its best. Es ist ein großer Lesespaß und-genuss bei dem auch Aufregung und Spannung nicht zu kurz kommen.

Es bleibt das ungeduldige Warten auf die anderen Bände.




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Veröffentlicht am 13.02.2021

Humor und Spannung wie ich es mir wünsche

Tinte & Siegel
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Wie schon in seiner Reihe über den „Eisernen Druiden“, kreiert Kevin Hearne auch in ersten Band seiner neuen Reihe „die Chronik des Siegelmagiers“ wunderbare etwas skurrile Charaktere mit einem speziellen ...

Wie schon in seiner Reihe über den „Eisernen Druiden“, kreiert Kevin Hearne auch in ersten Band seiner neuen Reihe „die Chronik des Siegelmagiers“ wunderbare etwas skurrile Charaktere mit einem speziellen Humor.
Angefangen bei Al MacBharrais den mit einem Fluch beladenen Siegelmagier, dessen Aufgabe es ist, mit entsprechenden Siegeln und Verträgen, die Bewohner der Feenwelt von der Menschenwelt fern zu halten oder ihr Leben dort zu reglementieren.
In diesem Band versucht er, dem Handel mit Feenwesen auf den Grund zu gehen und ihn zu beenden.
Ihm zur Seite stehen der Hobgoblin Buck Foi, den er aus der Gefangenschaft befreit hat und seine Büromanagerin Nadia.
Buck zeichnet sich durch eine recht derbe Ausdrucksweise und den Hang zu manchmal etwas boshaften Streichen aus. Nichtsdestotrotz schließt man ihn schnell ins Herz.
Nadia ist eine etwas andere Bilanzbuchhalterin. Sie scheut keinen Kampf. Als Schlachtenseherin ist ihr ein Sieg auch meist gewiss. Ihr Name als Grubenkämpferin was „Glasgow-Grufti“, was auch einiges über ihren Lebensstil aussagt.
Wie immer versteht Kevin Hearne es, seine Protagonisten mit einem besonderen, manchmal spitzfindigen aber immer ironisch gefärbten Humor auszustatten.
Auch verschiedenen Wesen aus der Feen- und altirischen Götterwelt verleiht er Leben und lässt das Kopfkino auf Touren kommen.
Freunde des „eisernen Druiden“ werden sich über eine kurze Begegnung Als mit Atticus und Oberon freuen.

Das Cover lädt dazu ein, das Buch in die Hand zu nehmen. Es enthält viele im Buch auftauchende Elemente.

Kurz gesagt, „Tinte&Siegel“ hat alle meine, zugegeben, hohen Erwartungen erfüllt.

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Veröffentlicht am 11.08.2020

Rasant und spannend

Elistera
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Meine Meinung:
Bein Lesen des Klappentextes dachte ich, ja, das klingt interessant.
Beim Lesen des Buches wurde ich von einem rasanten Feuerwerk des Geschehnisse angenehm überrascht und überwältigt.
Sonja ...

Meine Meinung:
Bein Lesen des Klappentextes dachte ich, ja, das klingt interessant.
Beim Lesen des Buches wurde ich von einem rasanten Feuerwerk des Geschehnisse angenehm überrascht und überwältigt.
Sonja Ruiters hat mit Elistera eine Welt voller Magie, Drachen und Geheimnissen erschaffen und versteht es gleichzeitig, das Kopfkino anzufeuern

Die Protagonistin Melina verfügt über ungewöhnlich stark ausgeprägte magische Fähigkeiten, was sie wie sich zeigen wird aus gutem Grund, verbergen muss.
Ihre Mitschüler kommen aus verschiedenen Schichten der Bevölkerung und haben völlig unterschiedliche Charaktere was den Roman noch mal spannender macht.
Zumal in dem Roman keine der Figuren nur gut oder böse, nur sympathisch oder abscheulich ist. Immer wenn man sich als Leser eine Meinung gebildet hat über eine Person, taucht eine andere Facette ihres Wesens auf.
die Geschichte selbst ist ebenfalls abwechslungsreich. sie erzählt von der Ausbildung an der Magierschule, samt spannender magischer Duelle, von erster Liebe, von revolutionären Strömungen im Volk.

Die ungewohnten Begriffe sind im Anschluss in einem Glossar erklärt, es bietet auch noch mal eine Übersicht über die vorkommenden Personen.
Am Anfang gibt es eine Karte von Elistera.
Sowohl Glossar als auch Karte finde ich in Romanen immer sehr schön und wichtig.

Mein Fazit:
Elistera ist mit Abstand der beste und unterhaltsamste Fantasyroman, den ich in letzter Zeit gelesen habe.
Er ist spannend und vielschichtig und lässt mich ungeduldig und gespannt auf eine Fortsetzung warten.

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Veröffentlicht am 01.03.2020

Knochenarbeit vom Feinsten

Priest of Bones
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Inhalt:

Der ehemalige “Geschäftsmann” Tomas Piety kehrt mit den Resten seines Trupps aus einem blutigen Krieg in dem er als Hauptmann und Militärgeistlicher gedient hat. Kehrt in seine Heimatstadt ...

Inhalt:

Der ehemalige “Geschäftsmann” Tomas Piety kehrt mit den Resten seines Trupps aus einem blutigen Krieg in dem er als Hauptmann und Militärgeistlicher gedient hat. Kehrt in seine Heimatstadt zurück, um seine Geschäfte, Kneipen, Gasthäuser und Bordelle, wieder zu übernehmen
Dort muss er feststellen, dass alle Läden von einer Gruppe andere Halunken übernommen wurde, die von dem mysteriösen Bloodhand befehligt werden.
Er erobert sich seine Geschäfte zurück, muss aber bald erfahren, dass die Unternehmungen Bloodhands in höchsten Kreisen Besorgnis erregen.
Er bekommt Besuch einer Geheimagentin der Königin. Mit ihrer Hilfe soll er das ´weiter Vordringen und die Machtergreifung auf den Straßen durch Bloodhand und seine Männer unterbinden.
Es gibt für Tomas und seine Männer viel „Knochenarbeit“, was den Titel gut erklärt.

Meine Meinung
Die Geschichte wird von Tomas erzählt. Er berichtet in der Sprache des Soldaten, trocken und schnörkellos, mit einem gewissen Sarkasmus, den das Leben ihm beigebracht hat.
Diese Erzählweise macht die Geschichte authentisch und spannend.
Tomas Piety ist nicht unbedingt gesetzestreu und zartfühlend, aber er steht für die Seinen ein, ob es die Familie sein ehemaliger Trupp oder die Menschen in „seinen“ Straßen sind.
Seine Vorgehensweise ist oft brutal aber aus der Situation geboren und , zumindest in seinen Augen, angemessen.
Trotzdem hat er in kürzester Zeit geschafft, mein Herz zu erobern, ebenso wie die meisten seiner Truppe, allen voran Bloody Anne.
Ein magisches Element kommt noch mit dem jungen Billy the Boy hinzu, dessen Geschichte wird sicher noch spannend.
Peter McLean hat einige spannende Figuren geschaffen, die er immer in der ihnen gerecht werdenden Sprache sprechen lässt, allen voran der Erzähler Tomas.

Das Cover sagt schon aus, worum es geht, Waffen und Blut an und in den Häusern lässt gleich vermuten, dass es sich nicht um eine romantische Liebesgeschichte handelt. Obwohl ich sagen muss, auch Liebe und Romantik finden ein Plätzchen in all der „Knochenarbeit“

Kurz gesagt, ich war von der ersten Seite an gefesselt und freue mich auf eine Fortsetzung.


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