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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.04.2020

Verkauft

Verkauft
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Die Psychiaterin Alma und ihre Mutter beginnen in einem Mordfall auf eigene Faust zu ermitteln, denn dieser Mord wird offiziell als Ehrenmord hingestellt, aber es finden sich in diesem mysteriösen Fall ...

Die Psychiaterin Alma und ihre Mutter beginnen in einem Mordfall auf eigene Faust zu ermitteln, denn dieser Mord wird offiziell als Ehrenmord hingestellt, aber es finden sich in diesem mysteriösen Fall zahlreiche Ungereimtheiten. Das Hobbyermitlerteam sucht engagiert nach den Hintergründen der Tat und eine vielversprechende Spur führt in ein Asylheim.

Constanze Dennig hat einen flüssigen und fesselnden Schreibstil, wodurch sich dieser Kriminalroman schnell lesen lässt. Die Autorin kann schnell Spannung aufbauen und diese beinahe durchgehend halten, allerdings wird diese nie nervenzerreißend. Es finden sich einige unerwartete Wendungen, welche die Spannung stellenweise etwas erhöhen. Besonders gut hat mir die Thematik des Buches gefallen, da die Grundlage ein aktuelles Thema ist. Asylpolitik wird immer wieder aufgegriffen und alles in allem ist das Szenario des Buches erstaunlich glaubwürdig und vorstellbar. Im Buch finden sich immer wieder Wiener Ausdrücke, welche ich problemlos verstehen konnte, allerdings sind diese auch in der Fußzeile erklärt.

Die einzelnen Hauptprotagonisten sind leider die Schwachstelle dieses Buches und nicht ganz so ausgereift die die Handlung. Einerseits wirken Alma und ihre Mutter sehr taff und eigenständig, andererseits allerdings kommen immer wieder unbeholfene Seiten zum Vorschein. Dadurch entstehen auch einige Fettnäpfchen, welche die zwei Frauen nicht auslassen. Mich konnten sie aber leider nicht ganz überzeugen, da sie nicht authentisch, stellenweise sogar sehr konstruiert, wirkten.

FAZIT:
„Verkauft“ ist ein hochaktueller Kriminalroman, welcher das brisante Thema Asylpolitik gelungen aufgreift und ein glaubwürdiges Szenario erschafft. Leider konnten mich persönlich die zwei Hauptprotagonistinnen nicht ganz überzeugen, da hier viel Potenzial verschenkt wurde. Daher vergebe ich 3 Sterne!

Veröffentlicht am 17.03.2020

Solider Krimi

Der freie Hund
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Antonio ist Kommissar und aufgrund einiger Verhaftungen ins Visier der Mafia geraten. Daher wird er nach Venedig versetzt, doch er ist sehr unglücklich darüber, da er die Lagunenstadt über alles hasst. ...

Antonio ist Kommissar und aufgrund einiger Verhaftungen ins Visier der Mafia geraten. Daher wird er nach Venedig versetzt, doch er ist sehr unglücklich darüber, da er die Lagunenstadt über alles hasst. Allen voran die Kreuzfahrtschiffe und den Massentourismus. Als dann ein Aktivist, welcher gegen die Kreuzfahrtschiffe mobilisiert, ermordet wird, erhält Antonio seinen ersten Fall in Venedig.

Wolfgang Schorlau und Claudio Caiolo Krimidebüt ist im Großen und Ganzen gelungen, hat allerdings ein paar kleine Schwächen. Der Krimi liest sich weitestgehend flüssig und ist oftmals sehr spannend. Leider kann diese hohe Spannung nicht durchgehend gehalten werden und flacht immer wieder deutlich ab, hier entstehen beim Lesen daher ein paar Längen. Zudem beeinträchtigen die italienischen Worte und Sätze, welche vor allem in die Dialoge eingebaut sind, den Lesefluss, da sie nicht immer übersetzt werden. Sehr gut hingegen haben mir die politischen Aspekte gefallen, welche sehr gelungen in die Handlung eingebaut werden. So finden beispielsweise die Problematik mit den Kreuzfahrtschiffen in Venedig oder die Mafia Platz im Buch. Die Auflösung des Mordfalls ist gelungen, logisch, wenn auch nicht sonderlich überraschend.

Die einzelnen Charaktere wirken gut herausgearbeitet und authentisch. Zudem sind sie teilweise sehr facettenreich, was sie besonders menschlich erschienen lässt. Allen voran der Hauptprotagonist Kommissar Antonio konnte mich mit seiner sympathischen Art komplett überzeugen.

FAZIT:
„Der freie Hund“ ist ein solider Krimi, dessen Mordermittlungen immer wieder etwas in den Hintergrund geraten. Die Spannung kann leider nicht durchgehend hoch gelhalten werden. Sehr gut gefallen mir die detailreich ausgearbeiteten Charaktere und die politischen Aspekte. Daher vergebe ich 3 Sterne!

Veröffentlicht am 02.03.2020

Totenfänger

Totenfänger
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Jack Temple ist ein Polizeireporter und leidet seit dem Verschwinden seiner Tochter an Flashbacks und Blackouts. Nichts desto trotzgibt er die scheinbar aussichtslose Suche anch seiner vermissten Tochter ...

Jack Temple ist ein Polizeireporter und leidet seit dem Verschwinden seiner Tochter an Flashbacks und Blackouts. Nichts desto trotzgibt er die scheinbar aussichtslose Suche anch seiner vermissten Tochter nie auf. Als während eines Konzerts ein Fan ermordet wird, vermutet Jack einen Zusammenhang mit dem Verschwinden seines Kindes und beginnt entgegen den Anweisungen der Polizei selbst zu ermitteln. Doch je näher Jack der Auflösung des Falles kommt, umso mehr Menschen werden ermordet.

Marc Lepsons Thriller ist anfangs etwas langatmig, da viele Zusammenhänge erst nach und nach ersichtlich sind und der Thriller Anfangs etwas verwirrend ist. Allerdings baut der Autor mit zunehmender Seitenzahl eine immer größer werdende Spannung auf, welche allerdings nie nervenzerreißend wird. Der Thriller ist solide und konnte mich fesseln, wenn auch nicht komplett mitreißen oder begeistern. Dennoch liest er sich flüssig und es gibt die eine oder andere überraschende Wendung, mit welcher ich nicht gerechnet hätte. Allerdings ist die Handlung gerade im ersten Drittel des Buches immer wieder etwas verwirrend und man hat immer wieder den Eindruck, etwas für das Verständnis wichtiges überlesen zu haben. Aber auch dies wird nach dem ersten Drittel deutlich besser.

Im Buch finden einige Protagnisten Platz, so beispielsweise Redaktionsmitarbeiter oder Jacks Exfrau. Diese werden allerdings immer nur angeschnitten und kurz erwähnt, wodurch der Leser niemanden (ausgenommen Jack) näher kennen lernt. Dies fand ich sehr schade, da dadurch viel Potenzial verloren ging. Mir wirkten alle Charaktere zu blass und ich konnte daher mit niemandem mitfiebern. Einzig der fanatische Mörder erschien mir am glaubwürdigsten und gelungensten.

FAZIT:
„Totenfänger“ ist ein solider Thriller, dessen Spannung sich erst nach und nach aufbaut und leider nie nervenzerreißend wird. Da mich zudem leider kein Protagonist (ausgenommen des Mörders) überzeugen konnte, vergebe ich 3 Sterne!

Veröffentlicht am 20.02.2020

Das Atelier in Paris

Das Atelier in Paris
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Die in den USA lebende Polizistin Madeline macht eine schwierige private Zeit durch und beschließt eine Auszeit in Paris zu nehmen. Hierfür findet sie die perfekte Unterkunft: das Atelier des verstorbenen ...

Die in den USA lebende Polizistin Madeline macht eine schwierige private Zeit durch und beschließt eine Auszeit in Paris zu nehmen. Hierfür findet sie die perfekte Unterkunft: das Atelier des verstorbenen Künstlers Sean Lorenz. Doch scheinbar gab es bei der Buchung ein Problem, denn auch der schlecht gelaunte Schriftsteller Gaspard hat sich für denselben Zeitraum in dem Atelier eingemietet. Während die zwei noch überlegen, wie sie mit der Doppelbuchung umgehen erfahren sie, dass von Sean Lorenz drei Gemälde spurlos verschwunden sind. Madelines Ermittlergeist wird geweckt und gemeinsam mit Gaspard macht sie sich auf die Suche nach den Bildern. Wider Erwarten können sie diese schnell ausfindig machen. Doch bei einem Bild findet sich ein Hinweis, dass der ermordete Sohn des Künstlers noch am Leben ist. Madeline und Gaspard begeben sich auf die scheinbar aussichtslose Suche nach dem Jungen.

Guillaume Mussos Schreibstil ist flüssig und durch die kurzen Kapitel lässt sich das Buch sehr schnell lesen. Leider braucht die Handlung relativ lange, bis sie an Fahrt aufnimmt. Den Großteil des Buches plätschert sie dahin ohne, dass sie mich richtig begeistern oder fesseln konnte. Zudem sind die Ermittlungen meiner Meinung nach von zu vielen Zufällen geprägt, wodurch sie oftmals konstruiert und dadurch etwas unglaubwürdig wirken. Auch der Fund der Gemälde ging mir etwas zu schnell und erschien nicht authentisch. Nichts desto trotz habe ich das Bcuh gerne gelesen und die Handlung gebannt verfolgt.

Leider konnte mich kein einziger der Protagonisten im Buch wirklich überzeugen. Allen voran Gaspard wirkte unnahbar und war mir bis zum Ende unsympathisch. Aber auch mit Madeline wurde ich nicht wirklich warm. Sie war mir oft zu schwankend und inkonsequent in ihren Entscheidungen. Penelope und Bianca hingegen wären zwei sehr interessante und facettenreiche Charaktere gewesen, die meiner Meinung nach etwas mehr Platz hätten bekommen sollen.

FAZIT:
„Das Atelier in Paris“ ist ein lesenswerter Roman, der eine tolle Grundidee hat, aber dessen Umsetzung nicht mit anderen Büchern von Musso mithalten kann. Leider fand ich zudem ausnahmslos alle Protagonisten nicht gelungen umgesetzt. Da ich das Buch dennoch gerne gelesen habe, vergebe ich 3 Sterne.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.02.2020

Die Macht der ersten 1000 Tage

Die Macht der ersten 1000 Tage
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Ich habe zwar kein Problem mit dem Halten meines Wohlfühlgewichts, aber dennoch befasse ich mich sehr viel mit den Themen gesunde Ernährung und dem Vorbeugen von Erkrankungen. Dieses Buch von Dr. Matthias ...

Ich habe zwar kein Problem mit dem Halten meines Wohlfühlgewichts, aber dennoch befasse ich mich sehr viel mit den Themen gesunde Ernährung und dem Vorbeugen von Erkrankungen. Dieses Buch von Dr. Matthias Riedl ist wirklich informativ und enthält für mich viel neues Wissen. Ziel dieses Buches ist es sein Essverhalten zu verstehen, ungesunde Vorlieben zu verändern und dadurch mit Genuss und ohne Verzicht sein Idealgewicht zu halten.

Im ersten Teil des Buches werden zahlreiche wissenschaftliche Fakten zu den Themen Ernährung und frühkindliche Prägung aufgezählt. Alle Informationen sind hilfreich, lehrreich und fundiert. Allerdings ist dieser Teil leider sehr trocken und zum Teil sogar etwas langatmig. Ich habe beim Lesen dieses Teils sehr lange gebraucht und musste das Buch immer wieder weglegen, da ich gedanklich nicht mehr bei der Sache war. Zudem hat es mich leider auch etwas Überwindung gekostet weiterzulesen. Dennoch konnte ich mir einige wichtige Fakten herausnehmen und mein Essverhalten dadurch erklären und in weiterer Folge anpassen. Denn ich kann nur etwas ändern, wenn ich dessen Ursache kenne.

Im zweiten Teil des Buches findet sich ein Praxisteil. Hier wird beschrieben, wie Erwachsene ihre eigene Essensprägung ändern können. Dieser Teil war für mich persönlich nicht wirklich relevant, da er deutlich weniger informative Fakten als der erste Teil enthält. Allerdings ist der zweite Teil deutlich flüssiger zu lesen und wird daher für viele Leser sehr hilfreich sein.

Besonders gut gefallen mir, als junger Mama, die Kapitel zu dem Thema der Essensprägung von Kindern, da ich hier einige wichtige und relevante Informationen herausnehmen konnte.

FAZIT:
Dieser Ratgeber ist informativ, lehrreich und ich konnte viel neues und relevantes Wissen entnehmen. Allerdings zieht sich der erste Teil leider etwas in die Länge und daher ist meine Motivation zum Weiterlesen sowie meine Konzentration deutlich abgesackt.

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