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Veröffentlicht am 08.03.2020

Hauptrolle oder Zweitbesetzung

Tage zum Sternepflücken
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Kyra Groh hat ein Händchen für frische und unverkrampfte Liebesgeschichten, die sich abseits vom üblichen Schema bewegen.
Layla studiert Musik und spielt das zweite Saxofon. Die zweite Reihe ist quasi ...

Kyra Groh hat ein Händchen für frische und unverkrampfte Liebesgeschichten, die sich abseits vom üblichen Schema bewegen.
Layla studiert Musik und spielt das zweite Saxofon. Die zweite Reihe ist quasi ihr zuhause. Sie ist überhaupt kein Typ für das Rampenlicht und überlässt das gern den anderen. Ihre letzte Beziehung mit dem aufstrebenden Singer/Songwriter Ben war ihr eine Lehre, in Zukunft die Finger von Musikern zu lassen. Leider vergisst sie ihre guten Vorsätze, als sie dem Gitarristen und Songwriter Julius über den Weg läuft. Also landet sie wenige Stunden später in seinem Bett, wo sie am Morgen danach feststellen muss, dass sie wieder nur die Zweitbesetzung ist.

Die Geschichte ist komplett aus Laylas Sicht geschrieben. So ist man als Leser hautnah in ihrem Gedankenkarussell dabei. Und das dreht sich ganz schön rasant. Das ist gerade zu Beginn etwas anstrengend und daher stieg meine Sympathiekurve für Layla auch erst im Laufe der Handlung an.
Mit Julius scheint sie wieder in eine ähnliche Situation, wie mit ihrem Exfreund Ben zu geraten. Aber irgendwie ist Julius auch anders und Layla schafft es, sich alles zeitweise schönzureden. Julius ist grundsätzlich ein sympathischer und netter Kerl, aber in manchen Belangen eben nicht. Auch wenn er nicht ehrlich ist, steht er doch zu seinen Gefühlen. In dieser Konstellation gibt es kein schwarz oder weiß. Es ist wie man eben sagt: kompliziert.
Kyra Groh erzählt diese komplizierte Lovestory sehr humorvoll und lässt ihre Charaktere authentisch wirken. Niemand trifft im Leben ausschließlich durchdachte Entscheidungen und das ist auch gut so. Das Hin und Her zwischen Layla und Julius wird bis zum Ende nicht langweilig oder nervig. Die Figuren sind lebensnah und nie klischeehaft. Selbst Ben hat seine hellen Momente.
Wieder einmal ein sehr unterhaltsames Buch der Autorin, für das ich sehr gern eine Leseempfehlung gebe!

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Veröffentlicht am 07.03.2020

Spannende Romantasy

Drachendunkel. Die Legende von Illestia
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Mit „Drachendunkel. Die Legende von Illestia“ entführt Eyrisha Summers die Leser in eine magische Fantasywelt.
Die Bewohner Illestias kennen Drachen nur noch aus alten Lieder und Legenden, die von den ...

Mit „Drachendunkel. Die Legende von Illestia“ entführt Eyrisha Summers die Leser in eine magische Fantasywelt.
Die Bewohner Illestias kennen Drachen nur noch aus alten Lieder und Legenden, die von den Dorfältesten weitererzählt werden. Die Landschaft ist mir den Jahren immer lebensfeindlicher geworden, so dass viele um ihr Überleben kämpfen müssen. Die Jägerin Ella trifft auf einem ihrer gefährlichen Streifzüge auf den geheimnisvollen Razul. Der düstere Kämpfer mit den glühenden Augen gehört zum Clan der Weißdrachen und hat sich wieder auf dem einst verlassenen Schloss seiner Familie niedergelassen. Er fordert, dass Ella bei ihm im Schloss lebt und im Gegenzug sorgt er für Nahrung und Sicherheit der Dorfbewohner. Ella opfert sich und ahnt noch nicht, welche Bestie in Razul schlummert.

Die Welt, in der Ella und Razul leben, wird immer stärker von Finsternis geprägt. Es ist auch hier der große Kampf von Gut gegen Böse, der die gesamte Handlung umspannt. Die Fantasywelt von Eyrisha Summers mit all ihren Drachen und den anderen ungewöhnlichen Kreaturen ist so bildhaft und detailreich beschrieben, dass man beim Lesen ein genaues Bild im Kopf hat. Am Anfang hat mich die Geschichte an die Schöne und das Biest erinnert. Kleine Parallelen auch zu anderen Märchen gibt es auf jeden Fall. Das ist aber kein Problem, denn die spannende und abenteuerliche Story steht für sich und konnte mich vor allem am Ende richtig überraschen.
Ella ist ein starker und großartiger Charakter und völlig zu Recht die wichtigste Figur im Buch. Sie stellt sogar Razul ab und zu in den Schatten. Die beiden Liebenden müssen viel durchmachen und eine gemeinsame Zukunft steht mehr als einmal auf der Kippe. Aber ihre starke gegenseitige Anziehung ist förmlich greifbar. Die Entwicklung, die beide im Laufe der Handlung durchmachen, ist unglaublich spannend und hat mich bis zum Ende mitgerissen.
Das Buch ist voller Action, Tragik, Romantik und auch Humor. Ich konnte es kaum weglegen und vergebe sehr gern fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 07.03.2020

Mutig und gefühlvoll

Unbroken
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Annie J. Dean erzählt in ihrem Buch „Unbroken – Bis die Dunkelheit mich verlässt“ eine spannende und berührende Lovestory, die ernste Themen aufgreift.
Nachdem sie ihren Freund und gleichzeitig Chef beim ...

Annie J. Dean erzählt in ihrem Buch „Unbroken – Bis die Dunkelheit mich verlässt“ eine spannende und berührende Lovestory, die ernste Themen aufgreift.
Nachdem sie ihren Freund und gleichzeitig Chef beim Fremdgehen erwischt hat und damit blöderweise auch gleich ihren Job als Tänzerin los ist, flüchtet Heaven zurück nach Maine in ihre kleine Heimatstadt. Sie findet Unterschlupf bei ihrer besten Freundin Alessia und begegnet dort auch deren gutaussehendem Bruder Gray wieder. Gray hat immer noch diese düstere Ausstrahlung, die sie schon immer angezogen hat. Aber eigentlich hat sie ganz andere Probleme, als sich sofort auf einen neuen Mann einzulassen. Gray hat Heaven auch nicht vergessen, doch er trägt zu viele Altlasten mit sich herum, um sie nah an sich heran zu lassen.

Dieses Buch ist wirklich außergewöhnlich und mutig. Die Autorin packt ein Thema an, das ich so noch in keiner anderen Geschichte gelesen habe. Die Umsetzung ist ihr sehr sensibel und gefühlvoll gelungen, was sicher nicht einfach ist.
Heaven ist eine liebenswerte und sympathische Protagonistin, die gezwungenermaßen ihre Zukunft neu ordnen muss. Ein neuer Mann steht nicht ganz oben auf ihrer Prioritätenliste, aber gegen Gefühle kommt man eben nicht an.
Gray umgibt eine geheimnisvolle und dunkle Aura, die durch seine drastischen Flashbacks noch verstärkt wird. Schon im Prolog wird deutlich, dass sich diese Lovestory nicht in rosaroten Klischees bewegen wird. Annie J. Dean gelingt es gekonnt, die Handlung bis zum Schluss spannend und außerordentlich fesselnd zu halten. Man bleibt teilweise sprachlos zurück und blickt in einige Abgründe, die man sich gar nicht ausmalen möchte.
Die starke gegenseitige Anziehung von Heaven und Gray zieht sich durch das ganze Buch. Beide Charaktere sind unglaublich stark und facettenreich. Die Nebenfiguren, die in den Folgebänden näher beleuchtet werden, sind schon jetzt total interessante und wichtige Bestandteile der Handlung, so dass ich mich auf die Fortsetzungen freue.
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 04.03.2020

Wunderschön

Catching Hope - Leighton und Kaleb
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Dieser sechste Band der Read! Sport! Love! Reihe von Piper Gefühlvoll ist mein bisheriger Lieblingsteil.
Leighton studiert in Chicago Journalismus und hat als Jahrgangsbeste einen der heiß begehrten Studentenjobs ...

Dieser sechste Band der Read! Sport! Love! Reihe von Piper Gefühlvoll ist mein bisheriger Lieblingsteil.
Leighton studiert in Chicago Journalismus und hat als Jahrgangsbeste einen der heiß begehrten Studentenjobs bei der Chicago Tribune ergattert. Leider landet sie durch einen dummen Zufall in der Sportredaktion, wo sie kurzfristig für einen anderen Reporter einspringen soll. Ausgerechnet sie, die noch weniger als null Ahnung von Sport hat, soll einen Artikel über den Star der Basketballmannschaft Windy City Bulls schreiben. Da sie die Spieler natürlich nicht kennt, verwechselt sie Kaleb Young, der nach einer schweren Verletzung nicht spielen darf, mit seinem Bruder Karter, dem eigentlichen Interviewpartner. Kaleb ist so fasziniert von Leighton, dass er das Missverständnis nicht aufklärt. Aber da er sie unbedingt wiedersehen will, sollte er bald mit der Wahrheit herausrücken.

Natalie Elin ist eine wunderschöne Geschichte mit sehr sympathischen Charakteren gelungen.
Leighton hatte eine finanziell abgesicherte, aber komplett lieblose Kindheit. Diese Last und das Gefühl, nie gut genug zu sein, trägt sie immer noch mit sich herum. Über ihre Erfolge kann sie sich gar nicht freuen und sie fühlt sich oft minderwertig.
Kaleb macht gerade eine harte Zeit durch. Er stand kurz vor einem Profivertrag der NBA, als ihn ein Auto erfasste und seinen Lebenstraum platzen ließ. Nun arbeitet er seit Monaten an seiner Rehabilitation und sieht noch immer keine großen Fortschritte. Leighton ist seit langer Zeit die erste richtige Ablenkung von seiner strengen Fokussierung auf Basketballspielen. Es ist total süß, wie die beiden sich gegenseitig aus ihren dunklen Gedanken holen und sich neuen Halt geben. Beide schöpfen endlich wieder Hoffnung und sehen nach vorn.
Die Autorin beschreibt die Figuren und ihre Gefühle sehr authentisch, so dass man ihre Emotionen beim Lesen nachempfinden kann. Auch die Nebencharaktere, vor allem Mads, sind total klasse. Der Schreibstil liest sich locker leicht. In den unterhaltsamen und witzigen Dialogen und Nachrichten von Leighton und Kaleb spürt man jedes Mal die besondere Chemie zwischen den beiden.
Das Buch ist für mich ein Highlight der Reihe und bekommt daher eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 03.03.2020

Emotional und bewegend

Verloren sind wir nur allein
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„Verloren sind wir nur allein“ von Mila Summers ist sehr dramatisch und emotional, aber gleichzeitig auch voller Hoffnung.
Die siebzehnjährige Sky zieht gegen ihren Willen mit ihrer Mutter von Boston in ...

„Verloren sind wir nur allein“ von Mila Summers ist sehr dramatisch und emotional, aber gleichzeitig auch voller Hoffnung.
Die siebzehnjährige Sky zieht gegen ihren Willen mit ihrer Mutter von Boston in eine texanische Kleinstadt. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters vor über zwei Jahren, den sie noch immer nicht verwunden hat, werden sie zukünftig auf der Ranch von Roger leben, dem neuen Freund ihrer Mutter. Auf der Ranch lebt auch Rogers Neffe Jeff, mit dem Sky gemeinsam das letzte Jahr an der Highschool besuchen wird. Sky will sich von allen abschotten und nach dem Schulabschluss so schnell wie möglich zurück nach Boston. Umso mehr nerven sie Jeffs Versuche, sie aus ihrem Schneckenhaus zu locken.

Sky ist auch nach Jahren noch voller Trauer und Wut auf ihre Mutter, die scheinbar nach kurzer Zeit ihr Leben einfach weiterlebt. Sky kann das nicht, da ihr das alles als Verrat an ihrem geliebten Vater vorkommt. Ich finde ihre Anti-Haltung zwar extrem, aber durchaus nachvollziehbar. Aus ihrer Perspektive ist ihre Ablehnung verständlich, schließlich wurde sie nicht gefragt, ob sie nach Texas umziehen will. Die Autorin lässt ihr Zeit, sich langsam zu öffnen und auch die positiven Dinge wieder wahrzunehmen. Dabei sind ihr ihre neuen Freunde eine sehr große Hilfe.
Jeff ist der Starquarterback und Sunnyboy. Auf den ersten Blick sind er und Sky wie Feuer und Wasser. Erst nach und nach enthüllt sich, welche Probleme er mit sich herumträgt und wie ähnlich sich beide im Grunde genommen sind. Gerade als sich beide langsam annähern, schlägt das Schicksal nochmals mit voller Härte zu.
In dieser wunderschönen und berührenden Geschichte gibt es wirklich sehr viel Drama und Tragik. Mila Summers kriegt aber jedes Mal die Kurve, so dass die Stimmung nicht komplett kippt. Die Charaktere wirken auf mich authentisch und sind mit all ihren Emotionen sehr einfühlsam dargestellt. Der Schreibstil liest sich sehr gut, so dass man schnell durch die Seiten fliegt. Ich habe bis zum Ende mit Sky und Jeff mitgefiebert und mitgelitten und gebe sehr gern eine Leseempfehlung und volle Punktzahl!

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