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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2020

Zufällig - Spion

Der Empfänger
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Mit "Der Empfänger" beleuchtet Ulla Lenze einen Teil deutscher und amerikanischer Geschichte, der bisher wenig Beachtung geschenkt wurde. Für mich sind aber einige Teile des Buches sehr viel prägnanter ...

Mit "Der Empfänger" beleuchtet Ulla Lenze einen Teil deutscher und amerikanischer Geschichte, der bisher wenig Beachtung geschenkt wurde. Für mich sind aber einige Teile des Buches sehr viel prägnanter und intensiver als nur die Tatsache, dass Josef Klein sich schuldig gemacht hat und Spion im Netzwerk der Nazis in den USA wurde.

Zurück in Deutschland, wohnt er zuerst bei seinem Bruder Carl und dessen Frau. Carl hatte den Auswandererwunsch nie leben dürfen, und die Familie hat in den Kriegs- und Nachkriegszeiten gelitten, haben aber das Gefühl, dass Josef gute Zeiten hatte; schließlich hat er ja auch immer die Care-Pakete nach Hause geschickt. Die wahre Geschichte bleibt ihnen verborgen.

Doch was mich sehr berührt hat, ist Josefs Verhältnis zu seinem Bruder und seiner Frau, das sich-wieder-Kennenlernen, das Misstrauen, vielleicht der Neid, ebenso aber auch das Verschweigen und Leugnen der Kriegsgeschehnisse. Atmosphärisch hat "Der Empfänger" hier einiges zu bieten.

Der Roman hat etwas Bedrückendes, das aber auch fesselnd wirkt. Er spricht außerdem ein Thema an, das mich sehr interessiert und über das ich bisher nichts wusste. Damit bekommt "Der Empfänger" von Ulla Lenze von mir alle Sterne.

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Veröffentlicht am 08.03.2020

Ich konnte es nicht aus der Hand legen

Freischwimmen
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"Freischwimmen - Wer die Wahrheit sucht, muss tief tauchen" von Adam Baron ist das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe. Immer wieder hat es mich magisch angezogen, und so musste ich es dauernd ...

"Freischwimmen - Wer die Wahrheit sucht, muss tief tauchen" von Adam Baron ist das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe. Immer wieder hat es mich magisch angezogen, und so musste ich es dauernd wieder zur Hand nehmen, bis ich es durchgelesen hatte.

"Freischwimmen" ist für Erwachsene genauso spannend wie für Kinder, würde ich sagen. Der Grundschüler Cym ist noch nie geschwommen, und das wird ihm zum Verhängnis, als die Klasse zum ersten Mal Schwimmunterricht hat. Aber die traumatischen Vorkommnisse im Schwimmbad sind gleichzeitig der Auslöser für eine Reihe von Begebenheiten, die nach und nach ein Familiengeheimnis oder auch gleich einige Geheimnisse enthüllen. Am Ende ist es für den Leser gar nicht so wichtig, wie das Buch ausgeht, aber der Schluss ist gut und rund.

Das Buch bleibt durchweg spannend und geht aber auch ans Herz. Ich musste im Laufe des letzten Teils auch ein Taschentuch zur Hand nehmen, weil mich das Buch berührt hat. "Freischwimmen" lebt einerseits von den Entwicklungen von Kapitel zu Kapitel, aber auch davon, wie Cym die Welt sieht. Dabei kann man immer mit ihm mitfiebern, aber auch schon mal lachen.

Auch die Nebenfiguren sind gut gezeichnet, besonders Veronique Chang und Cyms zwei beste Freunde (die manchmal auch Feinde sind). Adam Barons Kinderbuch ist eines der wenigen, die einen bleibenden Platz in meinem Bücherregal bekommen. Auch, wenn man das Ende kennt, lohnt es sich ganz sicher, das Buch nach einer Zeit noch einmal zu lesen. Der Autor hat einen Schreibstil, der mich voll und ganz überzeugt hat. Seine Bücher für Erwachsene sind nicht auf den deutschen Markt gekommen, ich werde mir aber vielleicht einen seiner englischen Romane bestellen.

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Veröffentlicht am 08.03.2020

Magisch für jedes Alter

Die Magier von Paris
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Schon das Cover von "Die Magier von Paris" von Christina Wolff ist ein reines Kunstwerk. An diesem Buch kommt im Buchladen sicher keiner vorbei. Das
Buch selbst bleibt magisch bis zur letzten Seite und ...

Schon das Cover von "Die Magier von Paris" von Christina Wolff ist ein reines Kunstwerk. An diesem Buch kommt im Buchladen sicher keiner vorbei. Das
Buch selbst bleibt magisch bis zur letzten Seite und wird Kinder ab 10 Jahren ebenso begeistern wie Erwachsene.

Zum Inhalt: Zwei Magierfamilien in Paris, zwei Feinde. Die Familien Delune und Belleson sind seit quasi jeher Rivalen, aber ihre jüngsten Sprösslinge, Claire und Rafael, wissen nicht, warum. Die Väter und Großväter sind zwar schon verstorben, aber dennoch weiterhin ansprechbar. Sie können Tipps zum Handeln geben, selbst aber nicht agieren, weil sie, wie z.B. Claires verstorbene Vorfahren, in einer Mauer "festsitzen". Doch als ein dritter Magier das wirklich Böse verkörpert, schweißt das die beiden Magierfamilien Delune und Belleson zusammen, besonders Claire und Rafael.

Claire und Rafael sind sehr gegensätzliche Charaktere, die aber gerade deswegen gut zusammen passen. Sie verleihen dem Buch sehr viel Lebendigkeit und Energie. Beide sind von Anfang an Sympathieträger, die man einfach mögen muss, besonders auch, weil sie die Kunst der Magie noch nicht so ganz beherrschen, was das Buch auch sehr lustig macht.

"Die Magier von Paris" muss man einfach mit 5 Sternen bewerten, und ich denke, sie können Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistern. Für Kinder ist dies ein tolles Buch, das bis zum Ende spannend bleibt. Andere Magierbücher können sich hier wirklich noch etwas abschauen.

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Veröffentlicht am 29.01.2020

Großformatiges Bilder- und Informationsbuch für Kinder und Erwachsene

Ausgestorben - Das Buch der verschwundenen Tiere
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Ich bin ganz begeistert vom Großformatbilderbuch "Ausgestorben - Das Buch der verschwundenen Tiere", illustriert von Nikola Kucharska. Es fängt schon damit an, dass das Buch, erschienen im Ravensburger ...

Ich bin ganz begeistert vom Großformatbilderbuch "Ausgestorben - Das Buch der verschwundenen Tiere", illustriert von Nikola Kucharska. Es fängt schon damit an, dass das Buch, erschienen im Ravensburger Verlag, sich außen leicht samtig und sehr angenehm anfühlt. Innen bekommt man eine Vielzahl an Bilder und Informationen.



Die Bilder können auch schon von den Kleinsten betrachtet werden; die Informationen sind erst ab dem Grundschulalter greifbar. Aber auch ich habe durch das Buch noch viel gelernt. Die Informationen sind z.T. lexikonartig, und sie sind gut verständlich für Schulkinder, aber eben auch Erwachsene.



Ich bin auch in den Naturwissenschaften zuhause, weiß aber gar nicht soviel über die Zeit der Dinos und anderer ausgestorbener Tiere. Für mich ist aber auch die Seite über die Wissenschaftler, die Paläontologen, oder die Seite über die prähistorischen Tiere in Museumsbeständen interessant. So kann man z.B. mal schauen, ob man sich irgendwo diese Tiere in der Nähe anschauen kann.



Es gibt sogar auch eine Mischung aus Wimmelbild und Comic, und jede Seite ist ganz anders, aber dennoch zusammen passend, gestaltet. Auch die Seite über die ausgestorbenen Vögel hat mir gut gefallen.



Mein Fazit ist, dass "Ausgestorben" eine tolle Mischung von Spaß, Bildern und Informationen zu den ausgestorbenen Tieren liefert. Viele Kinder interessieren sich für das Thema, und im Hinblick auf unsere Zukunft in das Thema aktueller denn je!

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Veröffentlicht am 03.01.2020

Spannend - grausam - gruselig (Hörbuchrezension)

1794
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Ich liebe Hörbücher und wurde auch von Niklas Natt och Dags "1794" nicht enttäuscht. Ich hätte gern auch den Vorgängerroman hier gelesen, hatte diesen aber nicht gewonnen, aber das kann ich ja noch nachholen.

Erschienen ...

Ich liebe Hörbücher und wurde auch von Niklas Natt och Dags "1794" nicht enttäuscht. Ich hätte gern auch den Vorgängerroman hier gelesen, hatte diesen aber nicht gewonnen, aber das kann ich ja noch nachholen.

Erschienen ist das Hörbuch im Osterwold-Audio-Verlag und wird gelesen von Philipp Schepmann. Ich habe die Version auf 2 mp3-CDs gehört. Es handelt sich dabei um eine gekürzte Lesung mit einer Länge von 787 Minuten. Dass es sich um eine gekürzte Lesung handelt, ist hier nicht von Bedeutung, es fällt beim Hören nicht auf (ist mir nicht negativ aufgefallen).

Zum Inhalt: Eine Frau wird ermordet, ihr neuer Ehemann dafür in ein Irrenhaus eingewiesen. Die Schilderung des Irrenhauses ist sehr plakativ und hat mich schon ganz am Anfang vom schriftstellerischen Können des Autors überzeugt. Und auch der Sprecher Philipp Scheppmann trägt zur Spannung des Hörbuchs bei.

Trotz seiner Länge kann man gut dranbleiben und möchte immer weiter hören. Normalerweise sind die skandinavischen Krimis nicht so ganz mein Genre, aber hier im historischen Kriminalroman hat der Autor bei mir ins Schwarze getroffen.

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