sehr lebensnah
Für immer und dichFür immer und dich
Zitate
„Ich werde alles dafür tun, dass du dich wieder an mich erinnerst.“ Seite 128
„Ich weiß, du versuchst mir jeden Tag die Sonne vom Himmel zu holen, aber sie scheint für mich ...
Für immer und dich
Zitate
„Ich werde alles dafür tun, dass du dich wieder an mich erinnerst.“ Seite 128
„Ich weiß, du versuchst mir jeden Tag die Sonne vom Himmel zu holen, aber sie scheint für mich einfach nicht mehr.“ Seite 340
Inhalt
Jonas hat eigentlich mehr als genug Sorgen, doch die sind vergessen, als er in der Berliner Ringbahn ein weinendes Mädchen trifft. Station um Station fahren die Beiden und können sich einfach nicht voneinander trennen. Doch jede Zugfahrt endet einmal und am Ende bleibt ein Versprechen auf ein Wiedersehen. Doch Jonas wartet vergeblich …
Meinung
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir ein bisschen schwer, weil die Sichtweise zwischen Jonas und dem Mädchen wechselt und ich erst nicht gescheckt habe, wer wann redet. Ansonsten war es aber super toll, weil sie zwei sich während einer Bahnfahrt kennenlernen und als Bahnfahrer kann ich sagen: Sehr gut erfasst! =D Die Situationen sind einfach so wahr und so mein Alltag und ich konnte mich so sehr in die Szenen hineinversetzten. Die zwei Protas sind locker, lebensecht und die Situation in die sie schliddern wirkt gar nicht gestellt oder gewollt, sondern einfach gut (: Ich mag den Schreibstill, bin super gut reingekommen, es ist locker flockig und lädt total zum Weiterlesen ein.
„Ich weiß selbst, wie es ist, eine Familie zu haben, auf die dich kein Therapeut dieser Welt vorbereiten kann.“ Seite 209
Das Mädchen verschwindet aus der Bahn, ohne das Jonas ihren Namen erfährt, was ich wirklich cool fand. Leider taucht die Mysteriöse nicht am vereinbarten Treffpunkt auf und die Geschichte geht ein paar Wochen später weiter. Jonas kümmert sich um seine kleine Schwester, die seit einem Unfall in ihrer Kindheit, im Rollstuhl sitzt. Sie ist ein super süßer Charakter, lustig und lebendig und gibt diesem Buch einen ganz tollen Touch!
Und dann trifft er das Mädchen wieder. Im Krankenhaus. Im Rollstuhl. Weil auch ihr etwas Schlimmes passiert ist.
„Ich bin nicht wichtig. Sieh dir all das Elend dieser Welt an, und sann sag mir, ob es irgendeine Bedeutung hat, dass ich laufen kann.“
„Für mich ist es von Bedeutung.“
Seite 177
Zwischendurch mochte ich Jonas nicht, besonders, wenn er mit seinem besten Freund unterwegs ist, wird es einfach nur vulgär und sexbesessen. Ich finde es irgendwie nicht gut die Jungs in diese Schublade zu stecken. Auch Josephines Eltern waren sehr seltsam und ihre Handlung nicht verständlich. Am Ende gibt es einen dramatischen Knick, der passte, ja, aber die Argumente waren für mich nicht schlüssig und ich fand auch das Element am Ende für Josephine nicht so sehr schön.
„Wie kann ich eure Rettung sein, wenn ich mich selbst verloren habe?“
Seite 306
Sonst ist das Buch aber wirklich schön. Jonas gibt sich große Mühe Josephine für sich zu gewinnen und auf der Flucht vor ihren Eltern, lässt sie sich auf ihn ein. Allerdings nutzt sie ihn ein auch ein bisschen aus oder? Aber man kann ihr irgendwie nicht böse sein, weil ihr Schicksal echt ätzend ist. Ich mochte, wie sie aus dem Krankenhaus flüchtet und zu ihm nach Hause will, wie er ihr hilft, der Moment, als sie um ein Treffen bittet und er mitten in der Nacht losrennen wollte =D
Für Humor sorgt auch Karl der furchtbare Bruder von Jonas, der sich total gehen lässt, richtig verwahrlost ist, aber eine coole Entwicklung durchmacht. In dieser Geschichte scheinen einige Leute wieder auf die Beine zu kommen (: Und ich mag Cem, Cem ist lustig ^^
„Bescheid“, flüsterte sie.
„Was?“
„Ich sollte dir Bescheid geben, wenn ich dich in meinem Leben haben will.“
Seite 365
Fazit: Das Buch liest sich schnell und gut, locker leicht und sehr lebensnah. Ein paar Kritikpunkte hatte ich, aber alles in allem gebe ich der Geschichte vier Sterne und ein großes Kompliment an die Autorin für das Herzblut, was sie in dieses Buch gesteckt hat (: