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Veröffentlicht am 19.04.2020

Faszinierende Zeitreise

Die Schwestern vom Ku'damm: Tage der Hoffnung
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Nach dem mich bereits die ersten beiden Bände um die Familie Thalheim begeistert haben, musste ich unbedingt den dritten Band lesen. Er umfasst die Jahre 1958 bis 1963. Während in den Vorgängerbänden die ...

Nach dem mich bereits die ersten beiden Bände um die Familie Thalheim begeistert haben, musste ich unbedingt den dritten Band lesen. Er umfasst die Jahre 1958 bis 1963. Während in den Vorgängerbänden die Schwestern Rike und Silvie eine tragende Rolle spielten, nimmt in diesem Band die jüngste Thalheim Tochter Florentine diesen Platz ein.

Florentine ist ein rebellischer Geist. Sie widersetzt sich dem Wunsch ihres Vaters im Modekaufhaus Thalheim zu arbeiten. Immer haben für sie Farben und Papier eine wichtige Rolle gespielt. Durch Beharrlichkeit gelingt es ihr einen Studienplatz an der Hochschule für bildende Kunst in Berlin zu bekommen. Sie fühlt sich wohl bei ihrem Studium, bis sich Diskrepanzen zwischen ihrem Lehrer Rufus Lindberg und ihr einstellen. Wird Florentine ihren Weg finden?

Der fesselnde Schreibstil von Brigitte Riebe hat mich auch in diesem Band wieder von Anfang an gefangen genommen. Sie schafft es die jüngere deutsche Geschichte fesselnd und mitreißend zu erzählen. Geschickt hat die Autorin das Leben der Familie Thalheim mit den historischen Ereignissen in Berlin verwoben. Sie hat Erinnerungen an die Spannungen zwischen Ost und West sowie den Mauerbau wieder aufleben lassen. Aber auch der damalige Zeitgeist war beim Lesen spürbar. Historische und fiktive Personen spielen perfekt zusammen und bereichern das Geschehen ungemein. Eine chronologische Zeittafel von 1958 – 1963 am Ende rundet die Geschichte perfekt ab.

Auch der dritte Band dieser Reihe um die Familie Thalheim hat mir wieder sehr gutgefallen. Es war wieder ein wunderbarer Lesegenuss.

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Veröffentlicht am 02.04.2020

Die Suche nach den Wurzeln

Belmonte
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Überrascht durch den plötzlich Tod ihrer Großmutter Franca, erbt Simona deren Elternhaus in Belmonte. Obwohl sie überwiegend bei ihren Großeltern aufgewachsen ist, hat sie von der Existenz dieses Hofes ...

Überrascht durch den plötzlich Tod ihrer Großmutter Franca, erbt Simona deren Elternhaus in Belmonte. Obwohl sie überwiegend bei ihren Großeltern aufgewachsen ist, hat sie von der Existenz dieses Hofes bisher nichts gewusst. Da Simona gerade ihren Job als Landschaftsgärtnerin verloren hat, steht sie an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Sie macht sich gemeinsam mit der Asche ihrer Großmutter auf den Weg in das kleine Dorf. Hier trifft sie nicht nur auf eine italienische Großfamilie, die sie herzlich Willkommen heißt, sondern findet auch eine Kassette, die ihre Großmutter Franca mit ihrer Lebensbeichte besprochen hat. In unregelmäßigen Abständen findet Simona weitere Kassetten in ihrem Briefkasten. Doch wer steckt sie hinein? Simona, die von ihrer Mutter nie darüber informiert wurde, wer ihr Vater ist und ihre eigenen Wurzeln kennenlernen möchte, erfährt durch die Aufzeichnungen von Franca vieles über den italienischen Zweig ihrer Familie.

Die Geschichte teilt sich in zwei Erzählstränge auf. In der Gegenwart erleben wir Simona, die auf der Suche nach ihren Wurzeln ist. Die Vergangenheit wird aus Sicht von Franca und ihrer Mutter Teresa erzählt. Beginnend mit dem Jahr 1944, in dem Teresa gemeinsam mit ihrer Freundin heimlich die Partisanen mit Nahrungsmitteln versorgt. Der Wechsel zwischen Gegenwarts- und Vergangenheitsstrang machen die Geschichte sehr abwechslungsreich. Nach und nach kommen wohlgehütete Geheimnisse an Licht. Durch den bildhaften Schreibstil kann man sich die Personen und Orte wunderbar vorstellen. Aber auch das italienische Lebensgefühl ist vortrefflich gezeichnet. Eine atmosphärisch dichte Familiengeschichte, die die Stimmung in Deutschland und Italien gut beschreibt und herrliche Lesestunden bereitet.

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Veröffentlicht am 30.03.2020

Gelungener Münchner Regionalkrimi

Karl Valentin ist tot
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Das Buch beginnt mit einem spannenden Prolog. Der Schüler Fabian Brühl stürzt im Karl-Valentin-Gymnasium in den Tod. Die Behörden gehen von einem Selbstmord aus. Ein Jahr später bricht in diesem Gymnasium ...

Das Buch beginnt mit einem spannenden Prolog. Der Schüler Fabian Brühl stürzt im Karl-Valentin-Gymnasium in den Tod. Die Behörden gehen von einem Selbstmord aus. Ein Jahr später bricht in diesem Gymnasium in der Nacht ein Brand aus. Im Keller wird der Leichnam einer weiblichen Person gefunden. Alles deutet daraufhin, dass es sich bei der Toten um die Kunstlehrerin Conny Bergmüller handelt, doch dann stellt sich heraus, dass es die stellvertretende Direktorin Marianne Eichstätt ist, die grausam erstickte. Hängen beide Todesfälle zusammen?

Auch der dritte Band um Tom Perlinger hat mir wieder ausgesprochen gut gefallen. Es fühlte sich ein wenig wie das Treffen von alten Bekannten an. Durch die eingestreuten Informationen aus den Vorgängerbüchern waren mir die Charaktere schnell wieder präsent. Unterstützt wurde dieses zusätzlich auch noch durch das Personenregister am Ende des Buches. Der Regionalkrimi lässt sich leicht und flüssig lesen. Die Dialoge sind gut gemacht, manchmal witzig, aber nie platt. Das Buch trägt nicht nur im Titel den Namen des Komikers und Volkssängers Karl Valentin, sondern die Autorin hat gekonnt seine Zitate mit der Geschichte verwoben.

Mich hat die Handlung sehr gefesselt. Geschickt wurden Hinweise verstreut und in meinem Kopf tauchten viele offene Fragen und Puzzleteilchen auf, die es mir schwer machten, die Zusammenhänge frühzeitig zu erkennen, so dass ich fleißig mitgerätselt habe.

Von Beginn an hat die Autorin einen Spannungsbogen aufgebaut, der sich durch das ganze Buch gehalten hat und mit einem spektakulären Finale endete, in dem auch die Erklärungen für die unterschiedlichen Motivationen gut nachvollziehbar waren.

Mich konnte dieser gut durchdachte Krimi wieder von der ersten Seite an begeistern.

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Veröffentlicht am 21.03.2020

Unterhaltsamer Ostfriesenkrimi

Krabbenkuss mit Schuss
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Auch in diesem 7. Band ist wieder viel los in dem idyllischen Neuharlingersiel. Eigentlich hätte der Polizist Rudi genügend zu tun mit dem Verschwinden der goldenen Teekanne der alteingesessenen Teefirma ...

Auch in diesem 7. Band ist wieder viel los in dem idyllischen Neuharlingersiel. Eigentlich hätte der Polizist Rudi genügend zu tun mit dem Verschwinden der goldenen Teekanne der alteingesessenen Teefirma Olsen, doch dann stolpert Lehrerin Rosa über die Leiche von Fritjoff Ewenberg auf der Alpakafarm. Als festgestellt wird, dass der Tod kein Unfall war, verdächtigt die Polizei als erstes die Ehefrau. Rosa ist davon nicht überzeugt und versucht auf eigene Faust zu ermitteln.

Wieder haben mich die Autorinnen mit ihren leichten flüssigen Schreibstil nach Neuharlingersiel entführt, so dass ich Rudi, Rosa und Henner bei ihren Ermittlungen begleiten durfte. Die Zeitspanne umfasst sieben Tage, in denen ich mit raten konnte. Es gab unvorhersehbare Wendungen und überraschende Ereignisse, so dass die Suche nach dem Täter nie langweilig wurde.
Neben der spannenden Unterhaltung kam natürlich der Humor nicht zu kurz, so dass ich oft schmunzeln musste und mir auch viele Szenen bildhaft vorstellen konnte.

Wer die Vorgängerbände nicht kennt, hat keine Probleme sich zu recht zu finden, denn die Beziehungen der Personen werden ausreichend erklärt. Hilfreich ist auch am Ende des Buches das Personenregister. Von den friesischen Gerichten, die in dem Buch vorkommen, gibt es im Anhang die Rezepte. Sie machen Appetit auf mehr.

Mir hat der Ausflug nach Neuharlingersiel wieder sehr gefallen und unterhaltsame sowie spannende Lesestunden bereitet.

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Veröffentlicht am 15.03.2020

Unruhige Zeiten

Gut Greifenau - Goldsturm
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Es gibt wenige Bücher von denen ich mir wünschte, sie mögen weitergehen, aber diese Reihe gehörte definitiv dazu, so dass ich die Trilogie mit großem Bedauern beendet habe. Nach dem ich voller Freude von ...

Es gibt wenige Bücher von denen ich mir wünschte, sie mögen weitergehen, aber diese Reihe gehörte definitiv dazu, so dass ich die Trilogie mit großem Bedauern beendet habe. Nach dem ich voller Freude von der Fortsetzung gehört habe, musste ich diese unbedingt lesen.

Der vierte Band führt den Leser in die Anfänge der Weimarer Republik. Die Menschen leiden unter den unmittelbaren Kriegsfolgen und der Hyperinflation. Konstantin und Rebecca kämpfen um den Fortbestand von Gut Greifenau. Katherina erkennt nach der Hochzeit mit Julius Urban, was für ein privilegiertes Leben sie führt. Dabei bleibt ihr Traum nach einem Medizinstudium auf der Strecke. Wird sie sich diesen Wunsch noch erfüllen können? Auch bei den Dienstboten gibt es einige Veränderungen, die so nicht eingeplant waren.

Das Cover hat einen gewissen Wiedererkennungswert zu den bisherigen Bänden. Die Handlung spielt in der Zeit von Ende 1919 bis September 1923. Wieder ist es Hanna Caspian gelungen mich durch den wunderbaren Schreibstil und der guten Darstellung der Protagonisten zu begeistern. Sehr gekonnt hat die Autorin gut recherchierte historische Ereignisse mit in die Handlung einfließen lassen, so dass dieses Buch nicht nur gute Unterhaltung bietet, sondern auch die unruhigen Zeiten spürbar werden lässt. Dieses geschieht durch die unterschiedlichen Sichtweisen der Protagonisten, die das Geschehen sehr lebendig und vielschichtig wirken lässt. Bis zum Schluss habe ich mit den handelnden Personen mit gefiebert. Da noch einige Fragen offen geblieben sind, freue ich mich schon auf die Fortsetzung.

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