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Veröffentlicht am 04.04.2020

Reise in ein unbekanntes Land - sehr lehrreich und unterhaltsam :)

Backpacking in Pakistan
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"Backpacking in Pakistan" von Clemens Sehi & Anne Steinbach ist im März 2020 als Taschenbuch mit 288 Seiten bei CONBOOK erschienen.

Es handelt sich hier um einen sehr interessanten Reisebericht, der Schreibstil ...

"Backpacking in Pakistan" von Clemens Sehi & Anne Steinbach ist im März 2020 als Taschenbuch mit 288 Seiten bei CONBOOK erschienen.

Es handelt sich hier um einen sehr interessanten Reisebericht, der Schreibstil des Autorenpaares ist locker-flockig, man wird bestens unterhalten und ist mittendrin im Geschehen, zudem werden Fakten vermittelt, so dass man auch einiges zu den Hintergründen und der Historie Pakistans lernt.

Die beiden erzählen mehr oder weniger abwechselnd, was besonders spannend ist, da es sich bei Pakistan ja um ein muslimisches Land handelt, in dem Frauen ganz anders behandelt werden als hierzulande und auch sehr eingeschränkt in ihren Rechten sind. Da fand ich es als Frau beim Lesen besonders spannend, wie sich hier der Umgang mit Frauen und mit Männern unterscheidet - manchmal hätte ich gern mehr von Annes persönlichen Empfindungen in diesen Situationen erfahren.

Die Beiden reisen durch ein sehr gefährliches, vom Tourismus weitgehend unentdecktes Land und werden hierbei sehr häufig von der Polizei begleitet und ständig überwacht. Sie lernen aber auch unglaublich viele freundliche, herzliche und hilfsbereite Menschen kennen und erleben so in jeglicher Hinsicht einen Urlaub der außergewöhnlichen Art.

Super gefallen hat mir, dass beide nichts beschönigen und auch unangenehme oder peinliche Begebenheiten frei heraus zum Besten geben, was auch das ein oder andere Mal zum Schmunzeln anregt :)

Allerdings muss ich einen Punkt abziehen, so dass es "nur" zu einer 4 Sterne-Bewertung reicht: Zum Einen finde ich die "Pakistan-Lektionen" eher bevormundend lehrreich als hilfreich, denn die meisten gelten ebenso für sehr viele andere Urlaubsländer, auch in buddhistischen oder hinduistischen Regionen und sollten von den meisten Menschen , die ein wenig Respekt ziegen und sich vor ihrem Urlaub in groben Zügen über das zu bereisende Land informieren, ohnenhin automatisch eingehalten werden.

Zum Zweiten habe ich die ganze Zeit geschwankt, ob ich es nun mutig und rebellisch finde, in einem derart gefährlichen Land Urlaub zu machen, oder eher naiv und etwas ignorant - auf alle Fälle ist es eine Gratwanderung, wobei hier meiner Meinung nach teilweise die Grenze überschritten wurde...

Auf alle Fälle ein äußerst lesenswertes Buch, in dem man eine Menge über Land und Leute, Essen, Sitten und Gebräuche sowie Hintergründe erfährt.

Danke für einige Stunden, die ich in dieser fremden bunten Welt verbringen durfte :)

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Veröffentlicht am 30.03.2020

Berührender, sehr gelungener Auftakt der Ruhrpott-Saga

Ein Traum vom Glück
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"Ein Traum vom Glück" von Eva Völler ist als Taschenbuch mit 464 Seiten im März 2020 bei Lübbe erschienen. Es handelt sich um den ersten Teil der Ruhrpott-Saga.
Eva Völler legt hier eine berührende und ...

"Ein Traum vom Glück" von Eva Völler ist als Taschenbuch mit 464 Seiten im März 2020 bei Lübbe erschienen. Es handelt sich um den ersten Teil der Ruhrpott-Saga.
Eva Völler legt hier eine berührende und interessante Familiengeschichte vor, die in Essen ab 1951 spielt. Hierhin, genauer zu ihrer Schwiegermutter Mine, war Katharina mit ihren beiden Töchter Inge und Bärbel aus Berlin geflüchtet.
Das Zusammenleben ist nicht einfach, Katharinas Mann Karl ist noch nicht aus dem Krieg bzw. Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt und Mine ist eine sehr verschlossene Frau, die fest daran glaubt, dass ihr Sohn zurückkehrt. Katharina hingegen denkt, dass ihr Mann wohl nicht wiederkommt und sie hat es satt, im ewigen Kohlenstaub, ohne warme Dusche und in beengten Verhältnissen zu leben...sie ändert, entwirft und näht Kleider für die Nachbarschaft, hofft auf weitere Empfehlungen und träumt von einem eigenen Atelier
Eines Tages taucht plötzlich Johannes auf, ein schwer traumatisierter Kriegsheimkehrer und Verwandter von Oma Mine...
Das Cover zum Buch finde ich sehr gelungen und äußerst ansprechend, es passt perfekt zu der Zeit und die Kombination vom schwarz-weißen Hintergrund und den farbigen Figuren ist sehr einprägsam.
Der Schreibstil von Eva Völler ist wirklich toll, prägnant und flüssig, lebendig und amüsant. Besonders der Ruhrpott-Slang von Oma Mine und Nachbarin Elfriede macht Spaß und wird ganz trocken herübergebracht. Da werden nicht viele Worte gemacht, aber das Herz sitzt am rechten Fleck, besonders bei Mine, wie sich einige Male herausstellen wird. Die Autorin hat bestens recherchiert und erzählt absolut authentisch.
Es ist permanent was los, die Spannung reisst eigentlich nie ab und zum Ende hin wird es äußerst aufregend.
Die Charaktere sind detailliert ausgearbeitet, man fühlt definitiv mit und hat eigentlich durchgehend das Gefühl, fast selbst dabeigewesn zu sein.
Für meinen persönlichen Geschmack war es leider über weite Teile zu wenig historischer Roman und zu viel Liebesgeschichte (darum auch nur 4 Sterne), zwar sehr gut geschrieben aber dennoch etwas zu seichte Unterhaltung.
Im letzten Drittel allerdings hat mich Eva Völler dann auch vollends überzeugt, die Charaktere hatte ich ja bereits zuvor ins Herz geschlossen und zum Schluß habe ich dann auch absolut mitgefiebert und mitgelitten.
Mein Fazit: Ein sehr gelungener Auftakt der Ruhrpott-Saga, das Lesen lohnt sich :)

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Veröffentlicht am 23.03.2020

"Der Franken-Bulle" - Horst und Paulina ermitteln im Filmmilieu

Der Franken-Bulle
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"Der Franken-Bulle" von Harry Luck ist als Taschenbuch mit 240 Seiten im Februar 2020 im Emons Verlag erschienen.

Hauptkommissar Horst Müller, ein oft grantelnder Franke mit einer Vorliebe für Filterkaffee ...

"Der Franken-Bulle" von Harry Luck ist als Taschenbuch mit 240 Seiten im Februar 2020 im Emons Verlag erschienen.

Hauptkommissar Horst Müller, ein oft grantelnder Franke mit einer Vorliebe für Filterkaffee und Eierlikör und seine Kollegin, Kriminalmeisterin Paulina Kowalska, sein Caffe Latte liebender Side-Kick, ermitteln in einem brisanten Fall:

Bei den Dreharbeiten zur neuesten Folge des "Franken-Bullen" kommte es zu einem dramatischen Unfall - Drehbuchautorin Barbara Schauer, die selbst die Rolle des Opfers spielt, wird erschossen, da die sonst genutzte unbrauchbare Filmwaffe gegen eine echte, scharfe Pistole ausgetauscht wurde...hier ist der Schütze wohl nicht wirklich der Mörder...

Das Ermittlerduo Horst und Paulina taucht ein in die Welt des Films, aber beim Blick hinter die Kulissen wird recht schnell klar, dass die Fassade blendet...in der Realität sieht es ganz anders aus, es geht auch hier um Geld, Macht, Konkurrenz, Neid und Mißgunst...

Als herauskommt, dass die Tatwaffe bereits bei diversen Überfällen verwendet wurde, wird es richtig brisant und es wird in unterschiedliche Richtungen ermittelt: War der Mörder ein Kollege? Hat die chinesische Mafia etwas mit dem Mord zu tun, weil Barbara Schauer hier zu intensiv für ihr nächstes Drehbuch recherchiert hat?!

Horst Müller ist eine eigenbrödlerische Hauptfigur, er ist quasi 30 Jahre zuvor stehengeblieben in seiner persönlichen Entwicklung, denn er hasst moderne Kaffeemaschinen, Osmoseanlagen, Netflix etc. Wenn er auch oft grantelt, hat er doch Humor und auch das Herz am rechten Fleck. Seine Kollegin Paulina weist ihn immer wieder mal mehr oder weniger diskret in seine Schranken, hier gab es des Öfteren mal was zu schmunzeln.

Als besonderen Clou hat der Autor hier noch einen Krimi im Krimi eingebaut, eine sehr gelungene Einlage.

Besonders gut gefallen hat mir, dass eine gehörige Portion Selbstironie im "Franken-Bullen" mit drinsteckt. Harry Luck hat den Regionalkrimi an sich ziemlich aufs Korn genommen eine äußerst humoristische Reflektion ;)

Insgesamt hat mich das Buch sehr gut unterhalten, das Lesen ging flüssig von der Hand und es war unblutig spannend.

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Veröffentlicht am 16.03.2020

Ein Franzose in Grönland - ein aussergewöhnlicher Reisebericht mit schrägem Humor.

Das Eis brechen
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"Das Eis brechen" von Julien Blanc-Gras ist im März 2020 mit 160 Seiten als Hardcover im mareverlag erschienen.

Der Autor legt hier einen recht außergewöhnlichen Reisebericht vor, natürlich erfährt man ...

"Das Eis brechen" von Julien Blanc-Gras ist im März 2020 mit 160 Seiten als Hardcover im mareverlag erschienen.

Der Autor legt hier einen recht außergewöhnlichen Reisebericht vor, natürlich erfährt man einiges über die beeindruckende Natur Grönlands und historische Hintergründe, der Schwerpunkt liegt hier jedoch ganz klar auf ganz persönlichen Eindrücken und zwischenmenschlichen Begegnungen.

So besucht Julien Blanc-Gras nach seiner Ankunft in Grönland beispielsweise als Erstes eine Kneipe, um sich ein Bild von den Einheimischen zu machen und Menschen kennenzulernen.

Anschließend geht er an Bord der "Atka", wo außer ihm noch ein Maler sowie der Kapitän und der erste Offizier mitreisen. Die Crew schippert so einige Wochen von Insel zu Insel, manövriert sich durch diverse Eisberge, Julien lernt Leute kennen und erlebt viel unbeschreibliche Natur.

Sein Humor ist ein ganz besonderer, teils recht trocken und auch manchmal mit "großer Schnauze" haut Julien Blanc-Gras raus - mir hat das gut gefallen, aber scheinbar trifft es nicht jeden Lesers Nerv...

EIn abwechslungsreiches kleines Buch, welches gut unterhält und in dem man auf unterhaltsame Weise einiges über Grönland und seine Einwohner erfährt.

Wer einen Reiseführer oder ein Sachbuch erwartet, sollte sich allerdings anderweitig umsehen!

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Veröffentlicht am 02.03.2020

Feuerland - spannender, brisanter erster Fall für Kommissarin Vanessa Frank

Feuerland
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"Feuerland" von Pascal Engman ist als Taschenbuch mit 496 Seiten im Februar 2020 bei Klett-Cotta erschienen.

Feuerland ist der Auftakt einer Thriller-Reihe um die Kommissarin Vanessa Frank, einer sehr ...

"Feuerland" von Pascal Engman ist als Taschenbuch mit 496 Seiten im Februar 2020 bei Klett-Cotta erschienen.

Feuerland ist der Auftakt einer Thriller-Reihe um die Kommissarin Vanessa Frank, einer sehr sympathischen und engagierten, aber anfangs wegen privater Probleme suspendierten Ermittlerin.
In Stockholm werden zwei reiche Geschäftsleute nach einem Überfall auf ein Uhrengeschäft entführt, außerdem verschwinden Strassenkinder spurlos.
Die Spuren führen Vanessa Frank nach Chile, und sie gerät ins Visier des organisierten Verbrechens. Begleitet wird sie dabei von dem ehemaligen Elitesoldaten Nicolas Paredes,der unehrenhaft entlassen wurde und nun versucht, sich und seine autistische Schwester über Wasser zu halten.
Eine weitere zentrale Figur des Thrillers ist Carlos Schillinger, der die Colonia Rhein kommissarisch führt, eine Kolonie, die geflohene Nazis nach dem zweiten Weltkrieg gründeten.
Die Handlungsstränge werden von der jeweiligen Hauptperson erzählt, man lernt zuerst die Protagonisten kennen und nach und nach werden die einzelnen Stränge zusammengeführt und die Spannung baut kontinuierlich auf und wird zum Ende hin ganz enorm!
Es geht um Geldgier, Macht und Korruption, die Methoden des organisierten Verbrechens sind skrupellos und das Thema brisant und hochaktuell!
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und hat mich nach ein paar Startschwierigkeiten (es war mir anfangs etwas langweilig) in seinen Bann gezogen, die eher kurzen Kapitel sowie die unterschiedlichen Handlungsstränge gefielen mir ausgesprochen gut.
Ein schwedischer Thriller, der durchaus empfehlenswert ist!

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