Komplett anders als erwartet
SweetgirlSweetgirl beginnt damit, dass sich die 16-jährige Percy auf die Suche nach ihrer drogenabhängigen Mutter macht, die sich auf der Farm ihres Crystal Meth Dealers Selton Potter aufhalten soll. Mitten in ...
Sweetgirl beginnt damit, dass sich die 16-jährige Percy auf die Suche nach ihrer drogenabhängigen Mutter macht, die sich auf der Farm ihres Crystal Meth Dealers Selton Potter aufhalten soll. Mitten in der Nacht, ein Blizzard im Anmarsch, findet Percy auf besagter Farm jedoch nicht ihre Mutter, sondern ein 6 Monate altes, vollkommen vernachlässigtes Baby.
Sie nimmt die kleine Jenna mit und will sie ins Krankenhaus bringen.
Die im Klappentext beworbene Verfolgungsjagd im Schnee beginnt etwas zäh und lässt zumindest anfangs keinerlei Jagdgefühl aufkommen.
Anders als erwartet wechselt sich die ich-Erzähler-Perspektive von Percy kapitelweise ab mit Abschnitten, in denen der Leser Shelton Potter beobachtet.
Diese Kapitel haben ihren ganz eigenen Charme, stellen sie doch dar, wie ein Mensch, der eigentlich vielleicht gar nicht wirklich böse wäre, durch die Drogen zu einem gefährlichen und vor allem unberechenbaren Gegner wird.
Percys Flucht hat ihre Hoch- und Tiefpunkte und hat mir letztendlich, trotz der fehlenden Verfolgungsjagd, wie sie im Klappentext angekündigt wurde, sehr gut gefallen.
Durch Jenna entwickelt sich die 16-Jährige weiter, was auch gut verfolgt werden kann.
Das Ende ist emotional, herzergreifend und hat mir ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert.
Das Buch, auch, wenn es komplett anders als erwartet war, hat mir sehr gut gefallen und ich würde es jederzeit weiterempfehlen, auch wenn ich nicht sagen kann, in welches Genre ich es letztendlich einordnen würde. Zum Schreibstil (in der auf deutsch übersetzten Version) bleibt zu sagen, dass es flüssig war und leicht zu lesen. Sehr angenehm!
Mein Highlight
Die Gespräche zwischen Percy und ihrer Vaterfigur Portis Dale.