198 Seiten Geschichte über Irmelina Geisterkind. Die Empfehlung lautet ab 8 Jahren – das kann ich auch gut nachvollziehen. Die kleinen Geschichten/ Kapitel sind verständlich und leserlich zum Selbstlesen ...
198 Seiten Geschichte über Irmelina Geisterkind. Die Empfehlung lautet ab 8 Jahren – das kann ich auch gut nachvollziehen. Die kleinen Geschichten/ Kapitel sind verständlich und leserlich zum Selbstlesen geschrieben. Ich habe die Geschichten meinem Neffen vorgelesen – die Bilder zwischendurch fand er ganz schön, war ihm aber „zu wenig“. Er hörte gespannt zu und stellte viele Fragen (er ist noch nicht in der Schule). Über die Baumkunde war er ganz begeistert. Wir mussten danach vor die Tür und die Blätter suchen. Was mir sehr gut gefällt, ist die Idee der Weitergabe.
"Zwei Schwestern, zwei Geschichten, eine Vergangenheit." so ist es auf der Rückseite des Buches zu lesen. Inhaltlich geht es um eine Frau Ende 40 namens Nadja, verheiratet, eine erwachsende Tochter. Nadja ...
"Zwei Schwestern, zwei Geschichten, eine Vergangenheit." so ist es auf der Rückseite des Buches zu lesen. Inhaltlich geht es um eine Frau Ende 40 namens Nadja, verheiratet, eine erwachsende Tochter. Nadja hatte schon immer das Gefühl, das ein Teil in ihrem Leben fehlt. Durch Zufall erfährt sie, dass sie eine Zwillingsschwester hat. Sie selbst wurde adoptiert. Mit ihrer Schwester versteht sie sich auf Anhieb und trotzdem wirft das Verhalten von Pia Fragen auf. Gemeinsam macht sie sich mit ihr auf dem Weg um nach Antworten zu suchen: Infos zur verstorbenen Mutter, dem verlorenen Vater,... sie begegnet der Tante, erhält Einblicke in ein anderes Leben ihrer Schwester. Mit ihrem Mann fährt sie sogar bis nach Kreta, um dort nach ihrem Vater zu suchen. Sie hat so viele Fragen und am Ende ist die Familie komplett.
Das Buch besteht aus unterschiedlichen Kapiteln und schwenkt aus der Erzählperspektive immer wieder zu anderen Protagonisten, da befinden wir uns beim Lesen mal im Jahr 2017, mal 1974, mal berichtet Corinna (ihre leibliche Mutter), mal Nadja, mal ihr leiblicher Vater Clemes,... all das dient dazu, die Geschichte aus vielen Perspektiven aufzurollen und zu verstehen.
Manchmal passen die Orts- und Perspektivwechsel nicht - für mich als Leserin zumindest. Die Übergänge sind dabei wenig erklärend und erst nach ein paar Absätzen habe ich den Schauplatz verstanden. Das Ende passt so gar nicht zum sonst melancholischen Buch - plötzlich wird der unerfüllte 2. Kinderwunsch von Nadja erfüllt und alle sitzen glücklich am Tisch - das geht mir zu holter die polter und wirkt, als müsse ganz viel Inhalt wenige Seiten füllen - passt leider nicht zum Rest des Buches.
Bei verregneten Tagen ganz okay, nochmal würde ich es nicht lesen.
"Essen fungiert für Familie und Freunde als soziales Schmiermittel, gewissermaßen als Vorwand, einfach lange mit netten Menschen am Tisch zu bleiben und zu plaudern." getreu diesem Motto, lässt uns der ...
"Essen fungiert für Familie und Freunde als soziales Schmiermittel, gewissermaßen als Vorwand, einfach lange mit netten Menschen am Tisch zu bleiben und zu plaudern." getreu diesem Motto, lässt uns der Autor Stefan Maiwald, an der Planung, der Vorbereitung und Durchführung seines Geburtstagsessens teilhaben.....
Das Cover gefällt mir sehr gut. Die raue Oberfläche hat eine angenehme Haptik. Eine überdimensional große Gabel dreht eine Nudel auf, die mit einem längeren Text schon verrät, worum es eigentlich geht. Aufgeschlagen begegnen uns direkt 5 (!) Seiten Inhaltsverzeichnis. Hierbei geht es um Teil 1: die Vorbereitungen, Teil 2: das Fest naht, Teil 3: das Fest, zum Schluss der Anhang.
Insgesamt fehlt mir hier Klarheit, welches Genre dieses Buch zuzuordnen wäre. Für ein Kochbuch sind die Rezepte zu oberflächlich und nicht detailliert genug beschrieben, für ein Sachbuch enthält es mir zu viel persönliche Dinge, für eine Unterhaltungsliteratur hat es zu viel Bezüge aus anderen Bereichen.... was genau ist es? Die Frage bleibt mir leider offen.
Wir begleiten also den Autor bei den Vorbereitungen seines Geburtstagsessens und reisen auf diesem Weg durch Italien, lernen interessante Menschen kennen, die ihr Wissen rund ums Kochen und Genießen weitergeben und erleben am Ende ein Fest..... Ab und zu wird das Buch durch rote Seiten unterbrochen. Mit weißer Schrift stehen auf vielen wichtige Kernbotschaften der vorherigen Seiten. Manchmal dienen diese Seiten auch als Einschub und tragen den Titel "am Wegesrand". Durch die kleine weiße Schrift auf rotem Untergrund fällt es mir schwer dies zu lesen. Insgesamt finde ich es etwas langatmig und hat mich leider nicht so überzeugt....
„Nimms nicht persönlich“ ist ein ungewöhnliches Buch – schräg, nebulös und schwer einzuordnen. Der Einstieg wirkt rätselhaft, der Prolog steht lange Zeit ohne erkennbaren Zusammenhang zur eigentlichen ...
„Nimms nicht persönlich“ ist ein ungewöhnliches Buch – schräg, nebulös und schwer einzuordnen. Der Einstieg wirkt rätselhaft, der Prolog steht lange Zeit ohne erkennbaren Zusammenhang zur eigentlichen Handlung. Die Figuren bleiben blass und unnahbar, besonders Pascal mit seiner bizarren Vernehmung. Auch die Handlung nimmt nur langsam Fahrt auf und bleibt über weite Strecken vage oder unnötig abschweifend – etwa beim Ausflug nach Salzburg.
Im weiteren Verlauf wird die Geschichte zunehmend wirr und absurd, mit unsterblichen Figuren und surrealen Szenarien. Der Humor, der als „schwarz“ angekündigt wird, traf meinen Geschmack leider gar nicht. Vieles wirkte eher bemüht als pointiert, Meas Liebesprobleme und überzeichnete Dramen bremsten für mich den Lesefluss zusätzlich.
Erst gegen Ende fügen sich manche Elemente zusammen, was ich durchaus interessant fand – etwa die Verbindung zum Anfang. Trotzdem blieb der Gesamteindruck negativ. Einige Szenen empfand ich als unnötig brutal oder unangenehm, darunter sexuelle Übergriffe und Gewaltmomente, die mir das Leseerlebnis verdarben.
Die satirische Darstellung der Arbeitswelt hatte Potenzial, aber vieles blieb für mich zu unklar oder überzeichnet – der Pudel bleibt mir dabei besonders rätselhaft.
Insgesamt war es ein besonderes, aber für mich enttäuschendes Buch, das mich weder inhaltlich noch stilistisch überzeugen konnte.
Wir befinden uns mitten in einer Pandemie - Abstand ist das Gebot der Stunde.
Bei manchen Zeitgenossen glaubt man, sie haben den Anstand zu Hause vergessen (hamstern, drängeln, machen Kasse mit der Pandemie,..). ...
Wir befinden uns mitten in einer Pandemie - Abstand ist das Gebot der Stunde.
Bei manchen Zeitgenossen glaubt man, sie haben den Anstand zu Hause vergessen (hamstern, drängeln, machen Kasse mit der Pandemie,..). Bei dem Titel hätte ich Storys über genau diese Personengruppe erhalten.
Doch leider wurde ich enttäuscht. Dem Leser begegnen hier 17 kleine Kurzgeschichten, die mal mehr und auch viel weniger mit der aktuellen Lage zu tun haben. Es werden Klischees bedient, Persönlichkeiten denunziert, überholte Werte und Rollenbilder dargestellt.
Vereinzelt gab es Szenen, die zum Schmunzeln anregen. Alles in allem aber nicht wirklich lesenwert. Schade, die Idee war gut.