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Veröffentlicht am 09.04.2020

Mir waren es ein paar Seiten zu wenig

Drei Uhr morgens
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Gebundene Ausgabe: 184 Seiten
Verlag: Folio (20. August 2019)
ISBN-13: 978-3852567693
Originaltitel: Le tre del mattino
Übersetzung: Verena von Koskull
Preis: 20,00 €
auch als E-Book erhältlich

Mir waren ...

Gebundene Ausgabe: 184 Seiten
Verlag: Folio (20. August 2019)
ISBN-13: 978-3852567693
Originaltitel: Le tre del mattino
Übersetzung: Verena von Koskull
Preis: 20,00 €
auch als E-Book erhältlich

Mir waren es ein paar Seiten zu wenig

Inhalt:
Antonio ist Epileptiker. Kurz vor seinem 18. Geburtstag reist er mit seinem Vater, den er kaum kennt, nach Marseille zu einem Termin in der Klinik. Um herauszufinden, ob Antonio inzwischen vielleicht geheilt ist, trägt der behandelnde Arzt ihm einen Stress-Test auf. Dabei soll Antonio zwei Tage und Nächte nicht schlafen. 48 Stunden, in denen sich Vater und Sohn näher kommen, sich einander öffnen und auch einiges über sich selbst lernen.

Meine Meinung:
Mir gefällt der Schreibstil von Gianrico Carofiglio recht gut. Er ist klar und prägnant. Für seine Protagonisten bringt der Autor viel Empathie auf und lässt die Leserschaft in deren Innerstes blicken. Es ist berührend, mit zu verfolgen, wie sich die beiden ungleichen Männer einander zaghaft annähern und Vertrauen aufbauen.

Allerdings sind mit 180 Seiten für ein solches Unterfangen einfach zu wenig. Hier muss zwangsläufig doch vieles auf der Strecke bleiben.

Nichtsdestotrotz ist das Buch sehr lesenswert.

★★★★☆

Veröffentlicht am 03.04.2020

Sehr interessant, aber zuweilen auch langatmig

Die Zeit des Lichts
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Gebundene Ausgabe: 393 Seiten
Verlag: Klett-Cotta (26. Oktober 2019)
ISBN-13: 978-3608963403
Originaltitel: The Age of Light
Übersetzung: Nicolai von Schweder-Schreiner
Preis: 22,00 €
auch als E-Book und ...

Gebundene Ausgabe: 393 Seiten
Verlag: Klett-Cotta (26. Oktober 2019)
ISBN-13: 978-3608963403
Originaltitel: The Age of Light
Übersetzung: Nicolai von Schweder-Schreiner
Preis: 22,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Sehr interessant, aber zuweilen auch langatmig

Inhalt:
Lee Miller, in den USA als Model sehr erfolgreich, zieht es Ende der 1920er Jahre im Alter von 22 Jahren nach Paris. Hier will sie sich ein Leben als Künstlerin aufbauen. Sie wird die Assistentin des berühmten Fotografen Man Ray, seine Muse und bald auch seine Geliebte. Doch je erfolgreicher Lee wird, desto eifersüchtiger und besitzergreifender wird Man.

Meine Meinung:
Im Klappentext ist auch davon die Rede, dass Lee während des Zweiten Weltkriegs als Fotografin unterwegs war und erschütternde Fotos geschossen hat. Ich hatte mir mehr Informationen über diese Zeit erhofft. Leider enthält der Roman aber nur wenige sehr kurze Einschübe dazu. Das große Hauptthema ist die Beziehung zu Man Ray.

Zwar fand ich es auch sehr interessant, wie sich diese Beziehung entwickelt und wie Lee Miller um ihre Anerkennung als Künstlerin kämpft, doch so ganz konnte mich dieses Thema leider nicht packen. Zum einen liegt das sicher daran, dass weder Lee noch Man sympathisch dargestellte Personen sind. Zum anderen liegt es an dem relativ unemotionalen, aber detaillierten Schreibstil. Ich konnte den Protagonisten einfach nicht wirklich nahe kommen. Die Atmosphäre der Zeit, die 1930er Jahre in Paris, ist meines Erachtens aber sehr gut getroffen.

★★★★☆

Veröffentlicht am 01.04.2020

Beeindruckend, aber etwas fehlt

Die Karte der zerbrochenen Träume
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Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (20. Mai 2019)
ISBN-13: 978-3453271517
Originaltitel: The Map of Salt and Stars
Übersetzung: Andrea Kunstmann
Preis: 22,00 €
auch als E-Book erhältlich

Beeindruckend, ...

Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (20. Mai 2019)
ISBN-13: 978-3453271517
Originaltitel: The Map of Salt and Stars
Übersetzung: Andrea Kunstmann
Preis: 22,00 €
auch als E-Book erhältlich

Beeindruckend, aber etwas fehlt

Inhalt:
Die 12-jährige Nour wurde als Tochter syrischer Einwanderer in New York geboren. Kurz nach dem Tod des Vater beschließt die Mutter im Sommer 2011, mit ihren drei Töchtern nach Syrien in die Stadt Homs zu ziehen. Für Nour ist das absolutes Neuland, sie spricht nicht einmal die Sprache. Doch schon bald wird der Traum vom Leben in der syrischen Heimat zum Albtraum. Homs wird bombardiert und das Haus der Familie zerstört. Die Mutter entschließt sich zur Flucht nach Spanien, wo ihr Schwager lebt. Eine gefährliche Reise beginnt, während der Nour sich selbst eine Geschichte erzählt, die ihr Vater ihr immer erzählt hat. Die Geschichte handelt von Rawiya, die sich im 12. Jahrhundert als Junge verkleidet einem Kartografen anschließt und praktisch die gleichen Orte bereist wie nun Nour auf ihrer Flucht.

Meine Meinung:
Das Thema dieses Romans ist leider immer noch aktuell. Es werden auch die Probleme von Flüchtlingen und die Gefahren, die ihnen drohen, gut herausgestellt, ebenso wie die fehlende Alternative zu einer Flucht.

Doch leider konnte mich Jennifer Zeynab Joukhadar, wie die Autorin mit vollem Namen heißt, nicht vollends mitnehmen. Die Idee mit der parallel verlaufenden Geschichte in der Geschichte ist im Prinzip gut, hat für meinen Geschmack aber zu viel Raum eingenommen. Ich habe jetzt nicht nachgezählt, aber das waren gefühlt ein Drittel der Seiten. Auch diese Geschichte hat ihre Weisheiten und Moral, mehr noch hat sie aber meinen Lesefluss gestört. Die Geschichte von Nour fand ich definitiv fesselnder.

Allerdings war mir auch hier der Schreibstil zu wenig emotional. Es wird aus Nours Ich-Perspektive erzählt, wirkt aber trotzdem relativ nüchtern. Viele Ängste, Hoffnungen oder Schmerzen kamen nicht in vollem Ausmaß bei mir an, was mich etwas irritiert hat.

Nichtsdestotrotz ist es ein gutes, ein wichtiges Buch, das von vielen Menschen gelesen werden sollte. Zudem ist es ein hübscher Blickfang mit seinem malerischen Cover. Auch ohne Schutzumschlag sieht es wirklich toll aus. Dazu kommt eine alte Karte auf dem Vorsatzpapier, auf der man gut die Reise verfolgen kann.

★★★★☆

Veröffentlicht am 27.03.2020

Verzwickter Kriminalroman - Thriller eher nicht

VANITAS - Grau wie Asche
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Broschiert: 391 Seiten
Verlag: Knaur HC (2. März 2020)
ISBN-13: 978-3426226872
Preis: 16,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Verzwickter Kriminalroman - Thriller eher nicht

Inhalt:
Carolin ...

Broschiert: 391 Seiten
Verlag: Knaur HC (2. März 2020)
ISBN-13: 978-3426226872
Preis: 16,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Verzwickter Kriminalroman - Thriller eher nicht

Inhalt:
Carolin Bauer ist wieder zurück in Wien und arbeitet in dem Blumenladen am Zentralfriedhof. Eigentlich fühlt sie sich hier ganz sicher, doch als es zu einer Reihe von Grabschändungen kommt, gerät Caro in den Fokus der Polizei …

Meine Meinung:
Dies ist der 2. Teil der Reihe um Carolin Bauer, die unter falschem Namen in Wien lebt, weil sie sich vor der Russen-Mafia verstecken muss. Man muss den 1. Band nicht unbedingt gelesen haben, die jeweiligen aktuellen Kriminalfälle sind in sich abgeschlossen, aber die Rahmenhandlung wird weitergeführt. Doch auch dazu wird alles Wichtige hier noch mal kurz angesprochen.

Der 2. Band beginnt, wie der 1. endete, nämlich rasant und spannend. Leider flacht die Spannung dann etwas ab, um am Ende wieder anzusteigen. Ich würde diesen Roman nicht als Thriller bezeichnen, dafür gibt es zu wenig atemberaubende Spannung, aber für einen Kriminalroman hat er eine fesselnde und interessante Story. Wer es also gerne hochdramatisch und blutig hat, sollte lieber zu einem anderen Buch greifen. Wer es hintergründig und psychologisch mag und nachts noch schlafen will, ist hier richtig.

Carolin hat sich seit dem 1. Band gut weiterentwickelt. Sie hat sich psychisch besser im Griff, Panikattacken wehrt sie ab, aber natürlich reagiert sie nicht immer rational. Manche ihrer Handlungsweisen konnte ich nicht direkt nachvollziehen, aber sie erklären sich aus ihrer Vergangenheit, die hier auch groß thematisiert wird. Die Lesenden erfahren also endlich, was Caro mit den Karpins erlebt hat, aber wahrscheinlich noch nicht alles. Es muss ja auch noch Stoff für den nächsten Band geben, auf den ich schon sehr gespannt bin, da zwar der aktuelle Kriminalfall vollkommen aufgeklärt wird, die Rahmenhandlung aber offen endet, und zwar an einem wirklich spannenden Punkt.

Die Reihe:
1. Vanitas. Schwarz wie Erde
2. Vanitas. Grau wie Asche

★★★★☆

Veröffentlicht am 18.03.2020

Leider sehr kurz

Die Kunst, Champagner zu trinken
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Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
Verlag: Diogenes (24. Februar 2016)
ISBN-13: 978-3257069617
Originaltitel: Pétronille
Übersetzung: Brigitte Große
Preis: 20,00 €
auch als Taschenbuch erhältlich

Leider sehr ...

Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
Verlag: Diogenes (24. Februar 2016)
ISBN-13: 978-3257069617
Originaltitel: Pétronille
Übersetzung: Brigitte Große
Preis: 20,00 €
auch als Taschenbuch erhältlich

Leider sehr kurz

Amélie Nothomb fungiert hier als ihre eigene Ich-Erzählerin, was dem Roman den Anstrich einer Autobiografie gibt, obwohl er das gar nicht ist. Die erfolgreiche Schriftstellerin liebt es, Champagner zu trinken, aber bitte nicht allein. Auf der Suche nach einem Saufkumpan stolpert sie eines Tages über die junge angehende Autorin Pétronille Fanto. Es entwickelt sich eine Art Freundschaft zwischen den beiden ungleichen Frauen, in deren Verlauf sie sich durch etliche Champagnermarken trinken.

Nothombs Schreibstil vermochte mich zu fesseln. Es fiel mir leicht, mich in die Protagonistinnen hineinzudenken, bei Amélie leichter als bei Pétronille. Deren Wesen ist dynamisch und sprunghaft, schwer zu fassen und immer wieder für eine Überraschung gut.

Ich habe die Lektüre dieses kleinen Büchleins sehr genossen, hätte mir aber noch mehr gewünscht. Die Charaktere hätten durchaus noch etwas Ausbau vertragen. Auch die Erzählung weiterer Episoden, die die beiden Frauen gemeinsam erleben, wäre schön gewesen.

★★★★☆