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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2020

Cowtown im Ausnahmezustand

Was ist bloß mit Alma los?
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In Cowtown, im wilden Westen, lebt die Saloon-Besitzerin Mary. Sie hat eine Kuh, die Alma heißt. Alma wurde für ihre köstliche Milch, die Mary auch im Saloon ausschenkt, preisgekrönt. Eines Tages passiert ...

In Cowtown, im wilden Westen, lebt die Saloon-Besitzerin Mary. Sie hat eine Kuh, die Alma heißt. Alma wurde für ihre köstliche Milch, die Mary auch im Saloon ausschenkt, preisgekrönt. Eines Tages passiert jedoch etwas entsetzliches. Ständig kichert Alma, erzählt schlechte Witze und gibt saure Milch. Mary, der Sheriff von Cowtown und Jim-Dean, der Sohn des Sheriffs sorgen sich um Alma. Der Sheriff verdächtigt sofort die Indianer.
Ist Alma vielleicht krank …? Oder wurde sie gar vergiftet …?
Der Schreibstil ist flüssig und locker. Es wurde auf eine kindgerechte Schreibweise geachtet.
Das Cover ist hübsch und macht zusammen mit dem Klappentext neugierig auf das Buch.
Die Illustrationen sind sehr gut gelungen. Meine Enkeltochter hatte ihr Freude an den Bildern und konnte sich alles bildhaft vorstellen.
Die Geschichte gefällt uns sehr gut.
Die Unterbrechungen der Geschichte durch die Kapitel „Kaktus und Kaja“ waren beim Vorlesen dann doch eher störend. Sie unterbrechen den Lese- und Gedankenfluss und verwirren das Kind beim Vorlesen der Geschichte. Sie bremsten uns immer wieder aus. Wenn das Kind in einem Alter ist, in dem es das Buch schon alleine lesen kann, wird es diese Kapitel aber sicher besser verstehen und auch den Zusammenhang in diesen Kapiteln sehen.
Die Liedtexte haben uns sehr gut gefallen.
Es geht um Vorurteile, Freundschaften und darum, dass nicht immer alles nur Gut und Böse ist.
Ein kindgerechtes Buch, dass ich empfehlen kann. Es hat uns gut unterhalten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2020

Emotionale GlücksTräume

Ein Traum vom Glück
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Essen 1951: Im Krieg ist Katharina mit ihren beiden Töchtern Inge und Bärbel, von Berlin nach Essen zu ihrer Schwiegermutter Wilhelmine, genannt Mine, geflohen. Katharinas Ehemann Karl gilt als verschollen. ...

Essen 1951: Im Krieg ist Katharina mit ihren beiden Töchtern Inge und Bärbel, von Berlin nach Essen zu ihrer Schwiegermutter Wilhelmine, genannt Mine, geflohen. Katharinas Ehemann Karl gilt als verschollen. Mine gibt sich reserviert und entschlossen. Dennoch liebt sie ihre Enkeltöchter. Selbst Inge, die Katharina mit in die Ehe mit Karl gebracht hat, wurde von ihr voll und ganz als ihre Enkeltochter akzeptiert. Sie behandelt beide Mädchen gleich. Das war damals, wie auch noch heute, nicht selbstverständlich.
Mine gibt auch die Hoffnung nicht auf, dass ihr Sohn Karl eines Tages noch wieder nach Hause zurückkehren wird. Dagegen kommen Katharina Zweifel an Karls Rückkehr, je länger er abwesend ist. Durch diesen Konflikt und auch noch andere Umstände wird das Zusammenleben zwischen Katharina und Mine belastet. Katharina erweist sich als ausgezeichnete Schneiderin. Sie entwirft Mode und schneidert für Nachbarn und Bekannte Kleidung, womit sie sich eine Geldeinnahme sichert. Des Weiteren träumt sie davon ein Modeatelier zu eröffnen.
Im Winter 1951 steht auf einmal Johannes, der Enkelsohn von Mine, vor der Tür. Er ist ein traumatisierter Spätheimkehrer, der Sohn von Mines verstorbener Tochter und somit auch der Neffe von Katharinas Mann Karl. Mit der Zeit kommen Katharina und Johannes sich näher. Dabei entstehen Heimlichkeiten und jede Menge emotionale Verwirrungen. Es handelt sich um eine emotionale Berg- und Talfahrt. Die Beziehung zwischen Katharina und Johannes nimmt sehr viel Raum in der Geschichte ein. Anstelle dessen hätte ich mir persönlich vordergründig noch ein paar mehr historische Fakten aus der Zeit gewünscht.
Zur damaligen Zeit waren der Kauf von Waschmaschinen, Kühlschränken, Körperpflegeprodukten etc. ein hoher Luxus und auf Kredit zu bekommen. Auch das fließt in die Geschichte ein. Dadurch spürt man das Wirtschaftswunder der 1950er Jahre.
Die Geschichte wird immer wieder aus verschiedenen Blickwinkeln und Perspektiven der Protagonisten erzählt. Es werden wechselnde Erzählperspektiven eingebaut die mir sehr gut gefallen. Den Ruhrpott-Dialekt in die Geschichte mit einzubringen fand ich eine sehr schöne Idee. Der Dialekt lockert die Geschichte auf.
Die Gestaltung des Covers ist sehr schön. Man erahnt sofort den historischen Hintergrund der Erzählung.
Der Einstieg in die Geschichte gelang mir mühelos.
Die Geschichte ist authentisch, hat mich gut unterhalten und ich wurde emotional mitgenommen. Ich konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen.
Durch den verständlichen und flüssigen Schreibstil konnte ich mir alles sehr gut und bildhaft vorstellen.
Die Charaktere sind sympathisch und sehr gut beschrieben.
Das Ende der Geschichte wird recht schnell abgehandelt. Meiner Meinung nach zu schnell. Die Ereignisse überschlagen sich. Es ist aber auch ein überraschendes Ende und macht neugierig darauf wie es weitergeht.
Ich bin sehr gespannt und freue mich auf den zweiten Band.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 22.12.2019

Abenteuer-Reise für Kids

Atlas Obscura Kids Edition - Entdecke die 100 abenteuerlichsten Orte der Welt!
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Bei dem „Atlas Obscura Kids Edition - Entdecke die 100 abenteuerlichsten Orte der Welt!“ handelt es sich um einen Kinderatlas.
Am Anfang des Buches gibt es eine kleine Einleitung und Tipps für Utensilien, ...

Bei dem „Atlas Obscura Kids Edition - Entdecke die 100 abenteuerlichsten Orte der Welt!“ handelt es sich um einen Kinderatlas.
Am Anfang des Buches gibt es eine kleine Einleitung und Tipps für Utensilien, die man auf einer Abenteuer-Reise nicht vergessen sollte. Man bereist z.B. Island, Russland, Australien, USA, Argentinien, Österreich und viele andere Orte auf der Welt, in diesem Buch. Bei jedem Ort ist zuerst eine kleine Weltkugel abgebildet, auf der man genau erkennen kann, an welcher Stelle der Weltkugel der beschriebene Ort liegt. Neben der Weltkugel sind dann auch erst einmal die wichtigsten Details des Ortes beschrieben. Danach folgt ein kurzer Text über den Ort. Auch sind Sehenswürdigkeiten oder bestimmte Attraktionen, die mit dem jeweiligen Ort in Verbindung stehen beschrieben.
Das Cover ist ansprechend gestaltet. Mir hat es gefallen und auch die Kids werden sicher begeistert sein. Meine Enkeltochter fand es jedenfalls „Cool“.
Die Bilder in diesem Buch sind liebevoll und ausdrucksstark gezeichnet. Es steckt viel Mühe in ihnen. Und doch hätte ich mir gewünscht, dass Fotos mit eingebunden gewesen wären. Damit könnte man sich manches besser vorstellen.
Der Schreibstil ist kindgerecht und verständlich.
Ich hatte das Glück und habe dieses Buch im Adventskalender 2019 bei „LovelyBooks“ gewonnen, wofür ich mich auf diesem Wege auch recht herzlich bedanken möchte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.08.2019

Eine zauberhafte Weihnachtsgeschichte

Weihnachten wird wunderbar
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Die Schwestern Scarlett und Mélanie, aus der Betragne, wollen eigentlich nur aus dem verschneiten London zurück nach Frankreich, um mit ihrer Mutter Weihnachten zu feiern. Wegen des heftigen Schneefalls ...

Die Schwestern Scarlett und Mélanie, aus der Betragne, wollen eigentlich nur aus dem verschneiten London zurück nach Frankreich, um mit ihrer Mutter Weihnachten zu feiern. Wegen des heftigen Schneefalls werden jedoch alle Flüge gestrichen. Deshalb sitzen sie auf dem Londoner Flughafen fest. In der Wartehalle des Flughafens lernen sie William kennen. William ist Engländer und lädt die beiden zu sich nach Hause ein, bis sich das Wetter beruhigt hat und sie wieder nach Hause fliegen können. Es hat nur niemand damit gerechnet, dass unerwartet Williams Familie noch vor der Tür steht. Damit nimmt die Geschichte ihren Lauf ..
Die einzelnen Familienmitglieder haben mit allerlei Problemen zu kämpfen, die auf einfühlsame Weise geschildert werden. Jede Figur hat ihre Geheimnisse und es liegt Spannung in der Luft.
Eine sehr emotionale und humorvolle Geschichte. Manches ergibt keinen Sinn und vieles erscheint nicht gerade glaubwürdig. Auch wirkt die Geschichte stellenweise sehr gekünstelt. Trotzdem hat die Geschichte mich gefesselt. Der Schreibstil ist flüssig und überzeugt mit Humor und Witz.
Das Cover gefällt mir sehr gut. Es stimmt sofort auf die weihnachtliche Zeit ein.
Alles in allem ist der Roman empfehlenswert. Es wird viel weihnachtlicher Zauber und Magie versprüht.



Veröffentlicht am 18.06.2026

Unterhaltsame und kurzweilige Lektüre

Kurbad Hiddensee - Meeresleuchten
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Hiddensee 1921: Im Mittelpunkt dieses Romans stehen drei junge Frauen.
Edith von Ulmenau quält ein rätselhafter Husten. Sie soll auf Hiddensee davon geheilt werden, um danach eine arrangierte Ehe einzugehen. ...

Hiddensee 1921: Im Mittelpunkt dieses Romans stehen drei junge Frauen.
Edith von Ulmenau quält ein rätselhafter Husten. Sie soll auf Hiddensee davon geheilt werden, um danach eine arrangierte Ehe einzugehen. Dr. Johannes Thelen übernimmt die Behandlung von Edith. Er erkennt schon bald, dass Edith ihr Husten mit den gesellschaftlichen Erwartungen zusammenhängt.
Für Doris Michelbach haben ihre Eltern auch schon einen Bräutigam gefunden. Doris ist mit der Wahl ihrer Eltern nicht einverstanden, hat sie doch schon einen jungen Mann den sie heiraten möchte. Damit sie sich diesen aus dem Kopf schlägt und um auf andere Gedanken zu kommen, schicken ihre Eltern sie zur Kur nach Hiddensee. Doris hat jedoch den Plan ihre Identität mit ihrem Dienstmädchen Wally zu tauschen, die nun als Doris Michelbach nach Hiddensee reist. Doris vergnügt sich währenddessen mit ihrem Geliebten auf Rügen.
Die Stationsschwester Mette trägt die Verantwortung für ihre jüngeren Geschwister. Die Mutter ist früh verstorben und der Vater ist ein Trinker. Als dann auch der Vater verstirbt sollen die Geschwister in ein Waisenhaus.

Die Autorin beschreibt drei Frauenschicksale aus unterschiedlichen Gesellschaftsklassen. Damit verdeutlicht sie die Abhängigkeit der Frauen von Familien und Männern in der damaligen Zeit.
Drei Liebesgeschichten in einer sehr kurzen Zeitspanne zu behandeln ging für mich dann doch ziemlich flott. Dadurch fehlte es der Geschichte an Tiefe und Emotionen.
Der Schreibstil ist leicht und locker. Der Roman hat mir gefallen, wenn die Geschichte auch voraussehbar war und teilweise unglaubwürdig erschien.
Das Ambiente auf Hiddensee hat mir gefallen. Ich hatte kurzweilige und unterhaltsame Lesestunden.

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