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Veröffentlicht am 22.04.2020

Düster, fesselnd und faszinierend

All Saints High - Die Prinzessin
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Inhalt:

Daria Followhill ist reich, wunderschön und das beliebteste Mädchen der All Saints High. Man sollte also meinen, dass sie ein perfektes Leben führt. Doch der Schein trügt. 4 Jahre zuvor hat Daria ...

Inhalt:

Daria Followhill ist reich, wunderschön und das beliebteste Mädchen der All Saints High. Man sollte also meinen, dass sie ein perfektes Leben führt. Doch der Schein trügt. 4 Jahre zuvor hat Daria aus Eifersucht das Leben von Silvia Scully zerstört und seither plagen sie Schuldgefühle. Als sie nun erfährt, dass Silvias Bruder Penn obdachlos geworden ist, überredet sie ihre Eltern, ihn bei sich aufzunehmen. Obwohl sie weiß, dass Penn sie hasst, ist sie machtlos gegen das Kribbeln und die Anziehungskraft zwischen ihnen. Dabei weiß sie, dass seine Liebe sie zerstören könnte ...

Meinung:

Bevor ich über das Buch schreibe, möchte ich darauf hinweisen, dass man sich vor dem Lesen über ev. Triggerwarnungen schlau machen sollte. Es gibt hier viel Gewalt, Missbrauch, Selbstmordgedanken usw. Es ist auf jeden Fall nichts für zartbesaitete Leser, denn das Buch lebt quasi durch den Hass, die Intrigen und - ja, man könnte sagen - vom Zickenkrieg.

Doch jetzt: Wow, was für ein Buch! Die Story hat mich von der ersten Seite an mitgerissen und in ihren Bann geschlagen. Hier ist nichts schwarz und weiß. Daria ist nicht das perfekte Mädchen, das sie nach außen hin vorgibt zu sein. Und Penn ist nicht der Bad Boy, den man zuerst in ihm vermuten würde. Auch alle anderen Charaktere haben ihre Stärken und Schwächen.

Daria ist nach außen hin das perfekte Mädchen mit dem perfekten Leben. Doch in ihrem Inneren und auch innerhalb ihrer Familie sieht alles anderes aus. Sie hat schon einiges angestellt, das ihr teilweise starke Schuldgefühle macht. Das Verhältnis zu ihrer Mutter ist total zerrüttet. Allen spielt sie immer nur etwas vor, das geht soweit, dass sie eigentlich selbst gar nicht mehr weiß, wer sie ist. Und dann kommt auch noch Penn und stellt ihr Leben komplett auf den Kopf.

Die Story hat mich richtig gefesselt. Trotzdem war es manchmal sehr bedrückend, das Buch zu lesen. Auch wenn Daria sicher nicht perfekt war und einiges durch ihr Verhalten selbst verschuldet hat, so hat sie mir doch oft leid getan. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinfühlen und so litt ich richtig mit, als ihre Welt plötzlich über ihr zusammenbrach.

Und doch war da diese Anziehungskraft zwischen Penn und Daria. Auch wenn sie beide das gar nicht wollten, aber man konnte hinter dem ganzen Hass die Liebe spüren. Und genau diese Entwicklung war so interessant, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte.

Fazit:

Wenn ich mir meine Rezension jetzt durchlese, muss ich feststellen, dass ich bei Weitem nicht erklären konnte, was an dem Buch so faszinierend war. Ich befürchte, ihr müsst mir einfach glauben und es selbst lesen!

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Veröffentlicht am 18.04.2020

Ungewöhnlich

Tot bist du perfekt
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Inhalt:

Abbie wacht auf und etwas stimmt nicht. Sie liegt im Krankenhaus. Ihr Mann hat Tränen in den Augen, so freut er sich, dass seine geliebte, perfekte Frau am Leben ist. Sie denkt, dass sie einen ...

Inhalt:

Abbie wacht auf und etwas stimmt nicht. Sie liegt im Krankenhaus. Ihr Mann hat Tränen in den Augen, so freut er sich, dass seine geliebte, perfekte Frau am Leben ist. Sie denkt, dass sie einen schweren Unfall hatte und sich deshalb an nichts erinnern kann. Doch Tim, ihr Mann, erklärt ihr, dass er jahrelang daran gearbeitet hat, um sie wiederzubekommen.
Abbie kehrt nach Hause zurück und so nach und nach kommen auch viele Erinnerungen wieder. Sie ahnt Gefahr, doch weiß nicht aus welcher Richtung sie kommt. Sie weiß nur, sie muss wachsam sein. Irgendwo in diesem Haus mitten unter ihren Liebsten liegt der Grund, warum sie schon einmal sterben musste ...

Meinung:

Dieses Buch ging in eine ganz andere Richtung als ich erwartet habe. Aber das machte gar nichts, denn es hat mich trotzdem sehr gut unterhalten und es hat mir sehr gut gefallen. Schon das erste Buch des Autors "The Girl Before" gefiel mir sehr gut und auch Tot bist du perfekt hat mich nicht enttäuscht.

Schon aus dem Klappentext geht hervor, dass irgendetwas vor Jahren passiert sein muss. Nachdem ich den kurzen Text gelesen habe, hatte ich einige Fragen: wie gelang es Tim, Abbie wieder zum Leben zu erwecken? Und natürlich: was ist damals passiert? Die erste Frage wird gleich auf den ersten Seiten beantwortet. Bei der zweiten Frage wird man jedoch auf die Folter gespannt, denn auch Abbie erfährt sehr lange nicht, was damals passiert ist, was natürlich sehr zur Spannung beiträgt.

Die Geschichte ist aus einer ungewöhnlichen Perspektive geschrieben. Der Leser wird hier mit Du angesprochen. Bisher weiß ich nur von einem Buch, das diesen Stil anwendet: You, welches ich allerdings noch nicht gelesen habe. Auch das hat mich schon beim originalen Klappentext sehr angesprochen und ich fand es auch im Verlauf der Geschichte richtig gut.

Auch gelingt es dem Autor ein gutes Bild der Protagonisten zu zeichnen. Es gibt hier kein schwarz und weiß, es gibt kein perfekt, auch wenn das vielleicht gefragt wäre. Dadurch erreicht die Story auch eine gewisse Tiefe. Dazu werden viele verschiedene und wichtige Themen angesprochen wie zb Ethik, Autismus, künstliche Intelligenz usw.

Eines muss aber klar sein: es handelt sich hier zwar um einen Thriller, aber man darf sich keine Story erwarten, die einen ständig umreißt, wo es ständig Action und Tote gibt. Es ist eher ein ruhiger Thriller, in dem es trotzdem immer wieder unerwartete Wendungen gibt.

Fazit:

Ein Thriller, den man so schnell nicht aus der Hand legen will.

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Veröffentlicht am 04.04.2020

Gefühlvoll und romantisch

Royal Blue
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Inhalt:

Alex Claremont-Diaz ist charmant, attraktiv und clever. Als seine Mutter zur Präsidentin der USA gewählt wird, wird er über Nacht berühmt und der Schwarm aller Mädchen. Leider hapert es bei Alex ...

Inhalt:

Alex Claremont-Diaz ist charmant, attraktiv und clever. Als seine Mutter zur Präsidentin der USA gewählt wird, wird er über Nacht berühmt und der Schwarm aller Mädchen. Leider hapert es bei Alex etwas an Diplomatie. So gerät er bei einem Staatsbesuch mit Henry, dem britischen Thronfolger, aneinander und verursacht einen Skandal. Zur Schadensbegrenzung sollen sich die beiden jungen Männer medienwirksam versöhnen und eine Freundschaft vorspielen. Am Anfang hassen beide dieses Arrangement, doch nach und nach lernen sie sich besser kennen. Was, wenn sich hier Gefühle entwickeln, die über eine normale Freundschaft hinausgehen? Plötzlich steht nicht nur die Wiederwahl von Alex Mutter auf dem Spiel.

Meinung:

Schon voriges Jahr habe ich sehr viel über dieses Buch gehört. Viele englische YoutuberInnen haben darüber berichtet und für sehr viele war es ein Highlight des Jahres 2019. Das hat mich natürlich neugierig gemacht und nun ist das Buch auch auf Deutsch erschienen.

Ich muss zugeben, ich lese nicht besonders oft Bücher mit homosexuellen Beziehungsgeschichten. Nicht, weil ich negativ eingestellt bin, das bin ich nicht. Aber es interessiert mich nicht so besonders. Nach Royal Blue frage ich mich aber, warum nicht? Die Geschichte wird mit so viel Gefühl und Romantik erzählt, dass einem das Herz aufgeht.

Alex und Henry sind ganz besondere Protagonisten. Die Autorin hat es geschafft, sie sehr lebendig und detailliert darzustellen. Auch die Nebencharaktere sind toll entwickelt und alle sind total verschieden und haben alle einen Wiedererkennungswert. Es ist berührend, wie Alex und Henry sich immer besser kennenlernen und langsam draufkommen, dass da noch andere Gefühle in ihnen schlummern.

Doch nicht nur die Beziehung von Alex und Henry ist Thema in diesem Buch. Es geht auch um Politik, Alex Mutter ist gerade im Wahlkampf, um zur Präsidentin der USA wiedergewählt zu werden. Das schöne an Büchern ist, dass man sich seine Welt selbst erträumen kann. Hier ist es eine Welt, in der eine Frau die mächtigste Frau der Welt ist. Und nicht nur das, die Familie hat lateinamerikanische Wurzeln.

Fazit:

Zusammen ergibt das eine wunderschöne und berührende Geschichte. Man fiebert mit den Protagonisten mit und verliebt sich in sie. Wer Romance mag, wird dieses Buch lieben!

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Veröffentlicht am 21.03.2020

Handlettering für jeden

Handlettering. Die 33 schönsten Alphabete mit Rahmen, Ornamenten und Bordüren
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Schon lange bewundere ich immer wieder schöne Schilder, Journals, Karten usw, die mit Handlettering gestaltet wurden. Auch bin ich schon oft um verschiedene Bücher zu dem Thema herumgeschlichen, habe mich ...

Schon lange bewundere ich immer wieder schöne Schilder, Journals, Karten usw, die mit Handlettering gestaltet wurden. Auch bin ich schon oft um verschiedene Bücher zu dem Thema herumgeschlichen, habe mich aber nie drüber getraut. Doch bei diesem Buch dachte ich mir, dass ich nicht viel falschmachen kann.

Am Anfang des Buches gibt es eine kurze Zusammenfassung über das Buch, die verschiedenen fachlichen Begriffe, sowie Tipps, wie man die Vorlagen verwenden kann. Danach geht es auch schon los mit den verschiedenen Schriften. Auf der linken Seite findet man jeweils ein Beispiel zu der Schrift, eine Erklärung, wie man die Buchstaben erstellt, sowie Tipps dazu. Auf der rechten Seite befindet sich das gesamte Alphabet auf karierten Linien. Am Ende des Buches gibt es auch noch verschiedene Schwünge, Bordüren und Rahmen sowie kleine Illustrationen.

Ich finde das Buch sehr gut aufgebaut. Durch die Beispiele kann man gleich sehen, wie das Geschriebene wirken kann. Durch die karierten Linien auf der Alphabetseite kann man leicht erkennen, wie groß bestimmte Teile des Buchstabens sind und diese vergrößern oder verkleinern. Zum Üben kann man sich auch diese Übungsblätter auf der Seite des Verlages ausdrucken.

Obwohl ich sehr kreativ bin (Zeichnen, Basteln usw), finde ich meine Handschrift furchtbar. Mit Hilfe der verschiedenen Alphabete schaffe ich es aber, dass auch ev. Geschriebenes auf meinen Werken (speziell in meinem Reading Journal) besser aussieht - noch lange nicht perfekt, da muss ich noch üben, aber schöner als vorher ;)

Man darf sich von dem Buch keine lange Abhandlung über Handlettering erwarten oder viele Beispiele mit verschiedenen Schriften usw. Aber es hält was es verspricht: 33 schöne Alphabete, diese zusammen zu verwenden und zu kombinieren, bleibt einem selbst überlassen - das ist ja auch das schöne am kreativ sein.

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Veröffentlicht am 16.02.2020

Wunderschöne Liebesgeschichte, Taschentücher bereit halten!

A Wish for Us
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Inhalt:
Cromwell ist der erfolgreichste Musiker Europas, doch die Musik erreicht seine Seele nicht, was früher anders gewesen ist. Jetzt kämpft er mit aller Macht dagegen an. Trotzdem nimmt er ein Stipendium ...

Inhalt:
Cromwell ist der erfolgreichste Musiker Europas, doch die Musik erreicht seine Seele nicht, was früher anders gewesen ist. Jetzt kämpft er mit aller Macht dagegen an. Trotzdem nimmt er ein Stipendium in den USA an, wo er Bonnie kennenlernt. Bonnie ist ehrgeizig und von Musik begeistert. Als die beiden für ein Kompositionsprojekt zusammenarbeiten sollen, kommen bei beiden Gefühle auf, die sie nicht zulassen wollen ...

Meinung:

Ich versuche, diese Rezension möglichst ohne Spoiler zu schreiben, was bei diesem Buch aber etwas schwierig ist. Es passiert so viel und hat so viel Tiefgang, dass der Klappentext nur einen Bruchteil davon anspricht.

Eines sollte man aber auf jeden Fall wissen, wenn man das Cover dieses Buches sieht: Cromwell sieht Musik in Farben und ich stelle mir diese Fähigkeit so vor, wie auf dem Titelbild gezeigt. Bunt, verschiedene Formen und Farben und wunderschön.

Das Buch selbst ist sehr gut und flüssig zu lesen, der Schreibstil ist sehr angenehm und bringt einen die Charaktere näher. Cromwell kommt zuerst ziemlich unsympathisch rüber, rüpelhaft, kurz angebunden usw. Doch mit der Zeit können wir hinter die Fassade blicken und den echten Cromwell sehen. Bonnie war mir von Anfang an sympathisch, wobei man auch sie mit der Zeit noch viel besser kennenlernt.

Es war wieder ein Buch, das mich zum Weinen gebracht hat (und das passiert nicht oft). Tillie Cole schreibt so emotional, einfühlsam und herzzerreißend. Selbst wenn ich jetzt daran zurückdenke, bildet sich schon wieder eine kleine Träne in meinem Auge. Es ist so viel Gefühl in diesem Buch, so viele Schicksalsschläge und doch auch (fast) immer Hoffnung.

Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Die Geschichte hat mich so gefesselt, mir sind die Tränen über meine Wangen geronnen und trotzdem konnte ich es nicht weglegen. Ich musste es noch am selben Tag beenden, auch wenn ich dafür noch bis spät in der Nacht lesen musste.

Fazit:

Absolute Leseempfehlung! Aber man sollte immer ein Taschentuch bereit halten!

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