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Veröffentlicht am 06.04.2020

Wenn eine Reise anders verläuft als geplant.

Die Tage in Paris
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Liv und David haben recht spontan geheiratet und verbringen nun ihre Hochzeitsreise in Paris. Doch die Tage in der Stadt der Liebe sind alles andere als romantisch, denn Liv’s Ehemann ist mehr beruflich ...

Liv und David haben recht spontan geheiratet und verbringen nun ihre Hochzeitsreise in Paris. Doch die Tage in der Stadt der Liebe sind alles andere als romantisch, denn Liv’s Ehemann ist mehr beruflich unterwegs als in romantischen Dingen. Nun zweifelt Liv schon daran, ob die Heirat ein großer Fehler war. Ähnlich erging es vor über hundert Jahren der jungen Sophie, die gerade den Maler Édouard Lefèvre geheiratet hat. Sie muss sich erst daran gewöhnen, in welchen Kreisen sie nun als Frau an seiner Seite unterwegs ist, was natürlich auch nicht immer einfach ist.

Gerade für einen Kurzurlaub hatte ich mir eine eher übersichtliche Lektüre einpacken wollen, so dass passenderweise dieses Buch mit nach Paris durfte. Von Jojo Moyes habe ich bislang kein Buch gelesen, ich glaube lediglich zwei Hörbücher habe ich gehört, insofern kenne ich ihren Schreibstil etwas.

Der Schreibstil des Buches hat mir ganz gut gefallen, es war angenehm zu lesen, gut verständlich und inhaltlich eher eine locker-leichte Unterhaltung. Natürlich kommen verschiedene Orte in Paris vor, wenn man diese schon mal gehört bzw. gesehen hat, hat man entsprechend ein Bild vor Augen, was aber nicht zwingend wichtig ist.

Die zwei Geschichten, die hier miteinander verknüpft sind, sind ganz angenehm zu lesen und durchaus interessant, spannend und emotional. Teilweise gibt es natürlich auch mal lustige Szenen. Generell möchte die Autorin wohl ein wenig „Entspanntheit“ mit auf den Weg gehen, das wäre so zumindest mein Empfinden.

Für mich war es eine Geschichte, die ich schnell gelesen hatte – bei nur knapp über 100 schmalen Buchseiten keine Kunst. Was mir gut gefallen hat, waren die gelegentlich auftauchenden bunten Illustrationen, die natürlich gut zu den jeweiligen Szenen gepasst haben. Vom Inhalt her muss ich sagen, dass das Buch in Ordnung war, es jetzt aber auch nicht sonderlich schlimm gewesen wäre, wenn ich das Buch nicht gelesen hätte. Kein Buch, das mich sonderlich begeistert hat oder mir großartige Dinge mitgeteilt hat, sondern mehr so dahin plätschernd war. Entsprechend bin ich hinsichtlich einer Empfehlung unentschlossen und vergebe 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 30.03.2020

Mit einem Taxi durch Paris.

Nachts an der Seine
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Den Aufenthalt in Paris mit ihrem Freund Pete hat Nell schon eine Weile geplant und freut sich auch darauf, dass dieser nun bevorsteht. Am Londoner Bahnhof steht sie schließlich und wartet auf ihn – doch ...

Den Aufenthalt in Paris mit ihrem Freund Pete hat Nell schon eine Weile geplant und freut sich auch darauf, dass dieser nun bevorsteht. Am Londoner Bahnhof steht sie schließlich und wartet auf ihn – doch er taucht nicht auf, kommt nicht von der Arbeit los. So macht sie sich schon einmal auf den Weg und hofft, dass er nachkommt. Die erste Zeit alleine in Paris bringen einige kuriose Situationen mit sich und Nell muss sich selbst beweisen, dass sie manches auch alleine machen kann. Dann lernt sie auch noch den geheimnisvollen Fabien kennen…

Vor allem unterwegs sind Hörbücher für mich eine unheimlich praktische Angelegenheit – verkürzen sie doch bei Laufwegen die Zeit auf angenehme und unterhaltsame Art und Weise. Meist entscheide ich mich für kürzere Hörbücher, so auch diesmal, dieses Hörbuch hatte eine Spielzeit von gut zwei Stunden.

Von Jojo Moyes habe ich bislang nur ein Buch gelesen, aber wohl schon einmal ein Hörbuch gehört. Ebenso war mir Luise Helm als Sprecherin bekannt, wobei sie mir diesmal etwas positiver aufgefallen ist. Sie spricht die Geschichte angenehm und verständlich, manchmal könnte für mich noch ein Ticken mehr Betonung dabei sein, aber das empfinde wohl nur ich so. Ansonsten ist das Hörbuch auch inhaltlich absolut verständlich, man merkt aber meiner Ansicht nach, dass Jojo Moyes aus Großbritannien kommt – einfach an der Art wie sie schreibt bzw. ihre Protagonisten denken lässt.

Die Geschichte war für mich ganz unterhaltsam und gut nachvollziehbar. Es ist interessant, wie man dabei den ein oder anderen Ort in Paris kennenlernt, Nell auf ihrer Reise begleitet. Im gesamten hat mich die Geschichte jetzt aber nicht so gepackt, habe ich einfach schon spannendere, überzeugendere und interessantere Hörbücher gehört. Fast war es so, dass ich Nell gerne mal einen „Arschtritt“ verpasst hätte, damit sie mal aus dem Knick kommt. Natürlich kann man ihre Emotionen auch verstehen, aber manche Menschen stehen sich selbst teilweise auch ein wenig im Weg…

Für mich war es ein Hörbuch, welches mich zwar unterhalten hat, was ich aber nicht unbedingt nochmal hören müsste bzw. überhaupt hätte hören müssen. Die Geschichte klang für mich vielversprechend und spannend, leider plätscherte sie dann eher so dahin. Vielleicht gibt es Menschen, die diese Art und Weise mögen, ich gehöre einfach nicht dazu. Noch dazu wird Luise Helm leider nicht zu einer Lieblingshörbuchsprecherin, hier gefallen mir stimmlich andere Sprecherinnen einfach ein bißchen besser. Von mir gibt es für dieses unterhaltsame, irgendwie eher durchschnittliche Hörbuch 3 von 5 Sternen, bei einer Empfehlung bin ich unentschlossen.

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Veröffentlicht am 19.03.2020

Ein Brotzeitbrett halt.

Alles von einem Brett
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Mit diesem „Koch“buch erhält man die unterschiedlichsten Ideen für verschiedene Brotzeitplatten. Mal orientalisch, mal bayrisch, mal für einen Filmabend – je nach Lust und Laune und Geschmack.

Beim Kochen ...

Mit diesem „Koch“buch erhält man die unterschiedlichsten Ideen für verschiedene Brotzeitplatten. Mal orientalisch, mal bayrisch, mal für einen Filmabend – je nach Lust und Laune und Geschmack.

Beim Kochen bzw. der Essenszubereitung mag ich es gerne abwechslungsreich, von daher war ich auf die verschiedenen Rezepte gespannt. Denn die klassischen Brotzeitbretter kennt man in Franken natürlich – da kann vom Angemachten (Käse, auch Obatzter genannt) über den geräucherten Schinken bis hin zum Rotgelegten oder Presssack – serviert mit frischem Brot – vieles dabei sein.

Im Vorwort zu diesem Buch wurde ich in meiner Vorfreude ein wenig ausgebremst. Hier ist ständig die Rede vom „Crowdpleaser-Board“. Was ist an „Brotzeitbrett“ denn so falsch? Ja, mich nerven solche englischen Begriffe, vor allem weil man doch nicht alles übernehmen muss… Bei den anschließenden Tipps geht’s dann auch mit solchen Begriffen weiter, denn man brauch für drunter natürlich ein „Board“ – oder halt Platten, Tabletts. (Was ist an „Brett“ jetzt so schlimm?) Und darf auch zusätzliche „Props“ nicht vergessen… nun ja… (Als Empfehlung sei hier auch mal gesagt, dass man eine zum Servieren geeignete Steinplatte – egal ob Marmor, Schiefer etc., am besten in einem entsprechenden Betrieb kauft, da hier Auswahl und Preis definitiv besser sind als in Deko-Handelsketten. Das aber nur am Rande.)

Anschließend kommen die unterschiedlichsten Platten bzw. Bretter, die natürlich mit einem tollen Foto abgebildet sind. Die Fotos machen definitiv Lust auf die verschiedenen Lebensmittel und zeigen, wie man hier die unterschiedlichen Speisen miteinander kombinieren kann. Von der Frühstücksplatte über das dreierlei Hummus-Brett bis hin zum Tex-Mex-Brett oder auch der pfiffigen Kindergeburtstagssause vom Brett. Da findet man beispielsweise kleine Brezel-Hot-Dogs, Käse-Sesam-Stangen, Süßknabbereien oder auch lustigen Geburtstagskuchen am Stiel. (der definitiv toll aussieht, aber ob es den Aufwand wert ist, muss dann jeder für sich selbst entscheiden) Auch gibt es eine Game-Day-Platter mit Mini-Burgern und leckeren Ofen-Pommes, anschließend eine wohl klassische Ladies-Night-Platte – mit ganz viel Salat und Frischkäsebällchen.

Das ist mir in der Bezeichnung ein bißchen zuviel Klischee in der Bezeichnung, hätte es da nicht auch eine „grüne Blumenwiese-Platte“ sein können? (es sind essbare Blüten drauf). Bei den jeweiligen Platten findet man unter der Überschrift einen kurzen Text, in dem die verschiedenen Zutaten der Platten auch teilweise nochmal mit erwähnt werden, da nicht immer alle abgebildeten Speisen zubereitet werden müssen. Hier findet man zum Schluß der zugehörigen Rezepte eine kurze Aufzählung über die weiteren Zutaten fürs Brett. Die einzelnen Rezepte sind immer kurz und knackig mit Zutaten und Zubereitung aufgeführt.

Ja, ich bin ein wenig zwiegespalten hinsichtlich der verschiedenen Brotzeitbretter, wie ich sie nenne. Grundsätzlich sind da tolle Anregungen dabei, aber manchmal habe ich mich auch gefragt, ob manche Rezepte nicht etwas übertrieben sind. (Kapern im Sesam-Mantel, die man im heißen Öl anbrät und anschließend halbseitig im gerösteten Sesam wälzt.) Wirklich gut gefallen haben mir Rezepte wie das fürs Pfannenbrot oder Hummus, den man in dreierlei Varianten noch abwandeln kann. Auch Rezepte für Dips finde ich generell toll – und manchmal braucht es ja nur ein wenig Anregung in optischer Form, damit man auf die ganz eigene zusammengestellte Platte kommt. Insofern erhält man diese hier definitiv.

Dennoch muss ich sagen, dass ich mir hier alles in allem irgendwie noch mehr von diesem Zubereitungsbuch erwartet habe. Die Fotos sind alle wirklich toll, es sind schöne Ideen dabei, aber eben auch welche, die ich als übertrieben empfunden habe. Auch die sprachliche Bezeichnung war für mich ein nerviger Punkt, ebenso wie die „Klischee“-Platte(n). Insofern gibt es von mir 3 von 5 Sternen, hinsichtlich einer Empfehlung bleibe ich unentschlossen.

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Veröffentlicht am 30.01.2020

Tod durch Eisenhut.

Scharfe Hunde
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Irmi Mangold ermittelt mit ihrer Kollegin im Fall von drei Verbrechen. Eine vermögende Oma, der Besitzer einer Outdoor Agentur und ein holländischer Campingurlauber werden durch Eisenhut vergiftet. Nun ...

Irmi Mangold ermittelt mit ihrer Kollegin im Fall von drei Verbrechen. Eine vermögende Oma, der Besitzer einer Outdoor Agentur und ein holländischer Campingurlauber werden durch Eisenhut vergiftet. Nun gilt es zu klären, was genau dahinter steckt, waren es Suizide oder wurden sie ermordet? Gleichzeitig jedoch verunglückt in der Nähe ein LKW mit sehr jungen Hundewelpen – so haben die beiden Kommissarinnen nun enorm viel zu tun…

Gelegentlich höre ich ja auch immer mal wieder Krimi-Hörbücher, wie es auch jetzt mal wieder der Fall war. Von Nicola Förg dürfte ich schon mal ein Buch gelesen haben, das mir doch ganz gut gefallen hat, wenn ich es richtig in Erinnerung habe.

Gelesen wird diese Geschichte von Michaela May – und da hätte man sich keine bessere Sprecherin aussuchen können. Sie passt hervorragend zu diesen Charakteren, sie passt ihre Stimme immer wieder wunderbar für die verschiedenen Personen an, spricht, wenn’s denn vorkommt, auch mal einen angenehmen bayrischen Dialekt. (Die Geschichte spielt im Werdenfelser Land, also rund um Garmisch-Partenkirchen.) Ich konnte sie wirklich gut verstehen und hatte wirklich Spaß dabei ihr zuzuhören.

Die Geschichte an sich hat mich nicht komplett so enorm begeistert. Zwischendurch habe ich durchaus mal überlegt, ob ich das Hörbuch abbreche, was ich dann aber doch nicht gemacht habe. Für mich war hier manches ein bisschen in die Länge gezogen, übertrieben dargestellt. (Ja, es mag solche Dinge geben, aber manches war mir hier einfach zu viel des Guten.) Inhaltlich ist die Geschichte gut verständlich, da gibt es nichts zu meckern, aber mir war das einfach eine Spur zu aufgeblasen, hat für mich zuviele Spuren mit sich gebracht bzw. eben wirklich doch auch einige Personen. (Das Hörbuch dauert übrigens über sechs Stunden.)

An sich ist die Geschichte für mein Empfinden gut recherchiert, so bringt man hier interessante Probleme zur Sprache, für dich ich mich bislang wohl wirklich noch nicht interessiert habe. Insofern habe ich auch wieder ein Stück dazu gelernt. Noch dazu war es wirklich immer wieder lustig, wurde auch mal emotional und war durchaus spannend. Eine interessante Mischung, wie ich finde.

Von mir gibt es hier 3 von 5 Sternen mit einer Tendenz zu 4 Sternen. Hinsichtlich einer Empfehlung bin ich eher unentschlossen.

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Veröffentlicht am 20.01.2020

Unvorstellbare Szenarien.

Der Tod rast mit
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Unfälle auf der Autobahn, die teilweise dermaßen dramatisch sind – für die Feuerwehr ist dies der Alltag, wenngleich kein Tag dem anderen gleicht. Mit diesem Buch erzählt ein langjähriger Mitarbeiter der ...

Unfälle auf der Autobahn, die teilweise dermaßen dramatisch sind – für die Feuerwehr ist dies der Alltag, wenngleich kein Tag dem anderen gleicht. Mit diesem Buch erzählt ein langjähriger Mitarbeiter der Feuerwehr Düsseldorf über den Wahnsinn, der auf den deutschen Autobahnen passiert, schildert die Gefahren und erläutert detailliert, wie man hier bei einem Unfall mit der Rettung vorgeht.

Über die Arbeit von Rettungskräften habe ich schon das ein oder andere Buch gelesen, ich finde solche Schilderungen spannend aber auch erschreckend zugleich. Insofern hatte ich eine Ahnung, was für eine Art von Lektüre mich hier erwartet.

Der Schreibstil des Buches hat mir im Gesamten gut gefallen. Es liest sich angenehm, ist soweit verständlich, man merkt natürlich, dass immer mal wieder Feuerwehr-gängige Begriffe fallen. Hier findet man aber hinten im Buch eine Übersicht und Erläuterung dieser Abkürzungen und Bezeichnungen. Inhaltlich war der Stil für mich gut verständlich und auch nachvollziehbar, teilweise war mir manches jedoch zu langatmig ausgeführt.

Man merkt, dass der Autor selbst wirklich langjährige Erfahrung hat, unzählige Einsätze erlebt und abgewickelt hat. Dieses Fachwissen gibt er im Buch auch weiter – und für diejenigen, die vielleicht selbst bei der Feuerwehr sind, ist dies bestimmt sehr interessant. Mir war es hier manchmal ein bisschen zu viel an technischer Information, an Angaben wie und wer genau zum Unfall ausrückt. Auch war mir das zwischenmenschliche Geplänkel manchmal ein bisschen zu viel oder zu komisch, sicher gibt es hier auch mal Differenzen und natürlich darf man bei all den schlimmen Unfällen den Humor nicht verlieren. Dafür habe ich vollstes Verständnis. Mir war das beim Lesen jedoch einfach oftmals ein bisschen zu viel „drumherum“, so dass man den Einsatz, um den es m. A. n. eigentlich ging, fast ein wenig in den Hintergrund brachte.

Die Schilderungen der verschiedensten Unfälle sind wirklich auch recht detailliert, wobei man sich hier dann wirklich ein Bild machen kann, wie es am Unfallort ausschaut. Auch ist es interessant zu lesen, wie es wohl durch welche Vorgeschichte zum Unfall kam. Bei den Unfallgeschehnissen sollte man sich bewusst sein, dass man auch beim Lesen eher starke Nerven haben sollte, denn die Schilderungen sind schon heftig – aber eben auch leider Realität.

Für mich war es eine interessante, spannende und unterhaltsame Lektüre, die mir aber manchmal zu sehr ums Thema herumfuhr. Für mich wurden da eher nebensächliche Informationen umfangreich mitgeteilt, fast wirkte der Autor für mich manchmal ein bisschen sehr von sich selbst überzeugt, gar eine Spur arrogant. Natürlich ist jeder auf seinem Fachgebiet top und wichtig, aber es kommt eben immer drauf an, wie man das dann mitteilt – finde ich. Von mir gibt es hier 3 von 5 Sternen, hinsichtlich einer Empfehlung bin ich unentschlossen.

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