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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.01.2017

Eine Mordserie über zwei Kontinente

Kalter Zorn
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In Xanten wird die Leiche einer jungen amerikanischen Austauschschülerin gefunden. Der Schauplatz des Mordes zeigt sadistische Folter, gepaart mit organisierter Präzision. Das Team um Kiran Mendelsohn ...

In Xanten wird die Leiche einer jungen amerikanischen Austauschschülerin gefunden. Der Schauplatz des Mordes zeigt sadistische Folter, gepaart mit organisierter Präzision. Das Team um Kiran Mendelsohn und Bolko Blohm wird auf den Fall angesetzt. Es stellt sich heraus, dass dies nicht der erste Mord ist, der dieses Tatmuster aufweist. Schon in den USA wurden 2 junge Mädchen auf dieselbe brutale Art ermordet. Das deutsche Team muss mit dem FBI zusammenarbeiten, um den Fall zu lösen. Dabei muss Kiran zurück in die USA und sich seiner Vergangenheit dort stellen. Können sie den Mörder stoppen bevor noch weitere Mädchen sterben?

„Kalter Zorn“ ist der zweite Band der Reihe um Kiran Mendelsohn und Bolko Blohm, bekannt schon aus dem Vorgängerband „Sibirischer Wind“. Das Buch liefert bei der Suche nach dem Mörder viele Grundlagen des Profiling, sodass ich mich von der Ermittlungsarbeit sehr an die amerikanische Serie „Criminal Minds“ erinnert fühlte. Die Jagd nach dem Mörder verläuft über 2 Kontinente und mehrere deutsche und amerikanische Städte. Da lange die Motive und Hintergründe der Taten nicht deutlich sind, bleibt die Spannung auf einem sehr hohen Niveau. Die Einbindung von Kirans schwieriger Vergangenheit in den USA liefert ein wenig persönlichen Hintergrund für die Geschichte, auch wenn mir in dieser Hinsicht etwas mehr Tiefgang sogar noch besser gefallen hätte. Die Protagonisten sind ein buntes Team aus gut charakterisierten Persönlichkeiten, die alle ihren Beitrag zur Ermittlung des Täters leisten. Auch wenn ein gewisser Fokus in diesem Band auf Kiran und auch Alenka liegt, kommen die Anderen nicht zu kurz und sind in die Handlung eingebunden.
Insgesamt ein empfehlenswerter Thriller, der mit nicht zu blutigen Details aufwartet, sondern mit ermittlerischer Raffinesse besticht. Das Buch bekommt eine klare Leseempfehlung für alle Krimi-/Thrillerfans, die vor allem eine Schwäche für gutes Profiling hegen. 

Veröffentlicht am 09.01.2017

Kochduell

Mit Liebe gewürzt
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Ginas Welt gerät von einem zum anderen Tag aus den Fugen, als sie nicht nur von der Affäre ihres Produzenten und Freundes Scott erfährt, sondern im Zuge dessen auch ihre Kochshow abgesetzt wird. Trotz ...

Ginas Welt gerät von einem zum anderen Tag aus den Fugen, als sie nicht nur von der Affäre ihres Produzenten und Freundes Scott erfährt, sondern im Zuge dessen auch ihre Kochshow abgesetzt wird. Trotz dieser Schwierigkeiten beschließt Gina nicht aufzugeben, sondern sich noch mehr in ihre Arbeit zu vertiefen und den Sprung in das nationale Fernsehen zu wagen. Dazu muss sie sich jedoch mit dem Zuschauerliebling Tate Moody, gleichfalls Star einer Kochsendung, messen. Und es kann leider nur der Bessere von Beiden gewinnen. In einem spannenden Kochduell müssen sich die Beiden messen und zeigen was sie am Herd vollbringen können. Das große Kochen kann beginnen. 

Für mich war es das erste Buch der bekannten Autorin Mary Kay Andrews und dementsprechend war ich sehr gespannt darauf. Das kulinarische Thema des Buches hat mich gleich zu Beginn sehr angesprochen. Das Buch wird jeweils abwechselnd aus der Perspektive von Gina und Tate erzählt, was einen interessanten Einblick in die beiden Charaktere gibt. Äußerlich erscheinen beide zu Beginn sehr verschieden, doch je näher man sie kennen lernt desto ähnlicher scheinen sie sich zu sein. Leider haben mich die beiden Protagonisten insgesamt nicht vollständig überzeugen können. Gerade Ginas Handlungen ergeben für mich nicht immer Sinn. Dafür finde ich die Nebencharaktere des Buches sehr abwechslungsreich und schön gestaltet. Sie sind für mich das eigentliche Highlight des Buches: Lisa, Ginas Schwester, mit ihrer lockeren, ungestümen Art; der exzentrische und liebenswerte D'John, Produktionsassistent Zeke und natürlich auch der kleine Moonpie.
Für einen Liebesroman kommt für mich die Romantik auch ein wenig zu kurz. Die Stellen in denen mit Leib und Seele gekocht wird finde ich ausnehmend gut beschrieben. Da läuft einem beim Lesen schon das Wasser im Mund zusammen. Das Ende ist nicht überraschend aber trotzdem sehr schön und bietet das erwartete Happy End.

Zusammenfassend ein schöner Roman für sonnige Tage auf dem Balkon mit tollen Nebenfiguren und schönen Kochszenen. Ihr solltet das Buch auf keinen Fall lesen, wenn ihr hungrig seid;)

Veröffentlicht am 07.01.2017

Ein wundervoller Klassiker

Der Zauberer von Oz
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Wer kennt nicht die Geschichte der kleinen Dorothy, die durch einen Wirbelsturm in ein fremdes, außergewöhnliches Reich geweht wird. Der Klassiker beschreibt Dorothys Bemühungen einen Weg wieder zurück ...

Wer kennt nicht die Geschichte der kleinen Dorothy, die durch einen Wirbelsturm in ein fremdes, außergewöhnliches Reich geweht wird. Der Klassiker beschreibt Dorothys Bemühungen einen Weg wieder zurück nach Hause zu finden, wobei sie auf die Hilfe ihrer neu gewonnen Freunde zählen kann: der Vogelscheuche, dem Löwen und dem Blechmann. Diese wunderschöne Geschichte wurde schon auf vielfältige Weisen verfilmt und erzählt. Umso wichtiger war es für mich die Originalgeschichte einmal richtig kennen zu lernen. Dabei waren mir viele Begebenheiten schon bekannt, einige Zusammenhänge, wie die wirkliche Geschichte des Blechmannes waren mir jedoch bisher unbekannt. Für ein Kinderbuch finde ich mehrere Stellen wenig kindgerecht, aber das ist nur mein persönlicher Eindruck.
Meine Ausgabe des Buches enthielt neben der Geschichte auch noch einige wundervolle Illustrationen, die die Geschichte wundervoll untermalten.
Ein wahrer Klassiker, den man gelesen haben sollte. 

Veröffentlicht am 07.01.2017

Der Beginn der Trilogie

Die Auserwählten - Im Labyrinth
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Ich habe mich also endlich auch mal an den ersten Band, der auch teilweise verfilmten Reihe der Trilogie gemacht. Da ich den Film schon kannte, war die Story für mich also keine ganz so große Überraschung ...

Ich habe mich also endlich auch mal an den ersten Band, der auch teilweise verfilmten Reihe der Trilogie gemacht. Da ich den Film schon kannte, war die Story für mich also keine ganz so große Überraschung auch wenn es wie immer Unterschiede zwischen Film und Buch gibt. Also worum geht es:
Thomas wacht in einer dunklen Box auf, ohne Erinnerungen an sein früheres Leben, Gesichter, Namen oder Personen denen er schon begegnet ist. Er gelangt zu der "Lichtung", einem unheimlichen Ort umgeben von meterhohen Mauern, deren Tore zu einem noch viel gefährlicheren Ort führen: dem Labyrinth. Auf der Lichtung lebt ein Haufen Jungs, alle in etwa in Thomas Alter. Wie er wurden sie alle nacheinander auf die Lichtung geschickt ohne zu wissen wer sie sind. Seit Jahren versuchen sie aus dem Labyrinth und der Lichtung zu entkommen, ohne bisher einen Ausgang gefunden zu haben. Sich in den Mauern des Labyrinthes zu verirren, ist da nur das kleinste Übel. Die Griewer sind der eigentliche Grund warum Niemand es bisher geschafft hat eine Nacht im Labyrinth lebend zu überstehen, wenn sich die Tore des Nachts schließen.
Doch Thomas Ankunft auf der Lichtung scheint etwas geändert zu haben. Kann endlich ein Ausweg aus dem Labyrinth entdeckt werden?

Die Geschichte selbst gibt vor allem zu Beginn sehr viele Rätsel auf. Nach und nach entdeckt Thomas zusammen mit dem Leser die Geheimnisse, die die Lichtung birgt.
Thomas, als Hauptprotagonisten und Erzähler, lernt der Leser am tiefgreifendsten kennen. Aber auch die Nebencharaktere kommen nicht zu kurz und geben der Handlung eine Menge Schwung. Besonders gefallen hat mir persönlich Minho. 
Die Spannung wird im Verlauf des Buches ständig hoch gehalten und immer mehr Fakten enthüllt. Trotzdem bleibt das Ende soweit offen, dass man sich gleich auf den nächsten Teil des Buches stürzen muss. Zumindest ging es mir so. Ich bin sehr gespannt wie es weitergehen wird und freue mich schon auf den nächsten Teil, den ich auch noch nicht durch die entsprechende Verfilmung kennen gelernt habe. Eine wundervoll kreatives Jugendbuch, welches einige Geheimnisse birgt und sich wahrlich in einem Zug verschlingen lässt.

Veröffentlicht am 07.01.2017

Vom Labyrinth in die Brandwüste

Die Auserwählten - In der Brandwüste
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Nun zum zweiten Teil der Trilogie. Da ich den Film hier noch nicht kannte war ich sehr gespannt wie es um die Überlebenden des Labyrinthes weitergeht.
Thomas und seine Freunde wiegen sich in scheinbarer ...

Nun zum zweiten Teil der Trilogie. Da ich den Film hier noch nicht kannte war ich sehr gespannt wie es um die Überlebenden des Labyrinthes weitergeht.
Thomas und seine Freunde wiegen sich in scheinbarer Sicherheit. Sie sind dem Labyrinth und seinen furchtbaren Kreaturen entkommen. Doch der Schein trügt. Nur eine Nacht bleibt Thomas und seinen Freunden bis sich den neuen Gefahren und Tests stellen müssen, die die ominöse Organisation namens ANGST für sie ersonnen hat. Die Freunde werden in die Brandwüste geschickt, eine von Sonneneruptionen vertrocknete Einöde voller Infizierter. Der "Brand" heißt die Krankheit, die Menschen zu wilden Bestien werden lässt und sich rasend schnell ausbreitet. Nur wenn Thomas und seine Freunde es schaffen die Brandwüste zu durchqueren, stellt ANGST ihnen das Heilmittel zur Verfügung. Eine scheinbare unlösbare Aufgabe voller neuer Gefahren.

Im zweiten Teil der Trilogie werden immer mehr Hintergründe über die Ursprünge des Labyrinths und über die Organisation ANGST enthüllt. Thomas und seine verbliebenen Freunde müssen sich erneut unheimlichen Gefahren stellen. Während der erste Teil der Trilogie für mich eher dem Subgenre Abenteuer zugeordnet werden kann, muss sich dieser Teil schon fast in die Kategorie Thriller/ Horror schieben lassen. Die Infizierten, besser bekannt als Cranks, ähneln wild gewordenen Zombies, die Jagd auf alles Lebendige machen, um es zu töten und zu verspeisen. Einige Stellen des Buches ließen mich beim Lesen wirklich erschauern.
Auch ein paar neue Figuren werden eingeführt. Dabei scheint vor allem Brenda noch eine größere Rolle in der Geschichte zu spielen. Wie auch schon im Labyrinth müssen Thomas und seine Freunde einige Tests bestehen und auch hier zeigt sich, dass nicht alles so ist wie es scheint. ANGST stellt die Überlebenden vor einige Herausforderungen, deren Sinn und Zweck lange verborgen bleibt.
Meine Lieblingsfigur, neben Thomas, ist auch wie im vorherigen Band Minho. Mir gefällt seine lockere Art mit Problemen umzugehen. Natürlich musste ich auch einige Male über sein loses Mundwerk schmunzeln.
Eine gute Fortsetzung des ersten Teils, die einige neue Hintergründe liefert und trotzdem noch Einiges an Informationen offen lässt. Ich bin sehr gespannt, was der letzte Teil der Reihe noch offenbaren wird.