Herr aller Dinge
Herr aller DingeInhalt: Jeder will es, jeder hat davon gehört, und keiner weiß so richtig, wie es funktioniert: das ewige Leben. Unsterblichkeit.
Als Hiroshi und Charlotte sich mit zehn Jahren das erste Mal treffen, ...
Inhalt: Jeder will es, jeder hat davon gehört, und keiner weiß so richtig, wie es funktioniert: das ewige Leben. Unsterblichkeit.
Als Hiroshi und Charlotte sich mit zehn Jahren das erste Mal treffen, könnte der Unterschied kaum größer sein. Sie, Tochter des französischen Botschafters in Tokio; er, Sohn der alleinerziehenden Wäscherin und eines Amerikaners. Hiroshi ist fasziniert von dem seltsamen Mädchen, das nachts draußen steht und im Regen nass wird. Beide Kinder sind Außenseiter. Beide Elternhäuser missbilligen die Freundschaft der beiden, was für sie jedoch kein Hindernis darstellt. Unüberwindbare Unterschiede würde es geben, sagen sie...was Hiroshi auf die Idee bringt, diese zu überwinden. Er gewinnt eine Vorstellung, die den Verlauf seines Lebens bestimmen wird - und ihn, wie er hofft, zu seinem endgültigen Ziel führen wird: Charlottes Liebe.
Die Wege der beiden Freunde trennen sich nach dieser ersten Bewegung wieder, um sich später wiederholt zu kreuzen. Und mit jedem Schritt kommt Hiroshi seinem Ziel näher..
Stil: A. Eschbach erzählt auch hier im Personalstil. Die beiden Hauptprotagonisten, Charlotte und Hiroshi, lernen wir näher kennen, die anderen Charaktere sind zum Teil nur Randerscheinungen, deshalb aber nicht weniger akkurat herausgearbeitet. Die zahlreichen Kontraste der beiden Welten werden schnell deutlich.
Meinung: Dass alle Leute sich alles leisten können, was sie wollen! Und soviel sie wollen! (Vgl. "Herr aller Dinge", A. Eschbach, 2013, S. 6). Hiroshis Enthusiamus ist von Anfang an gegenwärtig. In dem Buch schwingt eine Lebendigkeit mit, die wirklich spannend ist. Man merkt auch schon auf den ersten zehn Seiten, dass die Freundschaft zwischen Charlotte und Hiroshi eine Besondere ist. Die Kindlichkeit beider kommt am Anfang des Buches hervorragend zur Geltung, es schimmert eine Naivität durch, wie sie nur ein wirklich guter Autor zustande bringt.