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Veröffentlicht am 23.03.2017

Packeder 3. Abenteuer-Thriller mit John Finch!

Der Nostradamus-Coup
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Als John Finch zu einem einsam gelegenen Flughafen an der Grenze zu Libyen und Algerien reist, um dort seine neu erworbene DC-3 abzuholen, ahnt er noch nichts von dem Abenteuer, das nun auf ihn wartet: ...

Als John Finch zu einem einsam gelegenen Flughafen an der Grenze zu Libyen und Algerien reist, um dort seine neu erworbene DC-3 abzuholen, ahnt er noch nichts von dem Abenteuer, das nun auf ihn wartet: Zwei blinde Passagiere machen ihm und Amber über den Wolken das Leben schwer, jedoch kommt er dadurch auch unverhofft in den Besitz eines mysteriösen Notizbuchs mit verschlüsselten Texten und Bildern. Und damit startet eine neue Suche, die John und seine Freunde wieder in die verschiedensten Länder und zu den verschiedensten Herausforderungen führt. Denn nicht nur John und Llewellyn versuchen das Geheimnis des Büchleins und eines alten Gemäldes zu entschlüsseln, sondern es scheinen noch ganz andere Organisationen daran interessiert zu sein. Und die schrecken vor fast nichts zurück um an ihr Ziel zu gelangen!

Nach „Falsch“ und „Heiß“ ist „Der Nostradamus-Coup“ der 3. Teil der Reihe mit Pilot John Finch und seinen alten und auch neuen Freunden.
Es ist eine wahre Freude, die liebgewonnenen Charaktere wiederzutreffen!
Aber auch für Neulinge sollte dieses Band ein wahrer Abenteuer-Genuß sein und es werden zu Beginn einige Infos zu den Personen geliefert.
Gerd Schilddorfer überzeugt wieder mit einer wunderbar gelungenen Mischung aus Abenteuer, Spannung und Rätseln, gewürzt mit einer schönen Prise Humor.
Trotz der knapp 800 Seiten geht dabei die Spannung nie verloren, sondern man fiebert die ganze Zeit mit, was als nächstes geschehen wird.
Die Geschichte zieht weite Kreise, verschiedenste Gruppen und Epochen sind involviert, und es gibt einige Irrungen und Wirrungen, die den Leser wunderbar miträtseln lassen.
Man merkt dem Buch deutlich die fundierte Recherche des Autors an, durch die einiges Wissenswertes in das Buch einfließt. Dies ist jedoch nie langweilig oder langatmig, sondern immer unterhaltsam geschrieben.
Gerd Schilddorfer ist wieder ein komplexer, absolut fesselnder Abenteuer-Thriller gelungen, der den Leser packt und mitnimmt in verschiedene Länder und zu verschiedenen Zeiten! Absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 10.01.2017

Tolles Jugendbuch!

Numbers - Den Tod im Blick
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Jem ist ein 15jähriges Mädchen, das im Leben schon einiges durchmachen musste: Ihr Mutter war drogenabhängig und ist vor einigen Jahren an ihrer Sucht gestorben. Seither lebt sie in Pflegefamilien. Doch ...

Jem ist ein 15jähriges Mädchen, das im Leben schon einiges durchmachen musste: Ihr Mutter war drogenabhängig und ist vor einigen Jahren an ihrer Sucht gestorben. Seither lebt sie in Pflegefamilien. Doch ihre Vergangenheit ist nicht das einzig außergewöhnlichen an Jem: Sie hat die angsteinflößende Fähigkeit, in den Augen der anderen Menschen ein Datum zu sehen. Dieses Datum ist der Todestag der jeweiligen Person. Jem hat noch nie jemandem davon erzählt und lebt generell sehr zurückgezogen und ohne Freunde. Bis sie auf Spinne trifft, einen Jungen aus ihrer Klasse. Er schafft es, ihren Panzer zu durchdringen und ein wenig an sie ranzukommen. Doch als die beiden einen Ausflug in das nahe gelegene London zum London Eye machen, erkennt Jem plötzlich, dass alle Menschen um sie herum das gleiche Datum haben: das heutige Datum! Hals über Kopf kann Jem mit dem ahnungslosen Spinne vor der Katastrophe entkommen. Doch nun sind die beiden auf der Flucht, denn die Polizei sucht sie…

„Numbers – Den Tod im Blick“ ist ein sehr gelungenes und packendes Jugendbuch, das ich als Hörbuch genossen habe.
Die Geschichte wird aus der Perspektive von Jem erzählt. Sie ist keine „klassische Heldin“, sondern hat ihre Eigenarten und ihren eigenen Willen. Der gleichaltrige Spinne lässt sich jedoch von ihrer ruppigen Art nicht abschrecken und schafft es, hinter ihre Fassade zu blicken.
Die Sprecherin Laura Maire hat eine sehr angenehme Stimme, mit der sie einfühlsam und emotionsgeladen die verschiedensten Situationen sehr gelungen vertont. Ihre Stimmlage ist dabei sehr variabel und abwechslungsreich, wodurch die verschiedenen Charaktere „sichtbarer“ werden.
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Aspekte wie der Wert von Freundschaft, Vertrauen und Liebe, wobei diese Punkte nicht klischeehaft abgearbeitet, sondern unterhaltsam herausgearbeitet werden.
Eine klare Hörempfehlung für Jegendliche und Erwachsene!

Veröffentlicht am 23.12.2016

Thriller mit Tiefgang und sehr ernstem Hintergrund

Rouge
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Malin steht mitten im Leben: Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder, lebt mit ihrer Familie in Paris und ist sehr erfolgreiche Autorin.
Doch Malins Leben war nicht immer so: Vor 9 Jahren konnte sie sich ...

Malin steht mitten im Leben: Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder, lebt mit ihrer Familie in Paris und ist sehr erfolgreiche Autorin.
Doch Malins Leben war nicht immer so: Vor 9 Jahren konnte sie sich aus einer Ehe voller Gewalt, Unterdrückung und Erniedrigung mit dem Schrifsteller Adrian Bartosz befreien. Seither blüht sie in ihrem neuen Leben auf, konnte die Angst vor Adrian jedoch nie gänzlich abschütteln. Vor allem, da es immer wieder zu mysteriösen Zwischenfällen kam... Um sich endgültig von den Geistern der Vergangenheit zu befreien, entschliesst sich Malin, auf einer riesigen Pariser Modenschau aus ihrem gerade erschienenen Roman „Ehe“ vorzulesen, der autobiographische Züge hat. Ihr Ex-Mann Adrian sitzt im Publikum und dies löst unvorstellbare Ereignisse aus…

Astrid Korten hat mit „Zeilengötter – Bis dass der Tod uns scheidet“ einen überzeugenden, packenden Thriller geschaffen, der den Leser so schnell nicht wieder loslässt. Das Buch befasst sich mit verschiedenen brisanten und oft verschwiegenen Themen, wie z.B. Mobbing und Gewalt in der Ehe, und zeigt auf, was Neid und Eifersucht aus einem Menschen machen können. Die Geschichte ist sehr fundiert recherchiert und aufgebaut. Die Denkstrukturen von Tätern aber auch von Opfern werden interessant beleuchtet und herausgearbeitet.
Was den Leser neben der packenden Thematik noch mehr schockiert ist, dass der Roman von wahren Begebenheiten inspiriert wurde.
Der Erzählstil ist hierbei ein wichtiges Stilmittel. Die Autorin nutzt bewusst und geschickt den Wechsel zwischen der Ich-Form im Präsens für die Sichtweise von Malin und der dritten Person im Präteritum für die Charakterisierung von Adrian. Dadurch werden die Unterschiede zwischen den beiden Persönlichkeiten noch klarer herausgearbeitet und noch ersichtlicher. Der Leser sieht sich einerseits mit einer angsteinflößenden Nähe (Malin) und andererseits mit einer absolut kühlen und distanzierten Klarheit (Adrian) konfrontiert.
Astrid Korten beweisst dabei einmal mehr ihre besondere Fähigkeit, sich gekonnt in die psychologischen Abgründe von Tätern und auch Opfern hineinzuversetzen und diese überzeugend aufs Papier zu bringen.
Desweiteren nutzt sie immer wieder Rückblenden, die dem Leser die Hintergründe näher bringen und ihm so eine bessere Einsicht in die Geschichte liefern.
Selten hat mich ein Thriller so gefesselt und zum Nachdenken angeregt wie „Zeilengötter“. Dieses Buch bleibt auch nach dem Lesen noch sehr präsent, da einen die unsagbaren Grausamkeiten nicht mehr loslassen, die Menschen anderen Menschen angeblich aus Liebe antun.
Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 21.11.2016

Marcus und Francis in Topform!

Ich bin der Zorn
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In Arizona wurde vor Kurzem das „Gefängnis der Zukunft“ eröffnet: In Foxbury sollen die Insassen mit Hilfe von modernster Technik überwacht und kontrolliert werden. Dadurch sollen Übergriffe innerhalb ...

In Arizona wurde vor Kurzem das „Gefängnis der Zukunft“ eröffnet: In Foxbury sollen die Insassen mit Hilfe von modernster Technik überwacht und kontrolliert werden. Dadurch sollen Übergriffe innerhalb des Gefängnisses überhaupt nicht mehr möglich sein und die Anzahl der benötigten Sicherheitskräfte deutlich sinken. Doch ausgerechnet hier ereignet sich ein tödlicher Amoklauf, bei dem einer der Wärter der Täter ist. Marcus und sein Shepherd-Team werden mit dem Fall beauftragt. Was steckt hinter diesem Gewaltakt? Wer hat ein Interesse daran, das neue Gefängniskonzept zu sabotieren? Obwohl, Neider gibt es in der Branche genug… Oder steckt etwas ganz anderes dahinter? Und was für ein Spiel spielt „Judas“, der das Team regelrecht an der Nase herumführt? Zur Unterstützung der Ermittlungen schleust das Team Francis Ackerman Jr. ein. Dieser ist nicht nur Marcus‘ Bruder, sondern auch ein berüchtigter Serienmörder, der nun jedoch in Haft ist und das Shepherd-Team unterstützt.

„Ich bin der Zorn“ ist der 4. Teil der Thriller-Reihe um Francis Ackermann Jr. , Marcus Williams und das Team der „Shepherd Organisation“.
Die Charaktere werden auch in diesem Band weiterentwickelt, so dass man diese immer besser kennenlernt. Vor allem natürlich Francis und Marcus aber auch z.B. Maggie, Marcus’s Freundin und Kollegin.
Besonders interessant sind die Passagen mit Francis Ackerman Jr. Darin wird deutlich, dass Francis einerseits nicht aus seiner Haut kann, denn seinen gewaltsamen Prägungen aus frühester Jugend kann er nicht entfliehen. Andererseits entwickelt er langsam aber sicher eine Art Ehrgefühl: er verspricht z.B. seinem Bruder, dass er während des Undercover-Einsatzes niemanden töten wird. Und dieses Versprechen will er auch halten. Was jedoch nicht heisst, dass Gegner ungeschoren davonkommen! Die Überlegungen Ackermanns sind dabei immer wieder interessant und unterhaltsam, manchmal sogar zum Schmunzeln. So erscheint der Serienkiller dem Leser ein wenig menschlicher und sogar ein wenig sympathisch.
Ethan Cross schafft es dabei, den Spannungsbogen die ganze Zeit über hoch zu halten und zum Ende hin kontinuierlich zu steigern. Vor allem unerwartete Drehungen und Wendungen bringen weitere Abwechslung und Spannung in die Geschichte. Dadurch kann der Leser wunderbar miträtseln, was hinter allem stecken könnte.
Die kursiv gedruckten Tagebucheinträge von „Judas“ werfen dabei zusätzlich zum Einen viele Fragen auf, sind aber zum anderen auch spannend und mysteriös.
Fazit: Der 4. Band der Reihe konnte mich sehr gut unterhalten und ich freue mich bereits jetzt schon auf die Fortsetzung!!!
Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Figuren
  • Spannung
  • Handlung
  • Psychologie
Veröffentlicht am 01.11.2016

Tom Thorne's 13. Fall - sehr überzeugend!

Zeit zum Sterben
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Polizist Tom Thorne macht mit Helen ein paar Tage Urlaub auf dem Land und eigentlich könnte alles ganz friedlich sein. Sie wollen dem Lärm und dem Stress Londons und ihrer Arbeit entfliehen. Die beiden ...

Polizist Tom Thorne macht mit Helen ein paar Tage Urlaub auf dem Land und eigentlich könnte alles ganz friedlich sein. Sie wollen dem Lärm und dem Stress Londons und ihrer Arbeit entfliehen. Die beiden fangen gerade an, das ruhige Landleben zu geniessen, als sie aus den Nachrichten davon erfahren, dass von zwei vermissten Mädchen eines tot aufgefunden wurde. Und die Polizei präsentiert auch bereits einen Verdächtigen: Es handelt sich dabei um Stephen Bates, dem Ehemann von Helens früher sehr guter Freundin Linda. Sofort will Helen zu Linda, um diese zu unterstützen. Und auch Tom hält nichts mehr in dem beschaulichen Nest, so dass er zusammen mit Helen aufbricht und somit unversehens in neuen Ermittlungen steckt. Denn das zweite Mädchen ist weiterhin vermisst – wo ist die Kleine? Und ist wirklich Stephen Bates der Täter? Oder läuft dieser noch unbehelligt frei herum?
Bei „Zeit zu Sterben“ handelt es sich bereits um den 13. Fall mit Polizist Tom Thorne, jedoch kann das Buch auch sehr gut ohne Vorkenntnisse eines oder mehrerer Bände gelesen werden. Man hat nie das Gefühl, dass man als Leser etwas verpasst hat bzw. nicht erfährt, was wichtig für die Geschichte wäre. Das finde ich sehr angenehm.
Die Story ist von Beginn an interessant und mitreissend, die Spannung bleibt über das gesamte Buch hinweg auf einem hohen Niveau, was vor all auch einigen Drehungen und Wendungen zu verdanken ist. Auch die Erzählung aus den Perspektiven verschiedener Beteiligter ist sehr interessant, so dass der Leser das Gefühl hat, viel näher an der Geschichte dran zu sein.
Neben der Spannung streut Mark Billingham ab und zu auch ein wenig britischen Humor ein, was die Sache zusätzlich auflockert.
Auch die einzelnen Charaktere sind realistisch gezeichnet, wirken weder zu aufgesetzt, noch zu nett oder unglaubwürdig. Die geschilderten Personen machen einen absolut überzeugenden Eindruck, ohne jemals gekünstelt zu wirken.
Ein absolut gelungener Thriller, der jedem, der manche oder alle Vorgängerbände noch nicht kennt, Lust aufs Weiterlesen macht!