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Venatrix

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.04.2020

Eine interessante Lektüre

Das chinesische Jahrhundert
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Wie Autor Wolfram Elsner bemerkt, ist unser Bild von China verzerrt. Mit diesem Buch versucht er Licht ins Dunkel unserer Sichtweise zu bringen.

Nach einer recht langen Einleitung erklärt er uns in drei ...

Wie Autor Wolfram Elsner bemerkt, ist unser Bild von China verzerrt. Mit diesem Buch versucht er Licht ins Dunkel unserer Sichtweise zu bringen.

Nach einer recht langen Einleitung erklärt er uns in drei großen Abschnitten wie China so tickt. Natürlich ist auch dies nur eine, nämlich seine, Sichtweise.

China verstehen lernen ... oder ideologischer Krieg?
Vom Entwicklungsland zur Führungsnation. Strukturen und Prozesse sozialen und ökonomischen Erfolgs
„It‘s the System, stupid“

Jeder Abschnitt ist noch in weitere Kapitel unterteilt, die interessante Tatsachen zu Tage fördern.

Vielen von Elsners Aussagen kann ich zustimmen, aber dass Saddam Hussein deshalb sterben musste, weil er sich seine Öllieferungen nicht länger mit US Dollar bezahlen lassen wollte, erscheint mit doch ein wenig weit hergeholt (S. 133).

Es scheint unbestritten, dass Chinas Regierung ihre Bevölkerung aus der Armutsfalle geholt hat (S. 160).

Wenn Chinas bislang als größter Umweltverschmutzer angeprangert worden ist, sollten sich vielleicht jene, die hier so laut schreien, überlegen, welchen Anteil europäische Firmen durch die Auslagerung ihre Produktionen in Billiglohnländer haben.

Gut gefällt mir dieses Kapitel „Recycle to Ride“. Das Modell, für gesammelte PET-Flaschen Guthaben für Öffi-Tickets oder Aufladebons für Smartphones zu vergeben (S. 204). In vielen westlichen Staaten schafft man es nicht einmal ein Pfandsystem für PET-Flaschen bzw. Alu-Dosen einzuführen (in Österreich zum Beispiel).

Viele Menschen argumentieren gegen China mit Menschenrechtsverletzungen und führen auch die Unterdrückung von ethnischen Minderheiten an. Allerdings ist kein Land davon gefeit. Auch in Europa wird mehr oder weniger subtil gegen ethnische Minderheiten polemisiert. An dieser Stelle seien seien zwei investigative deutsche Journalisten zitiert: „Eine ethnische Minderheit grundlos zu kriminalisieren, wäre das Ende eines Vielvölkerstaates (Chinas), dessen beispiellose Entwicklung die Menschen nicht nur ernährt, sondern ihnen auch Bildung, Selbstachtung und solide Zukunftsperspektiven vermittelt hat.“ (S. 256)

Auch der Vorwurf, China brächte mit seinen Investitionen in Afrika die dortigen Länder in eine Schuldenfalle, ist nicht zu beweisen (S. 278). Im Gegenteil, es scheint, dass beide Seiten Nutzen aus der Kooperation ziehen. China versucht derzeit durch sein Engagement in Afrika jene Ungerechtigkeiten zu beseitigen, die der jahrelang westliche Imperialismus hier hinterlassen hat.

Fazit:

Eine interessante Lektüre, die das Reich der Mitte unter einem anderen Licht erscheinen lässt. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

Veröffentlicht am 12.04.2020

Ein praktischer Ratgeber

Fühl dich wohl in deinem Zuhause
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Die schwedische Innenraumgestalterin Frida Ramstedt hat mit diesem Buch einen kompakten Einrichtungsleitfaden geschaffen. In neun Kapiteln mit Unterpunkten erklärt sie, worauf es ankommt, um sich eine ...

Die schwedische Innenraumgestalterin Frida Ramstedt hat mit diesem Buch einen kompakten Einrichtungsleitfaden geschaffen. In neun Kapiteln mit Unterpunkten erklärt sie, worauf es ankommt, um sich eine eigene Wohlfühloase zu schaffen.


Womit fühlen Sie sich wohl?
Grundlegende Prinzipien und Faustregeln
Überlegungen zum großen Ganzen
Farbgebung
Beleuchtung
Gestaltungstricks
Kaufberatung
Standardmaße und Proportionen
Planen Sie Ihr eigenes Einrichtungsobjekt

In diesem praktischen Ratgeber, der für manche Leser vielleicht zu puristisch erscheint, gibt die Autorin Tipps und Tricks, wie mit einfachen Mitteln und in kurzer Zeit eine andere Atmosphäre geschaffen werden kann. Es muss nicht immer der große Umbau sein. Manchmal reicht es aus, die Kissen am Sofa anders anzuordnen um mehr Ruhe in den Raum zu bringen.

Gut erklärt sind die Begriffe „CMYK“ und „RAL-Farben“. Ich habe beruflich häufig mit Umbauten zu tun und mit den Malern diskutierte ich regelmäßig über den Begriff „gebrochenes Weiß“. Die meisten mischen zu viele gelbe Farbpigmente hinein. Die Wände wirken dann ziemlich nikotinfarbig. Hier habe ich jetzt eine ziemlich konkrete Info bekommen wie „gebrochenes Weiß“ abgemischt werden soll.
Die Autorin legt Wert auf Nachhaltigkeit und Langlebigkeit. Das spürt man beim Lesen dieses Ratgebers.

Fazit:

Ein praktischer Ratgeber, der beim Gestalten der Wohnung helfen kann. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

Veröffentlicht am 11.04.2020

Eine gelungene Fortsetzung

Das Ritual des Wassers
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Dieser zweite Teil der Kraken-Trilogie hat mich so gefesselt, dass ich das Buch innerhalb von 24 Stunden gelesen habe.

Worum geht’s?

Inspector Unaí López de Ayala ist nach dem Kopfschuss am Ende des ...

Dieser zweite Teil der Kraken-Trilogie hat mich so gefesselt, dass ich das Buch innerhalb von 24 Stunden gelesen habe.

Worum geht’s?

Inspector Unaí López de Ayala ist nach dem Kopfschuss am Ende des ersten Teils noch immer krank geschrieben. Das Projektil konnte zwar entfernt werden, doch Kraken, wie Ayala seit seiner Kindheit genannt wird, kann derzeit nicht sprechen und kommuniziert per Handy mit den Seinen. Obwohl eine logopädische Therapie dringend angeraten ist, verweigert er diese zunächst.

Als dann eine junge schwangere Frau ermordet aufgefunden wird, will Kollegin Inspectora Estíbaliz Ruiz de Gauna, das man Ayala hinzuzieht. Denn, die Frau, Annabell Lee, ist nicht nur ermordet, sondern nach dem „dreifachen Tod, einem keltischen Ritus, regelrecht hingerichtet worden. Dass die Frau einst Ayalas erste Liebe war, gibt dem Verbrechen eine sehr persönliche Note. Und sie wird nicht die einzige Tote in Ayalas Umfeld bleiben ....

Meine Meinung:

Wir tauchen wieder in die baskische Kleinstadt Vitoria ein, in der jeder jeden kennt oder, zumindest glaubt zu kennen.

Diesmal wird dem unmittelbarem Freundeskreis von Ayala ziemlich viel Aufmerksamkeit geschenkt. Asier, Lutxo, Jota zählen zu den potentiell Verdächtigen zumal sie abstreiten, nach wie vor Kontakt zu Annabell Lee gehabt zu haben. Bis dann einer der drei ebenfalls ermordet wird.

Immer wieder schwenkt die Autorin in das Jahr 1992 zurück, in dem die vier Freunde gemeinsam mit Annabell an einem archäologischen Sommercamp teilgenommen haben. Der Leser erfährt, warum Unaí so ist, wie er ist und warum er den Spitznamen „Kraken“ hat.
Diese Rückblenden gefallen mir recht gut, denn die Autorin deutet hier allerlei Möglichkeiten für die späteren Morde an.

Die Autorin legt immer wieder falsche Spuren, in denen sich sowohl Ermittler als auch Leser verlaufen. Ich habe zwar relativ früh gewusst, welchen Hintergrund die Morde haben könnten, doch das hat mir die Spannung nicht genommen. Ein bisschen zu oft ist mir „modus operandi“ benutzt worden.

Der Schreibstil von Eva García Sáenz ist gut zu lesen. Dem einen oder anderem wird die detailreiche Erzählweise möglicherweise nicht behagen. Mir gefällt auch, wie sie historische Details aus der Region einflicht, auch wenn sie ursächlich nicht unbedingt zur Geschichte gehören. Für mich ergibt sich ein stimmiges Bild, das erkennen lässt, wie manche Protagonisten so ticken.

Mit der Geburt von Deba, Ayalas und Albas gemeinsamer Tochter endet dieser zweite Teil der Trilogie. Bin schon gespannt, was der dritte für mich und die anderen Leser bereit hält.

Fazit:

Eine gelungene Fortsetzung, der ich gerne wieder 5 Sterne gebe.

Veröffentlicht am 11.04.2020

Fesselnder Auftakt einer Thriller-Reihe

Die Stille des Todes
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Dieser Thriller ist der erste einer Trilogie rund um den sympathischen Inspector Unaí López de Ayala und seiner Kollegin Inspectora Estíbaliz Ruiz de Gauna.

Kurz zum Inhalt:

Während der Renovierungsarbeiten ...

Dieser Thriller ist der erste einer Trilogie rund um den sympathischen Inspector Unaí López de Ayala und seiner Kollegin Inspectora Estíbaliz Ruiz de Gauna.

Kurz zum Inhalt:

Während der Renovierungsarbeiten an der Kathedrale von Vitoria wird ein ermordetes Pärchen gefunden. Doch es ist nicht nur irgendwie ermordet worden sondern, ziemlich genauso inszeniert, wie alle anderen Paare, einer Mordserie, die vor zwanzig Jahren die Stadt erschüttert hat: Mann und Frau sind nackt und halten sich gegenseitig jeweils eine Hand an die Wang.

Wie kann das sein? Der Täter von damals verbüßt nach wie vor seine Strafe in der Haftanstalt. Ist er unschuldig? Hat man damals Fehler in den Ermittlungen gemacht? Brisant ist die Sache allemal, weil Täter und damalige Ermittler Zwillingsbrüder sind.

Inspector Unaí López de Ayala, den man seit seiner Jugend „Kraken“ nennt, und seiner Kollegin Inspectora Estíbaliz Ruiz de Gauna läuft die Zeit davon. Denn der nächste Doppelmord lässt nicht lange auf sich warten ....


Meine Meinung:

Die baskische Autorin Eva García Sáenz lässt mit dieser Thriller-Trilogie ihre Leser in die tiefen Abgründe der menschlichen Seele blicken.

Ich bin ja nicht unbedingt ein Thriller-Fan, doch dieser hier hat mich gleich zu Beginn in den Bann gezogen. Neben der spannenden Handlung wird auch der Geschichte der Stadt viel Platz eingeräumt. Das gefällt mir sehr gut, denn solche Informationen erweitern den Horizont.

Die Atmosphäre in der Stadt, die bereits vor zwanzig Jahren von einer Mordserie heimgesucht worden ist, ist gut dargestellt. Die ohnehin schon zurückhaltenden Bewohner, sind misstrauischer denn je.

Die Charaktere sind bodenständig. Die wenigen, die zugezogen sind, erleben das Gefühl des „Nicht-dazu-Gehörens“ hautnah. Vitoria ist ein Kleinstadt, in der jeder jeden kennt. Das macht auch die Ermittlungen gleichzeitig leicht und schwer. Ayala kennt die Menschen und ihre Gedanken, ist er doch ein ausgezeichneter Profiler. Doch dieser Fall scheint ihn an seine Grenzen zu bringen.
Die Leser können den Ermittlern über die Schulter schauen. Interessant ist die hohe Dichte an sehr alten Menschen. Menschen wie Ayalas Großvater oder seine Großtante, die obwohl jenseits der 90 Jahre mit beiden Beinen im Leben stehen. Doch genauso auffällig sind gewalttätige Väter, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Leben ihrer Kinder haben. Das erschreckt ein wenig. Ist es die karge Landschaft oder die seit je her, in viele kriegerische Scharmützel verwickelte Bevölkerung, die hier einen besonderen Menschenschlag hervorbringt?

Der Schreibstil ist gefällig, fesselnd und angenehm lesbar. Um die vielen, für deutschsprachige Zungen mitunter schwierigen Namen auseinander zu halten, gibt es im Anhang ein Personenverzeichnis sowie ein ausführliches Glossar. Mit Hilfe des Stadtplanes von Vitoria und der Landkarte des Baskenlandes kann sie der Leser gut orientieren.

Fazit:

Ein fesselnder Thriller, der Lust auf die Folgebände macht. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

Veröffentlicht am 09.04.2020

eintauchen in die Welt des MIttelalters

Der Chirurg und die Spielfrau
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Sabine Weiß entführt uns in das Mittelalter. In eine Zeit in der Sklavenhaltung in Europa weit verbreitet und durchaus üblich ist. Eine Zeit in der gegen Andersgläubige mit dem Schwert vorgegangen wird ...

Sabine Weiß entführt uns in das Mittelalter. In eine Zeit in der Sklavenhaltung in Europa weit verbreitet und durchaus üblich ist. Eine Zeit in der gegen Andersgläubige mit dem Schwert vorgegangen wird und die katholische Kirche machtbesessener als so mancher weltlicher Herrscher ist. Es ist die Zeit in der Deutschland unter der Gesamtherrschaft des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation in viele kleine Lehen aufgeteilt ist. Kaiser in jener um die Zeit 1217-1235 ist zuerst Otto, aus dem Geschlecht der Welfen, und anschließend der Staufer Heinrich II..
Gleichzeitig ist es eine Zeit in der Troubadoure ihre Lieder von Ruhm und Ehre singen, Ritter für sie unerreichbare Frauen mit Minnedichtungen anschmachten. Die Kirche beherrscht das Denken der Zeit und gleichzeitig entwickeln sich in vielen Städten Universitäten, die hochgebildeten Männer hervorbringen. Die medizinischen Schulen von Montpellier, Bologna und Salerno sind ein Beisspiel dafür.

Soweit der historische Hintergrund.


Spanien und Deutschland um 1217: Während Elena mit ihren Eltern auf der Insel Mallorca als Sklaven gehalten und der Willkür des Eigentümers ausgesetzt ist, soll Thonis, Erstgeborener eines niedrigen Adelsgeschlecht aus Norddeutschland nach dem Willen seines Vaters in ein Kloster eintreten, während sein jüngerer Bruder Mathias zum Ritter geschlagen werden soll. Thonis widersetzt sich dem Vater und begleitet einen Bruder, der an einem Kreuzzug teilnehmen soll.

Nach mehreren gefährlichen Reisen begegnen sich Elena und Thonis in Genua. Sie lebt inzwischen bei Rambertino Buvalelli einem angesehenen Bürgers in Genua, der ihre Gabe, durch ihre Gesang Kranke zu beruhigen, sehr schätzt. Er ist Schüler eines Chirurgen. Als Buvalelli stirbt, wird sie betrogen und weiterverkauft. Ihr neuer Herr ist ausgerechnet Amiré, jener Studienkollege Thonis, der wenig zum Arzt taugt und immer auf seinen Vorteil bedacht ist. Amiré macht aus Elenas Gabe ein einträgliches Geschäft.

Meine Meinung:

Sabine Weiß hat in diesem historischen Roman die Welt im Mittelalter wieder auferstehen lassen. Allerdings erzählt sie die Geschichte aus der Sicht von Sklaven (Elena) und Medizinern (Thonis, Wilhelm). Trotzdem erhalten wir ein interessantes Bild dieser Zeit. Selbst der kleinste Adelige dünkt sich als etwas Besseres und würde niemals arbeiten, selbst, wenn er in einer zugigen Burg ausharren müsste. Thonis Vater ist so einer. Er verachtet alle jene, die wie Thonis einem Erwerbsleben nachgehen und verstößt seinen Sohn. Für ihn zählen nur Ritter oder Geistliche.

Sehr interessant finde ich den Ausflug in die damalige medizinische Schule. Montpellier, Salerno, Bologna - sie sind in jener Zeit führend und haben sich häufig dem Sezierverbot der katholischen Kirche widersetzt.

Ach ja, die katholische Kirche: Nicht nur, dass sie zu Kreuzzügen gegen nicht-christliche Menschen im Heiligen Land aufruft, bekämpft sie Abweichler ihrer eigenen Lehre wie Katharer oder die Stedinger in Europa. Während die Feldzüge gegen die Katharer wegen der zahlreichen Literatur hinlänglich bekannt ist, ist der Krieg gegen die Stedinger im Weserland eher nur Insidern ein Begriff. Kreuzzüge innerhalb des Deutschen Reiches? Dass die nicht ausschließlich (vorgeschobene) religiöse Gründe haben, liegt auf der Hand. Die Kirche ist ähnlich Machtbesessen wie die Fürsten und will sich ganze Landstriche unter den Nagel reißen. Wenn sie fruchtbar und ertragreich sind, umso besser.,

Erstaunlich ist, wie oft die geschätzte Autorin ihre Protagonisten kreuz und quer durch Europa reisen lässt. In Zeiten, in denen man zu Fuß oder zu Pferd unterwegs ist, eine reife Leistung.
Die Strecke Genua - Montpellier beträgt lt. Routenplaner mehr als 500 km, jene nach Bologna rund 300 km. So ein Tagesmarsch kann zwischen 30 und 40 km betragen, zu Pferd kommt man etwa 50 - 60 km weit.

Das Buch ist niemals langweilig. Jedes Mal, wenn man glaubt, Elena und Thonis können endlich halbwegs in Frieden leben, betritt ein fieser Widersacher die Bühne und das Leid geht von vorne los.

Gut gefallen hat mir auch die Schilderung der Belagerung von Toulouse, die zeigt welchen Strapazen und Gefahren sowohl Angreifer als auch Verteidiger ausgesetzt waren. Das ist alles so lebendig geschildert, dass man sich mitten im Schlachtgetümmel wähnen kann. Mit dabei natürlich Chirurgius Wilhelm mit seinem Helfer Thonis. Beiden wird nicht langweilig, denn es ist gibt tausende Verwundete zu betreuen.

Die Charakter sind sorgsam ausgefeilt und die plastische Darstellung der Umgebung zeugt von akribischer Recherche, wie ich es von Sabine Weiß schon gewöhnt bin.

Eine Landkarte auf denen die meisten Schauplätze eingezeichnet sind und ein Personenverzeichnis am Anfang ergänzen diesen farbig und lebendig erzählten historischen Roman.

Fazit:

Ein fesselnder historischer Roman, der uns von Bremen nach Mallorca und weiter in den Süden Frankreichs und den Norden Italiens mitnimmt. Eine spannende Reise durch die mittelalterliche Medizin und die Geschichte der Kreuzzüge. Gerne gebe ich hier 5 Sterne und eine Leseempfehlung.