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Veröffentlicht am 15.11.2017

Schöne Geschichte, die aber nicht aus der Masse hervor sticht.

Taste of Love - Zart verführt
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Zart verführt – Taste of Love 3 von Poppy J. Anderson
Veröffentlicht: 26.10.2017
„Zart verführt – Taste of Love“ ist der 3. Teil der „Köche von Boston-Reihe“ von Poppy J. Anderson.

Dieses Mal dreht sich ...

Zart verführt – Taste of Love 3 von Poppy J. Anderson
Veröffentlicht: 26.10.2017
„Zart verführt – Taste of Love“ ist der 3. Teil der „Köche von Boston-Reihe“ von Poppy J. Anderson.

Dieses Mal dreht sich alles um Schokolade und Fitness. Liz ist zu Gast in einer TV-Talkrunde, um Werbung für ihre Patisserie zu machen. Dort trifft sie auf den Fitnessguru und früheres Unterwäschemodel Adam. Während sie in der Sendung dahinschmachtet, lässt er Bemerkungen über ihre Problemzonen fallen und, dass er ihr in seinem Fitnessstudio helfen könnte, diese zu bearbeiten. Logisch, dass Liz darüber entsetzt ist und ihn für einen Idioten hält. Doch ihre Familie, allen voran ihre Schwester Vicky, versucht die beiden zu verkuppeln.

Die Geschichte ist abwechselnd aus der Sichtweise der beiden Protagonisten geschildert, dadurch kommen Liz und Adam in dem Buch sehr authentisch rüber. Beide gehen sie auf in ihrem Job, geben alles für ihre Familien, haben aber auch mit ihren Zweifeln und Schattenseiten zu kämpfen.

Nervig ist leider auch in diesem Teil, dass auf die Schattenseiten und die Probleme der Vergangenheit wieder mehrfach hingewiesen wird, ohne sie zu genau zu beschreiben, bis es dann am Ende im Detail erläutert wird. Wahrscheinlich soll damit ein Spannungsbogen aufgebaut werden. Ich persönlich finde es eher nervig, weil man immer wieder dasselbe liest und sich die Details, bis sie dann gelüftet werden, eigentlich schon selbst zusammengereimt hat.

Auch die Tatsache, dass hier mal eine angeblich kräftigere Person ein Model als Partner abbekommt, verliert bei mir an Glaubwürdigkeit und Charme, wenn dann irgendwann zu lesen ist, dass sie Kleidergröße 40 trägt – ist das jetzt wirklich so dick, dass man von allen Seiten zu hören bekommt, wie unförmig man doch ist? Meiner Meinung nach schürt das eher noch den Size-Zero-Wahn der Teenager-Leser als dass es ein positives Statement nach dem Motto „Steh zu deiner Figur“ abgibt.

Die Dialoge kommen gut rüber und enthalten einen angenehmen Humor ohne aufgesetzt zu wirken. Der Schreibstil ist größtenteils angenehm zu lesen, weist nur gelegentlich Schwächen auf, in denen die Sätze holprig werden und die Emotionen nicht ankommen.

Das Cover bleibt dem Stil der Reihe treu und glänzt mit süßen Verführungen. Was ich als absoluter Schokoholiker vermißt habe, sind die Rezepte zu Beginn und Ende des Buches (wie bei den ersten beiden Teilen). Dabei hatte ich doch sehr auf eine leckere Pralinenkreation von Liz gehofft – oder gibt es die Rezepte nur in der gedruckten Version und nicht beim Ebook?

Fazit:
Alles in allem eine schöne Geschichte, die angenehme Lesestunden beschert (und Hunger auf Pralinen macht), aber in der Masse der NewAdult-Romane sticht sie nicht besonders hervor – weder vom Schreibstil noch von der Story.

Veröffentlicht am 25.09.2020

Ich war von dem Buch ziemlich enttäuscht.

Eine Handvoll Worte
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„Eine Handvoll Worte“ von Jojo Moyes ist eine doppelte Liebesgeschichte. Der erste Erzählstrang spielt im Jahr 1960.
Jennifer Stirling hatte einen schweren Autounfall und kann sich danach nicht mehr an ...

„Eine Handvoll Worte“ von Jojo Moyes ist eine doppelte Liebesgeschichte. Der erste Erzählstrang spielt im Jahr 1960.
Jennifer Stirling hatte einen schweren Autounfall und kann sich danach nicht mehr an ihr Leben und vor allem auch nicht an ihren Mann erinnern. Sie ergibt sich in ihr Leben, doch lässt sie das Gefühl nicht los, dass sie eigentlich einen anderen Mann liebt.
Im zweiten Erzählstrang, der 2003 spielt, geht es um das Liebesleben der Journalistin Ellie Haworth. Der Mann, den sie liebt, ist verheiratet.

Im Zuge von Recherchen findet sie im Zeitungsarchiv einen Brief, in dem ein Mann eine Frau bittet, ihren Ehemann zu verlassen und mit ihm nach New York zu gehen. Sie erkennt sich selber in diesem Brief wieder und versucht mehr über die beiden herauszufinden.

Auf diese Weise verbinden sich die beiden Schicksale und Ellie bringt Jennifers ganze Geschichte ans Licht.
Der Klappentext klingt vielversprechend und ein anderes Buch, das ich von Jojo Moyes gelesen habe (Ein ganzes halbes Jahr), hatte mich sehr berührt.

Leider kam bei „Eine Handvoll Worte“ dieses Gefühl nicht wirklich auf. Obwohl es eigentlich schicksalhafte Liebesgeschichten sind, konnte ich den Schmerz und die Liebe nicht wirklich spüren. Der Schreibstil ist recht einfallslos und regt das Kopfkino nicht wirklich an.

Die Verknüpfung der beiden Geschichten ist auch recht undurchsichtig. Vor allem die Vergangenheit ist ziemlich verwirrend, weil sich hier auch noch Erinnerungen an die Zeit vor dem Unfall mit der Zeit nach dem Unfall mischen und es nicht eindeutig ist, wo auf dem Zeitstrahl man sich gerade befindet.

Fazit:
Ich war von dem Buch ziemlich enttäuscht.

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Veröffentlicht am 03.05.2020

Ich werde sicherlich nicht die weiteren 6 Bände lesen.

Die sieben Schwestern
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Bei dem Roman „Die sieben Schwestern“ handelt es sich um den ersten Band des 7-teiligen Familien-Epos von Lucinda Riley. Das Buch ist 2015 im Goldmann-Verlag erschienen.

Maia lebte in ihrer Kindheit in ...

Bei dem Roman „Die sieben Schwestern“ handelt es sich um den ersten Band des 7-teiligen Familien-Epos von Lucinda Riley. Das Buch ist 2015 im Goldmann-Verlag erschienen.

Maia lebte in ihrer Kindheit in einer großen Villa am Genfer See zusammen mit ihrem Adoptivvater Pa Salt und 5 weiteren adoptierten Schwestern sowie einigen Bediensteten. Mittlerweile sind ihre Schwestern ausgezogen und sie ist als Einzige dort geblieben.
Als ihr Vater stirbt, bricht für sie eine Welt zusammen.
Den Schwestern fällt auf, wie wenig sie eigentlich über ihren Adoptivvater wissen. Jeder von ihnen vermacht er Hinweise darauf, woher sie stammen, damit sie nach ihren Wurzeln suchen können. So macht sich Maia dann nach Brasilien auf, um in Rio nach ihren Eltern zu suchen. Dort erfährt sie die Geschichte ihrer Urgroßmutter.

Die Geschichte ist in zwei Strängen aufgegliedert: Die Gegenwart rund um Maia und die Vergangenheit von Izabela. Maias Geschichte wird aus Sicht der 1.Person heraus erzählt, während Izabelas Geschichte in personaler Erzählweise geschrieben ist. Die Abgrenzung zwischen den beiden Ebenen war klar erkennbar.

Obwohl ich eigentlich ein Freund von langen Satzkonstruktionen bin, waren in diesem Roman die Sätze manchmal so ungeschickt verschachtelt, dass ich beim Lesen mehrmals gestolpert bin, was meinen Lesefluss doch erheblich gestört hat.

Sowohl Maias als auch Izabelas Geschichte handeln von Liebe und Hindernissen. Allerdings konnte mich das Geschehen nicht wirklich packen. Meiner Meinung nach gab es keine Spannungsbögen und die Geschichten plätscherten nur so vor sich hin.

Unbefriedigend fand ich auch das Ende. Maias Geschichte war noch gar nicht richtig vorbei. Es bleibt unklar, was mit ihrem Ex-Freund los ist, was er von ihr wollte. Und am Ende beginnt quasi bereits die Geschichte der zweiten Schwester, die dann im zweiten Band erzählt wird. Auch über Maias Adoptivvater erfährt man eigentlich gar nichts. Wahrscheinlich kommt das erst im letzten Band. Lediglich eine Vorahnung, in welchem Zusammenhang er mit Izabelas und damit Maias Leben steht, habe ich, aber es gab bislang keine Bestätigung dazu.

Fazit:
Ich werde sicherlich nicht die weiteren 6 Bände lesen.

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Veröffentlicht am 15.04.2020

Das Buch hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen

Holunderliebe
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„Holunderliebe“ ist ein Roman aus der Feder von Katrin Tempel. Er wurde 2013 veröffentlicht.

Dieses Buch vereint einen Liebesroman mit einer historischen Geschichte und auch noch ein paar Infos zum Thema ...

„Holunderliebe“ ist ein Roman aus der Feder von Katrin Tempel. Er wurde 2013 veröffentlicht.

Dieses Buch vereint einen Liebesroman mit einer historischen Geschichte und auch noch ein paar Infos zum Thema Kräuter und deren medizinische Anwendung.

Die Geschichtsstudentin Lena reist auf die Reichenau am Bodensee, um zu recherchieren, da sie in einem alten Buch etwas Ungewöhnliches entdeckt hat. Dabei stößt sie auf der Insel nicht nur auf den Kräuterhändler Simon, sondern auch auf eine unbekannte Pflanze. Aber ihr Aufenthalt ist nicht nur durch diese beiden Ereignisse geprägt, sondern sie wird auch noch von Träumen/Visionen aus dem Mittelalter heimgesucht und nebenbei erfährt sie die Wahrheit über ihre eigene Geschichte.

In der Geschichte der Gegenwart ist Lena der Ich-Erzähler und der Leser erfährt von ihrer Liebe zum Gärtnern, ihrem Geschichtsstudium und ihrer „Freundschaft“ zu Erik. Durch die ich-Erzählperspektive werden ihre Gefühle gut dargestellt.
Die anderen Charaktere wie Erik und Simon sieht der Leser durch Lenas subjektive Brille. Und ich muss sagen, dass mir der Charakter Erik irgendwie unbedeutend erschien. Er wurde kurz zu Beginn erwähnt, taucht dann plötzlich wieder auf der Reichenau auf, um dann genauso schnell und kampflos wieder zu verschwinden. Hier hatte ich etwas mehr Interaktion zwischen Erik und Simon erwartet, ansonsten hätte man sich den Part mit Erik auch sparen können. Er hat die Geschichte nicht wirklich beeinflusst und vorwärtsgebracht.

Lenas Träume/Visionen aus dem Mittelalter sind in personaler Erzählweise geschrieben und handeln hauptsächlich von dem Mönch Walahfried und von dem Adligen Thegan – sowie seiner Liebe zu Hemma. Hier erfährt der Leser ein paar Dinge zu Kräutern und wie diese im Mittelalter für Krankheiten eingesetzt worden sind. Diese Kapitel werden alle mit einem Spruch aus Walahfrieds „Kräutergedicht“ eingeleitet.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Handlung plätschert gleichmäßig vor sich hin, es gibt keine wirklichen Spannungsbögen.
Die Entwicklung bezüglich Lenas Vergangenheit ist relativ vorhersehbar.
Das Buch hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen, es war eine schöne Geschichte mal so für zwischendurch. Spannung oder starke Gefühle sollte man allerdings nicht erwarten.

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Veröffentlicht am 21.02.2019

Die Geschichte ist an sich interessant und gut zu lesen, konnte mich allerdings nicht übermäßig überzeugen

Einfach zauberhaft
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„Einfach zauberhaft 1 – Die verfluchten Geister“ von Lucy Moregan ist 2016 erschienen. Es ist das erste Buch, das ich im Zuge des „romantischen, fantastischen, spannenden Lesewinter 2018“ gelesen habe.

Nach ...

„Einfach zauberhaft 1 – Die verfluchten Geister“ von Lucy Moregan ist 2016 erschienen. Es ist das erste Buch, das ich im Zuge des „romantischen, fantastischen, spannenden Lesewinter 2018“ gelesen habe.

Nach der Trennung ihrer Eltern muss Lily mit ihrer Mutter von London in das kleine schottische Örtchen Witford ziehen. Außer dem alten Schloss, in dem ihre Mutter einen neuen Job gefunden hat, und einer alten Kirchenruine mit Friedhof hat das Dorf nicht viel zu bieten. Lily wird alsbald von Alpträumen und komischen Lichterscheinungen verfolgt, so dass sie langsam an ihrem Verstand zu zweifeln beginnt. Doch zum Glück hat sie mittlerweile zwei Freundinnen (Sarah und Jo) gefunden, die ihr beistehen. Und dann gibt es auch noch den düsteren Jungen Ethan, der sie magisch anzieht. Mit ihnen gemeinsam versucht sie die Geheimnisse des Ortes zu lüften und die verfluchten Geister zu besiegen.

Der Roman ist in drei Zeitsträngen gegliedert. Die Gegenwart mit der Geschichte um Liliy, Sarah, Jo und Ethan. Das Jahr 1653/1654 mit der Geschichte um Alison und Lord MacCoinneach und dann noch die Geschichte um Henry St. James im Jahr 1890. Im Laufe des Buches fließen die drei Geschichten zusammen, so dass der Leser das Gesamtbild erkennt und versteht, was hinter den verfluchten Geistern steckt. Diese Zusammenführung und wie sich am Ende alles zusammenpuzzelt fand ich gut gelungen.

Die drei Geschichten werden durch hübsche kleine Grafiken (Lilie, Pentagramm, Buch mit Ketten) eingeleitet. Dadurch kann man sich gut auf die jeweilige Geschichte einlassen.

Der Schreibstil ist sehr einfach (typisch Jugendbuch), teilweise leider mehr erzählend/aufzählend als beschreibend. Die Dialoge, hauptsächlich in der Gegenwart, wirken gestellt und nicht flüssig, zudem gab es viele Wortwiederholungen. Dafür, dass es in der Geschichte sehr viele Stellen mit hohem Gruselpotential gab, kam bei mir keine wirkliche Spannung auf. Die Szenen wurden sehr schnell abgehandelt (besonders das Ende) und nicht weiter vertieft.

Das Einfühlen in die Charaktere wurde mir damit kaum möglich. Sie blieben mir zu unscharf. Und das Kopfkino lief leider nur auf Sparflamme. Lediglich die ersten Szenen aus Alisons Leben konnten mich packen. Überhaupt war dieser Teil des Romans in meinen Augen am besten geschrieben. Vor allem die Gegenwart blieb mir oft zu oberflächlich und enthielt viele nebensächliche Szenen.

Der Epilog ist in meinen Augen eher ein Prolog für den kommenden Teil. Unter einem Epilog verstehe ich einen Abschluss, der Fragen beantworten soll, die im Roman offengeblieben sind. Evtl. die (nähere) Zukunft der Protagonisten beleuchtet, wie sie nach einem dramatischen Finale mit den Ereignissen umgehen, etc. In diesem Epilog werden eher neue Fragen aufgeworfen. Ein gänzlich neues Thema wird angerissen und wirft beim Leser Fragen auf, statt sie zu beantworten. Weil ich kein Fan von Cliffhangern bin (auch wenn dieser kein richtiger ist), hätte ich eine Leseprobe vom zweiten Teil am Ende des Buches besser und passender gefunden.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es ist düster und magisch und weckt eine gruselige Erwartung – die in meinen Augen aber nicht ganz erfüllt werden konnte.

Fazit:
Die Geschichte ist an sich interessant und gut zu lesen, konnte mich allerdings nicht übermäßig überzeugen.