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Veröffentlicht am 16.04.2020

1794 - das Grauen in Stockholms Gassen geht weiter!

1794
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Stockholm - 1794 -

Erik Drei Rosen lebt mit seinem Vater auf dem Familiengut - an Geld mangelt es ihnen nicht. Nur ist der Sohn seinem Vater nicht gut gesonnen und so wird er eines Tages zusammen mit ...

Stockholm - 1794 -

Erik Drei Rosen lebt mit seinem Vater auf dem Familiengut - an Geld mangelt es ihnen nicht. Nur ist der Sohn seinem Vater nicht gut gesonnen und so wird er eines Tages zusammen mit seinem Cousin auf die karibische Insel Saint-Barthélemy geschickt. Dort boomt der Sklavenhandel und das Fieber. Ein Kampf ums Überleben beginnt für die beiden. Aber nach kurzer Zeit lernen sie den väterlichen Freund Tycho Ceton kennen. Nach dem Tod von Eriks Vater darf er wieder nach Stockholm zurückkehren und endlich die Hochzeit mit seiner heißgeliebten Linnea vollziehen. Ceton zeigt sich gutmütig und organisiert das Fest. Doch eine lange Ehe soll es nicht werden. Schon in der Hochzeitsnacht findet im ehelichen Gemach ein blutrünstiges Schauspiel statt. Die Braut wird getötet, der Bräutigam verwirrt am nächsten Morgen gefunden und sofort ins Irrenhaus eingewiesen. Seine Schwiegermama glaubt aber an dessen Unschuld und macht sich auf dem Weg zu Jean Michael Cardell, der den Fall lösen soll.



In „1794“ trifft man sowohl auf alte Bekannte, als auch auf neue Gesichter. Wieder ist das Buch in die 4 Jahreszeiten des Jahres unterteilt und man hat 3 Erzählstränge. Zu Beginn die Vorgeschichte von Erik, dann taucht Anna Stina Knapp mit ihrem Schicksal wieder auf und nicht zu vergessen Ermittlungsarbeit der beiden Cardell und Winge. Wenn man den Vorgänger gelesen hat, weiß man, dass die 3 Geschichten zum Ende hin wieder zusammenkommen. Trotzdem zog sich dieses Mal das Buch sehr in die Länge und ich musste mich oft dazu durchringen weiterzulesen. Die letzten 150 Seiten hatten es dann aber wieder in sich. Und man bleibt sprachlos und mit einem weinenden Auge zurück.

Niklas Natt och Dag hat es wieder geschafft, mich in eine Zeit des Grauens mitzunehmen, in der die Gassen nach Branntweinessig, Urin und Blut riechen und an jeder Ecke Geschalten auf einen lauern. Ob gut oder böse, dass weiß man immer erst im Nachhinein. Nichts für Zartbesaitete. Man sollte aber nicht sosehr einen Kriminalfall erwarten. Eher handelt es sich hier um einen historischen Roman mit Nebenhandlung Aufklärung eines Todesfalles.

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Veröffentlicht am 16.04.2020

Jeder ist einzigartig!

Billy mit den Bambusbeinen
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Billy hat lange Beine, kleine Flügel und einen Rüssel. Seine Eltern wünschen ihm viel Spaß bei seinem ersten Rundflug allein durch die Botanik. Und auf wen er da alles trifft - den roten coolen Käfer mit ...

Billy hat lange Beine, kleine Flügel und einen Rüssel. Seine Eltern wünschen ihm viel Spaß bei seinem ersten Rundflug allein durch die Botanik. Und auf wen er da alles trifft - den roten coolen Käfer mit den schwarzen Punkten. Oder die Wespe Rachel mit dem tollen Stachel. Nur Billy findet nichts Tolles an sich - bis die Wanze ihn für seine langen dünnen Beine beneidet.

Dieses wunderschöne Kinderbuch von Erhard Dietl liest sich aufgrund seiner Kürze in einem Rutsch weg - verliebt war ich sofort in die Illustrationen - auf jeder Seite verstecken sich süße Insekten und andere kleine Details. Ganz wichtig für die kleinen Entdecker, denn auf der letzten Seite wird gefragt, ob man denn die Tiere auch unterwegs durchs Buch entdeckt hat. Das die ganze Geschichte in Reimform geschrieben wurde, hat mich nochmal von dem Buch überzeugt - absolute Vorleseempfehlung für kleine Entdecker.

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Veröffentlicht am 30.01.2020

Düster und schockierend - Stockholm im Jahre "1793"

1793
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Es ist Herbst 1793 in Stockholm.

Und eine stark zugerichtete Leiche wird in den Fäkalien Stockholms gesichtet. Kein geringerer als der Kriegsveteran Jean Michael Cardell, der seinen Alltag mit einem ...

Es ist Herbst 1793 in Stockholm.

Und eine stark zugerichtete Leiche wird in den Fäkalien Stockholms gesichtet. Kein geringerer als der Kriegsveteran Jean Michael Cardell, der seinen Alltag mit einem Holzarm bewerkstelligen muss, fischt den Torso aus dem Wasser. Sofort zur Stelle ist Cecil Winge, einst Jurist und im Dienste der Polizei für die besonderen Verbrechen zuständig. Dieser kämpft leider mit den Folgen von Tuberkulose. Gemeinsam bekommen die zwei Herren die Aufgabe, den Mordfall zu lösen - und merken schon nach kürzester Zeit, dass mit feinster Präzision und Hingabe das Opfer gefoltert und ermordet wurde. Wer steckt dahinter?

WOW! Was für ein historischer Krimi. Zurecht mit dem schwedischen Krimipreis ausgezeichnet. Ich lese nicht oft historische Romane (wenn es hoch kommt, 1-2 im Jahr :) ... aber durch andere Rezensionen und Anzeigen bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Ein Glück.

Niklas Natt och Dag nimmt den Leser mit in ein Jahr voller Dreck, Armut, Hurerei und Gaunerei. Beim Lesen konnte ich förmlich den Geruch auf den Straßen Stockholms riechen. Der Schreibstil ist angepasst an die Redensart der damaligen Zeit und ich brauchte ein paar Seiten, um mich dort reinzufuchsen. Trotzdem ist die Sprache so bildlich geschildert, dass man sich wie auf einer Zeitreise befindet. Auch die brutalen Folterszenen lassen einem als Leser Gänsehaut wachsen und das Gesicht verziehen. Aber genauso stell ich es mir zur damaligen Zeit vor. Ab und an übertreibt es der Autor leider mit seinen Beschreibungen der einzelnen Straßen und Plätze (als Schwedentourist eventuell brauchbar, sonst lästig) und durch die Untergliederung des Buches in die 4 Jahreszeiten und 3 Erzählstränge, die am Ende zum Glück alle wieder zusammenführen, war ich zwischenzeitlich etwas verwirrt. Trotzdem von mir eine absolute Leseempfehlung für alle, die neben den herkömmlichen Thrillern gerne mal in die Vergangenheit reisen möchten.

"1794" - los geht's ...

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Veröffentlicht am 20.01.2020

P.s. Das Leben geht weiter ...

Postscript - Was ich dir noch sagen möchte
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Bei "Postscript" handelt es sich um die Fortsetzung des Bestsellerromans "P.S. ich liebe dich" von Cecelia Ahern.

Holly Kennedy hat vor 7 Jahren ihren Ehemann Gerry verloren - nur anhand von 10 Briefen, ...

Bei "Postscript" handelt es sich um die Fortsetzung des Bestsellerromans "P.S. ich liebe dich" von Cecelia Ahern.

Holly Kennedy hat vor 7 Jahren ihren Ehemann Gerry verloren - nur anhand von 10 Briefen, die er für sie vor seinem Tod geschrieben hat, "lebt" er für Holly ein ganzes Jahr weiter. Seine Briefe sind ihr eine Stütze - und dank dieser wird aus Holly ein völlig neuer Mensch. Sie verliebt sich neu - hat einen Job, der ihr Spaß macht. Bis sie eines Tages von ihrer Schwester Ciara überredet wird in einem Podcast ihre Liebesgeschichte mit Gerry nochmal Revue passieren zu lassen und von seinen hinterlassenen Briefen zu reden. Inspiriert von Holly's Erzählungen gründet eine kleine Gruppe von 5 Menschen, die auch unheilbar krank sind, den "P.S. Ich liebe dich"-Club. Auch sie würden gerne Nachrichten und Briefe an ihre Hinterbliebenen verfassen und erhoffen sich von Holly kleine Tipps und Anregungen. Nur diese ist am Anfang so gar nicht begeistert von diesem Club, wird sie doch jetzt wieder in der Vergangenheit zurückkatapultiert. Gerry ist wieder präsent. Doch je mehr sie sich mit den Schicksalen der Club-Mitglieder beschäftigt, desto mehr kommt die hilfsbereite Holly zum Vorschein. Schafft sie es, durch ihre Kreativität und Erfahrungen den Menschen ein letztes Andenken zu zaubern? Oder holt sie die Vergangenheit wieder ein?

Cecelia Ahern hat mit diesem Buch eine gelungene Fortsetzung geschaffen. Durch den einfachen, aber sehr flüssigen Schreibstil fliegen die Seiten nur so an einem vorbei. Ihre emotionale Art zu schreiben fasziniert und berührt mich und ich musste nicht nur einmal zum Taschentuch greifen, weil ich so hingerissen war. Auch wenn es zum Ende hin den Eindruck machte, dass die Geschichte jetzt schnell erzählt werden muss, und die Schicksale der Menschen innerhalb von 2 Seiten abgearbeitet wurden bzw. es zwischenzeitlich an einigen Stellen zu detailliert beschrieben wurde, was Holly erledigt, um den Mitgliedern zu helfen, bin ich froh, dieses Buch gelesen zu haben. Vielleicht folgt noch ein 3.Band um Holly Kennedy - die Story würde es definitiv hergeben :)

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Veröffentlicht am 20.01.2020

Lebenslustige Landgöre trifft jungen Mann aus'm Ruhrpott!

Bleib doch, wo ich bin
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Kaya, junge 27 Jahre alt, hat alles, was sie glücklich macht: sie lebt in dem ländlichen kleinen Dorf Neuberg - besitzt dort neben ihrem Shetlandpony noch ein Buchcafé und kann sich auf ihre besten Freunde ...

Kaya, junge 27 Jahre alt, hat alles, was sie glücklich macht: sie lebt in dem ländlichen kleinen Dorf Neuberg - besitzt dort neben ihrem Shetlandpony noch ein Buchcafé und kann sich auf ihre besten Freunde Amelie und Rob immer verlassen. Auch für ihre kleine Nichte Milli ist sie der erste Anlaufpunkt, wenn es darum geht, Schwierigkeiten und Probleme auszubaden. So auch in ihrem aktuellsten Fall - sie hat während eines Schülerpraktikums Mist gebaut, für den sie sich jetzt vor ihrem neuen Lehrer Lasse Fries und ihrer Mutter rechtfertigen muss. Nur leider hat ihre Mutter Cordula damit gedroht, sie ins Internat zu stecken - also muss Kaya einen Plan finden, wie das vermieden werden kann. Kurzerhand schlüpft Kaya ins das Businessoutfit ihrer älteren Schwester, setzt zur Feier des Tages auch noch deren Brille auf (mit der sie nicht wirklich was sehen kann) und geht zu dem Gespräch mit Milli's Lehrer. Überzeugend kann sie ihn überreden, das ihrer Nichte ein erneutes Praktikum absolvieren kann - selbstverständlich in der Tierarztpraxis ihres Kinderfreundes Rob. Am Samsatgabend trifft sich Kaya mit ihrer besten Amelie, um den Erfolg in der Schule bei der jährlichen Scheuenparty zu feiern - nach einer Wette der beiden Mädels sitzt Kaya am Ende des Abends neben einem schicken Mann, der eine gewisse Ähnlichkeit mit Bryan Adams hat - ohne zu wissen, dass sie ihm bereits begegnet ist ... und dort nimmt das Schicksal und die Liebe ihren Lauf!

Ich muss gestehen, dass ich nicht so der Fan von Liebesromanen bin. Aber dieser hat mich wieder überrascht. Durch die abwechselnde Erzählperspektive in den einzelnen Kapiteln - mal aus der Sicht von Kaya, mal aus Lasse's Perspektive, ist man als Leser ab und an ziemlich verwirrt, weil nicht darauf hingewiesen wird, wer jetzt grad "erzählt" ... trotzdem nimmt es der Geschichte weder die Spannung, noch die Entwicklung der Liebesgeschichte von Kaya und Lasse. Durch den einfachen, alltagssprachlichen Erzählton und das ständige Auftauchen von Missverständnissen fiebert man bis zur letzten Seite mit den Protagonisten mit. Ich habe mich gefreut, dass man amm Ende des Buches schon in die Fortsetzung des Dreiergestirns lesen kann und werde auch mit Sicherheit dort wieder ins Landleben reisen.

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