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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2020

guter Lesestoff

Four Dead Queens
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Vier Landesteile, vier Königinnen, vier Lebensauffassungen - das sind die Grundpfeiler des Romans und der in der Geschichte konstruierten Gesellschaftsform. Alles hat immer gut funktioniert. Doch wie ...

Vier Landesteile, vier Königinnen, vier Lebensauffassungen - das sind die Grundpfeiler des Romans und der in der Geschichte konstruierten Gesellschaftsform. Alles hat immer gut funktioniert. Doch wie mit allen Gesellschaften entwickeln sich die Bürger bzw. Bewohner stets weiter. Eine absolute Stagnation ist auf Dauer nicht zu erzwingen. Ich glaube, das müssen die vier Königinnen, eventuell auch auf die harte Tour lernen. Es scheint, eine Option ist Mord! Die Autorin hat mit viel Phantasie eine schöne Grundlage für einen eventuell auch mehrteiligen Roman aufgebaut. Hat mir gut gefallen.

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Veröffentlicht am 23.04.2020

Charlie Berg - Wer ist das?

Das eiserne Herz des Charlie Berg
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Der vorliegende Roman von Sebastian Stuertz ist nicht nur die Beschreibung eines Lebensabschnittes der Hauptperson Charlie Berg. Seine recht exzentrische Familie sowie ein auch sehr spezielles Umfeld ...

Der vorliegende Roman von Sebastian Stuertz ist nicht nur die Beschreibung eines Lebensabschnittes der Hauptperson Charlie Berg. Seine recht exzentrische Familie sowie ein auch sehr spezielles Umfeld mit all seinen Freunden, Bekannten, Lehrern, Förderern bis hin zu Ärzten, die sich um Charlies Gesundheit bemühen, verlangt dem Leser Aufmerksamkeit und Konzentration ab. Der Roman umfasst immerhin 714 Seiten reiner Lesestoff. Im ersten Teil bemühte ich mich, den Charakter von Charlie zu verstehen. Das ist gewiss nicht einfach. Charlie ist einerseits ein netter Junge. Gleichzeitig hat er nicht das geringste Problem damit, seinen erschossenen Großvater im Wald einfach liegen zu lassen. Er plant eiskalt gedanklich durch, wie er den Vorfall vertuschen kann und selbst dabei in keinerlei Zusammenhang mit dem Mordfall gebracht werden kann. Zu diesem Eingangsvorfall gesellen sich im Verlauf der Handlung noch mehrere Geschehnisse, die einen ganz normalen Menschen aus der Bahn werfen würden. Nicht so Charlie Berg. Er ist eben ein ganz spezieller Typ. Ich dachte zu Beginn des Romans, dass Charlie so ganz knapp am Autismus vorbeigeschrammt wäre. Es kann aber auch sein, er ist einfach nur hochbegabt. Seine Begabung ist vielseitig. Nach und nach wird seine Herzerkrankung offensichtlicher. Allerdings verdrängt er sie selbst vollkommen. Auch seine Familie sieht darin kein großes Problem. Sogar als er am Ende des Romans knapp dem Tod entkommen ist und operiert wird, ist der Umgang mit der Krankheit, die wirklich sein Leben bedroht, immer noch leicht.
Charlies Vater und Mutter sind nur an ihrer eigenen Kariere interessiert. Die Verantwortung für kleine Tochter, wurde ohne Bedenken auf Charlie übertragen. Er liebt seine Schwester wirklich. Sie ist nun allerdings einseitig hochbegabt. Fritzi liest und liest. Sie speichert all das gelesenen wortwörtlich in ihrem Gedächtnis ab. Für mich ist dies jetzt aber eine Form von Autismus. Charlie hat eine vorerst freundschaftliche Beziehung zu einem Mädchen. Diese wird intensiver und am Ende finden beide zusammen. Wohlgemerkt nachdem Charlie ihren gewalttätigen Freund "mal eben so nebenbei" getötet hat!
Total gefesselt war ich von einer Begabung Charlies. Er kann alle möglichen Gerüche, fast wie ein bestens ausgebildeter Spürhund, auch nach langer Zeit aufnehmen, zerlegen und gewissen Personen bzw. Vorgängen zuordnen. Wie der Autor dies formuliert hat, finde ich absolut toll. Im Gegensatz dazu haben mich die ellenlangen Beschreibungen, wie ein musikalisches Werk durch Charlies Vater im Keller entsteht, gelangweilt. Dafür fehlt dem einfachen Musikliebhaber einfach das technische Verständnis. Dieses Verständnis liegt beim Autor natürlich vor. Er hat versucht, es dem Leser zu vermitteln. Bei mir leider ohne Erfolg.
Den Roman habe ich als ersthafte Literatur empfunden. Inwieweit der Leser nach allen schwerwiegenden menschlichen Vergehen von Charlie, diesem Sympathie entgegenbringt oder doch der Meinung ist, dass hier eine Bestrafung erforderlich ist, lässt der Autor offen.
Mein Rechtsverständnis kämpft in diesem Fall mit meinem Gefühl. Ich hoffe, dass es auch anderen Lesern so ergeht.
Viel Spaß beim Lesen! Den werdet ihr sicher haben! Der Roman ist nicht einfach ein Lesestück. Er ist L i t e r a t u r !

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Veröffentlicht am 01.01.2020

Mediziner im Mittelalter

Das Erbe der Kräuterfrau
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Kräuterfrauen sind in der Zeit, in der dieser Roman spielt, die Mediziner ihrer Zeit. Noch nicht ganz klar ist, ob Myntha, die Tochter eines Gasthausbesitzers, eine solche Kräuterfrau ist. Auf jeden Fall ...

Kräuterfrauen sind in der Zeit, in der dieser Roman spielt, die Mediziner ihrer Zeit. Noch nicht ganz klar ist, ob Myntha, die Tochter eines Gasthausbesitzers, eine solche Kräuterfrau ist. Auf jeden Fall ist sie eine junge Frau, die sich selbstlos um ihre Mitmenschen bemüht. Ich habe allerdings auch den Eindruck, dass in ihrer Zeit die Grenzen zwischen Adel und einfachen Menschen keineswegs so starr sind, wie es in späteren Zeiten des Mittelalters ist. Die zwischenmenschlichen Beziehungen sind noch enger und flexibler. Was Myntha nun hoffentlich auch für sich selbst tun wird, muss der Roman noch zeigen. Jedenfalls liegt ein gut lesbarer, interessanter und lehrreicher Lesestoff vor, den ich nur empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 26.12.2019

Den Roman zu lesen mach Laune

Verloren sind wir nur allein
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Sky hat ihren geliebten Vater verloren. Ihre Mutter geht nach einiger Zeit eine neue Beziehung ein. Sky lehnt den neuen Mann an der Seite ihrer Mutter vehement ab. Ob berechtigt oder nicht muss der Leser ...

Sky hat ihren geliebten Vater verloren. Ihre Mutter geht nach einiger Zeit eine neue Beziehung ein. Sky lehnt den neuen Mann an der Seite ihrer Mutter vehement ab. Ob berechtigt oder nicht muss der Leser erst noch in Erfahrung bringen. Als Sky und ihre Mutter auf die Ranch von Roger ziehen, rastet Sky vollkommen aus. Sie kapselt sich vollkommen ab und lässt niemanden an sich heran - auch die Mutter nicht, die mit viel Geduld versucht ihre Tochter langsam zur Vernunft zu bringen. Als eines Tages auch noch ein junger Mann in ihrem Zimmer steht, der als Neffe von Roger auch auf der Ranch wohnt, explodiert Sky. Obwohl ich die Gefühle des Mädchens nachvollziehen kann, übertreibt sie maßlos. Mila Summers versetzt sich gut in die von ihr geschaffenen Personen. Die Charaktere sind nachvollziehbar und einprägsam dargestellt. Die Handlung liest sich bisher sehr gut. Es macht echt spaß mitzuerleben was aus dieser Familie werden wird. Auch stilistisch hat mich das Gelesene angesprochen.

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Veröffentlicht am 17.12.2019

vom Feinsten

Rejoice
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In der Bearbeitung der Rettung der Erde vor uns Menschen, ist in diesem Werk eine andere Ausgangssituation zu Grunde gelegt. Die Außerirdischen kommen nicht mit Macht und vernichtender Technik auf unseren ...

In der Bearbeitung der Rettung der Erde vor uns Menschen, ist in diesem Werk eine andere Ausgangssituation zu Grunde gelegt. Die Außerirdischen kommen nicht mit Macht und vernichtender Technik auf unseren kleinen Planeten und versuchen die Menschheit zu unterjochen. Sie kommen mit überlegenem Intellekt, entführen eine erfolgreiche Schriftstellerin und kommunizieren mit ihr über das Vorhaben die Erde zu retten. Wobei die Vernichtung der Menschheit eine der möglichen Optionen sein kann. Interessant finde ich den Abschnitt, in dem mit der entführten Frau Samantha August diskutiert wird, warum sie und nicht ein Präsident oder ein Mensch in hoher Position zwecks Diskussion über das Schicksal unseres Planeten verhandelt wird. Diese Herren oder Damen sind nur Figuren in einer Machtstruktur und nicht würdig für alle Menschen zu sprechen. So in etwa die Meinung der Außerirdischen. (Ich denke dabei an einen Herrn Trump … - was sollten fremde Intelligenzen denken, wenn er die Erde vertreten würde?!) Alles in Allem wird sich dieser Roman als keine lasche Geschichte entwickeln, was mir sehr gefallen hat. Ein wenig fühlte ich mich an DelAntonio erinnert, dessen Romane auch nicht nur aus Kampf der Erdbevölkerung gegen Außerirdische bestehen, sondern mit Logik, Wissen und Verstehen des Anderen zu brauchbarem Ende führten. Herr Erikson hat mich schwer beeindruckt.

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