Leider genauso schwach wie der erste Band
Bonds of HerculesInhalt:
Alexis hat sich in Sparta den Ruf einer unbarmherzigen, gefährlichen Kriegerin erworben. Das verlockt nicht wenige Männer, ihr Glück bei Alexis zu versuchen.
Kharon und Augustus, die beiden düsteren ...
Inhalt:
Alexis hat sich in Sparta den Ruf einer unbarmherzigen, gefährlichen Kriegerin erworben. Das verlockt nicht wenige Männer, ihr Glück bei Alexis zu versuchen.
Kharon und Augustus, die beiden düsteren Götter der Unterwelt geben sich jede Mühe ihr zu gefallen. Doch auch Alexis attraktive Mentoren Achilles und Patro sind sich auf einmal sicher, dass sie und Alexis füreinander bestimmt sind. Es sieht so aus, als müsste zwischen den Göttern wählen - aber ist das wirklich eine gute Idee?
Den vier verliebten Göttern aus dem Weg zu gehen, ist leider keine Option. Denn als Chthonische Erbin ist es Alexis‘ Pflicht, dem mörderischen Dream Team, der Assembly of Death beizutreten und mit ihnen den Kampf gegen die Titanen aufzunehmen.
Alexis ist umgeben von dunklen Göttern, die ihr immer näher kommen, und Geheimnissen, deren tödliches Netz sich immer enger um sie zieht.
Meine Meinung:
"Bonds of Hercules: Liebe das Monster in mir" von Jasmine Mas ist die Fortsetzung einer Dark-Romantasy-Reihe. Nachdem der erste Band der Reihe mich leider absolut nicht überzeugen konnte, wollte ich mich trotzdem an Band 2 wagen und der Reihe noch eine Chance geben. Doch auch diesmal wurde insgesamt nicht viel besser, sodass ich mich nach 300 Seiten entschlossen habe, das Buch abzubrechen.
Das Schönste am Buch ist die Aufmachung. Das Cover ist ein Traum, der Schutzumschlag sieht sehr edel aus, der Farbschnitt ist echt schön und auch das Innenlayout ist toll. Inhaltlich konnte mich das Buch dagegen leider nicht mitreißen.
Während Alexis im ersten Band von ihrer großen Todessehnsucht geprägt ist und man immer wieder lesen muss, wie sie sich vorstellt oder erhofft, ihr Leben möge bald ein Ende nehmen, hat es sich diesmal geändert: Hier wirkt sie zum Teil stärker. Sie zeigt Kampfgeist und will ihren Willen durchsetzen. Das hat mir wirklich gut gefallen und ich habe echt gehofft, dass mich diese Fortsetzung überzeugen könnte. Aber leider kamen dann immer wieder Stellen auf, an denen sie eher schwach wirkte und sich zu den Männern hingezogen fühlt, wenn sie ihre toxische Seite zeigen.
Für mich wirkte das alles nicht stimmig.
Denn auch die Männer, vor allem Kharon und Augustus, schienen erst eine deutliche Entwicklung durchgemacht zu haben. Man hat mehr aus ihren Perspektiven mitbekommen, was das Ganze etwas spannender machte.
Was mich leider weiterhin stört: Die griechische Mythologie ist ganz anders, als man sie kennt. Achilles ist nicht der typische Held, wie man ihn aus der klassischen Mythologie kennt. An sich wäre das nicht schlimm, aber sehr viele klassische Verbindungen sind einfach auf den Kopf gestellt und nur das Grundgerüst ist noch gleich. Wer ein Fan der typischen griechischen Mythologie ist, wird hier echt Probleme haben und verwirrt sein.
Die Handlung geht kaum voran. Es ist sehr eintönig und es gibt kaum Entwicklungen. Ganz kurz gibt es zwar Abschnitte, in denen etwas Spannung aufgebaut wird und die mich ein wenig mitgerissen haben, aber dann kommen immer wieder Rückschläge, bei denen Alexis in alte Muster zu verfallen scheint.
Auch der Schreibstil konnte mich nicht mitreißen. Irgendwie wirkt es stellenweise recht plump und abgehackt. Einige grammatikalische Fehler sind mir auch aufgefallen.
Insgesamt bleibt es somit eher langweilig, sodass das Lesen für mich wirklich zu einer Qual wurde und ich mich schweren Herzens entschlossen habe, das Buch abzubrechen. Das ist mir wirklich schwer gefallen, da ich normalerweise Bücher immer bis zum Ende durchziehe, auch wenn sie mich nicht überzeugen können. Aber wenn ich nach 300 Seiten immer noch das Gefühl habe, dass kaum Handlung vorhanden ist, und mir ein Buch die Lust am Lesen nimmt, dann muss ich leider einen Schlussstrich ziehen.
Fazit:
Mich konnte dieses Buch weder durch die Handlung noch durch die Protagonistin überzeugen.
Wer eher die klassische griechische Mythologie mag, der wird es mit diesem Buch auch eher schwer haben.
Wem das nicht so wichtig ist und wer auch keine großartigen Entwicklungen bei der Handlung oder den Figuren erwartet, der kann hier vielleicht noch etwas Lesevergnügen finden.
Ansonsten kann ich dieses Buch leider nicht weiterempfehlen.