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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.06.2020

Verbotene Liebe, vorhersehbar und übertrieben dramatisch

It was always you
1

Ivy hat sich in den letzten vier Jahren immer nach ihrem Zuhause gesehnt, nach ihrer Familie, auch wenn diese sie so sehr vernachlässigt haben. Ihr Stiefvater hat sie damals, kurz nach dem Tod ihrer Mutter, ...

Ivy hat sich in den letzten vier Jahren immer nach ihrem Zuhause gesehnt, nach ihrer Familie, auch wenn diese sie so sehr vernachlässigt haben. Ihr Stiefvater hat sie damals, kurz nach dem Tod ihrer Mutter, ganz plötzlich in ein Internat verfrachtet und den Kontakt stark reduziert, sodass Ivy ganz allein dastand. Nun wird sie plötzlich zurück auf die Privatinsel gerufen - ja, ihr Stiefvater ist sehr reich, natürlich ist Ivy aber zu stolz, um sein Geld auszugeben - und das ist ziemlich verwirrend für sie. Ihr Stiefvater tut ein bisschen so, als wäre nie etwas gewesen, Stiefbruder Noah ist ein nerviger Rebell und Stiefbruder Asher ist einfach so unglaublich attraktiv.

Asher fand ich erstmal ziemlich kindisch und auch bis zum Ende konnte er mich nicht wirklich davon überzeugen, dass er ein unwiderstehlich toller Kerl sein soll. Als sie jünger waren, war er immer sehr fies zu ihr und nach den vier Jahren ist er ziemlich sauer auf Ivy, weil sie vier Jahre nicht da war. Ivy gegenüber ist er meist kalt und abweisend, außerdem ist er undurchschaubar und geheimnisvoll. Der klassische mysteriöse Liebesroman-Kerl.

Die Handlung fand ich jetzt nicht sooo gut und ziemlich vorhersehbar. Zum Schluss hat alles Sinn ergeben, aber das heißt nicht unbedingt, dass die Auflösung besonders gut war und die Story gerettet hat. Die Liebesgeschichte zwischen Ivy und Asher besteht aus Missverständnissen und unterdrückter Leidenschaft, was daran liegt, dass sie Stiefgeschwister sind und der Vater sie voneinander ferngehalten hat. So richtig überzeugen konnte mich die verbotene Liebe aber nicht. Viele Szenen zwischen den beiden fand ich kitschig oder einfach zu übertrieben dramatisch.

Die Handletterings fand ich schon ganz hübsch und sie passten auch gut in die Geschichte, zudem Ivy dabei auch beschreibt, wie sie sie macht.

Fazit
Die Liebesgeschichte von "It was always you" konnte mich nicht wirklich begeistern, da sie ziemlich vorhersehbar und flach blieb. Die Protagonisten Ivy und Asher konnten mich nicht von ihrer verbotenen Liebe überzeugen.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.06.2020

Nur kurze Momente, kein richtiges Kennenlernen

Truly
9

Andie ist eigentlich eine süße Maus. Nach einer schwierigen Zeit läuft es bei ihr finanziell nicht so gut, aber sie freut sich sehr auf das Studium gemeinsam mit ihrer Freundin, die deutlich extrovertierter ...

Andie ist eigentlich eine süße Maus. Nach einer schwierigen Zeit läuft es bei ihr finanziell nicht so gut, aber sie freut sich sehr auf das Studium gemeinsam mit ihrer Freundin, die deutlich extrovertierter ist als Andie - was wohl keine große Leistung ist, denn Andie ist schüchtern, hat kein großes Selbstvertrauen und hat außerdem noch einen Ordnungsfimmel.

Cooper ist etwas verkorkst, weil er etwas erlebt hat, sodass er sich nicht mehr traut, eine Beziehung einzugehen. Andie erinnert ihn an dieses Ereignis und schürt nur seine Ängste, weswegen er sie auf Distanz hält und daher etwas grob behandelt. Das verletzt Andie dann schon, weil sie eben etwas sensibel ist.

Das Buch konnte mich einfach nicht so richtig packen. Ich hatte oft das Gefühl, dass es keine richtige Handlung hat, weil die Liebesgeschichte mich nicht so ganz überzeugen konnte. Spannung wurde erst einmal durch den Prolog erzeugt, der einige Zeit in der Zukunft spielt und deswegen neugierig macht, wie es denn zu dieser Situation kommt und was danach passiert. Als das dann aufgelöst wurde, war ich schon ein wenig enttäuscht, weil ich etwas anderes erwartet hatte.

Bei der Liebesgeschichte war mein Problem, dass die beiden sich kaum kennengelernt haben. Sie finden einander attraktiv und die Chemie ist da, aber weil Cooper sich so zurückhält und Andie sich nicht traut, passiert kaum etwas zwischen ihnen. Die Szenen der beiden sind immer sehr kurz, sie reden kaum - daher kann ich bei Andie auch kaum nachvollziehen, warum sie sich in ihn verliebt, wenn er doch gar nicht die Chance hat, irgendwelche Eigenschaften von sich zu präsentieren. Eigentlich ist das die Geschichte vom Anfang einer Liebesgeschichte, also bevor es wirklich Liebe wird, aber dann auch wieder nicht, weil manches dafür auch schon wieder zu viel ist. In puncto Liebe ist mir dann jedenfalls zu wenig passiert, ich hätte mehr Momente der Zweisamkeit gewünscht.

Und ohne Liebesgeschichte bleibt auch nicht mehr so viel übrig. Andies beste Freundin June und Coopers bester Freund Mason, die in der Fortsetzung "Madly" die Hauptrolle spielen, bekommen hier schon so einige gemeinsame Auftritte, sodass ich die Geschichte der beiden schon interessanter fand als die von Andie und Cooper - das sollte ja wohl nicht so sein, dass ein anderes Paar den Protagonisten die Show stiehlt!

Fazit
"Truly" konnte mich leider nicht wirklich überzeugen, weil ich eine Liebesgeschichte erwartet habe, diese aber nur dezent war. Da hätte ich gerne etwas mehr Gefühl und mehr schöne Szenen mit den Protagonisten!

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  • Gefühl
Veröffentlicht am 24.05.2020

Einfach durchschnittlich

Crazy in Love (Weston-High-Reihe 1)
0

Für Sasha ist es Liebe auf den ersten Blick. Sie findet Ben schon toll und hat Herzrasen, noch bevor er überhaupt ein Wort gesprochen hat. Und auch sonst sieht man da erst einmal überhaupt keinen Grund, ...

Für Sasha ist es Liebe auf den ersten Blick. Sie findet Ben schon toll und hat Herzrasen, noch bevor er überhaupt ein Wort gesprochen hat. Und auch sonst sieht man da erst einmal überhaupt keinen Grund, warum man sich in diesen Typen verknallt, abgesehen von seiner offensichtlichen Attraktivität. Bei Ben fand ich es schon etwas glaubwürdiger, aber insgesamt war mir ihre Geschichte viel zu überstürzt und blieb oberflächlich.

Nach außen wirkt Ben schnöselig, aber natürlich hat er Probleme mit seiner Familie und will nicht in die Fußstapfen seines Vaters treten, sondern seine eigenen Ziele verfolgen. Sasha hingegen ist das arme Schaf, das hart dafür kämpft, um nach Yale gehen zu dürfen. Sie vermisst ihren verstorbenen Vater, was oft Erwähnung findet und kommt nicht gut mit dessen Familie klar, die sie erst jetzt kennenlernt. Ich fand beide nett, aber Sasha ging mir mit ihren Listen und Ängsten auch ein bisschen auf die Nerven.

Eins meiner größten Probleme bei diesem Buch war, dass es mich viel zu sehr an "Save Me" von Mona Kasten erinnert hat. Und die Klappentexte der Fortsetzungen lassen auch erahnen, dass es in eine ähnliche Richtung weitergeht. Eigentlich ist das keine große Sache, viele Jugendbücher oder Liebesromane sind ähnlich aufgebaut, aber hier war es mir einfach etwas zu viel. Als würde ich die gleiche Geschichte nochmal lesen, nur eben etwas anders.

Abgesehen davon fand ich den Schreibstil zwar flüssig, aber oft zu direkt. Wenn zu viel erklärt wird und die Charaktere in Gesprächen plötzlich Monologe halten, dann wirkt das einfach plump.

Fazit
"Crazy in Love" blieb für mich einfach durchschnittlich. Die Handlung ist typisch für das Genre, der Schreibstil etwas plump und die Liebesgeschichte konnte mich nicht so ganz überzeugen.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.05.2020

Etwas anstrengend und voller Fakten

Love factually (Knitting in the City 1)
0

Die ersten paar Seiten erinnerten mich stark an "Up All Night", aber zum Glück entwickelte sich das Buch dann doch in eine ganz andere Richtung. Aber es konnte mich trotzdem nicht wirklich überzeugen.

Ich ...

Die ersten paar Seiten erinnerten mich stark an "Up All Night", aber zum Glück entwickelte sich das Buch dann doch in eine ganz andere Richtung. Aber es konnte mich trotzdem nicht wirklich überzeugen.

Ich denke, mir war hier einfach zu viel los. Da ist erst einmal Janie, die tatsächlich ziemlich schräg ist, sodass ich mich öfter gefragt habe, ob es vielleicht eine Art Autismus ist. Sie mag Zahlen und willkürliche Fakten und hält sich nicht zurück, diese in Gesprächen einzubringen. Am Anfang fand ich das noch ganz süß, aber weil es manchmal schon recht ausführlich ist, kann das auch schnell zu viel werden.

Quinn mag das aber anscheinend. Er verschafft ihr einen Job und zeigt offensichtlich Interesse an ihr, aber wie er auch selbst sagt, Janie ist blind gegenüber dem Offensichtlichen. Janie mag Zahlen, Fakten und Kategorien, bei Beziehungen mit Menschen, vor allem Liebesbeziehungen, ist sie aufgeschmissen. Sie hatte nur diesen einen festen Freund und nur, weil die Beziehung nicht schlecht war, war sie auch noch lange nicht gut. Dazu kann sie sich auch nicht auf Quinn einlassen. Zum einen zweifelt sie daran, dass ein Mann wie er so eine schräge Frau wirklich mögen könnte, und außerdem will sie keine lockere Affäre sein.

Die namengebende Strickgruppe, bestehend aus Janies Freundinnen, fand ich zunächst witzig, aber auch etwas zu abgedreht. Letztendlich war mir hier zu viel los. Janies tausend Fakten, die eigentlich süße, aber durch Janies Ängste etwas anstrengende Liebesgeschichte und dazu noch die kriminellen Machenschaften, die meiner Meinung nicht so richtig mit allem harmonieren. Und warum haben so viele eine kriminelle Vorgeschichte? Das war ein bisschen spannend, aber auch etwas übertrieben.

Fazit
Insgesamt hat mich "Love factually" ganz gut unterhalten, aber in diesem Buch war zu viel los und die Protagonistin Janie fand ich recht anstrengend.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.04.2020

Abby muss leiden - aber sie steht auch drauf

Hate is all I feel
0

Also das Buch ist auf jeden Fall heftig und hält sich nicht zurück. Es beginnt damit, dass Abby überhaupt keine Kontrolle über ihr Leben hat, bereits mit dem größten Widerling verlobt ist und ständig ekelhaft ...

Also das Buch ist auf jeden Fall heftig und hält sich nicht zurück. Es beginnt damit, dass Abby überhaupt keine Kontrolle über ihr Leben hat, bereits mit dem größten Widerling verlobt ist und ständig ekelhaft bedrängt sowie sexuell belästigt oder sogar genötigt wird.

Meistens tat mir Abby sehr leid, weil sie diesen ganzen Mist durchmachen muss und es auch nicht besser wird, als die Neuen auf die Schule kommen. Ich habe den Klappentext etwas anders interpretiert, daher hat es mich überrascht, wie grausam sie waren. Sie sind genauso gnadenlos wie die Typen, die sonst ihr Leben bestimmen. Das war auch irritierend, weil Abby total scharf auf einen von ihnen ist, trotz der Dinge, die er ihr antut. Man konnte es teilweise auch noch nachvollziehen, aber ich war trotzdem entsetzt. Wobei ich auch nachvollziehen konnte, warum sie sich so fühlt, bei all der Verzweiflung und Demütigung. Sie ist ganz klar das Opfer der Geschichte und die Neuen treten auch noch nach ihr, obwohl sie emotional schon lange am Boden liegt.

Eines der Dinge, die mich am meisten genervt haben, war, dass hier alle ständig erregt sind und das auch überhaupt nicht verbergen. Vor allem sind sie scharf auf Abby und das Mädchen sieht Erektionen, so weit das Auge reicht. Ja, klar. Da konnte ich echt nur die Augen verdrehen.

Ab der Hälfte hat mir das Buch etwas besser gefallen, weil die Handlung nicht mehr so abgedreht war und man langsam begann, die Charaktere besser zu verstehen. Trotzdem blieb es noch so übertrieben und die Beziehungen zwischen den Charakteren waren mir etwas zu verrückt.

Fazit
"Hate is all I feel" war schockierend, die meisten Charaktere waren mir letztendlich doch zu verrückt und fies und insgesamt war es mir etwas zu sexuell geladen.

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