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Veröffentlicht am 11.05.2020

Kräuter und Gewürze

Die Kräuterhändlerin
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Der Klappentext: „1230: Die junge Adelige Leni steht kurz vor ihrer Hochzeit, als die Burg ihres Vaters in der Nähe des Klosters Zwettl überfallen wird. Dabei gerät Leni in die Fänge des brutalen Hademar ...

Der Klappentext: „1230: Die junge Adelige Leni steht kurz vor ihrer Hochzeit, als die Burg ihres Vaters in der Nähe des Klosters Zwettl überfallen wird. Dabei gerät Leni in die Fänge des brutalen Hademar von Kuenring. Mit letzter Kraft kann sie sich schließlich in den Wald retten. Doch hier muss sie feststellen, dass sie ein Kind von Hademar erwartet. Leni findet Unterschlupf bei einer Kräuterfrau und bringt ihren Sohn Jakob zur Welt. Fortan leben die beiden verborgen im Schutz des Waldes, bis Leni eines Tages einen verletzten jungen Mann findet. Damian kommt aus Genua und handelt mit Gewürzen aus dem Orient. Während Leni ihn gesundpflegt, kommen die beiden sich näher, und gemeinsam entwickeln sie einen günstigen Pfefferersatz, der großen Absatz findet. Lenis Glück scheint zum Greifen nah, doch dann wird ihr Sohn von Hademar entführt…“
Zum Inhalt: Österreich im 13. Jahrhundert. Nach einem Überfall auf die väterliche Burg ist nichts in Lenis Leben wie zuvor. Heimat- und vaterlos flüchtet sie sich in den Wald und muss auch noch feststellen, dass sie durch eine Vergewaltigung schwanger ist. Trotzdem verliert sie nicht ihren Mut und ihren Lebenswillen. Sie schafft sich ein neues Leben und rettet dem italienischen Gewürzhändler Damian das Leben, durch ihn findet sie die Liebe und eine neue Chance im Leben. Doch die Schatten der Vergangenheit holen sie ein.
Der Stil: Die Autorin Beate Maly hat einen sehr angenehmen und leicht lesbaren Schreibstil, und sie schafft es auf interessante und anregende Art und Weise historische Fakten mit einer fesselnden Handlung zu einem Roman zu verknüpfen. Alle ihre Charaktere, ob nun fiktiv oder historisch, sind real und authentisch beschrieben und verleihen der Geschichte eine Lebendigkeit und eine Lebhaftigkeit. Im Nachwort verrät die Autorin ja auch, dass ihre Geschichte einen gewissen wahren Hintergrund hat – in meinen Augen ein Pluspunkt. Dieser Roman nimmt den Leser auf eine interessante Zeitreise ins Mittelalter mit und bringt ihm zugleich einiges über die Kräuterkunde näher.
Ich danke dem Ullstein Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 04.05.2020

BDSM und viel Gefühl

Trust me, Vögelchen!
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Der Klappentext: „Annabell ist Produktionsassistentin in Los Angeles und mehr als genervt, als man ihr die Betreuung eines Pressefotografen aus Deutschland aufs Auge drückt, der für einige Tage die Dreharbeiten ...

Der Klappentext: „Annabell ist Produktionsassistentin in Los Angeles und mehr als genervt, als man ihr die Betreuung eines Pressefotografen aus Deutschland aufs Auge drückt, der für einige Tage die Dreharbeiten zu einem Kinofilm begleiten wird. Doch als der Typ dann vor ihr steht, werden ihre Knie beim ersten Blick in seine Augen weich, beim zweiten streikt ihr Denkvermögen, und beim dritten spürt sie brennend Amors Pfeil in ihr Herz eindringen. Ian Carter ist Fotograf und wird von einem deutschen Filmmagazin engagiert, die Dreharbeiten zu einem Kinofilm in Hollywood zu besuchen. Seine Ansprechpartnerin am Set hat den Charme eines Geiers, zählt Schritte und wäscht sich alle fünf Minuten die Hände. Sie sollte ihm egal sein, doch sobald er in ihre meerblauen Augen sieht, juckt es ihm in den Fingern, sie in seine Welt des BDSM einzuführen, und er wäre kein echter Carter, würde er der Versuchung widerstehen. Wie passend, dass sein Cousin Mason Carter auf seiner Ranch außerhalb der Stadt ein exklusives BDSM-Studio betreibt ...“

Zum Inhalt: Es handelt sich bei „Trust me, Vögelchen“ um den fünften Band der Hard & Love Reihe der Autorin Sara-Maria Lukas und obwohl Charaktere aus den ersten Bänden auftauchen, kann man die Bücher wunderbar einzeln lesen, ich selbst kenne auch nicht alle Teile und fand wunderbar in die Geschichte hinein. Ian ist als Fotograph für ein Kinomagazin nach LA geflogen um dort eine Fotostory samt Interwies zu erledigen. Seine Ansprechpartnerin ist Annabell, eigentlich die Produktionsassistentin, die nicht unbedingt begeistert ist für den Fotographen Babysitterin zu spielen. Sie leidet nämlich unter einem Kontrollzwang und anderen Zwangshandlungen und alles Ungeplante und Spontane kann sie aus der Bahn werfen. Zu allem Überfluss ist Ian auch noch anziehend und versteckt seine Vorlieben für BDSM nicht. Allerdings glaubt er, dass Annabell hier noch keine Erfahrungen gesammelt hat, dabei ist das ganz anders.

Zum Stil: Der Schreibstil der Autorin Sara-Maria Lukas ist locker und angenehm lesbar, so dass die Seiten nur so dahinfliegen. Erzählt wird die Geschichte in der 3. Person und man begleitet abwechselnd Annabell und Ian, was für mich am Anfang etwas ungewohnt war, die Geschichte wird im Präsens erzählt und ich bin doch eher den Perfekt gewohnt, habe mich aber sofort daran gewöhnt. Die Charaktere von Ian und Annabell sind sehr authentisch und lebendig gestaltet und besonders die Probleme, die Annabell hat werde mit sehr viel Verständnis und Einfühlsamkeit erzählt. Auch an das Thema des BDSM wird der Leser gut herangeführt und die emotional dargestellt.

Mein Fazit: Der Abschlussband der Carter-Brüder führt noch einmal alle zusammen und zeigt die verschiedenen Varianten des Spiels um Dominanz und Unterwerfung.

Ich danke dem Plaisir d'Amour Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 29.04.2020

Ein spannender historischer Roman

Tribut der Sünde
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Ich durfte den historischen Roman „Tribut der Sünde“ im Zuge einer Leserunde kennen lernen, es handelt sich dabei um den ersten Teil einer Trilogie und ich kann den nächsten Teil schon kaum mehr erwarten, ...

Ich durfte den historischen Roman „Tribut der Sünde“ im Zuge einer Leserunde kennen lernen, es handelt sich dabei um den ersten Teil einer Trilogie und ich kann den nächsten Teil schon kaum mehr erwarten, da hier natürlich nicht alles aufgeklärt wird und lose Enden zurückbleiben.
Der Klappentext: „Stuttgart, 1513. Ein mörderisches Komplott zerstört die heile Welt der sechzehnjährigen Franziska Hochperger, Tochter eines wohlhabenden Weinhändlers. Die Bluttat lässt sie vaterlos, arm und entehrt zurück, gejagt von der Obrigkeit, die sie mundtot machen will. Auf der Suche nach Rache und Gerechtigkeit findet Franziska Unterschlupf bei ihrem Freund Jakob, der sich Aufständischen angeschlossen hat. Sie wollen sich gegen den verhassten Herzog von Württemberg zur Wehr setzen, dessen Prunksucht das einfache Volk an den Bettelstab bringt. Um den Verursacher ihres Leids zu überführen, wagt Franziska einen gefährlichen Schritt …“
Zum Inhalt: Franziska ist 16, freut sich auf die baldige Hochzeit mit ihrem Verlobten Martin und ist mit ihrem Leben eigentlich zufrieden. Bis ja bis, eines Nachts zuerst ihr Verlobter und dann ihr Vater des Mordes verdächtigt, angeklagt und verurteilt werden. Hier finde ich verrät der Klappentext schon fast zu viel, auf jeden Fall steht Franziska plötzlich vor den Scherben ihres Lebens und versucht verzweifelt erst die Unschuld ihrer Liebsten zu beweisen und dann die Mord aufzuklären um wenigstens die Namen reinzuwaschen.
Zum Stil: Schauplatz der Geschichte ist Stuttgart zu Beginn des 16. Jahrhunderts und die Autorin Silvia Stolzenburg hat, in der von ihr schon gewohnten Weise viel Wert auf historische Korrektheit und Recherche gelegt. Und obwohl der Klappentext, wie schon gesagt in meinen Augen zu viel verrät, fiebert man mit der armen Franziska mit, man hofft und bangt in einer kontinuierlichen Spannung. Beim Lesen wird hauptsächlich Franziska begleitet, nur vereinzelt wechselt der Erzählstrang zur Stuttgarter Herzogin Sabina von Bayern, einer historischen Persönlichkeit mit sehr bewegten Leben, deren Schicksal sich mit Franziskas kreuzt. Durch diese zwei so unterschiedlichen Frauen lernt der Leser auch zwei sehr unterschiedliche Stände und ihre Beweggründe kennen. Außerdem fließt durch Franziskas Jagd nach dem wahren Täter ein und durch ein undurchsichtiges Komplott ein starker Krimianteil in diesen historischen Roman ein.
Ich kann mich nur bei der Autorin für die Möglichkeit diese spannende Geschichte zu lesen bedanken und ich fiebere schon dem nächsten Teil entgegen.

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Veröffentlicht am 27.04.2020

Alphamann und Krankenschwester

Bad. Irish. Mine.
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Der Klappentext: „Als Krankenschwester Eva die Nacht mit einem irischen Fremden verbringt, ist von Anfang an klar, dass es bei dieser einen Nacht bleiben wird. Deaglan Kane gibt ihr mehr als deutlich zu ...

Der Klappentext: „Als Krankenschwester Eva die Nacht mit einem irischen Fremden verbringt, ist von Anfang an klar, dass es bei dieser einen Nacht bleiben wird. Deaglan Kane gibt ihr mehr als deutlich zu verstehen, dass er nur für einen Businessdeal in Toronto und generell kein Mann für Beziehungen ist. Doch als Eva auf dem Heimweg vor seinem Apartment ausgeraubt und schwer verletzt wird, weicht er plötzlich nicht mehr von ihrer Seite - ob sie will oder nicht. Deaglan ist sich sicher, dass der Überfall etwas mit ihm und seinem Unternehmen zu tun hat. Und Eva im Gegenzug vor der unbekannten Gefahr zu beschützen ist das Mindeste, was er für sie tun kann - auch wenn dies bedeutet, all seine Prinzipien über Bord zu werfen und zu riskieren, dass sich Eva in sein Herz schleichen könnte - so wie er in ihres...“
Zum Inhalt: Eva erlebt die Nacht ihres Lebens mit einem heißen Mann und wird von ihm recht unsanft in der Früh nach Hause geschickt. Deaglan hat ihr zwar ein Taxi gerufen, aber aus verletztem Stolz nimmt sie es nicht und wird prompt in dieser schlechten Gegend überfallen. Sie kann entkommen und will eigentlich die ganze Angelegenheit vergessen, doch plötzlich steht Deaglan wieder vor ihr und weicht ihr nicht mehr von der Seite, er ist überzeugt, dass der Überfall etwas mit ihm zu tun hat und will Eva nun beschützen, dabei ist er anhänglicher als jede Klette. Aber eine verdammt heiße Klette.
Der Stil: „Bad. Irish. Mine.“ war mein erstes Buch der Autorin Nashoda Rose, aber was soll ich sagen, ich habe mir gleich als ich mit diesem fertig war ein weiteres von ihr besorgt. Es hat mir persönlich einfach so gefallen. Ich fand den Schreibstil so fesseln und auch der Aufbau der Geschichte und die einzelnen Charaktere haben mich überzeugen können. Ein gewisser Wermutstropfen war vielleicht die etwas derbe Sprache, ich habe selten so häufig das Wort Scheiße oder Fuck gelesen wie hier, aber selbst das hat zu den Charakteren irgendwie gepasst. Erzählt wird die Geschichte hauptsächlich von Eva, Deaglan kommt nur sehr vereinzelt mit letzten Drittel zu Wort, hat dann aber wichtige Schlüsselstellen. Nachdem die Beziehung der beiden mit Sex anfängt, nimmt dieser natürlich eine wichtige Rolle im Verlauf der Handlung ein, dessen sollte man sich bewusst sein.
Mein Fazit: Ein richtiger Alphamann trifft auf eine selbstbewusste Frau, das kann nur heiß werden.

Ich danke dem Lyx Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 20.04.2020

Die Streetart-Künstlerin und der Polizist

Shattered Hearts
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Der Klappentext: „Die Streetart-Künstlerin Sam träumt davon, die Gesellschaft zu verändern. Als der attraktive Polizist Otis sie bei einer ihrer illegalen Aktionen erwischt, will sie ihn einfach nur hassen. ...

Der Klappentext: „Die Streetart-Künstlerin Sam träumt davon, die Gesellschaft zu verändern. Als der attraktive Polizist Otis sie bei einer ihrer illegalen Aktionen erwischt, will sie ihn einfach nur hassen. Schließlich sorgt er ihrer Meinung nach lediglich dafür, dass die Rechte der privilegierten Klasse geschützt werden und nicht die von Minderheiten und Frauen. Doch plötzlich taucht Otis überall auf, wo sie ist, und die beiden fühlen sich trotz ihrer unterschiedlichen Definitionen von Recht und Unrecht unwiderstehlich zueinander hingezogen. Alles könnte so schön sein. Doch Sam kann das Sprayen nicht lassen und Otis nicht wegsehen ...“

Zum Inhalt: Die Künstlerin Sam ist obdachlos, sie arbeitslos, lebt in einem Abbruchhaus und ernährt sich von containern, außerdem sprüht sie Graffiti, unerlaubt und wo es ihr gerade gefällt, nicht aus Zerstörungswut, sondern weil sie ein Statement setzten will. Otis hingegen ist Streifenpolizist, gesetzestreu und ordnungsliebend. Die beiden lernen sich ausgerechnet bei einer Verhaftung kennen, Otis erwischt Sam auf frischer Tat beim Sprayen und nimmt sie fest. Und obwohl sie gegen das Gesetz verstoßen hat, kann ihr Otis mehr oder weniger aus der Klemme helfen und die beiden so unterschiedlichen Charaktere kommen sich näher. Bis ja bis Sam ein Graffiti sprüht, das ihr Otis nicht so einfach verzeihen kann.
Shattered Hearts ist der 2. Band der ONLY-BY-CHANCE-Serie von Anna-Marie Jungwirth, die beiden Teile nehmen aber nicht einmal Bezug aufeinander und sind absolut unabhängig voneinander zu lesen. Die einzige Gemeinsamkeit, sind quasi ungewöhnliche Protagonisten vom Rande der Gesellschaft.

Zum Stil: Mir persönlich hat der Schreibstil von Anne-Marie Jungwirth sehr gut gefallen, ich empfand ihn als locker, flüssig und entspannt. Erzählt wird abwechselnd von den so unterschiedlichen Protagonisten Sam und Otis in Ich-Form. Und mich haben gerade diese Gegensätze so gereizt, vor allem Sam ist jetzt nicht gerade die übliche Protagonistin eines Liebesromans, in ihrer (finanziellen) Situation ist sie mehr aus Trotz, sie hätte andere Möglichkeiten und auch als Künstlerin, würden ihr andere Wege offenstehen, bzw. wären ihr offen gestanden, aber sie hat sich eigentlich ganz bewusst so entschieden, obwohl sie im Nachhinein nicht mit allen Entscheidungen so glücklich ist. Und auch der brave Otis, ist aus seiner eigentlich vorhergesehenen Rolle ausgebrochen und quasi das Schwarze Schaf der Familie.

Mein Fazit: Ein Liebesroman, der es schafft eine gewisse Gesellschaftskritik zu üben und einige unbequeme Themen anzusprechen.

Ich danke dem Lyx Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

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