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Veröffentlicht am 29.05.2022

Konnte mich leider nur in Segmenten berühren

Island Dreams - Der Garten am Meer
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》INHALT:

Für Philippa Gordon soll ein lange gehegter Traum endlich in Erfüllung gehen: Alle Brücken hinter sich abbrechen, Schottland verlassen und in Südafrika ihr wahres Leben beginnen. Doch dann stirbt ...

》INHALT:

Für Philippa Gordon soll ein lange gehegter Traum endlich in Erfüllung gehen: Alle Brücken hinter sich abbrechen, Schottland verlassen und in Südafrika ihr wahres Leben beginnen. Doch dann stirbt ihre kleine Schwester bei einem tragischen Unfall und das Schicksal macht Philippa von einer Sekunde auf die andere verantwortlich für ihren 3jährigen Neffen Rufus. Völlig überfordert mit der Situation bietet sich zumindest beruflich eine Alternative. Auf den winzigen Scilly-Archipel findet Philippa als Botanikerin eine Arbeit, in dem Meeresbiologen Harry einen Blickfang und gemeinsam mit Rufus ein Zuhause. Bis ein Mann vor der Tür steht, der behauptet Rufus‘ Vater zu sein…



》EIGENE MEINUNG:

Im Moment bin ich auf intensiver Suche nach schönen Sommer-Geschichten, die weder an Nord-, noch Ostsee oder in Irland spielen. Da konnten mich hier sowohl das stimmungsvolle Cover, als auch der andersartige Klappentext und erst Recht der tolle Handlungsort sofort anlocken!

Philippa ist eine erwachsene Protagonistin, um die 40 Jahre alt. Somit ist sie etwas älter als ich, aber ich konnte mich schnell mit ihrem Beruf identifizieren und freute mich auf eine Menge Botanik. Leider sind dies nur kleinere Ausschnitte innerhalb der Geschichte und nicht zu tiefgehend. Auch der Tresco Abbey Garden ist leider nur Schauplatz weniger Momente, ohne größeren Tiefgang. Dafür pflegen Rufus und Pippa einen kleinen gemeinsamen Garten, der mich etwas entschädigen konnte – dort habe ich mich am wohlsten gefühlt!

Auch hatte ich durch Pippas Alter die Hoffnung auf eine selbstbewusste, mutige Frau, die unter der neuen Situation stolpert, aber nochmals wachsen könnte. Letzteres hat sich im Laufe des Buches auf jeden Fall eingestellt, ersteres war nicht der Fall. Pippa ist durch die verschiedensten Erfahrungen in ihrem Leben, die nach und nach wirklich interessant enthüllt werden, eher naiv, ängstlich, unsicher, ewig zweifelnd und gehemmt. In einigen Momenten konnte ich dies gut nachvollziehen, bei der Liebe ihrem Neffen (das sage ich als dreifache Tante) jedoch nicht. Dabei ist Rufus wirklich ein tolles Kind und in der Geschichte sehr gut eingepasst!

Pippas Love-Interest kommt bereits äußerst früh in Spiel und hat selbst sein Päckchen zu tragen. Dieser Handlungsstrang wird nur angerissen, bringt jedoch viele Emotionen ins Spiel und konnte mich für sich gewinnen. Harry wiederum konnte dies nicht wirklich. Erfrischend ist, dass er kein Bad Boy, sondern ein erwachsener, selbstständiger und geradliniger Mann ist. Doch an einigen Stellen war er mir zu besitzergreifend, fordernd und auch etwas toxisch in seinem Umgang mit Pippa. Ihrer Liebesgeschichte konnte man folgen, richtig ans Herz ging sie mir aber nicht und Harry ist trotz seiner guter Eigenschaften für mich sicher kein Traummann.

Für sich einnehmen konnten mich dagegen die Beschreibungen der Scillys, deren Natur und der Gemeinschaft vor Ort. Ich könnte mir einen Besuch im realen Leben dort sehr gut vorstellen, auch wenn im Buch kein richtig paradiesisches Sommerfeeling aufkam. Außerhalb der Liebesgeschichte kommt noch das Thema Vaterschaft für Rufus ins Spiel, dass meiner Meinung nach durch die Vorschau im Klappentext viel Überraschungsmoment verspielt, jedoch ordentlich Spannung und echte Gefühle mit in die Geschichte gebracht hat.

Der Schreibstil ist flüssig, das Ende ist rund und der Ausblick in die Zukunft gelungen.





》FAZIT:

So mancher Handlungsstrang und vor allem die Scillys als Handlungsort konnten mich sehr begeistern. Die Hauptcharaktere und ihre Beziehung zueinander leider umso weniger.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.11.2021

Noch 12 Tage. Der Countdown zum Mord läuft…

Dark Village - Band 2
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》INHALT:

Trine und Vilde haben ihre Liebe füreinander entdeckt, doch äußere Umstände bringen die beiden wieder auseinander. Nora sucht währenddessen das Gespräch mit Nick und erzählt ihm von Benedictes ...

》INHALT:

Trine und Vilde haben ihre Liebe füreinander entdeckt, doch äußere Umstände bringen die beiden wieder auseinander. Nora sucht währenddessen das Gespräch mit Nick und erzählt ihm von Benedictes Behauptung, er habe sie vergewaltigt. Weitere Verwicklungen, die auch Nicks Familienumstände betreffen, sorgen für großen Nervenkitzel.



》EIGENE MEINUNG:

Der Blickfang dieser Buchreihe ist ganz klar der schwarze Buchschnitt und die aufeinander abgestimmte Aufmachung der Reihe. Nach Teil 1 der leider viel zu wenig Mord-Thematik und zu viel Teenie-Drama hatte, habe ich mich trotzdem voller Spannung auf Band 2 gestürzt. Eine kurze Zusammenfassung erleichtert den Wiedereinstieg, auch wenn es schriftstellerisch eher plump ist.

1) Das Böse vergisst nie

2) Dreht euch nicht um

3) Niemand ist ohne Schuld

4) Zurück von den Toten

5) Zu Erde sollst du werden



Die vier Mädchen sind einem nun schon gut bekannt und ihre Figuren werden trotzdem noch tiefer ausgebaut. Hinzu kommen allerding auch noch mehr Drama, Geheimnisse und wirklich grauenerregende Entscheidungen!

Der Buchaufbau bleibt außergewöhnlich, die Kapitel sehr kurz und die Tage bis zum Mord ticken weiter herab. Allerdings hat sich der Schreibstil für mich eher verschlechtert: Es waren mehr unangenehme Wiederholungen und Dopplungen ganzer Abschnitte aus zwei Sichten zu lesen. Dafür gab es zum Glück deutlich weniger Anglizismen, Ausdrücke wie „Titten“ und Sex-Thematiken!

Für mich bekam vor allem Nick in diesem Band mehr Unterfütterung. Seine Vergangenheit rückt immer mehr in den Fokus und bringt weitere Geheimnisse mit ins Spiel. Auch weitere Nebencharaktere der Umgebung, Familien sowie Ermittler nehmen deutlichere Rollen ein. Besonders verwirrt hat mich dabei Nicks „Pflegeschwester“, durch die gefühlt eine übernatürliche Thematik ins Spiel kam. Die Mädchen selbst driften gefühlt immer mehr auseinander und so wird der richtige Freundschafts-Aspekt noch weniger. Es bleibt also bei viel Düsternis, Eigenbrötlereien und einsame, sehr schlechte Entscheidungen (Drogen, Sex, Nacktfotos, Verleumdung,…). Wenige gute Gefühls-Momente lockern die Erzählung auf. Es passiert hier schon sehr viel „Dunkles“ für eine kleine skandinavische Stadt…

Dafür geht es im Krimi-Part endlich voran. Hier gibt es einige überraschende Wendungen und der Countdown zum Mord läuft! Nichts desto trotz ist die Reihe damit für mich beendet. Ich möchte gerne noch wissen wer der Mörder ist, dafür aber keine weiteren drei Teile um die Teenagerinnen lesen.



》FAZIT:

Zum Glück weniger Teenie-Drama, aber dafür grauenvolle Teenie-Entscheidungen. Nebencharaktere und der Mord rücken mehr in den Mittelpunkt. Mit der Eröffnung der Identität des Mordopfers über meine Google-Suche endet diese Reihe für mich.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.10.2020

Reisebericht - aus einer ganz anderen Perspektive

aWay
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》INHALT:
»aWay«: Das Tagebuch einer Vagabundin
Eines tristen englischen Herbsttags trifft Nic mal wieder eine Entscheidung, die ihr Leben umkrempeln wird. Aber diesmal komplett. Wenige Monate später bricht ...

》INHALT:
»aWay«: Das Tagebuch einer Vagabundin
Eines tristen englischen Herbsttags trifft Nic mal wieder eine Entscheidung, die ihr Leben umkrempeln wird. Aber diesmal komplett. Wenige Monate später bricht sie per Anhalter auf in Richtung Byron Bay, Australien – und reist einmal kreuz und quer durch Europa und Asien.
Was sie unterwegs erlebt, wird sie ihr Leben lang begleiten: In Polen begibt sie sich auf die Suche nach ihrem entfremdeten Vater. Auf der Strecke zwischen St. Petersburg und Moskau rettet sie eine Rollstuhlfahrerin aus einem brennenden Auto, bevor sie als einzige Fahrgästin in die Transsibirische Eisenbahn steigt. In Kambodscha übernachtet sie mitten im Dschungel und in Malaysia in einem Geisterhaus. Jeden Tag aufs Neue lässt sie sich auf völlig unbekannte Situationen, Mitfahrgelegenheiten und Gastgeber ein. Sie setzt sich der absoluten Einsamkeit aus und begegnet Fremden, die gar nichts haben und doch so viel geben.
Eindringlich und humorvoll erzählt Nic in »aWay« von ihrem Vagabundenleben unterwegs, von der großen Kraft des Zufalls und von ihrer späten Einsicht: Um eine Reise wirklich zu verstehen, muss man an den Ort zurückkehren, an dem alles begonnen hat...

》EIGENE MEINUNG:
Da „aWay“ eine sehr persönliche Geschichte ist, habe ich den Original-Klappentext des Buches übernommen. Angelockt hatte mich zu Beginn das wunderschöne, ruhige und doch kraftvolle Cover. Im Original wirken die Farben gedämpft (was leider die Landkarte fast verschwinden lässt), das Buch fühlt sich sehr natürlich an und zeigt auf den Klappen im Inneren den Reiseweg der Autorin von London nach Byron Bay.

Über 23 Kapitel (und über 400 Seiten) verfolgen wir im Anschluss Nic Jordans Reise – vom Entschluss dazu, über die darauf folgenden Ereignisse und in Rückblenden Einblicke in ihre Vergangenheit. Für diese möchte ich eine Trigger-Warnung bezogen auf Selbstmord aussprechen.

Der Schreibstil der Autorin ist äußerst ehrlich, persönlich, lebhaft und flüssig zu lesen. Der Großteil des Buches ist ausführlich beschrieben: Die Reise, Begegnungen, Übernachtungen, Partys, Probleme, Highlights, Gedanken, Tagesabläufe,… Gegen Ende wiederum erscheint alles eher gehetzt und weniger detailreich – was laut Autorin zu ihrem Empfinden dieser Zeit passt.

Wer ein Buch zu Reiseempfehlungen sucht ist meiner Meinung nach hier eher falsch. Man bekommt durch die Sicht der Autorin zwar Einblicke und Eindrücke zu den bereisten Länder, es dreht sich aber dabei vor allem um die Gefühle, Erlebnisse, Begegnungen und Gedanken von Nic Jordan sowie ihre Entwicklung in dieser Zeit. Es ist sicherlich schwer oder in Details auch nicht angebracht einen solchen Reisebericht von außen, aufgrund reiner Lektüre, zu beurteilen, entsprechend folgen persönliche Eindrücke, ohne zu werten:

- Die Autorin und ich unterscheiden uns sehr in unserer Einstellung, trotzdem konnte ich dem Buch interessiert folgen. Ich konnte viele Entscheidungen nicht auf mich übertragen, aber für die Autorin annehmen. Gefestigt hat sich, dass ich so nicht reisen möchte.
- Die Ereignisse und Begegnungen sind abwechslungsreich, ebenso wie die besuchten Länder. Sie sind absolut ungeschönt beschrieben, teils herzerweichend, mal schockierend, mal traurig,… Insgesamt blieb für mich ein leicht negativer Beigeschmack, trotz auch positiver Episoden. Man merkt durchaus, dass die Autorin auf der Suche nach etwas ist. Der Weg an sich steht hier sehr im Fokus.
- Die Themen Alkohol, Drogen und persönliche Sicherheit werden für mein Empfinden teils als sehr unproblematisch beschrieben – als persönliche Meinung der Autorin zum Zeitpunkt der Reise ist dies jedoch zu akzeptieren.
- Absolut positiv wahrgenommen habe ich die im Mittelteil des Buches eingearbeitete Auswahl an Fotografien dieser Reise. Sie haben viele der beschriebenen Länder und Erlebnisse sehr verdeutlicht.
- Die Entwicklung der Autorin über die lange Reisezeit war für mich als Leser teilweise nicht so gut wahrnehmbar. Momente in denen sie sich klar übernimmt oder gegen ihre eigenen Regeln verstößt kehren immer wieder und das Ende hat viele vorherige, sehr gute Erkenntnisse leider fast ins Gegenteil verkehrt. Danach endet es beinahe abrupt.

》FAZIT:
Eine interessante Reise mit teils unglaublichen Begegnungen und ungeschönten Ereignissen sowie einer großen zurückgelegten Strecke, meist per Anhalter. Nicht alle Entscheidungen waren für mich nachvollziehbar, aber das ist auch sicher nicht der Anspruch dieses Reiseberichtes.

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Veröffentlicht am 15.06.2020

Erneut nicht herausragend...

Lilienträume
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》INHALT:
Owen Montgomery liebt Listen, Pläne, feste Abläufe. Entsprechend ist er innerhalb der Familie für die Organisation aller Umbauten rund um das BoonsBoro Inn betraut und dessen Eröffnung rückt in ...

》INHALT:
Owen Montgomery liebt Listen, Pläne, feste Abläufe. Entsprechend ist er innerhalb der Familie für die Organisation aller Umbauten rund um das BoonsBoro Inn betraut und dessen Eröffnung rückt in großen Schritten näher. Doch auch privat hat Owen gerne einen geregelten Alltag – und in diesen schleicht sich in letzter Zeit immer mehr seine Sandkastenfreundin Avery MacTavish. Und ganz im Gegensatz zu ihm ist die stolze Besitzerin der Pizzeria Vesta, gegenüber des Bed & Breakfast, der reinste Wirbelwind.

》EIGENE MEINUNG:
Auch bei diesem 2. Band, innerhalb der Blüten-Trilogie, hat die Übersetzung des Titels wieder eher schlechte Arbeit geleistet. Der Originaltitel „The Last Boyfriend“ ist um ein Vielfaches weniger kitschig und dabei noch passender zum Inhalt. Das Cover fügt sich schön in die Reihe, kann mich aber erneut nicht begeistern.
Leider ist dies auch bei der Geschichte mehr und mehr der Fall. Die beiden Hauptcharaktere sind zwar beide sympathisch und ihre Gegensätze ergänzen sich gut bzw. sorgen für leichte Spannung, aber im Vergleich zu den anderen Paaren bleiben sie blass. Der Rest des Romans konnte mich ebenfalls nicht überzeugen. Im Gegensatz zu Teil 1 gibt es hier keinen spannenden Nebenstrang. Einzig ein Ereignis aus Averys Vergangenheit bringt etwas Schwung und ist dabei leider nicht wirklich etwas Neues. Hinzu kommt, dass ich Geheimniskrämerei absolut nicht leiden kann… Der übersinnliche rote Faden, der sich durch die Trilogie zieht, wurde für mein Empfinden ebenfalls stark vernachlässigt. So bleibt eine ruhige, nette Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, die sich bereits jetzt sehr gut kennen und schätzen. Mehr aber auch nicht.
Darüber hinaus gehen die Bauarbeiten am Hotel voran. Der Schreibstil ist wie immer rund und flüssig zu lesen. Allerdings gab es diesmal deutliche Längen im Buch, auch da vieles sehr vorhersehbar ist. Das Ende hätte für mich etwas weniger „Rosarot“ vertragen und ich hoffe Band 3 kann mich wieder mehr für sich einnehmen.

Blüten-Trilogie:
1. Rosenzauber
2. Lilienträume
3. Fliedernächte

》FAZIT:
Bisher der schwächste Teil der Reihe. Avery und Owens Geschichte konnte keine wirkliche Spannung bei mir aufbauen und sie sind nicht meine Lieblingscharaktere der Trilogie.

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Veröffentlicht am 05.05.2020

Konnte mich, als Naturwissenschaftlerin, nicht komplett überzeugen...

Wellness Rebel. Diätbullshit erkennen und Essen wieder lieben lernen
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》INHALT:
Keine Macht den Diät-Gurus!
Selbst ernannte Gesundheitsexperten predigen auf allen Kanälen ihre vermeintlich heilsbringenden Lehren von Detox, Low Carb und Co. Die Ernährungswissenschaftlerin ...

》INHALT:
Keine Macht den Diät-Gurus!
Selbst ernannte Gesundheitsexperten predigen auf allen Kanälen ihre vermeintlich heilsbringenden Lehren von Detox, Low Carb und Co. Die Ernährungswissenschaftlerin Pixie Turner hat sie wissenschaftlich untersucht und rebelliert gegen die Diät-Apostel. Sie will wieder Lust auf Essen machen mit Gerichten, die keinem Trend folgen, sondern einfach verdammt lecker schmecken. Ob ein leichter Linsen-Feigen-Salat, Kürbislasagne, die wirklich satt macht, oder Birnentarte mit Salzkaramell - Pixies Rezepte sind gesundheitsbewusst, doch ideologiefrei.
Köstliche KIassiker, exotische Gemüsekombinationen und herrliche Kuchen für Genuss ohne schlechtes Gewissen.

》EIGENE MEINUNG:
Das Cover von „Wellness Rebel“ empfinde ich als sehr ansprechend, modern, frühlingshaft und "gesund". Der Titel ist durchaus etwas brachial, aber aussagekräftig. Er weist auch schon auf die manchmal sehr raue Ausdrucksweise im Buch hin. Das Buch hat eine hohe Qualität: Einband und Papier sind fest, es gibt ein hilfreiches Lesebändchen und das Format (22,5 x 2,7 x 22,8 cm) gefällt mir gut. Insgesamt umfasst es ca. 300 Seiten. Am Ende des Buches finden sich Literaturhinweise und ein Register.

Das sehr minimalistische Inhaltsverzeichnis imponiert mir ebenfalls – hier zeigt sich schon, dass es keinen extra Rezeptteil gibt, sondern zu den Themen passende Rezepte dem jeweiligen Kapitel angeschlossen sind:
- Einleitung/“Clean Eating“
- Einleitung/Das „Richtige“ essen
- Gluten
- Detox
- Fette
- Superfoods
- Basen
- Rohkost
- Zucker
- Nachwort/Genieß dein Essen

Der Schreibstil ist locker und angenehm persönlich gefärbt. Allerdings hätte es für mich den ein oder anderen Kraftausdruck nicht gebraucht. Bei Sachbüchern lege ich mehr Wert auf gute Recherche und Quellen, als eigene Überzeugungskraft des Autors. Und hier haben wir auch schon mein Hauptproblem mit der Autorin: Es ist sicher erfrischend ein Sachbuch mit einer sehr persönlichen Geschichte zu beginnen und die eigene Meinung immer wieder einfließen zu lassen. Mir ging hierbei jedoch die objektive Auseinandersetzung mit manchen Themen verloren. Besonders bei Bereichen, die ich durch meinen Beruf als Dipl.-Ing. für Gartenbau selbst einschätzen kann (z. B. Pflanzenschutzmittel, biologische Produktion vs. konventionell) wurde mir bewusst, dass die Autorin hier zu wenig auf Fakten basierte Inhalte präsentiert, sondern vor allem ihre Überzeugungen. Als Naturwissenschaftlerin ist mir das zu wenig und teilweise war es schlicht und einfach einseitig und konträr zu meiner beruflichen Erfahrung. Dies ließ mich im Nachgang dann leider auch andere Kapitel von denen ich weniger Ahnung habe und den Mehrwert des Buches für mich noch mal stark hinterfragen.

Der Aufbau hat mir gut gefallen: Jeweils ein abgeschlossenes Themengebiet, plus entsprechende Rezepte. Dazwischen finden sich Fotografien und auf Einzelseiten herausgestellte Zitate aus den Texten. Auch an den Texträndern werden wichtige Kernaussagen nochmals herausgegriffen. Allerdings waren die Inhalte an sich nicht immer leicht zu erfassen. Die Autorin versucht in einfachen Worten Informationen zu vermitteln und verwendet dann doch wieder chemische Formeln oder Strukturen, die den Text nicht wirklich bereichern. An einigen Stellen musste ich Abschnitte mehrmals lesen, weil sie mir trotz verständlicher Sprache nicht eingängig waren. Komplizierte Formulierungen machten einfache Erklärungen so etwas zu Nichte.

Die Rezeptauswahl ist abwechslungsreich, enthält jedoch nur vegetarische und vegane Gerichte. Dabei finden sich Suppen, Hauptgerichte, Nachspeisen, Brotaufstriche etc. im Buch. Die einzelnen Rezepte sind mit Zutatenliste, Personenangaben, ausführlicher Beschreibung, Fotografie und ab und an versch. Tipps ausgestattet. Die Zutaten sind meist gut zu erhalten und der erste Versuch von „Dinkel mit Halloumi & Süßkartoffel“ konnte mich überzeugen. Andere Leserundenteilnehmer fanden gerade viele Nachspeisenrezepte viel zu süß.

Positiv am Buch fand ich jedoch die Auseinandersetzung mit dem Thema Social Media/Bloggern und den dort propagierten „richtigen Ernährungsweisen“, Trends und den daraus möglicherweise bei einigen entstehenden Essstörungen. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Ernährung, dem eigenen Körper, den Abläufen dahinter, aktuell modernen Trends etc. ist eine wichtige Basis für ein gesundes Verhältnis zum Essen.

》FAZIT:
Diät- und Ernährungsmythen unter die Lupe nehmen – grundsätzlich eine schöne Idee mit interessanten Ansätzen, sehr lockerer Sprache und tollen Rezepten. Mir war es jedoch an einigen Stellen – auch im Vergleich zu Büchern wie „Der Ernährungskompass“ von Ben Kast – zu hemdsärmelig.

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