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Veröffentlicht am 07.06.2020

deutsche Geschichte von 1960-90

Margos Töchter
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Cora Stephan arbeitet in ihrem Roman „Margos Töchter“ ein Stück deutsche Geschichte (60er -90er Jahre) über fiktive Charaktere auf. Zu diesem Buch gibt es bereits einen Vorgängerband, diesen habe ich nicht ...

Cora Stephan arbeitet in ihrem Roman „Margos Töchter“ ein Stück deutsche Geschichte (60er -90er Jahre) über fiktive Charaktere auf. Zu diesem Buch gibt es bereits einen Vorgängerband, diesen habe ich nicht gelesen, hatte aber auch nicht das Gefühl, dass dies für das Verständnis notwendig war.

Jana, Leonore und Clara sind über ihre Geschichte miteinander verbunden. Erzählt wird jeweils aus wechselnden Perspektiven und in verschiedenen Zeitebenen, normalerweise macht dies ein Buch interessant und belebt den Erzählstil, doch bei dieser Lektüre blieb ich dauerhaft auf Distanz. Aufgrund des starken Fokus auf die politischen Ereignisse und Hintergründe blieben mir die einzelnen Personen fern, hier hätte ich mir mehr Ausgewogenheit gewünscht. Die Familiengeschichte hätte mit mehr Raum einfach besser gewirkt, so hatte ich lange Zeit das Gefühl ein Sachbuch zu lesen. Dennoch lohnt sich dieses Buch, die geschichtlichen Hintergründe wurden gut recherchiert. Insgesamt kann ich aber nur eine eingeschränkte Leseempfehlung aussprechen, da wurde leider Potential verschenkt.

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Veröffentlicht am 07.06.2020

Prozess der kleinen Schritte

Kaizen
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Das Cover verweist in seiner schlichten Gestaltung direkt auf ein fernöstliches Thema, Optik und Haptik des kleinen Ratgebers sind sehr ansprechend. Die liebevolle Innengestaltung mit den schönen Bildern ...

Das Cover verweist in seiner schlichten Gestaltung direkt auf ein fernöstliches Thema, Optik und Haptik des kleinen Ratgebers sind sehr ansprechend. Die liebevolle Innengestaltung mit den schönen Bildern und der übersichtlichen klaren Gliederungen in kurze Abschnitte ist gelungen. Schon auf den ersten Blick wirkt das kleine Büchlein sehr wertig.

Kaizen ist ein Weg gute Veränderungen / Verbesserungen zu erreichen. Es beschreibt wie man sein angestrebtes Ziel in vielen kleinen Schritten erreicht und die Motivation behält, in dem man seinen kleinen Zwischenerfolge würdigt. Es ist geeignet für alle, die ihre Routinen ändern wollen, aus denen man so schwer ausbrechen kann, weil man aus Bequemlichkeit und Gewohnheit einfach schnell wieder in alte Muster verfällt. Hier kann man lernen einen Schritt zurückzutreten, zu betrachten und zu analysieren. Die Methode ist für viele Lebensbereiche anwendbar und gratis noch dazu.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass sich vieles in dem Buch zu oft wiederholt. Die Methode ändert sich nicht, wenn man sie in einem anderen Bereich anwendet, die einzelnen Kapitel hätte man zusammenfassen oder stark straffen können.
Wenn man sich mit Kaizen noch gar nicht auskennt (viele Betriebe wenden das Konzept ja bereits erfolgreich an) und Interesse an den Veränderungsprozessen einer anderen Kultur hat, bietet das Buch aber einen schönen Überblick.

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Veröffentlicht am 13.05.2020

deutsche Torten erobern Italien

Kann Gelato Sünde sein?
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Emilia ist eine einsame Rentnerin, das Highlight der Woche ist der Kaffeeklatsch mit den Freundinnen. Sie vermisst ihre Tochter Julia, die in Italien studiert. Kurzerhand entschließt sie sich zu einem ...

Emilia ist eine einsame Rentnerin, das Highlight der Woche ist der Kaffeeklatsch mit den Freundinnen. Sie vermisst ihre Tochter Julia, die in Italien studiert. Kurzerhand entschließt sie sich zu einem Überraschungsbesuch. Jedoch findet sie Julia nicht an der Universität oder im Wohnheim vor. Zwei Studentinnen können ihr aber mit der Adresse des Liebhabers weiterhelfen. Emilia schwant Böses, sie hat schließlich eine Vergangenheit, in der sie genügend schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht hat.
Julia hat ihren Ausbildungsvertrag aufgelöst und das Geld in den Aufbau eines kleinen Pensionsbetriebes gesteckt, den sie mit ihrem Freund Francesco betreiben möchte. Ihre Mutter kontaktiert sie bewusst selten, da sie so verschiedene Ansichten haben.

Emilia findet Julia und kommt in der kleinen Pension unter. Im nahegelegenen Ort verliebt sie sich in eine lange leerstehende Bäckerei. Diese würde sie zu gerne mit einem Cafe wieder neu beleben, beim Backen macht ihr schließlich keiner was vor.
Francescos Vater, der Bürgermeister des Ortes, will die Pläne vereiteln, da er Kuchen für ungesund hält. Die Alten sollen lieber Sport treiben und gesund essen. Er boykottiert das Unterfangen mit allen Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen, klischeemäßig sind diese in Italien nicht immer ganz legal.
Emilia möchte aber ihren Traum verwirklichen, sie erhält tatkräftige Hilfe vom Bestatter des Ortes, ihrer Tochter und von deren Freund, lernt aber auch viele neue nette Menschen kennen.
Das amüsante Gegeneinander kann man nett mal nebenbei lesen. Die Thematik ist wie erwartet leicht, ich hatte es mit im Vorfeld aber noch lustiger vorgestellt. Die Charaktere sind recht eindimensional, aber sympathisch angelegt. Die einfache Sprache lässt einen durch die Seiten huschen. Hier werden viele Klischees bedient, Korruption, Muttersöhnchen, Vorurteile – alles dabei.
Fazit: Eine nette leichte Unterhaltung für zwischendurch, die gut unterhält, aber keinen bleibenden Eindruck hinterlässt

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Veröffentlicht am 11.05.2020

Reihenauftakt um einen Bro-Buchclub

The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman
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Profisportler Gavin Scott ist zu Hause ausgezogen, weil seine Ehe in der Krise steckt. Allerdings bereut er diesen Schritt schon bald, denn er will seine Frau unbedingt zurück. Thea ist seine große Liebe ...

Profisportler Gavin Scott ist zu Hause ausgezogen, weil seine Ehe in der Krise steckt. Allerdings bereut er diesen Schritt schon bald, denn er will seine Frau unbedingt zurück. Thea ist seine große Liebe und auch auf seine süßen Zwillingsmädels möchte er nicht verzichten. Gavin und Thea geben einander die Schuld, wie es so oft bei Streitigkeiten ist. Der eigentliche Auslöser, der die Probleme zutage fördert, ist eigentlich banal, aber häufig reicht ja ein Tropfen, um das Fass zum überlaufen zu bringen.
Gavins Freunde versuchen ihn aufzurichten und nehmen ihn in ihren geheimen Buchclub auf. Die Männer lesen Liebesroman, um die Frauen besser verstehen zu können, so haben sie wohl schon einige Beziehungen gerettet bzw. neu belebt.
Nach und nach lässt Gavin sich auf die Sache ein und versucht seine Frau neu zu umwerben, um sie zurückzubekommen.
Der Liebesroman, den er dabei vom Club bekommt und auch häufig zu Rate zieht, entwickelt sich parallel zu seiner Ehe und kann durch die eingefügten Ausdrucke mitgelesen werden.

Eigentlich lese ich nicht gerne Liebesromane, aber hier hat mich die Idee des Männerbuchclubs tatsächlich sehr neugierig gemacht. Dieser Club ist tatsächlich zum Schmunzeln, gerne hätte ich mehr von ihm gelesen, aber er kommt eher am Rande vor.

Im Fokus der Geschichte stehen Gavin, seine Frau Thea und ihre Schwester Liv, um die es im nächsten Teil gehen wird. Alle Protagonisten wurden gut entworfen, man konnte sie sich gut vorstellen und hatte einen Eindruck von ihrer Persönlichkeit, das galt auch für die wichtigeren Nebencharaktere. Thea und Liv fand ich leider zunehmend anstrengend, geprägt durch die Eheprobleme ihrer Eltern haben sie diverse Male einfach überreagiert. Die kleinen Zwillinge wirkten viel reifer, als sie alt waren, das war nicht sehr realistisch.
Gavin gibt sich wirklich viel Mühe und versucht viel, um seine Familie zurück zu bekommen, seinen Charakter und seinen Weg fand ich am nachvollziehbarsten und sympathischsten. Das Eheproblem an sich fand ich tatsächlich eher banal, eigentlich kein Grund für eine Scheidung, aber die Menschen sind bei ihren Lösungswegen halt sehr unterschiedlich.

Kurze Kapitel, breite Ränder und eine einfache Sprache lassen die Seiten schnell dahinschwinden. Eine nette Unterhaltung für zwischendurch ist dies Buch allemal. Meiner Meinung nach hätte man aus der Geschichte mehr machen können, hätte der Fokus auf dem Club gelegen.

Für mich ein typischer Liebesroman, mit kleinen Schwächen.

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Veröffentlicht am 20.04.2020

Ideen für unsere Umwelt

Storys für Kinder, die die Welt retten wollen
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Ein schönes und inspirierendes Buch für Kinder und Erwachsene, sowohl Optik als auch Haptik des Buches sind sehr hochwertig und schön. Die Schriftgröße ist etwas größer als üblich gewählt und die Seiten ...

Ein schönes und inspirierendes Buch für Kinder und Erwachsene, sowohl Optik als auch Haptik des Buches sind sehr hochwertig und schön. Die Schriftgröße ist etwas größer als üblich gewählt und die Seiten sind mit grünen Pflanzenornamenten geschmückt. Zu jeder der 16 vorgestellten Personen gibt es ein gezeichnetes Bild.
Neben bekannten Persönlichkeiten wie Emma Watson, Greta Thunberg, Leonardo DiCaprio, Al Gore und Dian Fossey werden auch einige unbekanntere Personen vorgestellt, die tolle Projekte auf die Beine gestellt haben.
Es ist sehr interessant, wo auf der Welt überall tolle Menschen etwas erreicht haben. Hier kann man Inspiration finden, vor allem sehen Kinder, dass es möglich ist etwas zu tun und dass es sich lohnt, sich für eine Herzenssache wirklich einzusetzen. Auch wird deutlich, das Dranbleiben sich lohnt, solche Projekte sind eine Langzeitaufgabe, kein Schnellschuss.

Hier liegt auch mein Kritikpunkt zu dem Buch: die einzelnen Projekte sind so groß und beeindruckend, dass es die Kinder vielleicht erschlägt oder sie keinen eigenen Ansatz für sich finden, etwas aktiv für die Umwelt zu tun. Der Erfolg der Personen hat sich über Jahre aufgebaut. Ein paar altersgerechte Anregungen wären schön gewesen.
Vielleicht liegt es einfach am irreführenden Titel, der leicht fehlinterpretiert werden kann. Hier wurden 16 Biografien kurz angerissen. Bei Interesse kann man an anderer Stelle über diese Personen weiterlesen. Konkrete Anleitung für Kinder sind nicht enthalten.
Insgesamt betrachtet aber ein schönes und informatives Buch.

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