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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.06.2018

Konnte mich nicht überzeugen

Wo die Dünen schimmern
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Inhalt:

Jessieanna möchte unbedingt eine Lotion herstellen, die nicht nur den Körper verschönert, sondern vor allem die Seele beruhigt. Doch in Kalifornien will es ihr einfach nicht gelingen, die perfekten ...

Inhalt:

Jessieanna möchte unbedingt eine Lotion herstellen, die nicht nur den Körper verschönert, sondern vor allem die Seele beruhigt. Doch in Kalifornien will es ihr einfach nicht gelingen, die perfekten Duftstoffe zu finden. Als sie durch eine Lungenerkrankung dazu gezwungen ist, in die alte Heimat ihres Vaters, die Nordseeinsel Amrum, zu reisen, um sich auszukurieren, hat sie zumindest die Möglichkeit, dort neue Düfte zu finden. Doch Jessieanna muss dafür ihre Hochzeit verschieben, mehrere Monate von ihrer geliebten Familie getrennt verbringen und dann auch noch das Reizklima auf Amrum ertragen. Doch vielleicht findet sie ja dort eine neue Komponente für ihre Lotion?


Meine Meinung:

Dieser zweite Band wird aus zwei Perspektiven geschildert: Einmal aus Jessiannas Sicht 2004/2005 und einmal aus der Sicht ihres Vaters Pinswin, den man von seiner Kindheit bis zur Gegenwart begleitet. Aber nicht nur die beiden erhalten eine Stimme, denn es gibt viele Nebencharaktere, die ihre kleinen Geschichten beitragen. Manche davon waren für mich interessant, vor allem da die Personen mir innerhalb des Romans sympathisch wurden, andere wiederum nicht, sodass man manche Stellen hätte kürzen können, um das Buch etwas leichter zu gestalten.

Jessieanna ist eine liebenswürdige Protagonistin, die kein bisschen böses Blut in sich hat. Auch ihr Vater Pinswin ist sehr sympathisch, man hat den Eindruck, er ist durch seine Leidenschaft an der Archäologie immer jung geblieben. Durch seine Faszination für die Geschichte der Erde schafft er es als Protagonist, dass sich auch ein Leser für Fossilien interessiert, der vorher eigentlich kein Interesse daran hatte. Mir haben auch so einige Nebencharaktere sehr gut gefallen, über die ich aber nicht viel verraten möchte.

Für mich persönlich war dieses Buch allerdings zu ruhig. Die Geschichte plätschert sanft dahin und ist bis auf wenige Stellen unaufgeregt, wodurch sie für mich auch mal langatmig wurde. Die Charaktere reagieren bei Problemen oder Hindernissen meist besonnen, sind weder verärgert, noch beleidigt oder sehr ängstlich, was bei so manchen Themen, wie beispielsweise Unsicherheiten in der Beziehung oder wiederholter Todesgefahr nur menschlich wäre. So löst sich allerdings alles meist unmittelbar auf. Dies kann man positiv und negativ sehen.

Ein großer Pluspunkt sind allerdings die starken Frauenbilder, die die Autorin hier schafft und die Tatsache, dass die Liebe zur Nordsee und zum Watt durch jeden Charakter und jede kleine Anekdote deutlich zum Leser transportiert wird.


Fazit:

Leider konnte mich das Buch insgesamt nicht ganz überzeugen. Es ist trotz gewichtiger Themen etwas seicht, dabei aber trotzdem kein lockeres Sommerbuch, das man schnell weg lesen kann. Wem aber genau diese Mischung gefällt, der kann beim Lesen wahrscheinlich mehr empfinden als ich.

Veröffentlicht am 05.06.2018

Habe mehr erwartet

Iron Flowers – Die Rebellinnen
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Inhalt:

Ihr Leben lang wurde Serina darauf vorbereitet, als Grace vom Regenten auserwählt zu werden. Als Frau soll sie schön, anmutig und unterwürfig sein und genau darauf arbeitet Serina seit ihrer Kindheit ...

Inhalt:

Ihr Leben lang wurde Serina darauf vorbereitet, als Grace vom Regenten auserwählt zu werden. Als Frau soll sie schön, anmutig und unterwürfig sein und genau darauf arbeitet Serina seit ihrer Kindheit hin. Nomi, ihre Schwester, könnte gegensätzlicher nicht sein. Sie ist wild und rebellisch und hat, trotz Verbot für Frauen, das Lesen gelernt. Doch am Tag der Auswahl kommt alles anders als gedacht und die unzertrennlichen Schwestern werden auseinandergerissen. Beide erwartet ein unheilvolles Schicksal und doch wollen sie für ihre Rechte kämpfen. Für die jeweils andere Schwester.Für sich selbst. Und für alle Frauen.



Meine Meinung:

Ich kann mich mit meiner Rezension leider nicht den vielen positiven Stimmen anschließen.

Der Einstieg ins Buch wird sehr kurz abgehandelt, sodass es mir schwerfiel, in die Geschichte hineinzufinden. Serina ist zu Anfang sehr naiv und mir daher weniger sympathisch gewesen als ihre rebellische Schwester Nori, die viel mehr Feuer besitzt als gut für sie ist in einer Welt, in der Frauen unterdrückt werden. Die Charaktere außerhalb der beiden Protagonisten bieten zwar viel Potenzial, bleiben leider aber blass, was vielleicht auch am oberflächlichen Schreibstil liegen könnte. Die Geschichte hat mich trotz Gewalt, Schmerz und Leid kaum berühren können und das, obwohl für ein Jugendbuch doch eindrucksvolle Überlebenskämpfe á la Tribute von Panem ausgeführt werden.



Nomi ist ein interessanter Charakter, der zum Ende heraus leider wiederum blauäugiger wird. Ihre Schwester Serina mausert sich hingegen zu einer Rebellin, was mir wiederum gut gefallen hat. Der Tausch der Lebenswelten der beiden Schwestern und ihre charakterliche Unterschiedlichkeit bieten grundsätzlich spannenden Stoff, auch wenn dies für mich leider nicht genug ausgekostet wurde. Der gewisse Funke hat mir gefehlt, um meine Aufmerksamkeit während des Lesens beizubehalten.

Auch Teile vom Ende ließen sich vorhersagen, was das Lesevergnügen für mich geschmälert hat. Trotzdem hat es die Autorin mit einem großen Cliffhanger am Ende geschafft, dass ich den zweiten Teil der Reihe lesen möchte, der Potenzial für mehr Spannung bietet.


Fazit:

Ich kann den Hype um dieses Buch nicht ganz nachvollziehen, da mir einfach das Gewisse Etwas gefehlt hat.

Veröffentlicht am 12.05.2020

Mein erstes Escapebook

Escape Quest - Der Meisterdieb von Paris (Arsène Lupin)
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Dieses Buch ist kein gewöhnliches zum Lesen, sondern ein Escapebook, mit dem man ein Abenteuer nachspielt und durch knobeln und richtigem Lösen von Rätseln auf die nächsten Seiten kommt.

Der Meisterdieb ...

Dieses Buch ist kein gewöhnliches zum Lesen, sondern ein Escapebook, mit dem man ein Abenteuer nachspielt und durch knobeln und richtigem Lösen von Rätseln auf die nächsten Seiten kommt.

Der Meisterdieb Arsène Lupin sucht einen Schüler, um seine Fähigkeiten weiterzugeben. Er stellt jedoch eine Bedingung: es muss dir gelingen, die gut behüteten Juwelen der Familie Lechevalier zu stehlen.

Man muss zahlreiche Rätsel lösen, um sich auf den Diebstahl vorzubereiten und die nötigen Informationen dazu sammeln, aber du bist nicht der Einzige, der versucht, Lupins Schüler zu werden...



Das Buch hat eine gute Größe, dass auch mehrere Mitspieler (es kann auch nur einer sein) die Escape Quest lösen können, da es annähernd DIN A4-Größe hat. So sieht man gut die Bilder und Rätsel und kann das Buch auch gut herumreichen. Wir haben die Rätsel zu dritt gelöst und fanden die Illustrationen an sich schön ausgearbeitet und interessant. Wir haben 3,5 Stunden bis zum Ende gebraucht und sind erfahrene Exitgame-Spieler, die schon öfter auch schwierigere Rätsel gelöst haben.

Auch die Geschichte ist prinzipiell spannend und geeignet für so ein Abenteuer, leider waren die Rätsel es, die uns etwas im Stich gelassen haben. Es waren durchaus welche dabei, die gut durchdacht und lösbar waren und die man gerne gemacht hat. Bei anderen wiederum musste man sich selbst denken, dass man Seiten zerschneiden, auf eine vorherige Seite blättern oder gewisse Utensilien nutzen musste, ohne dass es entweder als Hinweis im Text oder generell auf der gerade zu lösenden Seite stand. Ja, am Anfang gibt es eine Seite mit Regeln, auf der steht, dass man Seiten beschriften, zerschneiden oder falten muss, dies wird dann aber nicht mehr beim betreffenden Rätsel auch nur mit versteckten Hinweisen erwähnt, wie soll man also wissen, dass man ausgerechnet auf der Seite das tun muss? Das hat uns beim Spielen leider dazu gezwungen, uns manchmal die Hinweise oder Lösungen auf der letzten Seite anzuschauen und uns zu fragen wie und wer da von selbst darauf kommt.


Insgesamt haben wir mit dem Buch also eine Achterbahn der Gefühle durchgemacht: Einmal stolz und froh, einmal total genervt wegen der Rätsel. Das hätte man definitiv mit wenigen Sätzen besser gestalten können, was zu weniger Frust bei uns geführt hätte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.05.2019

Zu seicht

Winterzauberküsse
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Inhalt:
Die Modistin Ava trifft Sam, den Chef einer Marketingfirma auf einer Weihnachtsparty. Er engagiert sie, um seiner schwerkranken Mutter Wendy einen Hut als Weihnachtsgeschenk zu fertigen und von ...

Inhalt:
Die Modistin Ava trifft Sam, den Chef einer Marketingfirma auf einer Weihnachtsparty. Er engagiert sie, um seiner schwerkranken Mutter Wendy einen Hut als Weihnachtsgeschenk zu fertigen und von da an kreuzen sich ihre Wege immer wieder. Als Wendy freudig daran glaubt, dass Sam und Ava ein Paar sind, können beide ihren Irrtum nicht aufklären. Wer könnte einer kranken Frau schon das Weihnachtsfest vermiesen? Und so tun die beiden so, als wären sie ein Paar.. Nur für die Weihnachtszeit versteht sich.

Meine Meinung:
Ein wunderschönes Cover im winterlichen Stil mit Glitzer und Schnee passt hier zur Vorweihnachtszeit. Leider lässt das Cover mehr erwarten, als letztendlich geboten wurde, denn das Buch hat mich ein wenig enttäuscht. Erstmal zu den Charakteren: Ava und vor allem Sam sind sympathisch, ihre Hintergründe und selbst die Jobs interessant und innovativ gewählt. Avas Job als Hutmacherin wird mehrfach thematisiert und ich finde es sehr interessant, von ihrer Fertigung von verschiedenen Hüten zu lesen, auch wenn ich selbst keine Hüte trage. Ihr Job ist so speziell, dass er etwas glamouröses hat. Und auch Sam mit seiner Marketingfirma hat einen spannenden Ausgangspunkt. Leider kommt die Liebesgeschichte nicht so richtig ins Rollen und ich hätte mir insgesamt mehr Knistern zwischen den beiden gewünscht. Es ist zwar ganz ,,nett", aber auch nicht mehr als das. Auch die Nebencharaktere bleiben farblos und stören teilweise mehr, als das sie die Handlung vorantreiben. Avas beste Freundin Izzy blieb mir zum Beispiel das gesamte Buch über fremd, sodass ich sie weder leiden konnte, noch sie irgendeinen Zweck für mich und die Handlung erfüllte.

Bei der Übersetzung vom Englischen ins Deutsche hatte ich das Gefühl, dass die Übersetzerin manchmal die Worte nicht richtig gewählt hat. Dadurch klangen manche Sätze eigenartig oder eine Person sagte etwas, das in dieser Situation eher weniger passte. Vor allem anfangs hat das meinen Lesefluss gestört, denn ich musste diese Sätze immer wieder lesen um ihre Bedeutung zu verstehen und sicher zu sein, dass ich selbst nicht einen Fehler gemacht und etwas überlesen habe.

Erst das Ende bringt Schwung in die Geschichte und ich hat zum ersten Mal Emotionen in mir ausgelöst, die FAST die restliche Enttäuschung wieder wettgemacht hätten.

Trotz allen Kritikpunkten und obwohl keine Weihnachtsstimmung bei mir aufkam, wurde ich mit diesem Buch ganz nett unterhalten.


Fazit:
Seichte Unterhaltung von der ich mir mehr erwartet hätte.

Veröffentlicht am 17.03.2019

Verschenktes Potenzial

Claras Melodie
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Inhalt:

Am Sterbebett seines Vaters erfährt Nicolas von der heilenden Kraft einer magischen Partitur, die Éléonore, seine Ehefrau, nach ihrem Unfall aus dem Koma erwecken soll. Sofort beginnt er mit seiner ...

Inhalt:

Am Sterbebett seines Vaters erfährt Nicolas von der heilenden Kraft einer magischen Partitur, die Éléonore, seine Ehefrau, nach ihrem Unfall aus dem Koma erwecken soll. Sofort beginnt er mit seiner Suche und reist nach Rom, wo die letzte eingeweihte Sängerin lebt, und erfährt von den Folgen des Stücks: Wer das Stück singt, verliert seinen Verstand, seine Stimme oder stirbt. So muss sich Nicolas eingestehen: Will er seine Frau retten, leidet eine andere Person darunter. Nicolas würde alles tun, um seine Frau zurück zu bekommen...auch das?

Meine Meinung:

'Claras Melodie' besitzt nicht nur ein wunderschönes Cover sondern auch eine Idee mit viel Potenzial. Wird Nicolas sich für oder gegen seine Frau entscheiden und was hat es mit der magischen Partitur auf sich? Kann sie wirklich heilen? Und wie ist es überhaupt zu dem Unfall Éléonores gekommen? Viele Fragen bestürmen den Leser schon anfangs, denn Nicolas erzählt hier aus seiner Sicht, in dem er für Éléonore seine Erlebnisse in Briefform aufschreibt. Die Geschichte startet mit der Tatsache, dass Éléonore im Koma liegt und stückchenweise und mit mehreren Zeitsprüngen durchsetzt erfährt man, was genau im Leben der beiden vorgefallen ist und wie Nicolas von der Partitur erfährt. An sich also eine sehr spannende Geschichte. Leider hat es die Autorin nicht geschafft, einem Nicolas emotional näher zu bringen. Das Koma, die Suche nach der Partitur, der Gewissenskonflikt, all diese Dinge lassen eigentlich genug Gefühle zu und trotzdem wird kein einziges herübergebracht. Dadurch wird es schwer, eine emotionale Bindung zu bekommen und die Geschichte nicht nur unbeteiligt an sich vorbeiplätschern zu lassen. Auch der Charakter des Protagonisten bleibt so auf der Strecke; man kann sich zwar denken, was er durchmachen muss und wie verzweifelt er sein muss, aber eben nie durch die Erzählung selbst. Das Ende wiederum hält eine Überraschung bereit, die man so nicht erwarten kann.

Fazit:

Dieses Buch hätte sehr viel Potenzial gehabt, leider wurde dieses nicht genügend umgesetzt. Trotzdem ist die Idee interessant und könnte dem ein oder anderen gefallen.