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Veröffentlicht am 07.06.2020

Das Buch könnte so viel mehr sein

V is for Virgin
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Inhalt:

Vals Freund macht mit ihr Schluss, weil sie nicht mit ihm schlafen möchte. Sie will damit nämlich bis zur Hochzeit warten. Als sie ihm in der Schulcafeteria die Meinung sagt, wird das ohne ihr ...

Inhalt:

Vals Freund macht mit ihr Schluss, weil sie nicht mit ihm schlafen möchte. Sie will damit nämlich bis zur Hochzeit warten. Als sie ihm in der Schulcafeteria die Meinung sagt, wird das ohne ihr Wissen gefilmt und auf Youtube hochgeladen. Dieses Video geht viral und sie wird landesweit unter Virgin Val bekannt. Das Chaos wird perfekt, als sie die Boyband Tralse trifft, um sie zu bitten, bei ihrem Schulfest zu spielen. Der Sänger der Band macht es sich zum Ziel, Val zu erobern und zu entjungfern ...

Meinung:

Zunächst einmal muss ich sagen, dass mich das Buch gut unterhalten hat. Der Schreibstil war sehr angenehm und sehr flüssig und schnell zu lesen, deshalb war ich mit dem Buch auch schnell durch.

Ich mochte Val richtig gern. Ein junges Mädchen, das eigentlich ganz normal leben möchte, dem das Herz gebrochen wird und plötzlich im ganzen Land bekannt wird. Sie lässt sich aber nicht unterkriegen, sondern findet darin sogar die Möglichkeit, anderen zu helfen. Sie steht zu ihrer Entscheidung und zieht diese auch durch, was ich sehr bewundernswert finde.

Kyle bleibt leider relativ blass. Nach dem Klappentext hätte ich gedacht, dass wir auch ihn näher kennenlernen, ev. sogar die Geschichte abwechselnd aus Vals und Kyles Sicht erzählt wird. Doch dem ist nicht so. Kyle taucht eigentlich nur auf, um sexistische Sprüche abzulassen und Val zur Weißglut zu bringen.

Doch nun zu den Fragen, die sich mir im Laufe des Buches stellten. Ist es wirklich so, dass man sich für die Entscheidung Jungfrau und/oder religiös zu sein schämen muss? Genau das wird mir in diesem Buch suggeriert. Ja, Val steht dazu, dass sie Jungfrau ist, doch sie wird von vielen verspottet und Virgin Val ist ja nun auch kein Spitzname, den jeder haben möchte, oder?
Genauso habe ich es empfunden, als ihr ein Freund gesteht, religiös zu sein und dass er das seinen anderen Freunden gar nicht erzählen kann. Muss man sich denn dafür schämen? Muss man seine Religiosität nun verheimlichen, um nicht ausgespottet zu werden?

Ich könnte noch länger über diese Fragen schreiben, doch das soll ja eine Buchrezension sein. Dennoch war es mir wichtig, auch diese hier anzubringen. Vor allem stellt sich mir die Frage, macht dieses Buch Mut, zur Jungfräulichkeit und/oder Religion zu stehen oder nicht? Ich bin mir da ehrlich gesagt nicht sicher, glaube aber eher nicht. Und genau das ist mein Problem.

Fazit:

Das Buch könnte so viel mehr sein, doch leider überzeugt es mich nicht. Dennoch war es gut zu lesen und hat mich gut unterhalten, deshalb gibt es drei Sterne.

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Veröffentlicht am 17.05.2020

Leider der schwächste Band

More Than This
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Inhalt:

Die Landwirtschaftsarchitektin Grace und Zayn sind beste Freunde. Allerdings schleicht sich immer wieder ein Kribbeln und Prickeln zwischen ihnen in ihre Begegnungen. Auch dass alle anderen in ...

Inhalt:

Die Landwirtschaftsarchitektin Grace und Zayn sind beste Freunde. Allerdings schleicht sich immer wieder ein Kribbeln und Prickeln zwischen ihnen in ihre Begegnungen. Auch dass alle anderen in ihnen das perfekte Paar sehen, hilft nicht wirklich. Denn Grace will auf keinen Fall ihre Freundschaft gefährden. Aber mit der Zeit wird es immer schwieriger, die Gefühle zurückzudrängen ...

Meinung:

Die ersten zwei Bände der Up-all-Night-Reihe haben mir ja sehr gut gefallen, also musste ich natürlich auch den dritten Band lesen. Leider fand ich diesen bei weitem nicht so gut wie den ersten Teil und auch den zweiten Teil fand ich ehrlich gesagt besser, obwohl dieser bei mir auch "nur" 4 Sterne bekam.

Doch zunächst zu den Protagonisten, die eigentlich beide sehr sympathisch sind. Grace kennen wir ja schon von den ersten beiden Bänden. Sie ist klug, zielorientiert, sehr fleißig und trotzdem immer für ihre Freundinnen da. Zeyn lernen wir zuerst als Frauenheld kennen, doch sehr schnell erfahren wir auch von seinen positiven Seiten.

Mir gefiel an dem Buch sehr gut, dass wir auch weiter am Leben von Taylor und Addison, den beiden Protagonistinnen aus den ersten beiden Bänden, teilnehmen. Dadurch dass Grace mit ihnen in einer WG wohnt, bleiben wir immer auf dem Laufenden, was sich in deren Leben tut.

Was mir weniger gefiel? Das Buch hatte einige Längen. Ich kann hier nicht schreiben, dass es schnell zu lesen war, denn es hat sich für mich immer wieder gezogen. Der Schreibstil war wie auch bei den anderen Teilen flüssig und locker, doch es passierte lange Zeit nicht besonders viel. Und immer wieder kamen dieselben Überlegungen, wie zb die Freundschaft nicht gefährden zu wollen usw.

Doch das Minus, das für mich ausschlaggebend ist, dass ich nur 3 Sterne vergebe, war, dass mir das Drama am Schluss zu gewollt bzw sogar erzwungen wirkte. Ja, es passierte etwas Schlimmes, aber daraus so ein Drama zu machen, war absolut nicht notwendig und für mich unverständlich.

Fazit:

Leider konnte mich der dritte Band nicht so überzeugen wie die letzten beiden.

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Veröffentlicht am 15.05.2020

Nette Liebesgeschichte, aber nichts Besonderes

When We Dream
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Inhalt:

Die 19jährige Ella lebt seit dem Tod ihrer Eltern bei ihrer großen Schwester in Chicago. Sie ist die Stadt nicht gewöhnt, sie ist ihr zu laut, zu voll, zu groß. Am liebsten würde sie sich nur ...

Inhalt:

Die 19jährige Ella lebt seit dem Tod ihrer Eltern bei ihrer großen Schwester in Chicago. Sie ist die Stadt nicht gewöhnt, sie ist ihr zu laut, zu voll, zu groß. Am liebsten würde sie sich nur mit ihren Büchern und ihrem Zeichenblock in ihrem Zimmer zurückziehen, doch das ist natürlich nicht möglich. Eines Tages lernt sie Jae-yong kennen, der ein gefeierter K-Popstar ist, wovon Ella jedoch keine Ahnung hat ...

Meinung:

Ich bin wohl in der Minderheit, wenn ich sage, dass das Buch zwar gut war, aber für mich kein Highlight war. Ja, es ist eine süße Liebesgeschichte und über K-Pop habe ich noch nie etwas gelesen - aber ich habe diese Musikrichtung auch noch nie gehört. Vielleicht ist das auch der Grund, dass ich nicht in Begeisterungsstürme ausbreche, wenn ich von diesem Buch rede? Ich weiß es nicht, auf jeden Fall war es für mich nichts Besonderes. Und auch das Rad wurde hier nicht neu erfunden, denn so ähnliche Romane gibt es zuhauf - zwar vielleicht nicht mit K-Pop, aber mit anderen Musikrichtungen oder Filmstars.

Doch bevor ich noch weiter schreibe, warum das Buch für mich kein Highlight war, möchte ich doch auch ein paar positive Aspekte erwähnen. Zum Beispiel war mir Ella sehr sympathisch. Eine junge Frau, die versucht ihren Platz in der Welt zu finden. Ein paar Jahre zuvor ist ihre Welt, die sie bisher kannte, zusammengebrochen als ihre Eltern gestorben sind und sie ist gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester nach Chicago zu ihrer älteren Schwester gezogen. Ella möchte möglichst bald ihre Schwester entlasten, die seit Jahren total überarbeitet ist, um sich und ihre Geschwister durchzubringen. Was Ella noch zusätzlich sympathisch macht, ist ihre Bücherliebe.

Auch Jae-yong kommt sehr nett rüber, für einen Popstar sehr bescheiden und zurückhaltend. Anscheinend mag er es auch sehr, dass Ella ihn nicht gleich erkennt und genießt es wohl, von ihr als Mensch gemocht zu werden. Ansonsten muss ich zugeben, dass ich mit der K-Pop-Welt nicht viel anfangen kann bzw auch gar nicht möchte, wenn ich so die Bedingungen dazu lese.

Fazit:

Ja, es ist eine nette Liebesgeschichte. Allerdings für mich nichts Besonderes.

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Veröffentlicht am 25.02.2020

Romantasy für Zwischendurch

Dark Crows
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Inhalt:

Vor ein paar Jahren hat Angel nur knapp einen Autounfall überlebt. Ihre Mutter ist dabei aber gestorben. Mit Hilfe ihres besten Freundes Tim konnte sie den Vorfall halbwegs verarbeiten und wieder ...

Inhalt:

Vor ein paar Jahren hat Angel nur knapp einen Autounfall überlebt. Ihre Mutter ist dabei aber gestorben. Mit Hilfe ihres besten Freundes Tim konnte sie den Vorfall halbwegs verarbeiten und wieder am Leben teilnehmen. Doch nun plagen sie dunkle Visionen und je mehr sie davon Tim erzählt, umso zurückweisender wird er. Angel hat keine Ahnung, dass sie mitten in einer uralten Fehde steckt und beide Seiten sich um sie bzw ihre Seele reißen und dass sie nur einer beschützen kann ...

Meinung:

Ich liebe Romantasy, das schon mal vorneweg. Fantasy und Romance zusammen finde ich fast immer gut. Auch hier fand ich die Story richtig spannend, obwohl mich doch einiges leider gestört hat. Aber dazu später.

Angel ist ein junges Mädchen, das schon einiges erlebt hat. Bei einem Autounfall, den sie überlebt hat, ist ihre Mutter gestorben. Ihr Vater ist nun natürlich teilweise etwas übervorsorglich, er hat einfach Angst, auch noch seine Tochter zu verlieren. Auch Angel hängt sehr an ihm.

Tim lebt mit ein paar Freunden bei Angel in der Nähe und wird zu ihrem besten Freund. Doch als sie ihm von ihren seltsamen Träumen und Visionen erzählt, verhält er sich immer seltsamer und zurückweisender und Angel kann sich darauf natürlich keinen Reim machen. Wie gut, dass es da aber noch Anni gibt, eine Freundin von Tim, die ihr glaubt.

Ich mochte die Charaktere gern. Besonders Angel ist sehr liebenswert. Sie gibt sich die Schuld am Unfalltod ihrer Mutter, was auch manchmal zu bestimmten - für normal denkende Menschen - nicht nachvollziehbaren Handlungen führt.

Der Schreibstil war in Ordnung, aber irgendetwas hat mir gefehlt. Ich hatte manchmal den Eindruck, dass ich gerade ein gutes Grundgerüst eines Buches lese, bei dem aber noch die letzte Ausarbeitung fehlt. Einige Elemente haben mich sehr an das Buch Lovely Curse von Kira Licht erinnert. Wobei natürlich niemand das alleinige Recht hat, über Raben usw zu schreiben.

Es war eine relativ leichte Lektüre, die wohl für jüngeres Publikum gedacht ist - läuft ja auch unter Young Adult. Wobei ich bei Young Adult schon wesentlich komplexere Geschichten gelesen habe.

Fazit:

Romantasy für Zwischendurch.

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Veröffentlicht am 06.12.2019

Frauen, die plötzlich verschwinden

Der Keller
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Hannah und Heiko sind glücklich verheiratet und erwarten voller Freude ihr erstes Kind. Da erreicht die junge Frau der Hilferuf ihres Vaters. Ihrer Mutter geht es nicht gut, sie hat sogar versucht, ...

Inhalt:

Hannah und Heiko sind glücklich verheiratet und erwarten voller Freude ihr erstes Kind. Da erreicht die junge Frau der Hilferuf ihres Vaters. Ihrer Mutter geht es nicht gut, sie hat sogar versucht, sich das Leben zu nehmen. Trotz ihrer Flugangst begibt sich Hannah in die Toskana, um zu ihrer Mutter zu eilen. Während des Flugs lernt sie einen netten Mann kennen, der ihr sehr sympathisch ist. Da sie erst sehr spät landen, nimmt sie die Einladung an, zu seinem Palazzo zu fahren, um dort zu essen und zu schlafen. Seither gibt es kein Lebenszeichen mehr von ihr. Ihre Familie ist verzweifelt.
Und es ist nicht die einzige junge Frau, die plötzlich verschwindet...

Meinung:

Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich das Buch sehr schnell weggelesen habe. Es hat einen recht einfachen Schreibstil und kurze Kapitel. Es hat mich auch ganz gut unterhalten, trotzdem gibt es ein paar Minuspunkte.

Der erste Teil, in dem es um Hannah geht, gefiel mir noch richtig gut. Da wusste man auch noch nicht, was da wirklich los ist, auch wenn man ahnte, dass es nicht gut gehen würde, wenn sie mit Daniel zum Palazzo fährt. Auch hat man die Verzweiflung der Eltern und des Ehemannes deutlich gespürt und trotz besseren Wissens ständig gehofft, dass Hannah gefunden wird.

Danach lernen wir Daniel näher kennen. Wir erfahren viel über seine Kindheit, über einen hilfsbereiten Jungen, der in den Ferien bei seinem Freund die Liebe zur Jagd entdeckt. Er ist aber auch der einzige, den wir wirklich näher kennenlernen. Und es ist ziemlich unverständlich, wie dieser hilfsbereite junge Mann sich derart ändern konnte.

Seine Frau lernen wir am Rande kennen. Aber außer, dass sie sehr schön ist und sympathisch wirkt, erfahren wir nicht viel - obwohl sie auch eine Hauptprotagonistin ist. Auch hier stellt sich aber die Frage, wie sie sich so entwickeln konnte.

Die ganze Handlung, die danach kommt, wirkt konstruiert und teilweise ziemlich unrealistisch. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen, da ich dann spoilern würde.

Fazit:

Das Buch ließ sich schnell lesen und hat mich unterhalten, aber es ist ganz sicher kein Highlight.

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