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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.06.2020

Wenn es keinen interessiert

Der Knochengarten
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„Der Knochengarten“ ist bereits Band 11 der Reihe mit Tony Hill und Carol Jordan, kann aber auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Es fehlen einem nur einige Informationen auf der zwischenmenschlichen ...

„Der Knochengarten“ ist bereits Band 11 der Reihe mit Tony Hill und Carol Jordan, kann aber auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Es fehlen einem nur einige Informationen auf der zwischenmenschlichen Ebene der Personen, die für den Fall keine große Bedeutung haben.

Val McDermid hat wieder einen komplexen Thriller geschaffen, in dem dieses Mal Personen, die im Leben im Abseits stehen eine Hauptrolle spielen. Ich verrate wohl nicht zu viel, wenn ich sage, dass es um Obdachlose und Waisenkinder geht.

Da ich keinen der Vorgängerbände kenne, waren mir die Protagonisten unbekannt. Einige waren mir auf Anhieb sympathisch und andere mochte ich nicht besonders. Aber die Charaktere waren alle sehr gut angelegt und realistisch in ihren Handlungen.

Kurze Kapitel und Perspektivwechsel sorgten für Kurzweiligkeit, aber erhöhten auch die Spannung. Ich habe aufmerksam die akribische Ermittlungsarbeit des Teams verfolgt und manchmal hätte ich ihnen gerne zugerufen, dass sie sich auf dem Holzweg befinden.

Das etwas andere Ende hat mich überrascht und ich weiß immer noch nicht ob es mir gefällt oder nicht. Insgesamt ist das Konstrukt gut aufgebaut und schlüssig.

Mich hat das Thema bewegt und auch zum Nachdenken gebracht, was bei einem Thriller nicht so oft geschieht. Gerne vergebe ich vier Sterne.

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Veröffentlicht am 01.06.2020

Wichtige Botschaft spannend vermittelt

Sandras und Leons Abenteuer in der Urzeit
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Schon das schön gestaltete Cover lässt auf den Inhalt der Geschichte schließen. Ich finde es immer schön, wenn Cover und Inhalt des Buches zusammenpassen.

Was mir besonders gut an diesem Buch gefallen ...

Schon das schön gestaltete Cover lässt auf den Inhalt der Geschichte schließen. Ich finde es immer schön, wenn Cover und Inhalt des Buches zusammenpassen.

Was mir besonders gut an diesem Buch gefallen hat, ist, dass es mit einer ganz normalen und den Kindern bekannten Situation beginnt. Auch die Wahl bei den Protagonisten sowohl einen Jungen als auch ein Mädchen zu nehmen ist klug, da so beide Geschlechter vertreten sind. So können sich die jungen Leser viel besser mit den Protagonisten identifizieren.

Nach dieser Einleitung beginnt das große Abenteuer. Es ist nicht nur spannend, sondern vermittelt auch die wichtige Botschaft, dass Kommunikation wichtig ist. Zank und Streit kann vermieden werden, wenn man miteinander spricht.

Zum Schluss kehren Sandra und Leon wieder zurück zu ihrer Familie und ihren Freunden und die Geschichte endet wieder in einer ruhigen und entspannten Situation. Die jungen Leser können damit ebenfalls wieder in die Wirklichkeit zurückkehren.

Diese schöne und spannende Geschichte mit einer wichtigen Botschaft bekommt von mir vier Sterne.

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Veröffentlicht am 28.05.2020

Schicksalhaftes und wunderschönes Island

Der Sommer der Islandtöchter
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Die Geschichte spielt jeweils im Sommer in zwei unterschiedlichen Zeitebenen – 1978 bzw. 2018. Handlungsort ist Island.

Dieses Buch hat so viele Erinnerungen in mir geweckt. Im älteren Strang spielt Monika ...

Die Geschichte spielt jeweils im Sommer in zwei unterschiedlichen Zeitebenen – 1978 bzw. 2018. Handlungsort ist Island.

Dieses Buch hat so viele Erinnerungen in mir geweckt. Im älteren Strang spielt Monika die Hauptrolle und ich war zu jener Zeit fast im gleichen Alter wie sie. Durch die tolle Beschreibung hatte ich sofort Bilder vor meinem inneren Auge von der Kleidung, den Möbeln wie z. B. Nierentisch und Musikkassetten.

Im aktuellen Strang geht es um Monikas Tochter Hannah. Auch sie verschlägt es nach Island. Noch weiß sie nicht, dass damit das Schicksal seinen Lauf nimmt und ihr bisheriges Leben auf den Kopf gestellt wird.

Die Beschreibungen der Landschaft und Natur sowie der bunten Häuser auf Island haben ebenfalls viele Erinnerungen an meinen Islandurlaub lebendig werden lassen. Irgendwie habe ich Hannah beneidet, die sich (wenn auch vorerst nur für ein Sabbatical) entschlossen hat, ihren Lebensmittelpunkt nach Island zu verlegen.

Insgesamt eine Geschichte mit vielen Emotionen und einem Familiengeheimnis, die mich gut unterhalten hat. Von mir gibt’s daher vier Sterne.

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Veröffentlicht am 18.05.2020

Gelungener Auftakt

Die Köchin von Castamar
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Mit Claras Geheimnis ist dem Autor der Auftakt zu seiner zweibändigen Saga um die Köchin von Castamar gelungen. Ausschweifende Feste bei den Adeligen mit opulenten Mahlzeiten, Intrigen wo man hinschaut, ...

Mit Claras Geheimnis ist dem Autor der Auftakt zu seiner zweibändigen Saga um die Köchin von Castamar gelungen. Ausschweifende Feste bei den Adeligen mit opulenten Mahlzeiten, Intrigen wo man hinschaut, aber auch noch das Klassendenken (Adel, Bürgertum und Dienerschaft) geben uns einen guten Einblick in das Leben der zwanziger Jahre im 18. Jahrhundert. Auch die Einstellung zu Menschen mit dunkler Hautfarbe als vermeintlich von niederem Intellekt ist ein Thema in diesem Buch.

Clara ist ein starker Charakter mit eigenen Wertvorstellungen, die nicht unbedingt der gängigen Meinung entsprechen. Nicht bei allen macht sie sich dadurch beliebt, aber mir war sie von Anfang an sehr sympathisch.

Der Schreibstil ist sehr detailreich und lässt Bilder vor dem inneren Auge entstehen. Besonders bei den ausführlichen Beschreibungen der Gerichte lief mir teilweise das Wasser im Mund zusammen.

Einige Schwierigkeiten haben mir die Namen der Adeligen mit all ihren Titeln bereitet und ich hätte mir ein Personenverzeichnis im Buch gewünscht. Dies ist aber nur ein kleines Manko.

Leider lässt das Ende des Buches mich als Leser mit einigen offenen Fragen zurück, so dass ich jetzt voller Ungeduld auf die Veröffentlichung der Fortsetzung warten muss. Für diesen Auftakt der Saga gibt’s von mir vier Sterne.

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Veröffentlicht am 10.05.2020

Ein Serienauftakt, der Lust auf die Fortsetzung macht

Mitten im August
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Luca Ventura nimmt uns mit auf die Sonneninsel Capri und es gibt gelegentliche Stippvisiten in Neapel. Damit man während der gesamten Geschichte genau weiß wo man sich gerade befindet, gibt es auf den ...

Luca Ventura nimmt uns mit auf die Sonneninsel Capri und es gibt gelegentliche Stippvisiten in Neapel. Damit man während der gesamten Geschichte genau weiß wo man sich gerade befindet, gibt es auf den Klappeninnenseiten wunderschöne Zeichnungen von der Insel Capri bzw. von der Gegend rund um den Golf von Neapel. Das hat mir sehr gut gefallen, da ich mir die lokalen Gegebenheiten besser vor Augen führen konnte.

Für den Inselpolizisten Enrico Rizzi ist es der erste Mordfall in seiner Laufbahn. Zusammen mit der neuen Kollegin Antonia Cirillo begibt er sich an die Aufklärung des Verbrechens. Seine bedächtige Vorgehensweise, bei der er auch dem kleinsten Hinweis nachgeht, hat mir sehr gut gefallen. Etwas zu kurz kommt hier die Teamarbeit und der Austausch der Kollegen untereinander. Ich denke das wird sich im Laufe der Fortsetzungen noch ergeben, wenn sich Rizzi und Cirillo besser kennen gelernt haben.

Der Krimi kommt sehr ruhig und unaufgeregt daher und passt damit ziemlich gut nach Capri. Auf einer Insel geht es ja oft eher einen Schritt langsamer zu. Ganz anders dagegen Neapel, hier ist es eher hektisch. Die dortigen Kollegen schauen auch eher auf ihre Kollegen herab. Damit haben sie sich meine Sympathie bereits verspielt.

Die Protagonisten sind gut gezeichnet. Rizzi war mir von Beginn an sympathisch und Cirillo ist eine sehr interessante Person, die mich neugierig auf ihre Vergangenheit und ihr Privatleben gemacht hat. Im Gegensatz zu ihrem Kollegen erfährt man von ihr eher wenig.

Der Autor hat einen wunderbaren Schreibstil, der mir sehr zusagt. Seine Landschaftsbeschreibungen haben in mir die Sehnsucht nach Capri geweckt und mich teilweise in Urlaubsstimmung versetzt. Einen weiteren Pluspunkt gibt’s für das Aufgreifen von Umweltproblemen wie etwa die Versauerung der Meere durch CO2 oder die Möglichkeiten zur Vermeidung von Pestiziden.

Der Krimi bietet genügend Potential für Fortsetzungen und hat mir einige schöne Lesestunden beschert. Gerne vergebe ich wohlverdiente vier Sterne.

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