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Veröffentlicht am 22.05.2020

Tierische Spannung gepaart mit bissigem Humor – großartig!

Katerminator
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Das iCats-Team wird von Jägern der Tierversuchsanstalt verfolgt. Einzige Chance: Sie müssen Unterschlupf bei den Freimaunzern finden. Doch da lauern weitere Gefahren. Ian und Schneuzi gelingt die Flucht, ...

Das iCats-Team wird von Jägern der Tierversuchsanstalt verfolgt. Einzige Chance: Sie müssen Unterschlupf bei den Freimaunzern finden. Doch da lauern weitere Gefahren. Ian und Schneuzi gelingt die Flucht, doch schon geraten sie in neue Gefahr: Die Nachtragendsten Schnüffler Amerikas. Nun muss der Rest der Truppe zur Rettung eilen …

Für alle erst mal ein kleiner Tipp: Ab Seite 223 befindet sich ein tolles „Personenregister“ mit herrlichen Zeichnungen der Figuren. Ich selbst mag das sehr und ärgere mich immer, wenn ich das zu spät entdecke. Deshalb habe ich mir angewöhnt, immer erst mal hinten im Buch nachzusehen, ob da etwas versteckt ist. Tipp an den Verlag: Leser freuen sich, wenn sie diese kleine „Hilfe“ vor dem Lesen haben, nicht am Ende, wenn es quasi zu spät ist!

Nicht wichtig, aber ein schönes Detail, sind auch die Katzengrafiken bei jedem neuen Kapitel in der Überschrift. Jede ist anders! Das gefällt mir sehr.

Die Story selbst ist herrlich erfrischend und anders! Zwar werden die Tiere stark vermenschlicht, was den menschlichen Protagonisten so gar nicht aufzufallen scheint, aber wenn man das als gegeben hinnimmt und sich der Geschichte öffnet, wird man mit Unterhaltung vom Feinsten belohnt. Unzählige Anspielungen auf tatsächliche Ereignisse aus unserer näheren und auch weiteren Vergangenheit, auf Filme und Serien, sogar auf die Musikszene und nicht zuletzt auf allzu menschliche Schwächen finden sich in einer spannenden Geschichte versteckt. Der Autorin scheinen die Ideen einfach nie auszugehen. Kaum hat man sich von einer Situation erholt, folgt der nächste Angriff auf die Lachmuskeln oder die Nerven werden bis zum Zerreißen gespannt. Diese Mischung ist einzigartig und gerade für Vielleser wunderbar anders!

Stellenweise ist man versucht, das Buch in das Genre Jugendbuch zu denken, doch gibt es auch genug Szenen, die für Kids so gar nicht geeignet sind. Zudem vermute ich, dass die versteckten „Bonbons“ doch eine gewisse Lebenserfahrung voraussetzen und Kids sie gar nicht wahrnehmen würden. Der alte und wohl ewigwährende Kampf zwischen Hund und Katz ist ein idealer Nährboden, um bissige und geniale Metaphern zu schaffen. Insofern ist „Katerminator“ eine absolut gelungene Fabel.

Dies ist der zweite Band der iCats-Reihe, man kann ihn aber auch gut ohne Vorkenntnisse lesen, obwohl man spätestens am Ende doch gleich loslaufen wird, den ersten Band zu kaufen und sofort zu lesen! Der dritte Band ist ja zum Glück schon in Arbeit! Das ist besonders deshalb erfreulich, weil das Buch in sich zwar geschlossen und stimmig ist, das Ende aber ein paar kleine Fädchen offen gelassen hat.

Ich wurde aufs vortrefflichste unterhalten und frage mich gerade, welche Geheimnisse mein Kater und meine Kätzin wohl vor mir verheimlichen! Ich gebe fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 17.05.2020

Manchmal hat das Leben einfach andere Pläne

Pandatage
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Seit Liz Malooney vor etwas über einem Jahr bei einem Verkehrsunfall starb, hat ihr Sohn Will, der mit im Auto saß, zu sprechen aufgehört. Ihr Mann Danny hat Mietschulden und verliert noch dazu seinen ...

Seit Liz Malooney vor etwas über einem Jahr bei einem Verkehrsunfall starb, hat ihr Sohn Will, der mit im Auto saß, zu sprechen aufgehört. Ihr Mann Danny hat Mietschulden und verliert noch dazu seinen schlecht bezahlten Job. Als er trotz intensiver Suche keinen Job findet, kauft er mit seinem letzten Geld ein schäbiges Pandakostüm und will damit im Park Geld verdienen. Im Gegensatz zu Liz kann er aber auch nicht tanzen …



Diese Vater-und-Sohn-Geschichte ist zauberhaft, wunderbar, tragik-komisch, bittersüß und einfach nur genial! Man taucht sofort ganz tief ein und möchte gar nicht mehr aufhören. Die einzelnen Figuren sind umwerfend gelungen. Ob nun Wittwer Danny oder der leidende Sohn Will, ob der brutale Vermieter oder Dannys Freund Ivan, ob El Magnifico oder Krystal , ob Dannys Freund Mo oder sein neuer Lehrer – alle Figuren sind Originale und in sich so glaubwürdig, als gäbe es sie im realen Leben tatsächlich. Gut und Böse sind hier gleich fair dargestellt und die Übergänge stimmig und gelungen. So ist es kein Wunder, dass die ganze Geschichte in sich harmonisch ist und damit auch immer wieder mit voller Wucht ins Herz rammt.



Kaum zu glauben, dass die das Debüt von James Gould-Bourn ist. Der Humor ist nicht billig, die typische englische Färbung macht die Gefühlsschwankungen besonders intensiv und lässt den Witz nicht billig wirken, sondern eben bittersüß. Es geschehen keine Wunder und die Welt dreht sich nicht plötzlich anders. Der Autor hat der Story die Chance gelassen, dass sie tatsächlich so passieren könnte. Und das heißt, dass das Leben weiter eine Herausforderung bleibt und Will und Danny nicht plötzlich im Schlaraffenland leben. Genau das gefällt mir besonders gut.



Gekrönt wird das Ganze durch ein paar überraschende und gelungene Wendungen. Nicht all ganz glaubwürdig, aber doch plausibel genug, um nicht im Slapstick zu landen. Die Figuren entwickeln sich im Laufe des Buches in genau angepasstem Tempo und man lernt sozusagen mit und von ihnen.



Fazit: Ein gelungenes Debüt, das man unbedingt genießen sollte! Es geht hammerhart ins Herz, ohne dabei runterzuziehen. Im Gegenteil: Auch und gerade an den traurigen Stellen gibt es Mut und Kraft und das muss man erst mal hinbekommen! Ich liebe „Pandatage“! Fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 16.05.2020

Buddhismus-Weisheiten für Nicht-Buddhisten

Im Einklang mit der Welt
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Nie waren die Weisheiten des Dalai Lama so wertvoll, wie in diesen Zeiten. Die Menschen leben immer schneller und rücksichtsloser, sogar eine Pandemie bringt sie nicht mehr von ihrem Weg ab. Dabei gehört ...

Nie waren die Weisheiten des Dalai Lama so wertvoll, wie in diesen Zeiten. Die Menschen leben immer schneller und rücksichtsloser, sogar eine Pandemie bringt sie nicht mehr von ihrem Weg ab. Dabei gehört gar nicht so enorm viel zu einem harmonischen Miteinander. Gemeinsam sind wir stärker, aber kaum ein Mensch ist gewillt, anderen zu helfen. Das ist schade.

Die Lektüre des Büchleins entschleunigt enorm. Die kleinen Texte halten unbeschreiblich klar vor Augen, wo es hakt und wie leicht man etwas daran ändern könnte. Ja, „könnte“, denn die Mehrheit verweigert sich den einfachen Schritten ja leider. Gerade deshalb tut es mir gut, immer wieder im Büchlein zu blättern und mich an die eine oder andere Weisheit (die im Grunde nichts anderes, als selbstverständliche und grundlegende Tatsache ist) zu erinnern. Ich kann die Welt nicht ändern, aber ich kann mich ändern. Und das kann Auswirkungen haben, die am Ende dann doch die Welt verändern. Ein schöner Gedanke!

Die Texte sind quasi eine Zusammenstellung diverser Texte aus vielen Büchern des Dalai Lamas. Ein Querschnitt sozusagen. Ein Teil eines Ganzen, und doch auch ein Ganzes. Eben genau so, wie „Teile und Ganzes“ auf Seite 11 (aus Das Buch der Menschlichkeit, 46).

Die Texte bringen uns Nicht-Buddhisten den Buddhismus näher. Sie passen, meiner Meinung nach, erstaunlich gut in die unterschiedlichsten Lebenslagen, in die man im Laufe eines Lebens kommt. Somit ist das Büchlein ein wunderbarer Begleiter, in dem man immer wieder blättern kann und auch mag, um sich zu erden und neue Kraft zu tanken. Es wird keinen Therapeuten ersetzen, wenn einer nötig ist, aber es baut wirklich auf, tröstet, gibt Kraft und Hilfe bei vielen Dingen, aber auch und besonders dabei, ein „besserer Mensch“ zu werden.

Ich habe die Texte sehr genossen und finde, das Büchlein ist ein wunderschönes Mitbringsel für alle Menschen, die man im Herzen trägt. Ich gebe fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 14.05.2020

Vom Anderssein und Lösung finden

Das kleine Stinktier Riechtsogut
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Gleich auf dem Cover animiert ein kleiner Vogel, ihn auf jeder Seite im Buch zu suchen. Es lohnt sich aber auch so, die Bilder ganz genau zu betrachten. Die Details sind zahlreich und so liebevoll gestaltet, ...

Gleich auf dem Cover animiert ein kleiner Vogel, ihn auf jeder Seite im Buch zu suchen. Es lohnt sich aber auch so, die Bilder ganz genau zu betrachten. Die Details sind zahlreich und so liebevoll gestaltet, dass man sich kaum sattsehen kann.

Die Geschichte ist lustig und „verkehrte Welt“. Das Kind der Stinktiereltern will nicht stinken, liebt frische Luft und wäscht sich gerne. Das macht den Eltern natürlich Sorgen, denn ein anständiges Stinktier verhält sich anders! Und genau davon handelt dieses Kinderbuch: Vom Anderssein.

Es ist nicht immer einfach, gegen den Strom zu schwimmen. Manchmal ist es auch verkehrt. Aber manchmal ist es auch wichtig, um selbst glücklich zu werden, nicht nur andere glücklich zu machen. Denn Individualität und Zugehörigkeit müssen sich nicht gegenseitig ausschließen, wenn man einen guten Mittelweg findet. Genau das erklärt dieses Büchlein den Kindern auf kindgerechte Art und Weise. Auch Klischees werden behandelt – so sagt der kleine Waschbär, dass Stinktiere immer zum Himmel stinken und so das kleine Stinktier kein Stinktier sein kann, sondern ein Waschbär sein muss. Das kann unser Riechtsogut gar nicht verstehen, aber es ist der Auslöser für die Lösung des Problems!

Ein herrliches Kinderbuch also, das Spaß macht, rundum. Ansehen und zuhören, auf den Bildern Details entdecken und bei allem Freude haben, das bieten Britta Sabbag und Igor Lange mit ihrer tollen Geschichte. Ich finde das großartig: Fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 14.05.2020

Jung gegen Alt? Beim Kochen zählt der Geschmack!

Dahoam is Dahoam - Das Kochduell
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Kaum zu glauben, aber wahr – ich kenne die TV-Serie nur vom Namen nach. Aber ich liebe Kochbücher und ich bin totaler Fan von ausgefallenen Ideen, diese zu präsentieren. Ein Kochduell ist natürlich klasse. ...

Kaum zu glauben, aber wahr – ich kenne die TV-Serie nur vom Namen nach. Aber ich liebe Kochbücher und ich bin totaler Fan von ausgefallenen Ideen, diese zu präsentieren. Ein Kochduell ist natürlich klasse. Vermutlich haben Fans der Serie noch mehr Spaß daran, aber mir macht das auch so richtig Spaß. Das Wichtigste aber: Die Rezepte sind vielfältig, lecker und überraschend, auch wenn (oder gerade weil) das Thema Bayern deutlich hervorsticht.

Tante (Moni) und Nichte (Kathi) kochen gegeneinander an. Dabei erkennt man die Rezepte sofort an der Farbe – Monis sind rot, Kathis blau. Die Sprüche der beiden vor den jeweiligen Kapiteln sind kämpferisch, aber auch witzig und ein wenig Landliebe steckt auch drin.

A Topf voi Glück - Eintöpfe, Lansinger Soulfood, Genial lokal, Lansinger Veggieday, Richtig aufkochd und Hauptsach siaß sind die Kategorien, in denen sich die beiden batteln. Da gibt es wunderbare Varianten ähnlicher Gerichte, mal mehr traditionell, mal mehr modern. Und am Ende entscheidet dann der persönliche Geschmack! Wunderbar am Buch: Die beiden Kontrahentinnen gewinnen die Einsicht, dass beide toll kochen und die eine auch das Essen der anderen mag. Der Leser ebenfalls, will ich mal behaupten.

Der Aufbau der Rezepte ist klassisch – Überschrift, ein paar einleitende und erklärende Worte zum Gericht, die Zutatenliste unter Angabe der Anzahl der Personen, für die es gedacht ist, Schritt-für-Schritt-Anleitung, gern mal noch ein paar abschließende Worte der Köchin und es gibt immer ein tolles Foto zum Rezept. So mag ich das! Wenn nötig, ist auch noch erwähnt, welches „besondere“ Utensil verwendet wird, z.B. bei den Dampfnudeln „Bräter oder Topf mit gut schließendem Deckel“. Die Zutaten sind alle gut im normalen Supermarkt (besser aber: Bauernmarkt) zu bekommen. Die meisten Gerichte kann wirklich jeder schaffen mit den Angaben, die in den Rezepten stehen. Je geübter die Köchin, desto besser, ganz klar, aber hier streckt auch der Anfänger nicht die Waffen! Manche Speisen machen ein bisschen mehr Arbeit – aber das darf auch mal sein! Wer gerne kocht und seine Lieben mal überraschen möchte, hat hier reichlich Auswahl.

Keine Angst, die Rezepte sind nicht durchweg zu mächtig. Es gibt auch relativ leichte Speisen. Dennoch sind es zugegebenermaßen keine Diät-Gerichte. Wohlweislich wurde auf die Angabe von Nährwerten verzichtet. Das Geplänkel der beiden Damen lockert das Buch zusätzlich auf. Die Texte zwischen den Kapiteln machen richtig Spaß (auch Nichtkennern der Serie!).

Kurz und gut – Buch, Aufmachung, Rezepte finde ich rundum gelungen und gebe deshalb die vollen fünf Sterne! Guten Appetit und viel Spaß beim Mit- oder Nachkochen!

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