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Venatrix

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Veröffentlicht am 30.05.2020

Eintauchen in ein vergangenes Wien

Wien – Die Stadt von gestern
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Das Autoren-Duo Thomas Hofmann und Beppo Beyerl hat sich auf die Spuren längst vergangener Gebäude in Wien geheftet. Sei es, dass diese Bauwerke durch Naturkatastrophen, Brände, Kriege oder dem Verschönerungswahn ...

Das Autoren-Duo Thomas Hofmann und Beppo Beyerl hat sich auf die Spuren längst vergangener Gebäude in Wien geheftet. Sei es, dass diese Bauwerke durch Naturkatastrophen, Brände, Kriege oder dem Verschönerungswahn zerstört worden sind. Alle haben sie gemeinsam, dass allenfalls nur mehr Bilder oder Gedenktafeln an sie erinnern.

Unterteilt ist die Reise in die Vergangenheit in folgende Kapitel:

Die Zeit gibt die Bilder
Monumente, die es nicht mehr gibt
Vergangene Freuden
Alles in Bewegung
Aus dem Alltag von gestern

Selbst als historisch interessierte Wienerin ist es möglich, neues zu erfahren und zu entdecken. Die Autoren erzählen Geschichte und G‘schichterln im Plauderton und scheuen sich nicht, auch Tragisches zu erwähnen (siehe Ringtheaterbrand S.81).

Auch in der Vergangenheit hörte man den Aufschrei von Zeitgenossen, die den einen oder anderen Neubau als „Verschandelung“ bezeichnete. Berühmtestes Beispiel ist das Loos-Haus am Michaelerplatz, das auch Kaiser Franz Joseph eine Bemerkung wert war.

Gut hat mir der Abschnitt „Alles in Bewegung“ gefallen. Hier nimmt das Autoren-Duo die technischen Errungenschaften unter die Lupe. Das Flugfeld in Aspern (S. 181), der erste Flughafen Wien, der jetzt das größte Stadtentwicklungsgebiet Europas ist oder Spielereien wie die Zahnradbahn auf den Kahlenberg (S. 171) oder die berühmt-berüchtigte Reichsbrücke (S. 189). Die erste Konstruktion wurde von den Wienern „Selbstmörder-Brücke“ genannt.

Als Fan von historischen Bahnhöfen bedaure ich den Abriss des alten Franz-Josephs-Bahnhof im Jahr 1974 sehr. Auf meinem Schulweg bin ich täglich vorbeigegangen. Seine Integration in einen Stahl-Glas-Palast einer großen Bank hat ihn und seinen Zweck fast zu Gänze verschwinden lassen. Wer an diesem Koloss vorbeigeht, kann nur erahnen, dass es sich hier um einen Bahnhof handelt.

Das letzte Kapitel “Aus dem Alltag von gestern“ widmen die Autoren den sogenannten „kleinen Leuten“, die, wie die „Ziegel-Behm“ einen maßgeblichen, aber unbedankten Anteil an der Stadt von gestern hatten.

Die Reise durch ein längst versunkenes Wien lässt mich an Mephisto in Johann Wolfgang von Goethes Faust I denken:

„... denn alles, was entsteht,
ist wert, daß es zugrunde geht...“

Diese manchmal wehmütig anmutende Begegnung mit Bekannten und Unbekannten, mit Verlorenem und Verwehten ist durch eine Vielzahl von historischen Abbildungen untermauert (sic!). “

Fazit:

Für Wien-Liebhaber, egal ob Einheimische oder Besucher, ein gelungenes Buch, das anregt, die Stadt mit anderen Augen zu betrachten. Es gibt noch viel mehr zu entdecken! Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

Veröffentlicht am 30.05.2020

Fesselnd bis zur letzten Seite

Samurai
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Zwei Promis aus Köln, der eloquente Rechtsanwalt Jürgens sowie der Schauspieler Morgenstern werden ermordet aufgefunden. Tatwaffe ist in beiden Fällen ein Samurai-Schwert und beiden hat der Täter das japanische ...

Zwei Promis aus Köln, der eloquente Rechtsanwalt Jürgens sowie der Schauspieler Morgenstern werden ermordet aufgefunden. Tatwaffe ist in beiden Fällen ein Samurai-Schwert und beiden hat der Täter das japanische Schriftzeichen für Gerechtigkeit appliziert.

Das Team um KHK Brokat muss alle Register ziehen, um hinter die Zusammenhänge dieser Morde zu kommen. So wird die Neue im Team Ann-Kathrin Petersen an Schreibtisch und hinter den Computer verbannt, um die Hintergründe zu recherchieren. Nicht gerade das, was sie sich vorgestellt hat. Als sie die Gemeinsamkeiten entdeckt, ist niemand da, dem sie berichten kann, denn alle sind hinter dem Täter her, der bereits ein drittes Opfer gefunden hat. Petersen nimmt die Fährte auf und gerät unversehens in Lebensgefahr.

Meine Meinung:

Schon der Titel macht neugierig. Ein Samurai in Köln? Das ist mein erstes Buch von Ulf Kartte, wird aber nicht mein letztes sein. „Vogelfrei“ scheint der Vorgänger zu sein, den ich im Anschluss lesen werde.

Die Charaktere haben alle so ihre Ecken und Kanten. Nicht alles ist bis in kleinste Detail beschrieben, so dass für die Leser auch Raum für eigene Interpretationen bleibt. Mancher wie Maric oder Schmid schleppt den Tod der Ehefrau als Schicksalspäckchen mit sich herum. Das macht die Figuren sehr menschlich, authentisch. Auch, dass Brokat und Kunert mit dem Neuzugang, der Polizeikommissärsanwärterin Ann-Kathrin Petersen vorerst keine allzu große Freude haben, ist ein wenig nachvollziehbar. Allerdings muss ich Brokat hier mangelndes Fingerspitzengefühl bzw. Führungskompetenz vorwerfen. Aber, ich weiß, dass es schwierig ist, am Beginn eines Mordfalls, in dem jede Stunde zählt, Geduld für einem Neuzugang aufzubringen.

Gut gefallen mir die Recherchen zur Polizeiarbeit, die ja eher im Zusammentragen von Informationen besteht als durch Verfolgungsjagden mit quietschenden Reifen.
Außerdem hat sich der Autor mit Japan und seiner Kultur intensiv auseinandergesetzt.

Der Schreibstil ist fesselnd und die Handlung lässt keine Langeweile aufkommen. Der Krimi besticht durch überraschende Wendungen und lässt wegen des fiesen Cliffhangers auf einen Nachfolger hoffen.

Fazit:

Ein fesselnder Krimi aus Köln, dem ich gerne 5 Sterne gebe.

Veröffentlicht am 30.05.2020

40 Fragen zum Streitthema Wolf

Er ist da
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Klaus Hackländer, Wildbiologe an der Universität für Bodenkultur in Wien, versucht mit gezielt gestellten 40 Fragen zum Streitthema „Wolf“ Stellung zu beziehen.

Dabei wird der komplexe Sachverhalt von ...

Klaus Hackländer, Wildbiologe an der Universität für Bodenkultur in Wien, versucht mit gezielt gestellten 40 Fragen zum Streitthema „Wolf“ Stellung zu beziehen.

Dabei wird der komplexe Sachverhalt von allen Seiten beleuchtet. Obwohl die Diskussion pro und kontra Wolf sehr emotional geführt wird, bleibt der Autor immer sachlich.
Es kommen Wissenschaftler und Betroffene zu Wort. Klaus Hackländer geht den verschiedenen Mythen vom Kinder fressenden Monster nach. Was ist dran an den Erzählungen in Sagen und Märchen? Ohne Wölfin kein Rom? Immerhin soll, so die Sage, eine Wölfin die ausgesetzten Zwillinge Romulus und Remus gesäugt haben.

Einige Fragen beschäftigen sich damit, wie der Wolf in unser heutigen Lebensraum integriert werden kann, ohne dass er selbst Schaden nimmt oder Schaden anrichtet. Wie viele Wölfe verträgt ein Land (eine Region)? Eine einzige Antwort ist natürlich nicht möglich (S. 172)

Klaus Hackländer ist Professor für Wildbiologie und Jagdwirtschaft an der Universität für Bodenkultur in Wien. Er leitet außerdem das Department für Integrative Biologie und Biodiversitätsforschung. Er beschreibt die Wölfe als äußerst intelligente Tiere, die sehr schnell lernen. Deshalb ist es auch so schwierig, die einzelnen Rudel zu beobachten oder zu folgen. Selbst das Besendern ist keine Garantie, die Wanderungen der Tiere lückenlos zu dokumentieren.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, weil es Klaus Hackländer versteht, diese komplexe Materie durch die 40 Fragen differenziert und sachlich zu betrachten. Außerdem bietet er Lösungsansätze, die mit ein bisschen gutem Willen und viel Aufklärungsarbeit bei den Betroffenen umgesetzt werden könnten.

Fazit:

Ein sehr gut gelungenes Sachbuch, das nicht nur auf interessante und fundierte Weise ein sehr komplexes, emotionsbehaftetes Thema aus Sicht von Experten und Betroffenen beleuchtet, sondern auch Lösungsansätze präsentiert und hinterfragt! Gerne gebe ich hier 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 24.05.2020

Die letzten Tage des NS-Regimes

Acht Tage im Mai
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Historiker Volker Ullrich nimmt seine Leser auf eine fesselnde Zeitreise in das Deutschland zwischen dem 30. April und dem 8. Mai 1945 mit. Dabei verbindet er unzählige zeitgleich stattfindende, dabei ...

Historiker Volker Ullrich nimmt seine Leser auf eine fesselnde Zeitreise in das Deutschland zwischen dem 30. April und dem 8. Mai 1945 mit. Dabei verbindet er unzählige zeitgleich stattfindende, dabei aber oft gegenläufige Ereignisse zu einer Gesamtdarstellung.

Erich Kästner vermerkt am 7. Mai 1945 in seinem Tagebuch, „Leute laufen betreten durch die Straßen. Die kurze Pause im Geschichtsunterricht macht sie nervös. Die Lücke zwischen dem Nichtmehr und Nochnicht irritiert sie sehr.“ (S.11)

Genau von diesem Vakuum zwischen alter und neuer Ordnung handelt dieses Buch.

Im Prolog entzieht sich Adolf Hitler gemeinsam mit Eva Braun im Führerbunker seiner Verantwortung für die Gräuel des NS-Staates durch Selbstmord. Damit ist der Zweite Weltkrige noch nicht zu Ende. Einige Weggefährten Hitlers rechnen sich im Rennen um dessen Nachfolge Chancen aus. Doch „Erbe“ wird Großadmiral Karl von Dönitz, der mit seiner Regierung für eine knappe Woche die Geschicke des Deutschen Reiches von Flensburg aus lenkt. Es wird noch acht Tage dauern, bis die Regierung Dönitz und damit Nazi-Deutschland endlich die bedingungslose Kapitulation unterschreibt.

Volker Ullrich beschreibt diese langen „Acht Tage im Mai“aus verschiedensten Perspektiven.

Alles ist in Bewegung, alles fließt „panta rei“. Auf der einen Seite rücken die westliche Alliierten unaufhaltsam vor und die Sowjetarmee liefert sich mit den letzten Einheit der Wehrmacht einen Kampf Haus um Haus in Berlin. Nach wie vor leisten Teile der Wehrmacht erbitterten und dennoch sinnlosen Widerstand.

In diesen acht Tagen verüben die Schergen Hitlers noch zahlreiche Gräueltaten, die nicht mehr vom Diktator selbst angeordnet worden sind, sondern auf völlige Verrohung der Beteiligten schließen lassen:

„Der Mord an den KZ-Häftlingen in der Phase der Todesmärsche war nicht von oben angeordnet und zentral gesteuert, vielmehr entwickelte er sich in einem unkoordinierten, dynamischen Prozess von unten, … ein schlagender Beleg dafür, in welchem Ausmaß der Virus entfesselter Gewalt von Teilen der deutschen Gesellschaft Besitz ergriffen hatte.“

Es kommen berühmte Zeitzeugen wie Erich Kästner, Mitglieder der Familie Mann, Simon Wiesenthal oder Marlene Dietrich zu Wort. Doch auch wenig prominente Überlebende, wie untergetauchte Juden oder Regimekritiker werden zitiert.

Diese Seitenblicke auf „normalen“ Bürger, die die Bombennächte in Bunkern und Kellern überlebten, finde ich sehr interessant. Daneben erfahren wir auch einiges über Menschen, die später in beiden Deutschlands (BRD und DDR) eine Rolle spielen werden: Willy Brandt, Konrad Adenauer, Hannah Ahrendt, Walter Ulbricht und Erich Honecker. Es ist aber auch von Personen, wie unter anderem Wernher von Braun und/oder der Familie Quandt die eine ambivalente, wenn nicht zwielichtige Roller während der NS-Zeit gespielt haben die Rede.

Dem Autor gelingt es, ein umfassendes Bild der damaligen Situation zu entwerfen, indem auch das wehleidige Getue der ehemaligen Machthaber bzw. der deutschen Bevölkerung nicht fehlen darf. Ein großer Teil fühlt sich als „Opfer“ der fremden Armeen und „war eh niemals in der Partei“. Diese Einstellung herrscht sehr, sehr lange vor, manchmal noch bis heute. Auch die unmenschliche Behandlung der Kriegsgefangenen durch die Amerikaner (Stichwort „Rheinwiesenlager“) sowie die Plünderungen und Massenvergewaltigungen (hauptsächlich) durch Angehörige der Sowjetarmee ergänzen das Szenario dieser acht Tage im Mai.

Die letzten drei Sätze im Epilog dieses Buches muss ich, in Anbetracht so mancher „blinder Flecken“ und dem seltsamen Geschichtsverständnis mancher Personen und/oder politischer Gruppen, hier zitieren:

"Neben all der Zerstörung, der Selbstgerechtigkeit und der Unfähigkeit zu trauern, zeigten sich so schon erste zarte Knospen des Neuanfanges. Doch es sollte noch dauern, bis die Demokratie, die unter Anleitung von Amerikanern, Briten und Franzosen reimplantiert wurde, in der Bevölkerung der Westzone Wurzeln schlug. Man muss sich das Ausmaß der Verheerungen, der materiellen wie moralischen, vor Augen halten, um zu begreifen, wie unwahrscheinlich dies am 8. Mai 1945 erscheinen musste und welche Errungenschaft es bedeutet, heute in einem stabilen, freiheitlichen und friedlichen Land leben zu können. Vielleicht ist es an der Zeit, daran zu erinnern." (S.253) Dem ist wenig hinzuzufügen.

Obwohl ein Sachbuch, liest sich das Werk eingängig. Der Schreibstil ist mitreißend und dennoch kann sich der Leser den Schilderungen der Gräuel nicht entziehen. Zahlreiche Fotos ergänzen das Buch und die Anmerkungen bzw. Quellenangaben umfassen rund 40 Seiten. Also eine Fundgrube, die sich weiter in diese Materie einlesen wollen.

Fazit:

Volker Ullrich gibt in diesem Buch aufschlussreiche Einblicke in den letzten des Deutschen Reiches, wobei er unzählige zeitgleich stattfindende, aber oft gegenläufige Ereignisse zu einer Gesamtdarstellung vereint. Gerne gebe ich für dieses Buch 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 24.05.2020

Wohltuende sachlich und bestens recherhciert

Pest und Corona
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Das Autoren-Duo Heiner Fangerau und Alfons Labisch beleuchtet in diesem Sachbuch das Thema Nr. 1 dieser Monate: Corona-Virus bzw. Covid-19.

Beide sind Mediziner und Historiker, also bestens gerüstet ...

Das Autoren-Duo Heiner Fangerau und Alfons Labisch beleuchtet in diesem Sachbuch das Thema Nr. 1 dieser Monate: Corona-Virus bzw. Covid-19.

Beide sind Mediziner und Historiker, also bestens gerüstet sich des Themenkomplex „Pandemien gestern, heute und morgen“ anzunehmen.

In folgenden acht Kapiteln stellen sie Vergleiche mit vergangenen Seuchen an und ziehen Schlüsse für die Zukunft:

Covid-19: die aktuelle Situation (Stand 2020-04-16)
„Skandalisierte Krankheiten“ und „echte Killer“: Historische und aktuelle Beispiele
Mehr als Fieber und Tote: Seuchen, die Geschichte machten
Wenn der Tsunami kommt: Seuchen und die Gesundheitssicherung
Agens - Vektor - Wirt: Krankheiten im individuellen und öffentlichen Leben
Im Spannungsfeld: Der Mensch, die Öffentlichkeit und die Gesellschaft
Die neuen Seuchen: Biologie und Gesellschaft - Ausbreitung und Abwehr
Was ist zu tun?

Die Autoren betrachten diese komplexe Materie sachlich, ohne Polemik. In einer wohltuend ruhigen Art werden ähnliche Ereignisse aus der Vergangenheit aufgezählt. Hinweise auf Epidemien in der Gegenwart, die, weil außerhalb Europas wenig Beachtung in der Allgemeinheit finden, aber dennoch tausende Opfer fordern, werden ebenfalls zu Vergleichszwecken herangezogen. Ein Beispiel ist die Malaria, die in weiten Teilen der Welt als die häufigste Todesursache gilt, in Europa aber, weil gut behandelbar, kaum jemanden interessiert.

Sehr interessant finde ich jenen Teil, in dem erklärt wird, warum wir so reagieren, wie wir reagieren.

Das Buch ist Mitte April erschienen und kann daher noch nicht alle Erkenntnisse, die wir jetzt Ende Mai haben, beinhalten. Das ist auch wegen dieses neuartigen Virus auch kaum zu erwarten. Das Virus ist wie eine komplexe mathematische Gleichung, in der mehr unbekannte als bekannte Größen vorhanden sind.

Gut gelungen sind der Rückblick in die Vergangenheit und die interdisziplinäre Seitenblicke in mit der Medizin verwandte Wissenschaften.

Der Schreibstil ist sehr sachlich, aber eingängig. Eine kleine Einschränkung ist vielleicht, dass nicht jeder Leser mit den Fachtermini vertraut ist. Ich fühle mich durch dieses Buch bestens informiert, bringe aber auch einiges an Vorwissen mit.


Fazit:

Ein umfassendes, gut recherchiertes Buch zum Thema, dem zahlreiche Quellen hinterlegt sind. Das Autoren-Duo stimmt nicht in den Chor der Populisten ein, die zwischen Angst und Verschwörungstheorie hin- und her pendeln, sondern geben ein wohltuend neutrales Bild der aktuellen Situation ohne reißerische Aspekte. Gerne gebe ich dafür 5 Sterne.