Profilbild von April1985

April1985

Lesejury Star
offline

April1985 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit April1985 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.06.2020

Reihenauftakt über ein erschreckendes Endzeitszenario

Das Dorf (Finsterzeit 1)
0

Rezension

Ich möchte mich zunächst herzlich bei Sandra Toth für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanken! Ich hatte wahnsinnig tolle Lesestunden!

Das erwartet euch

Das Dorf ist der erste ...

Rezension

Ich möchte mich zunächst herzlich bei Sandra Toth für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanken! Ich hatte wahnsinnig tolle Lesestunden!

Das erwartet euch

Das Dorf ist der erste Teil der Finsterzeit-Trilogie. Sandra Toth hat ein erschreckendes Szenario geschaffen - eine Welt, in der die Menschen plündern und morden, um zu überleben. Auch Thomas und Lara versuchen am Leben zu bleiben. Thomas Großvater Friedrich hat bereits vor Beginn der Finsterzeit vorgesorgt und eine Festung erbaut. Genau diese Festung wollen die Beiden erreichen, erhoffen sie sich dort ein besseres Leben. Die Reise zur Festung ist allerdings mit vielen Gefahren verbunden, vorallem wenn man nicht mehr von Freund und Feind unterscheiden kann.

Viel mehr möchte ich gar nicht zur Handlung verraten. Den Rest müsst ihr selber lesen!

Meine Meinung

zum Cover
Als ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe, wusste ich: Das Buch muss ich lesen! Zu dem Zeitpunkt kannte ich noch nicht einmal den Klappentext. Das Cover hat mir aber schon alles gesagt, was ich wissen musste - nämlich, dass Das Dorf ein Buch ist, welches genau meinen Lesegeschmack trifft.

zum Schreibstil
Sandra Toth schreibt sehr einnehmend und erzeugt mit einfachen Worten ein wahnsinnig atmosphärisches Setting. Ich konnte mir die dem Untergang geweihte Welt sehr gut verbildlichen. Durch die doch eher kurzen Kapitel, welche übrigens aus verschiedenen Perspektiven geschrieben sind, kommt man beim Lesen gut voran. Ich war teilweise richtig getrieben, weil ich unbedingt wissen wollte wie es weiter geht. Dazu aber mehr im nächsten Punkt.

zur Handlung
Wie der Klappentext ja schon verrät, geht es in der Finsterzeit-Trilogie, um einen Energienotstand, welcher die Menschheit komplett spaltet. Es gibt die Mächtigen, wie Friedrich, und dann jene, die alles verloren haben und jeden Tag erneut ums Überleben kämpfen müssen. Das eigentlich erschreckende an diesem Szenario ist, dass es gar nicht soweit hergeholt ist. Wenn man ein bisschen darüber nachdenkt, kann das alles durchaus so eintreten. Was passiert, wenn die Ressourcen auf der Erde knapp werden oder gar komplett ausgeschöpft sind? Genau das beschreibt Sandra Toth sehr ungeschönt.

Wie ich oben schon geschrieben habe, bekommen wir durch die verschiedenen Erzählperspektiven verschiedene Sichtweisen präsentiert. Das belebt die Story ungemein und trägt auch dazu bei die Spannung aufrecht zu erhalten. Ja, die Autorin weiß genau wie sie ihre Leserschaft zum Weiterlesen animiert Allein das Ende ist so fies im Sinne von "Nein, es kann doch nicht schon aus sein!!!". Ich jedenfalls sehne die weiteren Teile, welche im August und September 2020 erscheinen herbei.


zu den Charakteren
Die Protagonisten sind sehr authentisch dargestellt. Ich konnte die Handlungen, insbesondere von Lara, sehr gut nachvollziehen. Ihre Entwicklung hat mich total überzeugt. Zu Beginn ist sie noch sehr ängstlich und pessimistisch eingestellt. Sie lernt jedoch ihre Stärken gekonnt einzusetzen, bleibt ihrem Charakter dabei aber treu. Thomas ist da schon ein etwas rätselhafterer Zeitgenosse und ich habe mich bei ihm die ganze Zeit gefragt, ob bzw. welches Geheimnis er wohl verbirgt. Er ist ein Beschützer durch und durch und schreit nach Testosteron. Seine plötzlichen Gefühlsausbrüche machen ihn aber auch irgendwie gefährlich.

Sehr viele Emotionen hat Friedrich in mir hervorgerufen. Seine ganze Ausstrahlung und auch seine Handlungen haben mich fassungslos zurück gelassen.

Auch die Nebencharaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Allerdings muss ich gestehen, dass mich die ganzen Namen am Anfang etwas verwirrt haben, da doch sehr viele Personen auf einmal auf einem zukommen.

Warum gibt's einen Stern Abzug? Weil es am Anfang tatsächlich etwas gedauert hat bis ich mich zurecht gefunden habe. Man bekommt eine zerrüttete Gesellschaft präsentiert und muss ich sich erst mal orientieren wer alle sind. Insbesondere bei den Personen aus dem Dorf hab ich etwas gebraucht. Hat man den roten Faden aber mal gefunden, flutscht die Story nur so dahin.

Fazit

Das Dorf - Finsterzeit 1 ist ein wahnsinnig einnehmender dystopischer Roman. Das erschreckende ist, dass das Szenario gar nicht so unrealistisch ist. Das Buch regt auf jeden Fall zum Nachdenken an und wirbelt die Gefühlswelt der Leserschaft schon etwas auf. Ich bin schon sehr auf die beiden Fortsetzungen gespannt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.06.2020

Humorvoller, leichter Frauenroman

Zu wahr, um schön zu sein
0

Das erwartet euch

Zu schön, um wahr zu sein ist ein super humorvoller Frauenroman, der mir einige schöne Lesestunden beschert hat. In dem Buch geht es um die Mittvierzigerin Caro, welche ihren Mann zur ...

Das erwartet euch

Zu schön, um wahr zu sein ist ein super humorvoller Frauenroman, der mir einige schöne Lesestunden beschert hat. In dem Buch geht es um die Mittvierzigerin Caro, welche ihren Mann zur Silberhochzeit mit einer riesigen Party überraschen will. Überrascht wird dann allerdings Caro und das nicht positiv. Ihr Göttergatte outet sich! Plötzlich auf sich allein gestellt, verliert Caro auch noch ihren Job und sie muss lernen ihr Leben komplett neu zu sortieren.

Was sich eigentlich ziemlich schlimm anhört, liest sich total lustig und glänzt durch viel Situationskomik. Schön finde ich auch, dass sich das ganze vor der Kulisse Hamburgs abspielt - so wird das Urlaubsfeeling gleich mitserviert.

Meine Meinung

zum Cover
Das Cover schreit Sommer, Sonne und Gute-Laune. Die bunten Illustrationen sind richtig passend, da sie alle irgendwo in der Geschichte auftauchen - toll gemacht!

zum Schreibstil
Gabriella Engelmann holt ihre Leser von der ersten Seite an ab. Ihr Schreibstil ist sehr locker und leicht und voller Wortwitz. Ich liebe ihre Beschreibungen und so mancher Vergleich hat mir Lachtränen in die Augen getrieben.

zur Handlung
Ich würde die Handlung am ehesten als "wie das Leben so spielt" beschreiben. Natürlich ist alles sehr überzogen dargestellt, aber genau diese übertriebene Darstellung macht das Buch so unterhaltsam. Es ist eine Geschichte zum Abschalten; ohne viel Nachdenken zu müssen.

Wer auf Spannung aus ist, wird hier allerdings nicht fündig werden. Das Buch ist zum Lachen und Seele baumeln lassen. Zudem kann man relativ bald erahnen, wie das Ganze enden wird m

zu den Charakteren
Eine gute Geschichte steht und fällt mit den Buchbewohnern. In diesem Fall hat Gabriella Engelmann alles richtig gemacht. Protagonistin Caro fand ich von Anfang an sehr sympathisch. Auch ihre teils naive Art hat mich in keinster Weise gestört, finde ich diese sogar irgendwie liebevoll. Mit ihrer besten Freundin Sylvia hat Caro die richtige Person zum Pferde stehlen an der Hand.
Gabriella Engelmann hat sowohl ihre Protagonisten, als auch die Nebenfiguren total lebendig dargestellt. Man sollte aber bedenken, dass sich das Übertriebene auch in den Charakteren widerspiegelt. Aber wir gesagt, mir hats so gefallen.

Fazit

Wer ein Buch zum Abschalten sucht, mal wieder herzhaft lachen will und nicht alles ganznso erst nimmt, dem sei Zu wahr, um schön zu sein ans Herz gelegt. Von mir gibt's eine Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.05.2020

Trashiger und humorvoller Horror für Jugendliche

Bloom
0

Rezension

[unbezahlte Werbung] Ich möchte mich herzlich bei Lovelybooks und dem Beltz & Gelberg Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanken. Das Buch war ganz anders als ...

Rezension

[unbezahlte Werbung] Ich möchte mich herzlich bei Lovelybooks und dem Beltz & Gelberg Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanken. Das Buch war ganz anders als ich es erwartet habe!

Das erwartet euch:

Bloom ist definitiv anders. Ich würde es am ehesten in die Kategorie Sciene Fiction einordnen. Horrorelemente sind auch eingestreut.

Anders ist es auch weil die Helden im Buch klassische Antihelden sind. Genau genommen dreht sich alles um 3 Teenager, die schräger nicht sein könnten. Anayas Schönheit versteckt sich hinter furchtbarer Akne und außerdem ist sie allergisch gegen so ziemlich alles. Ihre ehemals beste Freundin Petra leidet an einer seltenen Wasserallergie und Seth trägt seltsame Narben am Körper.
Als eines Tages saurer Regen auf die Erde fällt und seltsame, schwarze Pflanzen zu wachsen beginnen, scheinen die drei Außenseiter die einzigen zu sein, die gegen den Regen und das giftige Gras immun zu sein scheinen. Viel mehr noch entwickeln sie ungeahnte Kräfte. Es liegt an ihnen die Erde vor der drohenden Apokalypse zu retten.

Viel mehr will ich zur Story gar nicht verraten. Stellt euch aber schon mal auf ein trashiges Leseerlebnis mit viel schrägem Humor ein.


Meine Meinung:

zum Cover
Das Cover ist richtig gelungen und passt einfach zur Handlung. Live schaut es noch um ein vielfaches besser aus. Auf Fotos kommt es gar nicht so richtig zur Geltung. Die schwarzen Ranken sind übrigens auch im Buchinneren zu finden. Von mir gibts einen Daumen nach oben für die Illustration.

zum Schreibstil
Ich habe vorher leider noch nichts von Kenneth Oppel gelesen. Leider, weil mir sein Stil echt gut gefällt. Er schreibt sehr angenehm und flüssig, geizt allerdings auch nicht mit Fachausdrücken aus dem wissenschaftlichen Bereich bzw. der Pflanzenkunde. So konnte ich tatsächlich noch was lernen

Kenneth Oppel versteht es definitiv mit wenigen Worten eine spannende Atmosphäre zu versprühen. Gleichzeitig ist er aber auch sehr humorvoll. Ich liebe diese Mischung einfach.

zur Handlung
Die Handlung war so ganz anders als ich es erwartet habe, sprich es ging in eine ganz andere Richtung. Das hat mich wirklich (positiv) überrascht. Kenneth Oppel zäumt das Pferd von hinten auf - im Prolog befinden wir uns am Ende des Buches. Hier entstehen gleich mal eine Menge Fragezeichen und man will einfach weiter lesen. Mit der Auflösung müssen wir uns dann aber ein bisschen gedulden. Der Samen für ein spannendes Abenteuer wurde aber gesäht.
In etwa ab der Hälfte hatte ich dann zugegebenermaßen mal einen kleinen Hänger. Da ich aber wie gesagt unbedingt wissen wollte was das Ganze zu bedeuten hat, konnte ich diese kleinen Längen verzeihen. Der Schluss wird dann ziemlich rasant und so richtig herrlich trashig. Kennt ihr fleischfressende Pflanzen? Nein? Dann lest das Buch!!!

Vielleicht noch kurz dazu: Das Buch ist der Auftakt einer Trilogie. Man kann Bloom aber auch gut als Einzelband lesen. Klar bleiben dann vielleicht ein paar Fragen unbeantwortet - das ist aber wirlich nicht schlimm. Wer es genau wissen möchte, wird die Reihe ohnehin weiter verfolgen.

zu den Charakteren
Die Protagonisten sind so herrlich perfekt unperfekt. Wisst ihr was ich meine? Mit ihren ganzen Macken sind sie mir alle irgendwie ans Herz gewachsen. Auch wenn ich zum Beispiel bei Petra mit ihrer divenhaften Art etwas länger gebraucht habe.
Alle drei Helden wurden mit einer Menge Charaktereigenschaften ausgestattet, was ihnen einen schönen Tiefgang verliehen hat. Schön fand ich auch den einen und anderen Schwenk in die Vergangenheit, wodurch ich das eine oder andere Verhalten der Protagonisten noch besser nachvollziehen konnte.
Übrigens wechseln die Erzählperspektiven zwischen den Helden hin und her. Das belebt das Buch ungemein.

Fazit
Bloom - Die Apokalypse beginnt in deinem Garten ist ein Leseerlebnis "der anderen Art". Ich mochte den trashigen Stil, der mich an alte Horrorfilme im Stil von "Die Körperfresser kommen" sehr. Der Genremix ist hier auch sehr gelungen. Fans von Sci-Fi, Horror und Dystopien kommen voll auf ihre Kosten. Trotz einiger Längen habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt und kann euch das Buch wärmstens weiterempfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.05.2020

Ein Buch über Familie, Freundschaft und Liebe mit jeder Menge Zuckerguss

Crazy in Love (Weston-High-Reihe 1)
0

Das erwartet euch:

Mit Crazy in Love legt Emma Winter einen zuckersüßen Reihenstart vor.

Die junge Sasha bekommt wahrlich nichts geschenkt. Sie verliert schon früh ihren Vater und wächst allein bei ihrer ...

Das erwartet euch:

Mit Crazy in Love legt Emma Winter einen zuckersüßen Reihenstart vor.

Die junge Sasha bekommt wahrlich nichts geschenkt. Sie verliert schon früh ihren Vater und wächst allein bei ihrer Mutter auf. Die Familie ihres Vaters, welche in der High Society Bostons lebt, hat sie nie kennen gelernt. Offenbar kam es durch die Ehe ihres Vaters mit Sashas unkonventioneller Mutter zum Bruch. Sashas Mütter wurde als nicht standesgemäß erachtet.

Die ehrgeizige Sasha ist fest entschlossen wie ihr Vater Medizin in Yale zu studieren und dessen Forschungen weiter zu führen. Sie nimmt also Kontakt zur Bostoner Verwandtschaft auf und beschließt ihr letztes Schuljahr dort zu verbringen und ein heißbegehrtes Stipendium für Yale zu ergattern.

Leider ist ihr in der Familie nicht jeder wohlgesonnen. Einen guten Draht findet sie nur zu ihrer Tante Linda. Auch auf der neuen Schule hat Sasha keinen leichten Start. Sie wird wie eine Außenseiterin behandelt und bekommt zu spüren, dass sie nicht in die Yvi League gehört. Und dann ist da noch Mitschüler Ben, ein Frauenschwarm mir meergrünen Augen, der ihr so richtig den Kopf verdreht. Und das obwohl Ben noch nicht mal besonders nett zu Sasha ist. Auch er kommt aus besten Kreisen und soll einmal in die Fußstapfen seines Vaters steigen. Ein Snob durch und durch, bis seine Fassade zu bröckeln beginnt.

Euch erwartet eine Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Menschen, die beide ihren eigenen Weg finden wollen. Mit dabei sind jede Menge Zankereien, Herzschmerz, Kaffee und viele zuckersüße Cupcakes für jede Lebenslage.

Meine Meinung:

zum Cover
Mir gefällt das Cover sehr gut, auch wenn es rosa ist. Es erweckt bei mir irgendwie den Eindruck von Zuckerguss und Backwerk, was mega passend ist. Sasha ist nämlich eine leidenschaftliche Cupcake-Bäckerin. Am besten ihr stellt euch vor dem Lesen schon mal was Süßes bereit ; ihr werdet es brauchen.

zum Schreibstil
Emma Winter hat einen sehr lockeren und leichten Schreibstil. Man fliegt nur so durch die Zeilen. Ich war tatsächlich sehr schnell durch mit dem Buch.

Die kurzen Kapitel sind auch sehr angenehm. Ein paar Tippfehler haben sich eingeschlichen. Macht aber nix. Darüber kann ich hinwegsehen.

zur Handlung
Emma Winter hat das Rad jetzt nicht neu erfunden. Im Prinzip war alles schon mal da. Dennoch oder vielleicht auch deswegen habe ich mich wohlgefühlt beim Lesen. Es war ein bisschen wie heimkommen.

Die Kapitel wechseln zwischen Sasha und Ben hin in her. So lernen wir beide recht gut kennen und erleben ihre Gefühle jeweils aus erster Hand. Und davon sind wirklich jede Menge vorhanden. Die ganze Geschichte ist ein emotionales Auf und Ab und sie endet mit einem fiesen Cliffhanger, den ich allerdings wenn ihr ehrlich bin erwartet habe. Es ist daher auch nicht so, dass ich unbedingt gleich weiter lesen muss, da ich irgendwie schon eine Vorahnung habe, was mich im nächsten Band erwartet.

zu den Charakteren
Man sollte sich beim Lesen immer vor Augen halten, dass die Protagonisten Sasha und Ben beide noch sehr jung sind und entsprechend agieren. Manchmal hätte ich die beiden gerne geschüttelt und ihnen gesagt sie sollen doch mal miteinander reden; so verhalten sich doch keine Erwachsenen. Auch diese Geheimniskrämerei fand ich sehr kindisch. Aber wie gesagt, die beiden sind jung und es sei ihnen verziehen.

Eine Entwicklung konnte ich auch (noch) nicht so wirklich feststellen. Ich gehe davon aus, dass diese erst in dem Folgenbänden vonstatten geht.

Sasha und Ben sind auf jeden Fall zwei starke Protagonisten, die für ihre Sache kämpfen. Man merkt wie wichtig Sasha das Medizinstudium ist und sie lässt sich wirklich nicht beirren.
Bei Ben spürt man die Leidenschaft sogar noch einen Tick mehr. Ich finde es großartig, dass er sich nicht auf den Namen seiner Familie ausruht. Und er scheut sich auch nicht davor sich die Finger schmutzig zu machen. Auch ihm vergönne ich den heiß ersehnten Studienplatz in Yale.


Fazit:

Crazy in Love ist kein Meisterwerk, aber eine nette Unterhaltungslektüre für Zwischendurch. Es geht um Familie, Freundschaft, die Liebe und die Leidenschaft für seine Träume zu kämpfen. Trotz einiger kleiner Kritikpunkte habe ich es gerne gelesen und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.05.2020

Liebe & Drama inmitten des Puderkrieges der 20er Jahre

Die Farben der Schönheit – Sophias Hoffnung (Sophia 1)
0

Rezension

[unbezahlte Werbung] Ich möchte mich zunächst herzlich bei netgalley.de und dem Ullstein Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanken. Da ich beim Lesen ein paar Schwierigkeiten ...

Rezension

[unbezahlte Werbung] Ich möchte mich zunächst herzlich bei netgalley.de und dem Ullstein Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanken. Da ich beim Lesen ein paar Schwierigkeiten hatte, hab ich auf das Hörbuch gewechselt und habe es nicht bereut!

Das erwartet euch
Sophias Hoffnung ist der Auftakt einer Trilogie, welche in den goldenen 20er Jahren angesiedelt ist. Euch erwartet eine Geschichte über eine mutige Frau, die für die Verwirklichung ihrer Träume quer über den Globus reist. Schicksalsschläge und Dramen bleiben nicht aus. Es ist aber auch ein Buch über die Leidenschaft einer Frau zu ihrer Arbeit - dem Herstellen von Kosmetika.

Sophia erhält eine Stelle bei der berühmten Schönheitspionierin Helena Rubinstein und folgt ihr dafür nach New York. Dort findet sie nach der harten Zeit in Berlin und Paris endlich ihr Glück und die Liebe. Sie gerät aber auch zwischen die Fronten des "Puderkrieges", der zwischen Helena Rubinstein und Elizabeth Arden tobt.

Der Zeitgeist der 20er Jahre ist beim Lesen bzw. Hören die ganze Zeit spürbar. Corina Bomann lädt uns in Flüsterkneipen auf einen illegalen Champagner ein, warnt vor der Mafia und nächtlichen Schusswechseln und gibt schillernde Bälle zu denen die High Society geladen ist.

Meine Meinung

Bevor ich auf die einzelnen Punkte eingehe, möchte ich anmerken, dass das Buch meine Erwartungen mehr als erfüllt hat. Das Buch gibt so viel mehr her als der Klappentext verrät!

zum Cover
Das Cover macht einen sehr verspielten Eindruck auf mich. Von den kräftigen Farben, vor allem dem Rosatönen habe ich mich zunächst etwas erschlagen gefühlt. Da es im Buch um die Kosmetikindustrie geht, finde ich es aber wiederum total passend.

zum Schreibstil
Ich liebe den Schreibstil von Corina Bomann. Sie legt viel Wert auf Details und ihre Beschreibungen sind dadurch sehr lebendig und bildhaft. Gleichzeitig schafft sie es schnörkellos zu bleiben, sodass ich ein richtig angenehmes Hörerlebnis hatte, dem ich leicht folgen konnte.

zur Handlung
Am Anfang hatte das Buch ein paar Längen, welche auch der Grund waren auf das Hörbuch zu wechseln. Die Entscheidung war goldrichtig, sonst wäre mir wahrscheinlich eine spannende, authentische Geschichte entgangen.

Ich finde es super wie Corina Bomann Fakt und Fiktion miteinander verwebt. Der "Puderkrieg" zwischen Helena Rubinstein und Elizabeth Arden war mir bisher unbekannt und ich fand es wahnsinnig spannend davon zu erfahren.
Überhaupt war Sophia's Werdegang sehr authentisch dargestellt und und ich bin ihr mit Faszination gefolgt.
Ein paar Längen hatte die Handlung, aber über diese konnte ich beim Hören hinwegsehen. Ab der zweiten Hälfte des Buches wird es ohnehin spannender und im letzten Drittel überschlagen sich die Ereignisse. Das Ende kam dann mit einer wahnsinnigen Überraschung daher, die mich auf einen spannungsgeladenen zweiten Band hoffen lässt.

zu den Charakteren
Corina Bomann schafft es selbst den kleinsten Nebencharakter so zu beschreiben, dass er im Gedächtnis bleibt. Ihre Figuren haben Tiefgang und sind authentisch.

Protagonistin Sophia ist eine warmherzige, sympathische junge Frau, die mit Leidenschaft ihrem Studium der Chemie nachgeht. Leider kann sie dieses nicht abschließen, was aber nicht heißt, dass sie sich von diesem Umstand abhalten lässt zu tun was sie will - Kosmetik herstellen. Ich bewundere Sophia's Mut und Stärke, steht sie doch zu Beginn ganz alleine auf weiter Flur. Sophia ist als wunderbares Vorbild dargestellt. Sie ist aber auch nicht frei von Fehlern, was sie noch natürlicher und realistischer erscheinen lässt. Sophia ist mir genauso wie ihre quirlige Freundin, die Soireetänzerin Henny ans Herz gewachsen. Bei Henny war so wahnsinnig viel Lebensfreude spürbar, das habe ich so richtig genossen.
Die beiden historischen Persönlichkeiten Helena Rubinstein und Elizabeth Arden wirken beide gleichermaßen faszinierend. Die zwei Frauen sind sich sehr ähnlich - stur und darauf bedacht ihr Imperium an die Spitze zu führen. Als Sympathieträgerinnen würde ich die zwei jedoch nicht bezeichnen.

zum Hörbuch
Das Hörbuch aus dem Hörbuch Hamburg Verlag wird von Karoline Mask von Oppen gesprochen. Ich mochte die Stimmfarbe der Sprecherin wahnsinnig gerne. Sie hat den Charakteren noch viel mehr Tiefgang verliehen, den ich beim Lesen sicher nicht so wahrgenommen hätte. Außerdem fand ich es faszinierend, dass sie auch die männlichen Parts sehr gut rüber bringt. Karoline Mask von Oppen hat mich die fast 17 Stunden, die das Hörbuch dauert gut unterhalten.

Fazit*
Sophias Hoffnung ist ein vielversprechender Reihenauftakt. Corina Bomann beschreibt mit viel Gefühl und Drama den Zeitgeist der 1920er Jahre. Neben Sophias persönlicher Geschichte erhalten wir als Leser auch einen umfassenden Einblick in den "Puderkrieg" der Konkurrentinnen Helena Rubinstein und Elizabeth Arden.

Ich bin froh das Buch gehört zu haben. Die Sprecherin Katharina Mask von Oppen überzeugt und die Längen, die die Geschichte aufweist merkt man nicht so stark wie es beim Lesen gewesen wäre.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass Corina Bomann eine großartige Geschichte geschrieben hat, für die ich 4 Sterne vergebe und eine klare Lese- und/oder Hörempfehlung ausspreche!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere