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Veröffentlicht am 27.05.2020

Urlaubsfeeling

Die geheimnisvollen Gärten der Toskana
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„Die geheimnisvollen Gärten der Toskana“ von Anja Saskia Beyer verbreiten beim Lesen sofort Urlaubsfeeling und Lust auf Italien.
Jessy ist nicht nur ihren untreuen Freund los, sondern leider auch ihren ...

„Die geheimnisvollen Gärten der Toskana“ von Anja Saskia Beyer verbreiten beim Lesen sofort Urlaubsfeeling und Lust auf Italien.
Jessy ist nicht nur ihren untreuen Freund los, sondern leider auch ihren geliebten Job als Floristin in München. Die Jobsuche gestaltet sich schwierig, denn ihre treue Hündin Bella soll auch einen geeigneten Platz finden. Da kommt das Angebot als Gartenhelferin auf einem Landgut in der Toskana genau richtig. Also startet Jessy samt Bella im Gepäck ins sonnige Italien, wo sie dem attraktiven Gutsbesitzer Gregorio helfen soll, seinen riesigen Garten wieder auf Vordermann zu bringen. Jessy entdeckt dadurch nicht nur ihre Leidenschaft für den wunderschönen Garten. Aber sie ist nicht die einzige, die ein Auge auf Gregorio geworfen hat.

Bei dem bildhaften Schreibstil kann man die Zitronenbäume förmlich schnuppern. Die Autorin bringt ihre Liebe zu den wahrscheinlich oft unterschätzten italienischen Gärten in ihrem Buch sehr gut zum Ausdruck. Da bekommt man sofort Lust, selbst hinzureisen.
Jessy ist eine sympathische Protagonistin. Ihr fällt es schwer, anderen Menschen gegenüber Vertrauen zu fassen, insbesondere Männern. Zu oft wurde sie enttäuscht, auch von ihrem eigenen Vater.
Gregorio will nach dem Tod seines Vaters das Familienanwesen vor dem Verkauf retten und seine eigenen Visionen realisieren. Dafür benötigt er Jessys Unterstützung, auch wenn er ihr zu Beginn noch nicht viel zutraut und der Start der beiden etwas holprig ist.
Ein altes Familiengeheimnis und die eskalierende Familienfehde mit dem Nachbarn bringen ausreichend Spannung in die Geschichte. Der Schreibstil liest sich gut und das italienische Dolce Vita verbreitet die passende Wohlfühlstimmung.
Dieser Roman eignet sich perfekt als Urlaubslektüre oder für eine Auszeit vom Alltag. Als Zugabe gibt es am Ende noch ein paar Rezepte aus dem Buch, mit denen man sich das Toskanafeeling nach Hause holen kann.
Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 17.05.2020

Gelungene Coming-of-Age-Geschichte

Am Ende des Spiels
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„Am Ende des Spiels“ von Suza Hensson ist viel mehr als eine der üblichen College-Romanzen nach Schema F.
Taylor Bowman ist der strahlende Footballstar der Aldridge University, der kurz vor dem Aufstieg ...

„Am Ende des Spiels“ von Suza Hensson ist viel mehr als eine der üblichen College-Romanzen nach Schema F.
Taylor Bowman ist der strahlende Footballstar der Aldridge University, der kurz vor dem Aufstieg in die NFL steht. Doch sein Coach lässt ihn ein weiteres Jahr an der Uni sitzen, wo er das fast schon unmenschlich harte Training aushalten muss. Sein Leben steht komplett unter der unerbittlichen Kontrolle seines Coaches, der gleichzeitig auch sein Vater ist. Als Taylor die zurückhaltende Mathematikstudentin Emilia kennenlernt, glaubt er nicht, dass ein Mädchen wie sie Teil seines Lebens sein könnte. Aber immer häufiger muss er sich fragen, ob diese vorgezeichnete Zukunft wirklich gut für ihn ist.

Das Setting ist vielleicht das gleiche, wie in anderen College Romanzen, aber man merkt bei diesem Buch schnell, dass diese Geschichte in eine ganz andere Richtung geht. Die Lovestory von Taylor und Emilia ist nur einer der vielen spannenden und emotionalen Handlungsstränge, aber bei weitem nicht der wichtigste.
Taylor ist gefangen in einer Rolle, aus der er nicht zu entkommen scheint. Der Grund dafür lässt sich bereits nach dem Prolog erahnen. Ich will gar nicht zu viel verraten, denn das sollte man alles im Buch selbst entdecken und nachlesen. Taylor entspricht nicht dem Klischee des erfolgreichen Sportlers, auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht so aussieht. Genauso ist es mit Emilia, die viel mehr als nur eine nerdige Mathematikstudentin ist.
Die Handlung ist tiefgründig, emotional und enthält einige überraschende Wendungen. Die Haupt- und auch die Nebencharaktere sind facettenreich und dadurch nicht immer leicht zu durchschauen. Bei einigen Figuren hätte ich mir aber ein paar mehr Hintergrundinformationen gewünscht, um ihre Beweggründe besser verstehen zu können. So bleiben für mich am Ende ein paar Fragen offen. Ich könnte mir bei dieser Geschichte aber sehr gut eine Fortsetzung vorstellen.
Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 14.05.2020

Würdiger Abschluss

Die Prinzessinnen von New York - Secrets
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„Secrets“ ist der vierte und abschließende Band der Prinzessinnen von New York Reihe von Anna Godbersen.
Schauplatz der Handlung ist New York um das Jahr 1900, wo der gute Ruf und die Meinung der Öffentlichkeit ...

„Secrets“ ist der vierte und abschließende Band der Prinzessinnen von New York Reihe von Anna Godbersen.
Schauplatz der Handlung ist New York um das Jahr 1900, wo der gute Ruf und die Meinung der Öffentlichkeit alles ist, auf was es oberflächlich gesehen ankommt. Im Mittelpunkt stehen die nach außen hin untadelige Elizabeth Holland, ihre unkonventionelle Schwester Diana, die intrigante Penelope Hayes und das ehemalige Dienstmädchen Carolina. Alle versuchen ihr Schicksal in die richtige Richtung zu lenken, um endlich ihr persönliches Happy End zu bekommen. Das riesige Netz von Lügen und Intrigen der New Yorker High Society wird also fleißig weitergesponnen.

Man sollte die vorangegangenen drei Teile unbedingt gelesen haben, denn sonst dürfte es mit dem Verständnis der Handlung sehr schwer werden. Anna Godbersen ging schon dort nicht unbedingt zimperlich mit ihren Charakteren um und man wurde von so manchem bösen Cliffhanger frustriert.
Die Charaktere haben allesamt eine spannende und interessante Entwicklung durchgemacht, die man mal mehr, mal weniger nachvollziehen konnte. Nun geht es auf das Finale zu und einige Figuren ziehen erneut alle Register.
Die Autorin führt alle ihre Charaktere zu einem würdigen Ende. Dieses jeweilige Ende passt meiner Meinung nach zu den Figuren und ihren Entwicklungen, aber es macht garantiert nicht jeden Leser glücklich, mich eingeschlossen. Anna Godbersen schert sich nicht um Wohlfühl-Happy-Ends, was ich auf der einen Seite konsequent und authentisch finde, aber auf der anderen Seite liebe ich die (unrealistischen) Happy Ever After Momente, die einfach ein Lächeln aufs Gesicht zaubern.
Diese Reihe ist inmitten der klassischen historischen Liebesromane sicher ungewöhnlich, aber als Portrait der damaligen Gesellschaft auf jeden Fall lesenswert. Die Spannung wird bis zum Ende aufrecht erhalten, auch wenn sich vielleicht nicht alle Hoffnungen erfüllen.
Von mir gibt es trotz kleiner Kritikpunkte eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 05.05.2020

Bella Italia

Limonenküsse - Herzklopfen auf Italienisch
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„Limonenküsse“ von Ava Blum entführt die Leser ins sonnige Italien und lässt auf jeden Fall das richtige Urlaubsfeeling aufkommen.
Die Konditorin Bella ist 23 und hatte noch nie einen Freund. Dafür hat ...

„Limonenküsse“ von Ava Blum entführt die Leser ins sonnige Italien und lässt auf jeden Fall das richtige Urlaubsfeeling aufkommen.
Die Konditorin Bella ist 23 und hatte noch nie einen Freund. Dafür hat sie ein Sammelsurium von Phobien und Neurosen, die sie fest im Griff haben. Einzig Jazz, mit der sie seit frühester Kindheit befreundet ist, macht das nichts aus. So lässt sich Bella von ihr zu einem Italienurlaub überreden und sie reisen gemeinsam nach Ischia. Dort lernt Bella Davide kennen, der ihre Schmetterlinge zum Fliegen bringt. Aber Davide scheint ein Adrenalinjunkie zu sein, was Bella in ganz schöne Schwierigkeiten bringt.

Sommer, Sonne und Italien – was will man mehr? Das Setting für diese unterhaltsame Liebesgeschichte ist einfach perfekt. Ava Blum fängt mit ihrem bildhaften Schreibstil genau die richtige Atmosphäre zum Wegträumen ein.
Bella nur als Angsthasen zu beschreiben, wäre eine glatte Untertreibung. Natürlich ist sie irgendwie liebenswert tollpatschig, aber viele ihrer Ängste gehen schon in eine ernsthaftere Richtung. Zum Glück hat sie Jazz an ihrer Seite, die ihr in brenzligen Situationen hilft und sie wieder auf den Boden der Realität bringt.
Davide ist auf den ersten Blick sehr sympathisch. Er bringt Bella an ihre persönlichen Grenzen und darüber hinaus. Das ging mir manchmal etwas zu weit. Ob das so realistisch sein kann, will ich gar nicht beurteilen. Für die Geschichte funktioniert es ganz gut und führt zu vielen amüsanten Szenen. Dass er bei der unerfahrenen Bella sofort Herzklopfen auslöst, ist absolut nachvollziehbar. Da die Story aus ihrer Perspektive erzählt wird, werden ihre Emotionen ganz deutlich beschrieben. Davide bleibt bis zum Schluss ein kleines Rätsel, aber so wird es auch nicht langweilig.
Das Buch bietet mit seiner unterhaltsamen und romantischen Liebesgeschichte die perfekte Urlaubslektüre, nicht nur für den nächsten Italienurlaub. Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 05.05.2020

Zwei Welten

When We Dream
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„When We Dream“ von Anne Pätzold ist der erste Band der Trilogie um die K-Pop Band NXT.
Die Studentin Ella ist neunzehn Jahre alt und lebt seit dem Tod ihrer Eltern mit ihren beiden Schwestern in Chicago. ...

„When We Dream“ von Anne Pätzold ist der erste Band der Trilogie um die K-Pop Band NXT.
Die Studentin Ella ist neunzehn Jahre alt und lebt seit dem Tod ihrer Eltern mit ihren beiden Schwestern in Chicago. Sie verkriecht sich am liebsten in ihren Büchern und hinter ihrem Zeichenblock, denn die Großstadt ist ihr zu laut und anstrengend. Am Rand eines Events trifft sie auf den koreanischen K-Pop Star Jae-yong, ohne zu wissen, wer er ist. Beide spüren eine Verbindung und kommen sich im Laufe der Zeit und über Textnachrichten immer näher. Aber ihre unterschiedlichen Welten machen eine Beziehung schwierig.

Ich gebe zu, dass ich mich erst seit diesem Buch überhaupt mit K-Pop beschäftigt habe. Das war aber durchaus interessant und ich bereue es nicht.
Da ging es mir wohl ähnlich wie der Protagonistin Ella, die vorher auch nichts damit anfangen konnte. Ella war mir sofort sympathisch. Sie ist ziemlich zurückhaltend und will es am liebsten allen recht machen. Das verwundert auch nicht, da ihre ältere Schwester Mel alles tut, um Ella und ihrer kleinen Schwester Liv die Eltern zu ersetzen.
Jae-yong und Ella sind sich auf den zweiten Blick gar nicht so unähnlich. Wahrscheinlich haben sie auch deshalb sofort eine besondere Verbindung. Er ist nach außen hin eine Kunstfigur in der strengen Maschinerie des K-Pop, aber hinter der Fassade ist er auch nur ein einsamer 21jähriger.
In diesem Auftaktband darf man die ganz zarte Annäherung der beiden miterleben, die aufgrund der Umstände gar nicht so einfach ist. Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und passt zu den Charakteren. Die Geschichte wird allein aus Ellas Sicht erzählt, so dass man ihre Gefühle hautnah mitbekommt. Vielleicht hätte ich mir auch einmal die Perspektive von Jae-yong gewünscht, auf den man nur mit Ellas Augen blickt. So fehlt mir ein wenig der letzte Funke zwischen den beiden.
Nach dem Cliffhanger freue ich mich schon auf die Fortsetzung, denn ich will unbedingt wissen, wie es mit Ella und Jae-yong weitergeht.

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